{"id":42473,"date":"2013-09-04T00:00:00","date_gmt":"2013-09-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/allgemein\/2013\/09\/diskussion"},"modified":"2023-12-12T11:20:58","modified_gmt":"2023-12-12T10:20:58","slug":"diskussion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/en\/smz\/2013\/09\/diskussion","title":{"rendered":"Discussion"},"content":{"rendered":"\n\n<p><img class=\"size-full\" alt=\"\" \/><strong>Zum Beitrag \u00abSpannende Aufgaben f\u00fcr alle, die Wagner hassen!\u00bb von Roman Brotbeck (\u00abSchweizer Musikzeitung\u00bb, Nr. 7\/8\/2013, S. 19 \u2013 in der Reihe \u00abCarte Blanche\u00bb)<\/strong><\/p>\n<div class=\"main-content article clearfix\">\n<div class=\"text-section\">\n<p>Gezielte Provokation kann anregend wirken. Diese Wirkung wird jedoch verfehlt, wenn unsachliche Verallgemeinerung bzw. manipulative Darstellung Anwendung findet. Roman Brotbeck formuliert in der zweiten H\u00e4lfte <a href=\"\/dms\/archiv\/smz\/2013\/07\/articles\/archiv_07_Carte-Blanche.pdf\">seines Beitrags<\/a> ein beherzigenswertes Anliegen: Er ermuntert zur vorurteilsfreien Besch\u00e4ftigung mit Werken des Musiktheaters, deren angemessene Rezeption durch abwertende \u00c4usserungen Richard Wagners blockiert oder behindert wurde. Die Darstellung dieses Anliegens h\u00e4tte der vorangehenden S\u00e4tze nicht bedurft; diese lassen zun\u00e4chst die Absicht vermuten, der Autor habe sich mit einigen provozierenden Betrachtungen der Aufmerksamkeit der Lesenden versichern wollen, geraten aber zu einer Folge von Unterstellungen und Halbwahrheiten.<\/p>\n<p>Es mag methodisch korrekt sein, sich bei der Betrachtung von Person und Biografie Wagners nicht von dessen Wirkungsgeschichte beeinflussen zu lassen. Die Betrachtung von Wagners Wirkungsgeschichte kann dagegen nicht ausblenden, dass seine besondere Bedeutung in den Jahren des nationalsozialistischen Regimes nicht nur auf posthume Vereinnahmung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist (wie sie etwa im Fall Anton Bruckners geschehen ist), sondern auch auf die N\u00e4he von Strategien und Positionen. Die laut Brotbeck \u00abraunend\u00bb und \u00abbeschw\u00f6rend\u00bb vorgebrachte Formulierung \u00abUrvater des Nationalsozialismus\u00bb stellt eine unzul\u00e4ssige Vergr\u00f6berung dieses Zusammenhangs dar. Wenn sie sich tats\u00e4chlich in einer der von Brotbeck kritisierten Darstellungen nachweisen lassen sollte, so w\u00e4re das noch kein Grund, die Untersuchung der genannten problematischen Aspekte Wagners grunds\u00e4tzlich f\u00fcr unn\u00f6tig oder unangebracht zu erkl\u00e4ren \u2013 es w\u00e4re allenfalls ein Grund, eine differenziertere Darstellung anzumahnen. Brotbeck erweckt in diesem Teil seines Textes den ungl\u00fccklichen Eindruck, er wolle oder k\u00f6nne die Bewertung von Wagners Antisemitismus relativieren, da dessen militante \u00c4usserungen in die Zeit vor Entstehung des Nationalsozialismus fallen. Es gibt jedoch (salopp gesagt) f\u00fcr diesen Antisemitismus keine \u00abGnade der fr\u00fchen Geburt\u00bb (bzw. keine \u00abGnade des rechtzeitigen Todes\u00bb).<\/p>\n<p>Die im letzten Satz des ersten Absatzes in ein drastisches Bild verpackte Unterstellung, die Auseinandersetzung mit Wagners Antisemitismus geschehe anstelle der wesentlich unbequemeren Untersuchung der Verbrechen der Nationalsozialisten, stelle demnach ein Ablenkungsman\u00f6ver oder eine Verdr\u00e4ngung dar, ist ebenfalls ungeheuerlich \u2013 zumindest, solange sie nicht in einem einzigen Fall belegt wird, d. h. solange sie als Vorwurf gegen die Gesamtheit der zu Wagners Antisemitismus Schreibenden gelesen werden kann. Da zu Beginn des Satzes allgemein von \u00abVerbrechen\u00bb die Rede ist (nach der Erw\u00e4hnung der \u00abMassenm\u00f6rder\u00bb im vorangegangenen Satz) stellt sich tats\u00e4chlich der Eindruck ein, Brotbecks pauschaler Vorwurf der Verdr\u00e4ngung oder mangelnden Aufarbeitung gelte dem Umgang (zumindest der Wagner-Kritiker) mit dem \u00abDritten Reich\u00bb im Allgemeinen \u2013 dass im folgenden Absatz des Textes ausschliesslich Beispiele aus dem Bereich der Musik genannt werden, impliziert jedoch, dass Brotbecks Bezichtigung nur den Umgang mit dem nationalsozialistisch dominierten Musikleben bezeichnet.<\/p>\n<p>War im ersten Absatz von Wagner-Kritikern und (im Sinne des Titels der Ausf\u00fchrungen) von \u00abWagner-Hassern\u00bb die Rede (mit Seitenhieben auf das im \u00abWagner-Jahr\u00bb besonders umfangreiche Wagner-Schrifttum), so wird im zweiten Absatz der gegenw\u00e4rtige Umgang mit musikalischen Protagonisten bzw. Erzeugnissen aus der Zeit des Nationalsozialismus anhand von drei Beispielen belegt, was im Kontext der Wagner-Thematik der anderen Teile des Textes allenfalls als Exkurs gelten kann. Hier werden Beispiele genannt, die nach Darstellung Brotbecks \u00ablandauf\u00bb und \u00ablandab\u00bb zu finden sind bzw. allgemein \u00abin den Kirchen\u00bb (von denen es ja immer noch eine recht grosse Zahl gibt) \u2013 damit und mit der zuvor ge\u00e4usserten Unterstellung einer von Verdr\u00e4ngung und Bequemlichkeit bestimmten Themenwahl erweckt Brotbeck verallgemeinernd den Eindruck, es habe bisher keine ernsthafte Besch\u00e4ftigung mit Opfern, Profiteuren und T\u00e4tern der nationalsozialistischen Gleichschaltung des Musiklebens gegeben. Dieser Eindruck entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Es mag zwar sein, dass die Bearbeitung dieses Themas erst sp\u00e4t eingesetzt hat und auch nach der ersten umfassenden Publikation (Joseph Wulf: <em>Musik im Dritten Reich &#8211; Eine Dokumentation<\/em>, G\u00fctersloh 1963) noch lange ein Thema von Aussenseitern geblieben ist; allerdings m\u00fcsste Brotbeck bekannt sein, dass seit Beginn der 1980er-Jahre (seit Fred K. Priebergs Buch <em>Musik im NS-Staat<\/em>, Frankfurt\/M. 1982, Neuauflage K\u00f6ln 2000) eine grosse Zahl von Aufs\u00e4tzen und B\u00fcchern zum Thema vorgelegt wurde. Die Auswirkungen dieser Studien auf Repertoire und Programmgestaltung sind nicht gross, da hier mehrheitlich von Musik die Rede ist, die als \u00abnicht mehr neu, aber noch nicht alt\u00bb ohnehin weitgehend gemieden wird \u2013 immerhin konnte aber in Auff\u00fchrungen und Editionen auf zahlreiche von den Nationalsozialisten verfemte, vertriebene, ermordete Komponisten hingewiesen werden (P. Ben-Haim [P. Frankenburger], H. Berlinski, B. Goldschmidt, E. I. Kahn, V. Ullmann u. a.). Diese Initiativen sind keineswegs an ein Ziel gelangt, sie sollten intensiviert, breit diskutiert und allgemein bekannt gemacht werden \u2013 es kann der aktuellen Situation aber nicht gerecht werden, die Bem\u00fchungen vorschnell in Abrede zu stellen, wie es im Text Brotbecks geschieht.<\/p>\n<p>Zwei Leistungen k\u00f6nnen von den genannten Versuchen nicht erwartet werden: Eine Wiedergutmachung dessen, was den Verfolgten und Vertriebenen angetan wurde, und eine von weiterem Nachdenken befreiende eindeutige Einteilung <em>aller<\/em> Nicht-Verfolgten und Nicht-Emigrierten in \u00abgut\u00bb (oder zumindest \u00abunbelastet\u00bb) und \u00abb\u00f6se\u00bb. Viele F\u00e4lle werden seit Jahren kontrovers betrachtet \u2013 als Beispiel mag die Diskussion um Hugo Distler dienen, dessen widerspr\u00fcchliches Verhalten bereits 1997 Gegenstand einer eigenen Publikation war (Stefan Hanheide [Hrsg.]: <em>Hugo Distler im Dritten Reich<\/em>, Osnabr\u00fcck 1997). Auch Richard Strauss hat ein wechsel- und teilweise r\u00e4tselhaftes Verhalten gezeigt, dessen Beschreibung in Lexikon-Artikel Eingang gefunden hat (vgl. wikipedia.org\/wiki\/Richard_Strauss) \u2013 seine von Brotbeck erw\u00e4hnte Pr\u00e4sidentschaft in den Anfangsjahren der Reichsmusikkammer verdient nat\u00fcrlich Kritik. Wie aber soll nach Meinung Brotbecks im Fall Strauss k\u00fcnftig verfahren werden? Soll auf Auff\u00fchrungen seiner Werke verzichtet werden? Wagner, den Brotbeck in seinem ersten Absatz als zu Unrecht \u00abgepr\u00fcgelten\u00bb Ururgrossvater darstellt, ist trotz der \u00abPr\u00fcgeleien\u00bb bis jetzt von solchen Massnahmen verschont worden: Die von Brotbeck f\u00fcr unangemessen erkl\u00e4rte Wagner-Schelte hat dessen Popularit\u00e4t und Pr\u00e4senz auf den Spielpl\u00e4nen noch nicht wirksam einzuschr\u00e4nken vermocht.<\/p>\n<p>Brotbeck bezeichnet Carl Orffs <em>Carmina Burana<\/em> als eines jener \u00abnationalsozialistischen Propagandast\u00fccke\u00bb, die auch heute h\u00e4ufig aufgef\u00fchrt werden. Welches sind die anderen heute noch (oder wom\u00f6glich heute wieder) gesch\u00e4tzten Propagandast\u00fccke? Wodurch eignen sich die <em>Carmina Burana<\/em> als Propagandast\u00fcck \u2013 etwa durch die archaisierende Stilistik der Musik oder den Text? Wurde das Werk wom\u00f6glich gezielt zum Zweck der Propaganda komponiert? Bis jetzt kann noch nicht einmal nachgewiesen werden, dass es tats\u00e4chlich als Propagandast\u00fcck eingesetzt wurde. Die Urauff\u00fchrung 1937 geschah im Rahmen des letzten Tonk\u00fcnstlerfests, das der mit Beteiligung Franz Liszts gegr\u00fcndete \u00abAllgemeine deutsche Musikverein\u00bb vor seiner erzwungenen Aufl\u00f6sung veranstalten konnte. Die Carmina waren erfolgreich, wirkten aber \u00abanfangs gen\u00fcgend eigenwillig, um in den Kreisen von Rosenberg und sogar Goebbels verd\u00e4chtig zu erscheinen\u00bb (Michael Kater: <em>Die missbrauchte Muse \u2013 Musiker im Dritten Reich<\/em>, M\u00fcnchen und Wien 1998, S. 363; \u00e4hnlich S. 352). Dagegen schreibt wikipedia.org\/wiki\/Carmina_Burana_(Orff) \u00fcber das Werk: \u00abSpeziell in der NS-Diktatur war es popul\u00e4r. Nazigr\u00f6ssen wie Hitler und Goebbels sagten die Carmina Burana von Orff besonders zu.\u00bb Als Beleg f\u00fcr diese auch in ihrer Diktion nicht restlos gegl\u00fcckte Darstellung wird allerdings nur eine Stelle des Buchs <em>Adolf Hitler: A Psychological Interpretation of His Views on Architecture, Art, and Music <\/em>von Sherree O. Zalampas (Bowling Green State Univ. 1990) genannt, wo es heisst \u00abThe melodies are quite folk-like in their simplicity and clear-cut stanzas. For these reasons perhaps, Hitler liked the work.\u00bb 1940 wurden die Carmina in Dresden von Karl B\u00f6hm dirigiert, der den Nationalsozialismus durch \u00f6ffentliche Aufrufe aktiv unterst\u00fctzt hatte, dagegen wurden w\u00e4hrend des Krieges Auff\u00fchrungen in G\u00f6rlitz abgesetzt auf Betreiben der nationalsozialistisch eingestellten Pianistin Elly Ney, die das Werk in Gegenwart des \u00f6rtlichen NSDAP-Kreisleiters als \u00abKulturschande\u00bb bezeichnete (Prieberg S. 326).<\/p>\n<p>Dieser notgedrungen kurze \u00dcberblick mag zeigen, dass die Einstufung von Orffs Erfolgsst\u00fcck als nationalsozialistische Propagandamusik eine bedauerliche \u00dcberzeichnung und h\u00f6chst eigenwillige Interpretation Brotbecks darstellt. Damit ist Orff nicht von seinen \u00abVerstrickungen\u00bb freigesprochen: Er hat sich von staatlichen Stellen f\u00f6rdern lassen und Auftragsarbeiten geschrieben, etwa die Komposition <em>Einzug und Reigen der Kinder<\/em> f\u00fcr die Olympischen Spiele in Berlin 1936. Eine Bewertung ist im Einzelfall kompliziert: Als Orff zugesagt hatte, eine B\u00fchnenmusik zu Shakespeares <em>Ein Sommernachtstraum<\/em> zu liefern, d\u00fcrfte er gewusst haben, dass hinter dem Kompositionsauftrag der Versuch der Nationalsozialisten stand, Ersatz f\u00fcr die verbotene B\u00fchnenmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy zu schaffen. F\u00fcr Orff d\u00fcrfte der Auftrag schon deshalb sehr attraktiv gewesen sein, da er nun eine Umarbeitung seiner bereits im Jahr 1917 \u2013 damals jedoch ohne politische Implikation und ideologische Motivation \u2013 zum gleichen Thema komponierten Musik vorlegen und vermarkten konnte.<\/p>\n<p>Durch das erw\u00e4hnte, zweifellos bahnbrechende und verdienstvolle Buch von Prieberg wurde im Jahr 1982 bekannt, dass Johann Nepomuk David die Motette<em> Heldenehrung<\/em> auf Worte Adolf Hitlers komponiert hatte. Die Mitteilung Priebergs f\u00fchrte damals zu Diskussionen und zum R\u00fccktritt des Niederl\u00e4nders Cornelis van Zwol aus dem Pr\u00e4sidium der 1978 gegr\u00fcndeten \u00abInternationalen Johann-Nepomuk-David-Gesellschaft\u00bb. Hier seien einige Informationen zum Werk nachgereicht, fussend auf Forschungen und Publikationen von Bernhard A. Kohl: David vertonte den in anderen Quellen bisher nicht nachweisbaren Text: \u00abWer seinem Volke so die Treue h\u00e4lt, der soll selbst in Treue nie vergessen sein\u00bb. Die Motette tr\u00e4gt die Widmung \u00abDen gefallenen Lehrern und Studierenden der Staatl. Musikhochschule in Leipzig zum Ged\u00e4chtnis\u00bb und wurde zweimal aufgef\u00fchrt, zun\u00e4chst am 7. November 1942 anl\u00e4sslich einer Feierstunde der seit 1933 gleichgeschalteten Deutsch-Japanischen Gesellschaft \u2013 dies ist die von Brotbeck erw\u00e4hnte Auff\u00fchrung \u00abvor diplomatischen Vertretern der Achsenm\u00e4chte\u00bb \u2013 sodann am 27. M\u00e4rz 1943 am selben Ort (in der Krypta des V\u00f6lkerschlachtdenkmals) in einer Gedenkstunde f\u00fcr die gefallenen Lehrer und Studierenden, die im Rahmen der Feiern zum 100. Jahrestag der Gr\u00fcndung der Leipziger Hochschule (bis 1941 Konservatorium) stattgefunden hat. Vom Verlag Breitkopf &amp; H\u00e4rtel, in dem fast alle ver\u00f6ffentlichten Werke Davids erschienen sind, wurde die Komposition zwar f\u00fcr die beiden Auff\u00fchrungen vervielf\u00e4ltigt, jedoch nicht publiziert: Es existiert kein Copyright-Vermerk und keine Verlags- oder Editionsnummer, so dass angenommen wird, dass David die Komposition nicht zur Ver\u00f6ffentlichung freigegeben hat. Zu den Umst\u00e4nden der Auftragserteilung und Textauswahl liegen keine amtlichen Zeugnisse vor, sondern nur eine Mitteilung Davids an Kohl, der David pers\u00f6nlich auf die <em>Heldenehrung<\/em> angesprochen hat, nachdem er \u2013 Jahre vor dem Erscheinen von Priebergs<em> Musik im NS-Staat<\/em> \u2013 auf den Titel gestossen war: Nach eigener Darstellung wurde David mit der Komposition beauftragt (dies wird von damaligen Sch\u00fclern Davids best\u00e4tigt) und musste den Text aus einer Reihe von Vorschl\u00e4gen ausw\u00e4hlen, wobei alle \u00fcbrigen Vorschl\u00e4ge \u00abunbrauchbar\u00bb waren, also wohl st\u00e4rker ideologisch befrachtet als das vertonte Zitat, bei dem die Urheberschaft mehr kompromittiert als der Wortlaut. In Stellungnahmen zweier damaliger Studierender der Leipziger Hochschule (publiziert 1983 in Heft 4 der <em>Mitteilungen<\/em> der Internationalen Joh.-Nep.-David-Gesellschaft) findet sich die Darstellung, dass es David peinlich gewesen sei, das St\u00fcck dem von ihm geleiteten Chor vorzulegen, und dass er um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese \u00abPflicht\u00fcbung\u00bb gebeten habe.<\/p>\n<p>Auch David hat finanzielle F\u00f6rderung nicht zur\u00fcckgewiesen: Im Jahr 1941 wurde ihm der \u00abGaukulturpreis des Gaues Oberdonau der NSDAP\u00bb verliehen. In Priebergs umfangreicher letzter Ver\u00f6ffentlichung <em>Handbuch Deutsche Musiker<\/em> 1933\u20131945 (CD-Rom-Lexikon, Kiel 2004) wird f\u00fcr November 1943 Davids Beitritt zum bereits seit 1922 existierenden, aber l\u00e4ngst gleichgeschalteten \u00abReichsbund Deutsche Familie\u00bb nachgewiesen. Dagegen legen viele Zeugnisse und Berichte \u00fcber Davids Leipziger Zeit den Schluss nahe, dass dieser sich seine Unabh\u00e4ngigkeit gegen\u00fcber den herrschenden Ideologien bewahrt hat. Einige Beispiele: David hatte 1938 eine Auff\u00fchrung von Strawinskys <em>Psalmensymphonie<\/em> durchgesetzt \u2013 explizit gegen ein Verdikt, das der \u00abst\u00e4dtische NS-Kulturbeauftragte\u00bb ausgesprochen hatte; er hat sich f\u00fcr den Komponisten G\u00fcnter Raphael eingesetzt, der als \u00abHalbjude\u00bb angesehen wurde und \u00fcber den ein Berufs- und Auff\u00fchrungsverbot verh\u00e4ngt worden war. David wurde 1942 kommissarisch mit der Leitung der Hochschule betraut, doch nie offiziell zum Direktor des Instituts ernannt \u2013 dies wird im umfangreichen Wikipedia-Artikel zur Leipziger Musikhochschule falsch dargestellt. In seiner Eigenschaft als kommissarischer Leiter hat David bis Februar 1945 f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Unterrichts- und Pr\u00fcfungsbetriebs gek\u00e4mpft. Es wird wohl nie ganz gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen, inwieweit die<em> Heldenehrung<\/em> und eventuell auch der genannte Beitritt zu einer gleichgeschalteten Institution als taktisches Vorgehen zu betrachten sind. Wie sehr sich David als Leiter der Kantoreien der Hochschule und als Komponist in seinem Einsatz f\u00fcr die Kirchenmusik behindert sah, belegt das Zitat aus einem Brief, den er im Sommer 1942, also im Jahr der Komposition der inkriminierten <em>Heldenehrung<\/em>, an seinen zur Wehrmacht eingezogenen Sch\u00fcler Helmut Hilpert schrieb \u2013 hier heisst es nach der Aufz\u00e4hlung der neusten Instrumentalkompositionen Davids: \u00abF\u00fcr Chor zu schreiben ist nicht m\u00f6glich, weil die Texte ja doch eigentlich verboten sind.\u00bb Diese \u00c4usserung kann als Hinweis gelesen werden darauf, dass David die <em>Heldenehrung<\/em> auch zum Zeitpunkt ihrer Entstehung nicht als g\u00fcltiges Werk angesehen hat.<\/p>\n<p>Dieser abermals kurze \u00dcberblick kann nat\u00fcrlich nicht dazu f\u00fchren, Davids Wirken in der Zeit des \u00abDritten Reichs\u00bb zu glorifizieren (wie es andernorts tats\u00e4chlich versucht wurde), er mag aber doch zu der Einsicht f\u00fchren, dass Brotbecks Bestreben, David in einer Beispielsammlung musikalischer Exponenten des Nationalsozialismus zu vereinnahmen, als unsachliche Verallgemeinerung anzusehen ist. Anfechtbar und tendenzi\u00f6s ist seine Darstellung nicht nur deshalb, weil sie Auff\u00fchrungen von Davids Werken in die N\u00e4he von Verdr\u00e4ngung und mangelndem Geschichtsbewusstsein r\u00fcckt, sondern auch deshalb, weil sie den Eindruck erweckt, Davids Werke w\u00fcrden angesichts der angeblich mangelhaften Untersuchung der Biografie ihres Komponisten \u00abin den Kirchen gesungen\u00bb, also an vielen Orten und damit insgesamt recht h\u00e4ufig aufgef\u00fchrt. Das Gegenteil ist der Fall: Auff\u00fchrungen von Werken Davids stellen in der Kirche ebenso wie im Konzertsaal eine grosse Ausnahme dar, was angesichts der Qualit\u00e4ten dieser Kompositionen bedauert werden muss. Die Diskussion um Davids Wirken in den Jahren des \u00abDritten Reichs\u00bb hat sich bereits in zweifacher Weise nachteilig auf die H\u00e4ufigkeit von Auff\u00fchrungen ausgewirkt: Einerseits wurde der Tatbestand <em>Heldenehrung<\/em> immer wieder \u00e4hnlich plakativ und undifferenziert genannt wie bei Brotbeck. Dabei hat sich ein zweifelhaftes \u00abin dubio contra reum\u00bb erhalten, das in der Phase der ersten Auseinandersetzung mit dem Thema \u00abMusik im NS-Staat\u00bb als emotionale Reaktion verst\u00e4ndlich war, heute aber nicht mehr angemessen ist. Ein Beispiel f\u00fcr diese Verallgemeinerung aus der Erfahrung des Schreibenden: Ein renommierter Schweizer Organist hat in einem Gespr\u00e4ch \u00fcber Musik des 20. Jahrhunderts ge\u00e4ussert, es sei sicher lohnend, sich mit den Orgelwerken Davids zu besch\u00e4ftigen, sei aber \u00abaus politischen Gr\u00fcnden\u00bb unstatthaft. \u2013 Andererseits wurde der tonal fundierten und h\u00e4ufig nach alten Mustern gearbeiteten Kirchenmusik der 1930er-Jahre in manchen Diskussionen pauschal eine stabilisierende Funktion und Wirkung gegen\u00fcber dem NS-Regime unterstellt \u2013 ohne Ansehung der Komponistenpers\u00f6nlichkeit. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an \u00c4usserungen des Organisten und Komponisten Gerd Zacher in der Zeitschrift <em>Musik und Kirche<\/em> und an den von Michael Kater ausgesprochenen Generalverdacht gegen\u00fcber \u00abder neuen Schule restaurativer Kirchenmusik\u00bb (S. 313). Die Werke Davids und vieler anderer Komponisten \u2013 auch ihre Kirchenmusik \u2013 entziehen sich solchen Etikettierungen. Erschreckend ist, dass hier manchmal ein Schubladen-Denken sp\u00fcrbar wird, das von ferne an peinliche Muster erinnert: Die Gleichsetzung, dass ein in Deutschland in jener Zeit tonal oder modal Komponierender mit Sicherheit ein \u00abNazi\u00bb gewesen sein m\u00fcsse, funktioniert nat\u00fcrlich genau so wenig wie die in NS-Publikationen zu findende absurde Gleichsetzung, \u00abatonale\u00bb Kompositionen m\u00fcssten zwangsl\u00e4ufig das Werk eines j\u00fcdischen Komponisten sein.<\/p>\n<p>Anliegen dieser Ausf\u00fchrungen ist es nicht, eine einzelne Pers\u00f6nlichkeit m\u00f6glichst rein zu waschen, sondern eine differenzierte Betrachtung und Darstellung anzumahnen. Daraus erwachsen \u00abspannende Aufgaben\u00bb f\u00fcr alle, die sich nicht mit dem Niveau von Stammtischparolen zufrieden geben wollen. Nat\u00fcrlich darf bei der Betrachtung der Geschichte nichts besch\u00f6nigt oder ausgelassen werden \u2013 der Antisemitismus Richard Wagners ebenso wenig wie Zugest\u00e4ndnisse, politische Naivit\u00e4t, Anbiederung oder aktive Mitt\u00e4terschaft von Musikern im NS-Staat. \u2013 Diese Ausf\u00fchrungen \u00fcbersteigen das f\u00fcr einen Leserbrief \u00fcbliche Mass, obwohl sie viele Aspekte nur in der Art eines \u00dcberblicks streifen. Damit die Form eines Leserbriefs gewahrt bleibt und der Text nicht noch l\u00e4nger wird, sind die bibliografischen Nachweise l\u00fcckenhaft \u2013 diese k\u00f6nnen aber bei Bedarf gerne vollst\u00e4ndig nachgereicht werden.<\/p>\n<p>Matthias Wamser, Rheinfelden<br \/>\nwamserbaerthlein@sunrise.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>On the article \"Exciting tasks for everyone who hates Wagner!\" by Roman Brotbeck (\"Schweizer Musikzeitung\", No. 7\/8\/2013, p. 19 - in the \"Carte Blanche\" series)<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[1624,1565],"tags":[2043,3509],"class_list":["post-42473","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-personen","category-smz","tag-richard-wagner","tag-roman-brotbeck"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - 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