250 Jahre Schott Music 
Ein Vierteljahrtausend europäische Musikgeschichte

Ein Vierteljahrtausend europäische Musikgeschichte

PD, 11.08.2020

Schott Music feiert 2020 seinen 250sten Geburtstag. Die Geschichte des Unternehmens spiegelt auch die Entwicklung der Musik, der Kultur und der Gesellschaft in diesem Zeitraum

1770 gründete der junge Kupferstecher und Klarinettist Bernhard Schott einen Verlag in Mainz, wo sich noch heute die Firmenzentrale in einem denkmalgeschützten klassizistischen Gebäude aus dem Jahr 1792 befindet. Im 19. Jahrhundert kam es zu einer ersten Blütezeit bei B. Schott’s Söhnen, als mit der 9. Sinfonie und der Missa solemnis bedeutende Spätwerke Beethovens verlegt werden konnten. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts war die Zusammenarbeit mit Richard Wagner prägend – und kostspielig aufgrund der enormen finanziellen Investitionen in dessen Bühnenwerke Die Meistersinger, Der Ring des Nibelungen und Parsifal.

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«Je dicker die Werker, desto dünner wird der Strecker.»
Frühe Karikatur von Willy Strecker zu den immensen Vorschuss- und Honorarforderungen Richard Wagners gegenüber Ludwig Strecker senior

1874 starb Franz Schott, der Enkel des Firmengründers. Er vermachte einen Anteil des Verlags an Ludwig Strecker, der als Volontär in der Firma einstieg und später die Leitung übernahm. Mit Peter Hanser-Strecker als geschäftsführendem Gesellschafter ist Schott Music heute noch ein Familienunternehmen. Es gehört zu den führenden Musik– und Medienverlagen für klassische und zeitgenössische Musik und versammelt mehr als zwanzig Musikverlage unter seinem Dach. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Lektorat, Redaktion, Herstellung und Distribution werden international beschäftigt.

Das Programm umfasst Spiel- und Unterrichtsliteratur, Urtextausgaben, Lehrmethoden, sechs Fachzeitschriften, Chormusik und Jazz, Studienpartituren, Gesamtausgaben, Musikbücher und CDs, ergänzt durch digitale Produkte wie Musik-Apps, E-Books und E-Scores. Ausserdem verleiht Schott weltweit Aufführungsmaterial zu fast 10 000 Konzert- und Bühnenwerken.

Die Verlagsgeschichte in Stationen
Um einen Zeitstrahl angeordnete Kurztexte, Bilder und Musikbeispiele laden zu einer Zeitreise ein, die anhand der Verlagsgeschichte auch die musikalische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung über ein Vierteljahrtausend mitverfolgen lässt.
www.250-joy-of-music.com

Schätze aus dem Verlagsarchiv
Anlässlich des Jubiläums hat Schott musikalische Kostbarkeiten vergangener Zeiten neu ediert. Die Sammelbände Joy of Music enthalten vor allem Werke der Romantik: virtuose Kabinettstückchen und Zugabenstücke, ausdrucksvolle Charakterstücke, Perlen der Salonmusik oder kunstvolle Arrangements bekannter (Opern-) Melodien. Es sind Ausgaben für Klavier sowie Violine, Violoncello, Flöte und Klarinette jeweils mit Klavier erhältlich.


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