{"id":42431,"date":"2014-02-06T00:00:00","date_gmt":"2014-02-05T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/allgemein\/2014\/02\/die-glut-anfachen"},"modified":"2024-10-25T11:32:47","modified_gmt":"2024-10-25T09:32:47","slug":"die-glut-anfachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen","title":{"rendered":"Fanning the embers"},"content":{"rendered":"\n\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/fO.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<div class=\"main-content article clearfix\">\n<div class=\"media picture\"><\/div>\n<p><strong>\u00abWir wollen die Fenster weit offen lassen und jeden Provinzialismus vermeiden.\u00bb <\/strong><br \/>\nPaul Sacher, in: <em>Musikakademie Basel, Jahresbericht 1964\/65<\/em><\/p>\n<p>An Bedeutungen ist es sehr reich, wenn nicht unersch\u00f6pflich: das Wort \u00abKultur\u00bb. Es findet sowohl in Bezug auf die h\u00f6chsten menschlichen Werte und Bet\u00e4tigungen als auch die belanglosesten Dinge eine geradezu inflation\u00e4re Verwendung. Nicht von ungef\u00e4hr setzen sich Soziologen, Sprachforscher, Philosophen und Kulturwissenschaftler im Rahmen tagelanger Symposien mit der Grenzenlosigkeit dieses einst vergeistigten Begriffs auseinander. Doch die Resultate hinterlassen kaum Spuren in unserem allt\u00e4glichen Leben. Kulturelle Symposien, schrieb Claudio Magris einmal, sind die Negation des Lebens, das ein offener Seehafen ist.<\/p>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Begibt man sich auf die gedankliche Reise, entdeckt man, auf wie viele Dinge mit dem Wort \u00abKultur\u00bb verwiesen wird: Orchesterkultur, Museumskultur, Caf\u00e9kultur, aber auch Fussballkultur, Stammtischkultur, Unterhaltungskultur und viele mehr. Manche dieser Kulturen dienen auf vorz\u00fcgliche Weise der Zerstreuung, von der wiederum ganze Industriezweige leben. Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland, im folgenden Fall der S\u00fcdwestrundfunk (SWR), ist von solchen Trends offenbar nicht ausgenommen. Wenn aber \u00abseine\u00bb beiden Orchester fusioniert werden, unterl\u00e4uft der Sender ausgerechnet das, was ihn eigentlich vom kommerziellen privatrechtlichen Rundfunk abheben sollte: die sogenannte Hochkultur.\n<\/p><\/div>\n<div>\n<h3>Das SWR Sinfonieorchester und die Schweiz<\/h3>\n<p>Weit \u00fcber 40 Konzerte hat das SWR SO seit seiner Gr\u00fcndung 1946 in der Schweiz gegeben, in Z\u00fcrich, Basel, Genf, Lausanne, Montreux, Bern, Lugano, Locarno, St. Gallen und Luzern. Erst letztes Jahr war es wieder im Rahmen des Lucerne Festival zu h\u00f6ren, mit Werken von Ligeti, Czernowin, Wyschnegradsky und Georg Friedrich Haas. Zwischen dem Orchester und der Schweiz besteht seit den F\u00fcnfzigerjahren ein \u00fcberaus lebendiger wechselseitiger Austausch. Indem es einerseits oft in der Schweiz gastiert, andererseits im Ausland Schweizer Werke zu Geh\u00f6r bringt, hat unser zeitgen\u00f6ssisches Kulturleben eine internationale \u00d6ffnung erfahren.<\/p>\n<p>Zu den Schweizern, deren Werke im Nachkriegsdeutschland erstmals dank des SWR SO (vormals SWF) erklangen, z\u00e4hlt neben Conrad Beck der damals 31-j\u00e4hrige Jacques Wildberger, dessen <em>Tre Mutazioni<\/em> f\u00fcr Kammerorchester 1953 unter der Leitung von Hans Rosbaud in Donaueschingen uraufgef\u00fchrt wurden. Auch Pierre Boulez setzte sich f\u00fcr Wildbergers Musik ein: 1958 brachte er in Aix-en-Provence <em>Intensio \u2013 Centrum \u2013 Remissio<\/em> mit dem SWF-Sinfonieorchester zur Urauff\u00fchrung. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter dirigierte Boulez die Urauff\u00fchrung von Wildbergers <em>Oboenkonzert<\/em>. Solist war der 24-j\u00e4hrige Heinz Holliger, dessen <em>Gl\u00fchende R\u00e4tsel<\/em> auf Gedichte von Nelly Sachs 1964 bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgef\u00fchrt wurden. 1970 fand dann die Urauff\u00fchrung von Holligers <em>Pneuma<\/em> f\u00fcr Bl\u00e4ser, Schlagzeug, Orgel und Radios statt. Der Komponist selbst sass am Pult der ersten Oboe; einige Musiker waren wegen angeblicher Unzumutbarkeit der Spieltechniken abgesprungen.<\/p>\n<p>Zahlreiche weitere Schweizer Werke erklangen zum ersten Mal in Konzerten des SWR SO, mehrheitlich in Donaueschingen, aber auch in der Schweiz, beispielsweise <em>Changements pour grand orchestre<\/em> von Rudolf Kelterborn. Die einem szenisch-dramatischen Denken entsprungene, \u00fcberaus expressive Partitur ist Ernest Bour gewidmet, der sie im September 1973 im Rahmen des Festival de Musique de Montreux mit dem SWF-Sinfonieorchester aus der Taufe hob.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt hat das SWR SO auch in Frankreich einige Werke von Schweizer Komponisten uraufgef\u00fchrt, etwa Michael Jarrells <em>Paysages avec figures absentes <\/em>(Nachlese IV) im Oktober 2010 in Strasbourg (Festival Musica). Der Titel dieses Werkes f\u00fcr Violine und Orchester geht zur\u00fcck auf das gleichnamige Buch des aus Moudon (Waadt) stammenden Lyrikers und Essayisten Philippe Jaccottet.<\/p>\n<p>Viele weitere Schweizer Orchesterwerke, die durch das SWR SO uraufgef\u00fchrt wurden, verdienen hier besondere Beachtung, doch m\u00fcssen wir uns aus Platzgr\u00fcnden auf ihre Erw\u00e4hnung beschr\u00e4nken: Jacques Guyonnet <em>Monades III<\/em> (1961), J\u00fcrg Wyttenbach <em>Anrufungen und Ausbruch<\/em> f\u00fcr Holz- und Blechbl\u00e4ser (66), Hans-Ulrich Lehmann <em>Rondo f\u00fcr Stimme und Orchester<\/em> (68), Thomas Kessler <em>Klangumkehr 85:4<\/em> f\u00fcr Orchester und elektronische Instrumente (76), Conrad Beck <em>Konzert f\u00fcr Bl\u00e4serquintett und Orchester <\/em>(77), Ulrich Stranz <em>Musik f\u00fcr Klavier und Orchester<\/em> (78), G\u00e9rard Zinsstag <em>Foris <\/em>(79), Christoph Delz <em>Siegel<\/em> op. 3 (80) und <em>Im Dschungel<\/em> (83), Ulrich Gasser <em>Steinst\u00fccke II <\/em>f\u00fcr kleines Orchester (80), Heinz Holliger <em>Scardanelli-Zyklus<\/em> f\u00fcr Solofl\u00f6te, gemischten Chor, kleines Orchester und Tonband (85), Hans W\u00fcthrich <em>Wie in einem sehr grossen Schiff oder Fisch<\/em> und <em>Flexible Umrisse<\/em>, beide Werke \u00abf\u00fcr autonom kybernetisch sich selbst regulierendes Orchester ohne Dirigenten\u00bb (85), Andr\u00e9 Richard <em>Echanges<\/em> f\u00fcr Orchester und Live-Elektronik (88), Michael Jarrell <em>&#8230;d\u2019ombres lointaines&#8230;<\/em> pour voix et grand orchestre (90), Hanspeter Kyburz <em>Malstrom<\/em> f\u00fcr grosses Orchester in 4 Gruppen (98), Laurent Mettraux\u2019<em> Ombre<\/em> (99), Beat Furrer <em>Orpheus\u2019 B\u00fccher<\/em> f\u00fcr Chor und Orchester auf Texte von Pavese, Ovid und Vergil (2001) sowie <em>Apon<\/em> f\u00fcr Orchester und Sprechstimme (09), Klaus Huber <em>Die Seele muss vom Reittier steigen<\/em> f\u00fcr Violoncello, Bariton, Kontratenor und 2 Orchestergruppen (02) sowie <em>Quod est pax? \u2013 Vers la raison du coeur&#8230;<\/em> (07), Bettina Skrzypczak <em>Initia<\/em>l (EA Warschauer Herbst 07), Isabel Mundry <em>Ich und Du <\/em>f\u00fcr Klavier und Orchester (08).\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Am Anfang war die Zahl<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>In einer Sitzung des SWR-Rundfunkrats <strong>(1)<\/strong> am 2. Juli 2010 gab SWR-Intendant Peter Boudgoust bekannt, dass der SWR bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent seiner Kosten einsparen m\u00fcsse, und zwar durch einen \u00abstrategischen Sparkurs\u00bb. Boudgoust erkl\u00e4rte, dass man auf das \u00abRasenm\u00e4herprinzip\u00bb verzichten wolle, also nicht \u00fcberall in gleichem Umfang Gelder k\u00fcrzen werde. Man werde dort sparen, wo Sparen m\u00f6glich ist, ohne das Programm zu sch\u00e4digen. \u00abDadurch k\u00f6nnen wir dort leistungsf\u00e4higer sein, wo wir auf keinen Fall Abstriche machen d\u00fcrfen.\u00bb Die Bedeutung seiner vagen Aussage wurde erst im Februar 2012 bekannt: F\u00fcr die beiden Orchester des SWR in Baden-W\u00fcrttemberg gilt der allgemeine Sparkurs von 15 Prozent nicht, nein \u2013 die Orchester trifft es wesentlich h\u00e4rter: 25 Prozent diktierte man ihnen als Sparziel. Die SWR-Budgets beider Orchester liegen derzeit bei insgesamt etwa 20 Millionen Euro j\u00e4hrlich, also m\u00f6chte man im Jahr 2020 ein Sparvolumen von 5 Millionen Euro erreicht haben. <strong>(2)<\/strong> Mit diesen Zahlen gewappnet, trat der SWR im Februar 2012 an die \u00d6ffentlichkeit. Der Weg zur Einsparung der 5 Millionen Euro sollte \u00fcber eine Fusion der beiden SWR-Orchester erreicht werden.<\/p>\n<p>Auf der Frankfurter Musikmesse fand am 28. M\u00e4rz 2012 eine Podiumsdiskussion zur Fusionsidee statt, eine der wenigen \u00f6ffentlichen Diskussionen mit dem Intendanten sowie dem inzwischen pensionierten SWR-H\u00f6rfunkdirektor Bernhard Hermann. Die beiden wurden von Vertretern der <em>Neuen Musikzeitung<\/em>, des Deutschen Musikrats und der Deutschen Orchestervereinigung zur Rede gestellt. So sehr auch pr\u00e4zise gefragt wurde, brillierten Boudgoust und Hermann dadurch, dass sie mit vielen sch\u00f6nen Worten eher wenig Konkretes verlauten liessen: Es geh\u00f6re zu einer Kultur der Diskussion, die im Namen der Kultur gef\u00fchrt wird, dass man nicht mit falschen Begriffen arbeite, war eine der Pauschalphrasen des Intendanten. Er riet seinen Gespr\u00e4chspartnern, dass man \u00abnicht von vornherein Positionen festlegen\u00bb d\u00fcrfe, es gehe in der Diskussion vielmehr um \u00abDifferenzierung\u00bb und um \u00abZwischent\u00f6ne\u00bb. Abgesehen davon, dass er sich mit diesen Worten zun\u00e4chst auf die (seiner Meinung nach) falsche Rubrizierung der beiden SWR-Orchesterprofile im Feuilleton bezog, k\u00f6nnen solche Aussagen als zweifelhafte Gespr\u00e4chstaktiken verbucht und im Nachhinein auch getrost als Deckmantel der Realit\u00e4t entlarvt werden:<\/p>\n<p>Bereits im Herbst 2010 n\u00e4mlich hatte der SWR in einem \u00abinteraktiven Prozess\u00bb hinter verschlossenen T\u00fcren M\u00f6glichkeiten eruiert, um beide Orchester vor dem Hintergrund des Sparziels \u00abweiterzuentwickeln\u00bb. Daran beteiligt waren die SWR-H\u00f6rfunkdirektion <strong>(3)<\/strong>, SWR-Orchestermanager und externe Berater, unter anderem die in M\u00fcnchen ans\u00e4ssige Metrum Managementberatung GmbH.<strong> (4) <\/strong>Was sich hinter den Kulissen genau abgespielt hat, ist f\u00fcr Aussenstehende schwer nachzuvollziehen. <strong>(5) <\/strong>Wahrscheinlich ist jedoch, dass der Intendant bereits zu einem sehr fr\u00fchen Zeitpunkt mit einem Fusionsprodukt gelieb\u00e4ugelt hatte, das SWR-intern als \u00abSpitzenorchester plus\u00bb bezeichnet wird. Die Grundidee dieser \u00abStrukturoption\u00bb besteht darin, dass beide Orchester im Jahr 2016 zu einem grossen Orchester am Standort Stuttgart fusionieren. Dieses Fusionsorchester soll sich dann, so heisst es in einem SWR-Papier, national und international als Spitzenorchester positionieren. Doch ist dieses Modell reine Illusion. Fachleute haben mehrfach und \u00fcbereinstimmend darauf hingewiesen, dass die unterschiedlichen Profile der beiden Orchester nach ihrer Fusion nicht nebeneinander weitergef\u00fchrt werden k\u00f6nnten und ihre Qualit\u00e4ten dadurch verloren gingen (einmal ganz abgesehen davon, dass man das Sparziel im vorgegebenen Zeitraum h\u00f6chstwahrscheinlich nicht erreichen wird und die geplanten 90 Konzerte j\u00e4hrlich kaum machbar sein d\u00fcrften). W\u00e4hrend das RSO Stuttgart tendenziell dem etablierten Repertoire verpflichtet ist, gilt das SWR SO Baden-Baden und Freiburg als das Orchester f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Musik schlechthin. <strong>(6)<\/strong>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Stiftung des \u00f6ffentlichen Rechts<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Die Vorst\u00e4nde beider Orchester wurden im Fr\u00fchjahr 2011 unter der Bedingung absoluten Stillschweigens durch den H\u00f6rfunkdirektor rudiment\u00e4r \u00fcber die Fusionspl\u00e4ne informiert. Protestbekundungen hat die SWR-F\u00fchrungsspitze auf diese Weise bereits im Keim erstickt. Die Fusionspl\u00e4ne wollte der SWR offenbar schnellstm\u00f6glich voranbringen. (Dass die Orchestervorst\u00e4nde den Pl\u00e4nen \u00fcberaus abgeneigt waren und weiterhin auch sind, braucht nicht erw\u00e4hnt zu werden.) Auch 2012 hat der SWR den Weg des geringstm\u00f6glichen Widerstands gew\u00e4hlt, um unbeirrt auf die Fusionsentscheidung zusteuern zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>Die Zeit zwischen der Bekanntmachung des Fusionsvorhabens im Februar 2012 und dem Fusionsbeschluss am 28. September 2012 durch den Rundfunkrat war denkbar kurz. Ein Gedanke dr\u00e4ngt sich geradezu auf: Wenn die SWR-F\u00fchrungsspitze die beiden Orchester wirklich h\u00e4tte retten <em>wollen<\/em>, so h\u00e4tte sie die Fusionsentscheidung sicherlich bis zum Fr\u00fchjahr 2013 zur\u00fcckstellen <em>k\u00f6nnen<\/em>, worum der Intendant mehrfach ausdr\u00fccklich gebeten worden war. Denn auf der \u00abanderen\u00bb Seite bem\u00fchte man sich intensiv um die Rettung der Orchester. Vertreter des SWR SO Orchestervorstands sowie der Freunde und F\u00f6rderer des Orchesters etwa pr\u00e4sentierten bereits am 14. Juni 2012 vor dem H\u00f6rfunkausschuss einen Zukunftsplan f\u00fcr das SWR SO Baden-Baden und Freiburg. Er beruhte auf einem Kuratorenmodell mit potenzieller Beteiligung badischer St\u00e4dte, der EU, dem Elsass und der Nordwestschweiz und sah dadurch eine starke Verankerung in der trinationalen Metropolregion Oberrhein vor. In der Politik hatte die Idee noch im gleichen Monat ersten Zuspruch gefunden.<\/p>\n<p>Abgesehen von diesem fr\u00fchen Entwurf entwickelte Friedrich Schoch, Professor an der Universit\u00e4t Freiburg und Direktor des dortigen Instituts f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht, ein Konzept zu einer Stiftung des \u00f6ffentlichen Rechts. Es handelt sich dabei um eine Organisationsform, von welcher etwa die Berliner Philharmoniker (seit 2002) und die Bamberger Symphoniker (seit 2005) getragen werden. F\u00fcr eine Zuschussstiftung w\u00e4re kein grosses Anfangsverm\u00f6gen notwendig. Ein Unterst\u00fctzerkreis, der vom Verein der Freunde und F\u00f6rderer des SWR SO derzeit aktiv erweitert wird, k\u00f6nnte zum Gelingen des Plans erheblich beitragen. All jene, denen der Erhalt des SWR SO am Herzen liegt, sind aufgefordert, \u00fcber einen definierten Zeitraum verbindlich einen frei w\u00e4hlbaren Betrag zu spenden. <strong>(7)<\/strong> Des Weiteren muss langfristiger finanzieller R\u00fcckhalt durch Sponsoring gegeben sein, aber auch politischer R\u00fcckhalt, insbesondere durch den Ministerpr\u00e4sidenten des Landes Baden-W\u00fcrttemberg, damit sich der SWR auf das Stiftungsmodell einl\u00e4sst. Tr\u00e4ger der Stiftung w\u00e4ren dann das Land Baden-W\u00fcrttemberg, die Stadt Freiburg sowie weitere St\u00e4dte und Gemeinden \u2013 und selbstverst\u00e4ndlich der SWR. Doch auch hier herrscht nach wie vor Ablehnung, die der Intendant damit rechtfertigt, dass die Mittr\u00e4gerschaft des Rundfunks in einer solchen Stiftung \u00abjuristisch hochproblematisch\u00bb sei \u2013 <em>de facto<\/em> aber ist sie rechtlich zul\u00e4ssig und realisierbar. Es m\u00fcsste nur \u00fcber die konkrete Umsetzung dieses Plans gesprochen werden. Doch am Planungstisch vermisst man den SWR bislang.\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Fusionsbeschluss ist revidierbar<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Zum jetzigen Zeitpunkt ist es durchaus noch m\u00f6glich, die vom SWR forcierte Fusionsentscheidung zu revidieren. Dazu ist es an der Zeit, dass die Emp\u00f6rung, die Abertausende von Menschen vor allem in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und den USA in sich tragen, erneut ihre Wirksamkeit entfaltet! Insbesondere diejenigen, denen kultureller Kahlschlag widerstrebt, sollten sich durch unredliche Argumentationsmethoden weniger Fusionsbef\u00fcrworter nicht von dem vern\u00fcnftigen Gedanken abbringen lassen, dass der Fusionsbeschluss r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden kann.<\/p>\n<p>Auch gilt es, die Argumente vonseiten des SWR nicht einfach hinzunehmen, sondern kritisch zu hinterfragen, so zum Beispiel jene des damaligen H\u00f6rfunkdirektors Bernhard Hermann: \u00abDie \u00dcberlegungen zur Zukunftssicherung der Orchester\u00bb, schrieb er in einer Stellungnahme, \u00abbasieren auf der finanziellen und demografischen Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit Mitte der 90er-Jahre \u00f6ffnet sich die Schere zwischen den Einnahmen und Ausgaben immer weiter. Zum ersten Mal in der Geschichte des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks ist der SWR in einer Situation, in der der Sender weniger Geld zur Verf\u00fcgung hat als in den Vorjahren. Wir erwarten bis 2020 eine finanzielle L\u00fccke von 166 Mio. Euro.\u00bb Mit genauen Angaben hat der H\u00f6rfunkdirektor diese S\u00e4tze nicht untermauert. Ausserdem ist k\u00fcrzlich bekannt geworden, dass der Sender nicht etwa \u00fcber niedrigere, sondern \u00fcber h\u00f6here Einnahmen verf\u00fcgen wird. <strong>(8)<\/strong><\/p>\n<p>Es f\u00e4llt auf, dass die Diskussion vonseiten des SWR fast ausschliesslich unter \u00f6konomischen Vorzeichen gef\u00fchrt wird. <strong>(9)<\/strong> Und wenn der Intendant dann doch in musikalischer Hinsicht zu argumentieren versucht, sorgt er durch populistische Statements f\u00fcr neuen Unmut: \u00abIch mag Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 5 d-Moll. Besonders wenn es einem Orchester gelingt, die Balance zu halten zwischen den aufbrausenden Momenten und den intimen Stellen. Und ich mag Fussball. Die Sportschau ist ein Muss [&#8230;]. Ich m\u00f6chte mich in diesem Sinne auch weiterhin begeistern lassen von packenden Fussballmomenten und von Schostakowitschs Meisterwerken. Zum Beispiel bei einem Konzert der Deutschen Radio Philharmonie Saarbr\u00fccken Kaiserslautern. Eines Klangk\u00f6rpers, der aus dem Rundfunksinfonieorchester Saarbr\u00fccken des Saarl\u00e4ndischen Rundfunks und dem Rundfunkorchester Kaiserslautern des SWR hervorgegangen ist. Ein fusioniertes Orchester, das in den Feuilletons hochgelobt wird. Es geht also doch.\u00bb <strong>(10) <\/strong>\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Gef\u00f6rderte geistige Verflachung<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Die Argumente f\u00fcr den Erhalt beider Orchester beziehungsweise gegen ihre Fusionierung sind so zahlreich, dass sie hier nicht geb\u00fchrend ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Lassen wir daher einige prominente Stimmen zu Wort kommen! Sir Simon Rattle: \u00abSie sind dabei, mit diesem Plan Ihre beiden exzellent aufgestellten Klangk\u00f6rper in eine k\u00fcnstlerische Sackgasse zu schicken.\u00bb Deutliche Worte fand auch Helmut Lachenmann, als er von einer \u00abgedankenlos gef\u00f6rderten geistigen Verflachung\u00bb sprach. Absch\u00e4tzig blickt er auf die Entscheidungstr\u00e4ger der Fusion: \u00abIch sehe in solch zerst\u00f6rerischem Vorgehen von unsere Kultur in den Griff nehmenden Managern ein Symptom jener endlich zu behebenden Unaufgekl\u00e4rtheit in Sachen Kunst.\u00bb Pierre Boulez zeigte sich fassungslos in einem Brief an den Intendanten: \u00abDieses Orchester [das SWR SO] ist seit mehr als 60 Jahren Garant einer wahrhaft exzeptionellen Musikkultur und insbesondere der Interpretation zeitgen\u00f6ssischer Kompositionen auf dem denkbar h\u00f6chsten technischen wie musikalischen Niveau. Es scheint mir daher v\u00f6llig unvorstellbar, dass dem deutschen wie dem internationalen Musikleben ein so vitaler und exzellenter Partner mit einzigartigem Profil genommen w\u00fcrde. Ich halte dieses Orchester f\u00fcr schlicht unersetzbar, und der Verlust w\u00e4re nicht wieder gut zu machen \u2013 das, was in vielen Jahrzehnten mit gr\u00f6sstem Engagement dort erarbeitet worden ist, l\u00e4sst sich weder ersetzen noch transferieren noch irgendwann einmal nachholen.\u00bb Und Norbert Lammert, Pr\u00e4sident des Deutschen Bundestages, warnte in einem Interview mit der Badischen Zeitung: \u00abMich \u00fcberzeugt diese Art der Sparbem\u00fchungen \u00fcberhaupt nicht, weil es einmal mehr die Suche nach Einsparungsm\u00f6glichkeiten genau in dem Bereich ist, der die Geb\u00fchren rechtfertigen k\u00f6nnte.\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<blockquote class=\"text-section\">\n<h4>Anmerkungen<\/h4>\n<ol>\n<li>Die Rundfunkr\u00e4te der \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Deutschlands sind als oberste Aufsichtsgremien f\u00fcr die Programmkontrolle ihres jeweiligen Senders zust\u00e4ndig. Zu den Aufgaben eines Rundfunkrats geh\u00f6rt vor allem die \u00dcberwachung der Einhaltung \u00f6ffentlich-rechtlicher Programmgrunds\u00e4tze. In der Vergangenheit standen die Rundfunkr\u00e4te in Deutschland wiederholt in der Kritik aufgrund ihrer staatsnahen Zusammensetzung.<\/li>\n<li>Der SWR wendet nach eigenen Angaben etwa 6,5 Prozent seiner gesamten Programmmittel f\u00fcr folgende Institutionen auf: SWR SO, RSO Stuttgart, SWR Vokalensemble, das Experimentalstudio des SWR f\u00fcr elektronische Musik in Freiburg und die SWR Bigband. Zudem wird die Deutsche Radiophilharmonie Saarbr\u00fccken Kaiserslautern gemeinsam von SWR und SR (Saarl\u00e4ndischer Rundfunk) getragen.<\/li>\n<li>Die H\u00f6rfunkdirektion \u2013 der f\u00fcr die Orchesterfusion erheblich mitverantwortliche H\u00f6rfunkdirektor Bernhard Hermann ist seit Sommer 2012 pensioniert \u2013 verantwortet die Radioprogramme, die der SWR f\u00fcr die Bundesl\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz ausstrahlt: Abendprogramm in SWR1, Informationsradio SWRinfo, Kulturprogramm SWR2 und die sogenannte SWR3 PopUnit, darunter auch der Sender DASDING. Zitat Boudgoust am 02. 07. 2012: \u00abGerade bei DASDING machen wir jetzt eher noch zu wenig, hier werden wir gezielt st\u00e4rker werden m\u00fcssen, um das Publikum von morgen nicht zu verlieren.\u00bb SWR3 und DASDING sind vom \u00abgenerellen\u00bb Sparkurs komplett ausgenommen! Der H\u00f6rfunkdirektion zugeordnet sind auch die beiden SWR-Orchester.<\/li>\n<li>Diese Informationen gehen auf eine Pr\u00e4sentation zur\u00fcck, die in einer Sitzung des H\u00f6rfunkausschusses (Ausschussgremium des Rundfunkrats) am 15. 03. 2012 gezeigt wurde. Traktandum der Sitzung war die \u00abstrategische Weiterentwicklung\u00bb von SWR SO Baden-Baden und Freiburg sowie RSO Stuttgart.<\/li>\n<li>Zur Verschleierung der Fakten tr\u00e4gt der SWR in eigener Sache bei, indem er den Zeitstrahl mit wichtigen Terminen zur Orchesterzukunft auf <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/zukunft\">www.swr.de\/zukunft<\/a> erst mit dem 3. Februar 2012 (Information Verwaltungsrat) beginnen l\u00e4sst. Es wird dringend Zeit, dass der SWR zu den 2010 anlaufenden Arbeitsprozessen im Hinblick auf die Fusion Transparenz herstellt. So w\u00fcrde er nicht zuletzt unvollst\u00e4ndiger und verzerrter Berichterstattung entgegenwirken.<\/li>\n<li>Zahlreiche \u00abSchl\u00fcsselwerke\u00bb des 20. Jahrhunderts wurden durch das SWR SO (vormals SWF) uraufgef\u00fchrt, darunter Pierre Boulez\u2019 (bald wieder zur\u00fcckgezogene Partitur) <em>Polyphonie X<\/em> und <em>Pli selon Pli<\/em> (Portrait de Mallarm\u00e9), Messiaens <em>Reveil des Oiseaux<\/em> und<em> Chronochromi<\/em>e,<em> Metastaseis<\/em> von Xenakis, Pendereckis<em> Anaklasis<\/em>, Ligetis <em>Atmosph\u00e8res<\/em> und <em>Lontano<\/em>, Luciano Berios <em>Sinfonia<\/em> und Heinz Holligers<em> Scardanelli-Zyklus<\/em>, um nur einige wenige zu nennen.<\/li>\n<li>Weitere Informationen finden Sie im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.freunde-swr-so.de\">http:\/\/www.freunde-swr-so.de<\/a> sowie unter <a href=\"http:\/\/www.stiftung-so.de\/ihr-beitrag.html\">http:\/\/www.stiftung-so.de\/ihr-beitrag.html<\/a>.<\/li>\n<li>Anl\u00e4sslich einer Sitzung der ARD-Intendanten am 27. November 2013 in Leipzig wurde bekannt, dass sich aufgrund des neuen Rundfunkbeitrags (eingef\u00fchrt am 01. 01. 2013 bei gleichzeitiger Abl\u00f6sung der fr\u00fcheren ger\u00e4teabh\u00e4ngigen Rundfunkgeb\u00fchr) ein erheblicher Zuwachs der Einnahmen f\u00fcr ARD, ZDF und Deutschlandradio abzeichnet.<\/li>\n<li>Als Beispiel sei hier aus Platzgr\u00fcnden nur die Reaktion Boudgousts auf den am 12. 11. 2013 in der FAZ ver\u00f6ffentlichten Brief von 160 Dirigenten angef\u00fchrt: \u00abSehr geehrte Damen und Herren, es ist durchaus verst\u00e4ndlich, dass Sie gegen die Fusion zweier Orchester Ihr Wort erheben. Denn: Ja, es wird ab 2016 in Deutschland ein Orchester weniger geben.\u00bb Dieser Satz zeigt beispielhaft, wie der Intendant auf inhaltlich-k\u00fcnstlerische Forderungen nur in \u00f6konomischer Hinsicht antwortet. Er argumentiert quantitativ (\u00abein Orchester weniger\u00bb), stets auf die bis heute nicht vollst\u00e4ndig offengelegten finanziellen Rahmenbedingungen verweisend.<\/li>\n<li><em>Die Zeit<\/em>, Nr. 14\/2012<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The two symphony orchestras of S\u00fcdwestrundfunk - the SWR SO Baden-Baden and Freiburg and the RSO Stuttgart - are to be merged in 2016. Cost-cutting constraints are cited as the reason. SWR has decided not to seek expert advice on its merger decision.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":42432,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[872,767],"tags":[1990,4466,4467],"class_list":["post-42431","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-international","category-politik","tag-fusion","tag-sinfonieorchester-des-suedwestrundfunkts","tag-sparmassnahmen"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Glut anfachen - Schweizer Musikzeitung<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die beiden Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunks \u2013 das SWR SO Baden-Baden und Freiburg sowie das RSO Stuttgart \u2013 sollen 2016 fusioniert werden.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Glut anfachen - Schweizer Musikzeitung\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die beiden Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunks \u2013 das SWR SO Baden-Baden und Freiburg sowie das RSO Stuttgart \u2013 sollen 2016 fusioniert werden.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Schweizer Musikzeitung\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-02-05T23:00:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-10-25T09:32:47+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/fO.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"554\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"369\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Musikzeitung-Redaktion\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@smusikzeitung\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@smusikzeitung\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Musikzeitung-Redaktion\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen\"},\"author\":{\"name\":\"Musikzeitung-Redaktion\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712\"},\"headline\":\"Die Glut anfachen\",\"datePublished\":\"2014-02-05T23:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2024-10-25T09:32:47+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen\"},\"wordCount\":2978,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/02\\\/fO.jpg\",\"keywords\":[\"Fusion\",\"Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunkts\",\"Sparmassnahmen\"],\"articleSection\":[\"International\",\"Politik\"],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen\",\"name\":\"Die Glut anfachen - Schweizer Musikzeitung\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/02\\\/fO.jpg\",\"datePublished\":\"2014-02-05T23:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2024-10-25T09:32:47+00:00\",\"description\":\"Die beiden Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunks \u2013 das SWR SO Baden-Baden und Freiburg sowie das RSO Stuttgart \u2013 sollen 2016 fusioniert werden.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/02\\\/fO.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/02\\\/fO.jpg\",\"width\":554,\"height\":369},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/politik\\\/2014\\\/02\\\/die-glut-anfachen#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die Glut anfachen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\",\"name\":\"Schweizer Musikzeitung\",\"description\":\"Die f\u00fchrende sparten\u00fcbergreifende Monatszeitung in der Schweiz f\u00fcr musikalische Fragen.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\",\"name\":\"Schweizer Musikzeitung\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png\",\"width\":1400,\"height\":279,\"caption\":\"Schweizer Musikzeitung\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/SchweizerMusikzeitung\\\/\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/smusikzeitung\",\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/musikzeitung.ch\\\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712\",\"name\":\"Musikzeitung-Redaktion\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/05\\\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/05\\\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/05\\\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg\",\"caption\":\"Musikzeitung-Redaktion\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/en\\\/author\\\/admin\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Die Glut anfachen - Schweizer Musikzeitung","description":"Die beiden Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunks \u2013 das SWR SO Baden-Baden und Freiburg sowie das RSO Stuttgart \u2013 sollen 2016 fusioniert werden.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Die Glut anfachen - Schweizer Musikzeitung","og_description":"Die beiden Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunks \u2013 das SWR SO Baden-Baden und Freiburg sowie das RSO Stuttgart \u2013 sollen 2016 fusioniert werden.","og_url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen\/","og_site_name":"Schweizer Musikzeitung","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/","article_published_time":"2014-02-05T23:00:00+00:00","article_modified_time":"2024-10-25T09:32:47+00:00","og_image":[{"width":554,"height":369,"url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/fO.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Musikzeitung-Redaktion","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@smusikzeitung","twitter_site":"@smusikzeitung","twitter_misc":{"Written by":"Musikzeitung-Redaktion","Est. reading time":"14 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen"},"author":{"name":"Musikzeitung-Redaktion","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/person\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712"},"headline":"Die Glut anfachen","datePublished":"2014-02-05T23:00:00+00:00","dateModified":"2024-10-25T09:32:47+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen"},"wordCount":2978,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/fO.jpg","keywords":["Fusion","Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunkts","Sparmassnahmen"],"articleSection":["International","Politik"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen","name":"Die Glut anfachen - Schweizer Musikzeitung","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/fO.jpg","datePublished":"2014-02-05T23:00:00+00:00","dateModified":"2024-10-25T09:32:47+00:00","description":"Die beiden Sinfonieorchester des S\u00fcdwestrundfunks \u2013 das SWR SO Baden-Baden und Freiburg sowie das RSO Stuttgart \u2013 sollen 2016 fusioniert werden.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen#primaryimage","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/fO.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/fO.jpg","width":554,"height":369},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/politik\/2014\/02\/die-glut-anfachen#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die Glut anfachen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#website","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/","name":"Swiss Music Newspaper","description":"The leading interdisciplinary monthly newspaper in Switzerland for musical issues.","publisher":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization","name":"Swiss Music Newspaper","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png","width":1400,"height":279,"caption":"Schweizer Musikzeitung"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/","https:\/\/x.com\/smusikzeitung","https:\/\/www.instagram.com\/musikzeitung.ch\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/person\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712","name":"Music newspaper editorial office","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg","caption":"Musikzeitung-Redaktion"},"url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/author\/admin"}]}},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42431"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42431\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59857,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42431\/revisions\/59857"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42432"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}