Che cosa è stato necessario nel suo caso per sviluppare così bene la sua attività di musicista?

Als Schweizer Musiker wächst man aufgrund der Grösse, der Sprache und den Gegebenheiten des Landes mit vielen Einflüssen aus dem Ausland auf. Dabei hatte in meinem Fall vor allem englischsprachige Musik aus England und Amerika seit jeher eine grosse Faszination auf mich ausgeübt. Es war für mich deshalb unabdingbar, auf dem langen und schwierigen Weg, die eigene Handschrift und musikalischen Sprache zu finden, immer auch wieder aufzubrechen, um im Ausland und quasi aus der Ferne meine eigenen Stärken und Eigenheiten herauszufinden. Für mich war das einer der Schlüssel zu möglichst grosser Authentizität, die eigenen Wurzeln zu finden.

Le condizioni in Svizzera sono favorevoli o dannose per lo sviluppo musicale?

È una domanda difficile e direi "nessuna delle due".

Fakt ist aber schon, dass in unserem kleinen Land ein ausgesprochener Fokus auf die für den Mainstream produzierte Popmusik gelegt wird. Da wird auch enorm viel Geld investiert und das ist insofern auch etwas schade, da gerade in diesem Bereich die internationale Konkurrenz übermächtig ist und eigentlich kaum Chancen für einheimische Künstler besteht. Im Gegensatz dazu haben es immer wieder Künstler und Bands in diversen Genres geschafft, auch international beachtliche Erfolge zu feiern, die aus dem Independent Bereich kommen, die mit verhältnismässig wenig finanziellen Möglichkeiten und kaum Support durch die heimischen Musikbranche ihren Weg gegangen sind. Doch in diese Karrieren wird bedeutend weniger investiert.

Ich habe in den letzten Jahren mit meiner Band in 25 Länder über 250 Konzerte gespielt, das wird aber beispielsweise bei der Swiss Music Award Auszeichnung für die beste Live Band nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen, weil es keine Popmusik ist. Gewinner sind Bands, welche innerhalb von ein paar Kilometern auftreten, Hauptsache, es ist Popmusik. Im Bereich der alternativen oder weniger kommerziellen Musikszene fehlt es zudem an genügend einheimischen Festivals oder Auftrittsmöglichkeiten, aber auch an Musikjournalisten und Fachleuten, die sich mit anspruchsvolleren Themen auseinandersetzen, die über einen entsprechenden Background verfügen, es fehlt an Spezialsendungen, Radio- oder TV-Formaten oder auch guten Netzwerken.

È essenziale per l'autorealizzazione musicale andare all'estero?

Assolutamente sì, ma bisogna essere consapevoli del fatto che come musicista o gruppo svizzero non si otterrà alcuna lode all'estero. Ho persino scoperto che è visto in modo piuttosto critico, soprattutto in Germania, e che ci vuole molta perseveranza per affermarsi. Si percepiscono ancora molti pregiudizi. La Svizzera non è tanto associata alla buona musica, ma purtroppo ancora principalmente alla ricchezza, al denaro, al cioccolato e al formaggio. Inoltre, la tradizione di artisti svizzeri di successo non è ancora presente nella mente della gente. Le band scandinave, ad esempio, hanno un enorme vantaggio qui.

Con la bellezza di Gemina, Michael Sele è un nome familiare per gli amanti delle sonorità rock. labellezzadellagemina.com