{"id":3267,"date":"2019-09-03T00:00:00","date_gmt":"2019-09-02T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/allgemein\/komponistinnen-im-19-jahrhundert\/"},"modified":"2019-09-03T00:00:00","modified_gmt":"2019-09-02T23:00:00","slug":"komponistinnen-im-19-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/service\/2019\/09\/komponistinnen-im-19-jahrhundert","title":{"rendered":"Women composers in the 19th century"},"content":{"rendered":"\n\n<figure style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/wfc.jpg\" alt=\"\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Konzertplakat. Bild: wirfeiernclara.ch\/ideenkraft.ch,SMPV<\/figcaption><\/figure>\n<div class='text-section'>\n<p>\u00abIch spiele nicht nur Klavier &#8230;\u00bb betitelte 2016 der Sender SWR2 eine Musikstunde, die komponierende Frauen verschiedener Jahrhunderte portraitierte. Das Klavierspiel, sozusagen die Grundausstattung einer Tochter aus gutem Hause, ist meist einer der Schwerpunkte der Komponistinnen im 19. Jahrhundert. Sie treten als Pianistinnen auf und erteilen Klavierunterricht, aber eben nicht nur, sie komponieren auch f\u00fcr dieses Instrument. Daneben erhalten sie oft Gesangsunterricht und begleiten sich dann selbst am Klavier. So w\u00e4chst auch der zweite Kompositionsschwerpunkt, das Lied, aus dieser h\u00e4uslichen Musiktradition heraus.<\/p>\n<p>Viele der Komponistinnen, die wir f\u00fcr <a href='http:\/\/www.wirfeiernclara.ch\/'>unser Konzert zu Ehren von Clara Schumann <\/a>ausgew\u00e4hlt haben, sind in ihrer Familie mit weiblichen \u00abVorbildern\u00bb aufgewachsen, die in der \u00d6ffentlichkeit als Musikerinnen aufgetreten sind. Clara Schumanns Mutter, Marianne Tromlitz, trat solistisch in den Leipziger Gewandhauskonzerten auf. Claras langj\u00e4hriger Freundin, Pauline Viardot Garcia wird das Singen sozusagen in die Wiege gelegt: Ihr Vater ist Operntenor und Komponist, ihre Mutter S\u00e4ngerin und Schauspielerin. Nach dem Tod ihrer \u00e4lteren Schwester, der ber\u00fchmten S\u00e4ngerin Maria Malibran, tritt die zun\u00e4chst als Pianistin ausgebildete Pauline dann in die Fussstapfen ihrer Schwester. Josephine Langs Mutter ist ebenfalls S\u00e4ngerin. Und auch Fanny Hensel und Mary Wurm haben M\u00fctter, die ihren Kindern selbst Unterricht erteilen und f\u00fcr eine solide musikalische Ausbildung sorgen.<\/p>\n<p>Wenn auch mit der Musik vertraut und eng verbunden mit Frauen, die ihren Beruf als Musikerinnen \u00f6ffentlich aus\u00fcben, betreten die Komponistinnen mit ihrer T\u00e4tigkeit Neuland. Komponieren gilt nicht als Frauensache. So schreibt der Kritiker Hans von B\u00fclow: \u00abReproductives Genie kann dem sch\u00f6nen Geschlecht zugesprochen werden, wie productives ihm unbedingt abzuerkennen ist. Eine Componistin wird es niemals geben, nur etwa eine verdruckte Copistin. Ich glaube nicht an das Femininum des Begriffes: Sch\u00f6pfer. In den Tod verhasst ist mir ferner alles, was nach Frauenemancipation schmeckt.\u00bb<br \/> \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=''><span>Clara Schumann<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div class='text-section'>\n<p>Clara Schumann sieht sich selbst prim\u00e4r als Pianistin. \u00abIch f\u00fchle mich berufen zur Reproduction sch\u00f6ner Werke [\u2026]. Die Aus\u00fcbung der Kunst ist ja ein grosses Teil meines Ichs, es ist mir die Luft, in der ich athme.\u00bb Ihre eigenen Kompositionen bewertet sie zum Teil als wenig gegl\u00fcckt. \u00ab[\u2026] nat\u00fcrlich bleibt es immer Frauenzimmerarbeit, bei denen es immer an der Kraft und hie und da an der Erfindung fehlt.\u00bb Und: \u00abComponieren aber kann ich nicht, es macht mich zuweilen ganz ungl\u00fccklich, aber es geht wahrhaftig nicht, ich habe kein Talent dazu.\u00bb Ihre Begr\u00fcndung: \u00abFrauen als Komponisten k\u00f6nnen sich doch nicht verleugnen, dies la\u00df ich von mir wie von anderen gelten.\u00bb Daneben gibt es auch Aussagen, die Freude an den eigenen Kompositionen zeigen: \u00abEs geht doch nichts \u00fcber das Vergn\u00fcgen, etwas selbst komponiert zu haben und dann zu h\u00f6ren.\u00bb<\/p>\n<p>Robert sch\u00e4tzt Claras Kompositionen, er ermahnt sie zum Teil, das Komponieren nicht zu vernachl\u00e4ssigen. Er sieht auch bedauernd, dass sie neben den vielen Aufgaben nicht zum Komponieren kommt. \u00abClara hat eine Reihe von kleineren St\u00fccken geschrieben, in der Erfindung so zart und musikreich, wie es ihr fr\u00fcher noch nicht gelungen. Aber Kinder haben und einen immer phantasierenden Mann und komponieren, geht nicht zusammen. Es fehlt ihr die anhaltende \u00dcbung, und dies r\u00fchrt mich oft, da so mancher innige Gedanke verloren geht, den sie nicht auszuf\u00fchren vermag.\u00bb In diesen Zeilen erscheint Clara als ernst zu nehmende Komponistin. Eine L\u00f6sung f\u00fcr das Problem wird allerdings nicht gesucht. Und wenn die beiden direkt in Konkurrenz treten, ist es mit der Gleichberechtigung vorbei. Robert leidet, wenn Clara auf Konzertreisen im Zentrum steht. Auf einem Doppelmedaillon will Robert \u00fcber Clara abgebildet sein, weil der produktive Komponist \u00fcber der reproduzierenden K\u00fcnstlerin steht. Dass sich hinter der vordergr\u00fcndigen Ebenb\u00fcrtigkeit eine klare Hierarchie verbirgt, zeigt sich auch im Zitat von Franz Liszt: \u00abKeine gl\u00fccklichere, keine harmonischere Vereinigung war in der Kunstwelt denkbar, als die des erfindenden Mannes mit der ausf\u00fchrenden Gattin, des die Idee repr\u00e4sentierenden Komponisten mit der ihre Verwirklichung vertretenden Virtuosin.\u00bb<br \/> \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=''><span>Pauline Viardot<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div class='text-section'>\n<p>F\u00fcr Pauline Viardot sind schaffende und aus\u00fcbende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler gleichwertig. \u00ab [\u2026] der dramatische K\u00fcnstler muss fortw\u00e4hrend schaffen \u2013 er muss menschliche, lebendige, f\u00fchlende, leidenschaftliche, vollendete, bis in den kleinsten Details naturwahre Gestalten sich erdenken und dem Zuschauer vorf\u00fchren. Vor allem verehre ich den schaffenden Meister, unmittelbar neben ihm den schaffenden K\u00fcnstler. Beide sind unzertrennbar \u2013 denn Jeder allein f\u00fcr sich bleibt stumm, und zusammen schaffen sie den h\u00f6chsten und edelsten Genuss des Menschen, die Kunst.\u00bb Pauline kann beide Seiten intensiv durchleben, sie widmet sich lange Zeit ihrer B\u00fchnenkarriere. Die \u00e4lteste Tochter w\u00e4chst bei ihrer Mutter auf und ihr Mann begleitet Pauline h\u00e4ufig auf ihren Tourneen. Dann beendet sie mit 42 Jahren ihre B\u00fchnenlaufbahn, unterrichtet, komponiert und gibt nur noch wenige Konzerte. Clara Schumann bewundert die Leichtigkeit, mit der Pauline alles umsetzt. So schreibt sie nach der Auff\u00fchrung von zwei kleinen Operetten von Pauline: \u00abMit welchem Geschick, feinsinnig, anmuthig, abgerundet das alles gemacht ist, dabei oft am\u00fcsantester Humor, das ist doch wunderbar! [\u2026] und kaum hat sie das alles aufgeschrieben, spielt es nur so aus Skizzen-Bl\u00e4ttern! Und wie hat sie das einstudiert, die Kinder, wie sind sie bezaubernd [\u2026]! \u00dcberall in der Begleitung h\u00f6rt man die Instrumentation heraus \u2013 kurz ich fand wieder best\u00e4tigt, was ich immer gesagt, sie ist die genialste Frau, die mir je vorgekommen, und wenn ich sie so sitzen sah am Klavier, das alles mit der gr\u00f6ssten Leichtigkeit leitend, so wurde mir weich ums Herz [\u2026].\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=''><span>Fanny Mendelssohn<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div class='text-section'>\n<p>Fanny Mendelssohn erh\u00e4lt zwar die gleiche musikalische Ausbildung wie ihr Bruder Felix, ihre Situation als Frau verunm\u00f6glicht es ihr aber, ihre Kompositionen zu ver\u00f6ffentlichen. So schreibt ihr Vater der f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen Tochter: \u00abWas du mir \u00fcber dein musikalisches Treiben im Verh\u00e4ltnis zu Felix in einem deiner fr\u00fcheren Briefe geschrieben, war ebenso wohl gedacht als ausgedr\u00fcckt. Die Musik wird f\u00fcr ihn vielleicht Beruf, w\u00e4hrend sie f\u00fcr dich stets nur Zierde, niemals Grundbass deines Seins und Tuns werden kann und soll; [\u2026]. Beharre in dieser Gesinnung und diesem Betragen, sie sind weiblich, und nur das Weibliche ziert die Frauen.\u00bb Auch sp\u00e4ter ermahnt er sie in diesem Sinne, was Fanny einem Freund gegen\u00fcber folgendermassen kommentiert: \u00abDa\u00df man \u00fcbrigens seine elende Weibsnatur jeden Tag, auf jedem Schritt seines Lebens von den Herren der Sch\u00f6pfung vorger\u00fcckt bek\u00f6mmt, ist ein Punkt, der einen in Wuth, und somit um die Weiblichkeit bringen k\u00f6nnte, wenn nicht dadurch \u00dcbel \u00e4rger w\u00fcrde.\u00bb<\/p>\n<p>Felix, der andere Komponistinnen wie Josephine Lang und Johanna Kinkel in ihrem Komponieren ermutigt, bleibt Fannys Bem\u00fchungen gegen\u00fcber ablehnend. So schreibt er an seine Mutter: \u00abDu lobst mir ihre neuen Compositionen, u. das ist wahrhaftig nicht n\u00f6thig, [\u2026] denn ich weiss ja, von wem sie sind. Auch [\u2026] dass ich, sowie sie sich entschliesst, etwas herauszugeben, ihr die Gelegenheit dazu, so viel ich kann, verschaffen und ihr alle M\u00fche dabei, die sich ihr ersparen l\u00e4sst, abnehmen werde. Aber <em>zureden<\/em> etwas zu publicieren kann ich ihr nicht, weil es gegen meine Ansicht und \u00dcberzeugung ist. [\u2026] ich halte das Publicieren f\u00fcr etwas Ernsthaftes [\u2026] und glaube, man soll es nur thun, wenn man als Autor sein Lebenlang auftreten und dastehn will. [\u2026] Und zu einer Autorschaft hat Fanny, wie ich sie kenne, weder Lust noch Beruf, dazu ist sie zu sehr eine Frau, wie es recht ist, [\u2026].\u00bb Als sich Fanny mit vierzig Jahren entschliesst, ihre Kompositionen herauszugeben, im Wissen darum, dass das ihrem Bruder missf\u00e4llt, erteilt ihr Felix endlich den \u00abHandwerkssegen\u00bb und w\u00fcnscht ihr viel Freude.<br \/> \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=''><span>Johanna Kinkel<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div class='text-section'>\n<p>Johanna Kinkel scheint schon sehr fr\u00fch gewusst zu haben, dass sie Musik \u00abzu ihrem Gesch\u00e4ft machen\u00bb will. Die Familie findet das nicht angemessen. Die Grossmutter sagt: Wir \u00abhaben es ja, Gott sei Dank nicht n\u00f6tig, dass unser einziges Kind Musik zu seinem Unterhalte lernen sollte\u00bb. Darum wird Johanna auf eine Schule geschickt, wo sie das \u00abHaushalten\u00bb lernen soll. Das liegt ihr allerdings gar nicht. \u00abAch wie viel lieber und leichter h\u00e4tte ich Generalbass gelernt, denn dass ein Ding dieses Namens existierte, welches einem zum Begriff des Komponierens verhelfe, hatte ich schon irgendwo geh\u00f6rt.\u00bb  <br \/> \u00abIch mag keine Dilettantin sein, ich will K\u00fcnstlerin werden.\u00bb Dieses Ziel strebt sie in der Folge mit grosser Konsequenz an. So reist sie zu Felix Mendelssohn, um ihm vorspielen zu k\u00f6nnen, und organisiert dann ihre Musikausbildung in Berlin. Nach dem Studium in Generalbass f\u00fchlt sie sich bef\u00e4higt, ihre Ideen umzusetzen. \u00abIch hatte von Jugend auf den Trieb des Komponierens gef\u00fchlt, aber ich wollte ihn nicht dadurch abschw\u00e4chen, dass ich ohne Kenntnis der Theorie eine Menge dilettantischer Einf\u00e4lle zu Papier brachte, wie es so oft geschieht. [\u2026] Jetzt, wo ich erkannte, was mich ehedem am klaren Hinstellen meiner inneren Melodienwelt gehindert, dr\u00e4ngte es in mir, als ob alle meine Gedanken knospen und zu T\u00f6nen erbl\u00fchen wollten.\u00bb <br \/> \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=''><span>Louise Adolpha Le Beau<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div class='text-section'>\n<p>Glaubt man den Rezensenten der Zeit, komponiert keine der Frauen so \u00abm\u00e4nnlich\u00bb wie Louise Adolpha Le Beau. \u00abMan erwartet solche Solidit\u00e4t der theoretischen Durchbildung, solche Gewandtheit in der Formenbehandlung, wie in der Orchestrierung, von Damen f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht; hier finden wir einen m\u00e4nnlich ernsten Geist, einen k\u00fcnstlerischen Ausbau auf \u00e4u\u00dferst solidem Fundament, verbunden mit feiner Empfindung f\u00fcr Formen- und Klangsch\u00f6nheit,\u00bb so ein Lob an Le Beau. Als sie bei Rheinberger in M\u00fcnchen vorspricht, um Stunden nehmen zu k\u00f6nnen, lehnt er ab. Er will keine Frauen unterrichten. Nach dem Vorspielen eigener Kompositionen wird sie als \u00abHerr Kollege\u00bb akzeptiert, dabei attestiert er ihrer Violin-Sonate op.10 ausserordentliche Qualit\u00e4t, sie sei \u00abm\u00e4nnlich, nicht wie von einer Dame komponiert\u00bb. Dieses Lob zieht sich wie ein roter Faden durch die Rezensionen, so auch in folgendem Kommentar: \u00abFrl. le Beau geh\u00f6rt unter die Ausnahmen, die es weiter bringen; schrieben nicht viele M\u00e4nner wirklich schlechte Musik, dann w\u00fcrde ich mein Lob in die Worte kleiden: sie komponirt wie ein Mann!\u00bb Einerseits sucht Le Beau die Anerkennung als Komponist(in), andererseits ger\u00e4t sie in Konkurrenz zu ihren m\u00e4nnlichen Kollegen. Trotz ihrer Qualit\u00e4ten sucht sie vergeblich ein Opernhaus, das ihre Oper auff\u00fchrt, auch eine Professur f\u00fcr Komposition in Berlin bleibt ihr verschlossen. Frauen sind f\u00fcr diese Stelle nicht vorgesehen. <\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=''><span>Klavierwerke und Lieder<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div class='text-section'>\n<p>Wenn man sich die Kompositionen der Frauen aus dem 19. Jahrhundert anschaut, so dominieren ganz eindeutig Klavierwerke und Lieder das Bild. Dies ist so bei Clara Schumann, Johanna Kinkel, Josephine Lang und weitgehend bei Fanny Hensel. Wobei eine \u00dcbersicht \u00fcber die Kompositionen von Fanny Hensel auch heute noch nicht vorhanden ist. <\/p>\n<p>Fanny Hensel beschreibt ihre Schwierigkeit, l\u00e4ngere Werke zu schreiben, folgendermassen: \u00abEs ist nicht sowohl die Schreibart, an der es fehlt, als ein gewisses Lebensprinzip, u. diesem Mangel zufolge sterben meine l\u00e4ngeren Sachen in ihrer Jugend an Altersschw\u00e4che, es fehlt mir die Kraft, die Gedanken geh\u00f6rig festzuhalten, ihnen die n\u00f6thige Consistenz zu geben. Daher gelingen mir am besten Lieder, wozu nur allenfalls ein h\u00fcbscher Einfall ohne viel Kraft der Durchf\u00fchrung geh\u00f6rt [\u2026].\u00bb Wenn Frauen sich schon in die Komposition vorwagen, dann im Bereich Klaviermusik, Lied und Kammermusik. Die grossen Formen, Oratorium, Oper und Sinfonie geh\u00f6ren zum \u00abm\u00e4nnlichen\u00bb Komponieren. In diesem Bereich bewegen sich \u2013 wenn auch nicht mehrheitlich \u2013 Mary Wurm und Louise Adolpha Le Beau. <br \/> \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=''><span>Sinfonien<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div class='text-section'>\n<p>Seit Beethoven ist die Sinfonie sozusagen die Kr\u00f6nung der Komponistenkarriere. Mary Wurm schreibt eine Kindersinfonie und Louise Le Beau eine (einzige) Sinfonie (op.41), was ihr bewundernde Rezensionen einbringt: \u00abEs ist wohl das erste Mal, da\u00df eine Dame sich auf den H\u00f6hepunkt der Instrumentalmusik empor geschwungen hat, und zwar mit Erfolg. Die Komponistin versteht nicht blo\u00df die sinfonische Form meisterhaft zu behandeln, sondern dieselbe auch durch einen Reichtum musikalischer Gedanken einheitlich zu verbinden.\u00bb Und: \u00abEs geh\u00f6rt unzweifelhaft f\u00fcr eine Dame ein gro\u00dfer Muth dazu, eine Symphonie zu schreiben, sowohl wegen der eigenth\u00fcmlichen Schwierigkeiten dieser Musikgattung wie auch wegen des Vorurtheils, das man im Publikum der Leistung einer Dame auf diesem bisher ausschlie\u00dflich M\u00e4nnern vorbehaltenen Gebiete der Composition entgegenbringt. Frl. Le Beau durfte den Muth dazu aus dem Reichthum ihrer musikalischen Erfindung, ihrer f\u00fcr eine Dame ph\u00e4nomenalen Compositionstechnik und ihrer sicheren Beherrschung der orchestralen Ausdrucksmittel sch\u00f6pfen. Ihre Symphonie in F dur ist ein zwar nicht immer gleichwerthiges, aber in allen S\u00e4tzen fesselndes und ausgezeichnet durchgearbeitetes Musikwerk&#8230;\u00bb<\/p>\n<p>So gesehen hat also nur eine der von uns ausgew\u00e4hlten Komponistinnen wirklich den Olymp erreicht. Musikalische Qualit\u00e4t gibt es aber zum Gl\u00fcck auch ohne G\u00f6tterberg. Diese grossartige, vielseitige Welt der Komponistinnen ist eine Reise wert, es gibt immer noch viel zu entdecken.<br \/> \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<blockquote class='text-section'>\n<h4>Konzert <\/h4>\n<p><strong><br \/> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>The ensemble Les M\u00e9tropolitaines presents songs and chamber music by Clara Schumann-Wieck and her circle of musical friends and influences to mark the 200th anniversary of her birth. <\/strong><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":3268,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[30],"tags":[],"class_list":["post-3267","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-service"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Komponistinnen im 19. 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