{"id":68045,"date":"2025-10-02T11:44:42","date_gmt":"2025-10-02T09:44:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/?p=68045"},"modified":"2025-10-23T14:35:03","modified_gmt":"2025-10-23T12:35:03","slug":"gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz","title":{"rendered":"Specchio sociale della Svizzera"},"content":{"rendered":"\n\n<p>Der Schweizerische Tonk\u00fcnstlerverein (STV) war seit seiner Gr\u00fcndung 1900 f\u00fcr die Entwicklung zeitgen\u00f6ssischer Musik in der Schweiz zentral. Mit j\u00e4hrlichen Tonk\u00fcnstlerfesten, Zeitschriften, Tontr\u00e4gern und Preisen pr\u00e4gte er Kanon und Diskurs bis zur Aufl\u00f6sung 2017. Die T\u00e4tigkeiten haben sich in einem Archiv niedergeschlagen, das seit Kurzem zug\u00e4nglich ist, und wurden dank einem<a href=\"https:\/\/www.hkb-interpretation.ch\/projekte\/stv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> unl\u00e4ngst abgeschlossenen Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds an der Hochschule der K\u00fcnste Bern<\/a> aufgearbeitet. Die Aktivit\u00e4ten des STV ebenso wie sein Funktionieren verweisen auf Entwicklungen, Kontinuit\u00e4ten und Br\u00fcche. Heute, acht Jahre nach seiner Aufl\u00f6sung, l\u00e4sst sich die Vereinsgeschichte von hinten her lesen. Was hat den STV in den Untergang gerissen, nachdem er 117 Jahre funktionierte? Hat er sich selbst erfolgreich \u00fcberfl\u00fcssig gemacht oder haben sich einfach die Zeiten ge\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Als der STV 1975 sein 75-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feierte, war er auf dem H\u00f6hepunkt nationaler Ausstrahlung. Dass der langj\u00e4hrige Ehrenpr\u00e4sident Paul Sacher sondierte, ob sich der Bundesrat <em>in corpore <\/em>einladen liesse, zeigt die Selbsteinsch\u00e4tzung. Immerhin: Bundesrat Hans H\u00fcrlimann hielt eine Rede, versprach mehr Subventionen und schrieb auch einen Beitrag zur Festschrift.<\/p>\n<h3><strong>Misslungene Reformen und innerer Zwist<\/strong><\/h3>\n<p>In diesen altehrw\u00fcrdigen Verein brachte der Pr\u00e4sident Klaus Huber Bewegung. Zun\u00e4chst stiess er viele Reformen an. Das Tonk\u00fcnstlerfest 1982 in Zofingen war ein erster, wenn auch unbeholfener Versuch, \u00e4sthetische Fronten aufzuweichen und improvisierte Musik zu integrieren. Die verst\u00e4rkte Mitwirkung von Frauen und Ausl\u00e4ndern war Huber wichtig. Allerdings verhielt er sich bei der Umsetzung taktisch so ungeschickt, dass beides vorerst scheiterte. All dies verstand der Achtundsechziger als Beitrag zur Partizipation. Doch seine Sitzungsf\u00fchrung war zeitraubend. Mangelnde Verf\u00fcgbarkeit und illoyales Verhalten f\u00fchrten zu Konflikten, die der Ehrenpr\u00e4sident Sacher in einem Scherbengericht zu schlichten versuchte. Huber wolle demokratisch sein, sei aber autorit\u00e4r, \u00e4usserte Hans Ulrich Lehmann und Jean Balissat befand: \u00abUnser Pr\u00e4sident hat eine starke Pers\u00f6nlichkeit, aber dies ist kaum auf das Amt des Pr\u00e4sidenten \u00fcbertragbar.\u00bb <strong>(1)<\/strong><\/p>\n<p>Eric Gaudibert war schockiert \u00fcber eine eigenm\u00e4chtige Selbstbeurlaubung Hubers, was Verachtung und Egozentrik sowie einen Verstoss gegen die Ethik offenbare. Urs Frauchiger sprach ihm jede Eignung f\u00fcr das Amt ab: \u00abEin Pr\u00e4sident muss Manager sein, \u00fcber organisatorische F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen und Zeit zur Verf\u00fcgung haben. Er forderte ihn daher auf, sein Amt niederzulegen.\u00bb <strong>(2) <\/strong>In seiner letzten Pr\u00e4sidialansprache holte Huber zur Generalabrechnung aus: Der STV brauche \u00abdringend Erneuerung\u00bb. Er ortete einen \u00abSch\u00fctzengrabeninstinkt\u00bb und warnte vor einer \u00abSezession\u00bb.<\/p>\n<h3><strong>Dissonanzen und frischer Wind<\/strong><\/h3>\n<p>Auch beim folgenden Pr\u00e4sidenten Jean Balissat kam es beim Auftakt zu greller Disharmonie mit einer gezielten Attacke. Zum Tonk\u00fcnstlerfest 1986 in Fribourg, wo Balissat als Dirigent des offiziellen Blasmusikkorps auch einen hohen gesellschaftlichen Status genoss, ver\u00f6ffentlichte die Vereinszeitschrift <em>Dissonanz<\/em> eine Abrechnung durch J\u00fcrg Stenzl. Eine Relekt\u00fcre der Polemik und ihrer Begleitdokumente zeigt vordergr\u00fcndig das Bedauern eines sich progressiv verstehenden Musikwissenschaftlers gegen\u00fcber einer angeblich regressiven Entwicklung des Komponisten. Aufgeh\u00e4ngt an der Kritik an einem kurzen Klavierst\u00fcck wird aber die ganze Malaise sichtbar: Unbehagen an Machtballung und Geringsch\u00e4tzung der zeitgen\u00f6ssischen Musik aus der Suisse romande.<\/p>\n<p>Der Konflikt trieb einen Keil zwischen die Kulturen der Deutschschweiz und der Romandie. Aus dem Sturm im Wasserglas wurde ein Aufstand der Jungen gegen die Autorit\u00e4ten, der Avantgardisten gegen die Traditionalisten. Vor allem zeigte sich ein unterschiedliches Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Aufgabe von Musikkritik. W\u00e4hrend Stenzl in der <em>Schweizerischen Musikzeitung <\/em>Bruchlinien wie die zwischen Traditionalisten und Avantgardisten respektive West- und Deutschschweizern spiegelte, nahm Keller in <em>Dissonanz<\/em> die Auseinandersetzung vorweg: die Emanzipation der Frauen, die Wahrnehmung der Improvisation, die Aufarbeitung der Vereinsvergangenheit. Diese aufs\u00e4ssige Haltung brachte der Zeitschrift die ver\u00e4chtliche Bezeichnung \u00abParteiorgan\u00bb ein.<\/p>\n<p>Ein neuer Wind wehte unter Daniel Fueter. Der Aufbruch wurde programmatisch inszeniert: Zum eidgen\u00f6ssischen Jubil\u00e4umsjahr 1991 skizzierte Fueter eine Utopie, die sich am Nationaldichter Gottfried Keller inspirierte: \u00abEndlich w\u00e4re zu tr\u00e4umen von kulturell interessierten, querk\u00f6pfigen Staatsschreibern beziehungsweise \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten, politisch aktiven K\u00fcnstlern, welche sich mit aktuellem Schaffen innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen besch\u00e4ftigen.\u00bb Dass Fueter dieses Manifest gerade zum Jahr entwarf, wo sich die Schweiz auf sich selbst besann, war brisant und l\u00e4utete die weitere \u00d6ffnung des Vereins ein, gegen\u00fcber Improvisation, Frauen, Ausl\u00e4ndern, die nun erstmals ins Fest integriert wurden.<\/p>\n<h3>Komponistenpreise als \u00e4sthetische Richtungsvorgaben<\/h3>\n<p>Prestigereich waren die Komponistenpreise. Ihre w\u00fcrdevolle Verleihung widerspiegelte das Selbstverst\u00e4ndnis des STV. Der sich \u00fcber die Jahre nur langsam \u00e4ndernde Diskurs l\u00e4sst sich vor allem aus den W\u00fcrdigungen ablesen. Zu Beginn standen traditionelle und nationale Werte, man betonte vermeintlich typisch schweizerische Qualit\u00e4ten wie meisterliches Handwerk. In der Nachkriegszeit ist ein bewusster Abgrenzungsdiskurs von der Avantgarde zu verfolgen, in W\u00fcrdigungen und Wahl eher r\u00fcckw\u00e4rts bezogener Preistr\u00e4ger. Erst sp\u00e4t wurden Kriterien wie Innovation, Originalit\u00e4t, Internationalit\u00e4t und Vermittlungskompetenz wichtig.<\/p>\n<figure id=\"attachment_68046\" aria-describedby=\"caption-attachment-68046\" style=\"width: 2483px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-68046 size-full\" src=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV.jpg\" alt=\"\" width=\"2483\" height=\"3508\" srcset=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV.jpg 708w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-725x1024.jpg 725w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-768x1085.jpg 768w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-1087x1536.jpg 1087w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-1450x2048.jpg 1450w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-8x12.jpg 8w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-124x175.jpg 124w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-248x350.jpg 248w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-566x800.jpg 566w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-920x1300.jpg 920w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-1400x1978.jpg 1400w, https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV-300x424.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 2483px) 100vw, 2483px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68046\" class=\"wp-caption-text\">Bild: STV-Archiv<\/figcaption><\/figure>\n<p>Noch 1981 stiess J\u00fcrg Wyttenbachs Laudatio auf Jacques Wildberger bei Jurypr\u00e4sident Paul Sacher wegen dem ungewohnt politischen Ton auf: \u00abBeim zweiten Durchlesen st\u00f6rt mich im 2. Absatz, 3. Zeile: <em>\u2039<\/em>als entartet verdammten<em>\u203a<\/em>. Da der Nationalsozialismus in der Schweiz gl\u00fccklicherweise nie an die Macht gekommen ist, sollten wir ihn hier auch nicht zitieren. Darum bitte ich Sie, diese drei Worte zu streichen. Auch der Anfang des 3. Absatzes gef\u00e4llt mir bei der zweiten Durchsicht nicht sonderlich. Ich glaube, es gibt noch sehr zahlreiche Komponisten, die \u00fcber die Stellung des K\u00fcnstlers in der Gesellschaft nachdenken!\u00bb<\/p>\n<p>Zum Konflikt kam es Jahre sp\u00e4ter: Es wurden Namen diskutiert, Rolf Liebermann und Peter Mieg, die man gleich wieder eliminiert, sowie Armin Schibler und Julien-Fran\u00e7ois Zbinden: \u00abHerr Sacher ist der Meinung, dass beide den Preis 1987 erhalten sollten.\u00bb <strong>(3)<\/strong> Aur\u00e8le Nicolet opponierte und verlangte, dass man niemanden auszeichne \u2013 oder aber Hans Ulrich Lehmann. Der Entscheid wurde vertagt. Sacher sp\u00fcrte wohl, wie sein Einfluss schwand. Er ging einen Kompromiss ein, liess den inzwischen verstorbenen Schibler fallen zugunsten von Lehmann: \u00abMeine Herren, Sie wissen, dass sich in der franz\u00f6sischen Schweiz ein Malaise ausbreitet. Kleine Gesten in intellektuellen und k\u00fcnstlerischen Kreisen werden besonders beachtet. Aus den angedeuteten Gr\u00fcnden m\u00f6chte ich auf unsere Entscheidung zur\u00fcckkommen und Ihnen dringend empfehlen, unseren Preis dieses Jahr den Herren Lehmann und Zbinden zuzusprechen. Ich m\u00f6chte damit den Versuch unternehmen, etwas zur Verbesserung zwischen der welschen und deutschen Schweiz beizutragen.\u00bb<\/p>\n<p>Um zu unterstreichen, wie wichtig ihm dies war, schrieb Nicolet auf seiner Norwegen-Tournee einen ausf\u00fchrlichen Brief, spielte mit rhetorischen F\u00e4higkeiten und charmanter Empathie und bewirkte, dass statt Zbinden nun doch Gaudibert (und Lehmann) ausgezeichnet wurde: \u00abNat\u00fcrlich, wie jeder andere auch, sp\u00fcre ich das musikalische Malaise in der Schweiz. [&#8230;]. Dieses Unbehagen ist auch nicht das <em>\u2039<\/em>exklusive<em>\u203a<\/em> Privileg der Schweiz, aber notwendigerweise ist es tiefer in einem Land zu sp\u00fcren, das weder willens noch in der Lage ist, sich selbst in Frage zu stellen und sich nur an die Werte der Vergangenheit klammert. Das garantiert ihm materiellen Wohlstand, isoliert es aber geistig und kulturell immer mehr vom Rest Europas und der Welt. Um auf das von dir angesprochene Problem zur\u00fcckzukommen, bezweifle ich stark, dass die Verleihung des STV-Preises an J.\u00a0F.\u00a0Zbinden die Situation der Schweizer Musik im Allgemeinen und die des STV im Besonderen in irgendeiner Weise entspannt. Will man sowohl die Ziege wie den Kohlkopf aufstellen? Das ist eine reflexartige Haltung, die in unserem <em>\u2039<\/em>guten alten<em>\u203a<\/em> Land erlernt und erworben wurde. Wenn es richtig ist, einen Romand zu w\u00e4hlen, werde ich meine Stimme E. Gaudibert geben. Aber ein Ticket Lehmann-Zbinden scheint mir nur unsere Verwirrung zu dokumentieren, w\u00e4hrend die Wahl des Tandems Lehmann-Gaudibert einen Geschmack und eine Verbundenheit mit musikalischen Werten ausdr\u00fcckt, die wir verteidigen und f\u00f6rdern wollen.\u00bb<\/p>\n<h3><strong>Gleichgewicht und Kulturschocks<\/strong><\/h3>\n<p>Der STV war bem\u00fcht, das labile Gleichgewicht zwischen den Sprachkulturen zu bewahren und gegenseitiges Interesse zu f\u00f6rdern. Pr\u00e4sidenten wechselten im Turnus, im Vorstand galt eine garantierte Minderheitenvertretung, in Zeitschrift, Festen und CDs versuchte man sich im Ausgleich. Konflikte gab es gem\u00e4ss Alt-Pr\u00e4sident Nicolas Bolens kaum: \u00abSicherlich gab es ein Unbehagen, das wir alle sp\u00fcrten. Es war mehr auf der Ebene der Funktionsweise des Vorstands als auf der Ebene der \u00c4sthetik.\u00bb Das Zusammenf\u00fchren empfand er als wichtige Aufgabe: \u00abDie Positionen konnten sehr unterschiedlich sein, aber es geht auch darum, Respekt zu lernen. Die Denk- und Arbeitsweisen sind nicht die gleichen, was uns zu einem Dialog, zu kulturellen Begegnungen zwang. Kulturelle Begegnungen, ja, Kulturschocks, die diese Feste waren, die der STV erm\u00f6glicht hat. Und ich finde das wichtig f\u00fcr den nationalen Zusammenhalt. Das macht die Momente des Dialogs aus, der Begegnung.\u00bb<\/p>\n<h3><strong>Ausl\u00e4nder, Frauen und Improvisatoren als Minderheiten<\/strong><\/h3>\n<p>Ausl\u00e4ndische Komponisten und Musiker waren anf\u00e4nglich den Schweizer Kollegen gleichgestellt. In einem grossen Bogen zeigten sich dann unter wechselndem politischem Kontext, aber auch aus Konkurrenzangst zunehmende Ausgrenzungstendenzen, bis es in den letzten Jahrzehnten schrittweise zu einer erneuten \u00d6ffnung kam. Protektionismus und sp\u00e4tere Integration erfolgten im autonomen Nachvollzug, teils parallel zur zeitpolitischen Gesetzesnovellierung, teils verz\u00f6gert.<\/p>\n<p>Frauen waren laut Statuten zwar gleichberechtigt, <em>de facto<\/em> wurden sie aber lange weitgehend von Macht, Ehre und Geldt\u00f6pfen ferngehalten. Auch hier erfolgte die Entwicklung parallel zur staatspolitischen Emanzipation. Leugnen oder Nicht-Wahrhaben des Geschlechterungleichgewichts ist aber bis in j\u00fcngste Zeit zu beobachten. Umso st\u00e4rker fallen Pers\u00f6nlichkeiten ins Gewicht, die diese Entwicklungen vorw\u00e4rtsbrachten, von der Besetzung von Vorstands\u00e4mtern bis zum Umgang mit Gesuchen, Auswahlen und spezifischen Themen.<\/p>\n<p>Auch Improvisatoren wurden lange ausgegrenzt. Erst in zaghaften \u00d6ffnungsschrittchen nahm man sie wahr und ber\u00fccksichtigte sie, nachdem sie zuvor wegen fehlender professioneller Ausbildung nicht ernst genommen oder an unpassenden Kriterien gemessen worden waren. Einen Einblick in den Kampf um Wahrnehmung, Wertsch\u00e4tzung, Geld, aber auch in Selbstverst\u00e4ndnis und Ideologie gew\u00e4hrt hier die Kontroverse um einen negativ aufgenommenen Artikel Thomas Meyers in <em>Dissonanz<\/em>, der letztlich aber der Improvisationsszene einen neuen Schub verlieh \u2013 nicht zuletzt auch bei Pro Helvetia, wo der angegriffene Meyer als Stiftungsrat wirkte.<\/p>\n<h3><strong><strong>Tontr\u00e4gerproduktion mit ungekl\u00e4rten Zielen<\/strong><\/strong><\/h3>\n<p>Auch wenn der Zweck der selbstproduzierten Tontr\u00e4ger nie explizit definiert wurde, kann man aus der gelebten Praxis doch gewisse Absichten herauslesen: Es galt das zeitgen\u00f6ssische Musikleben in der Schweiz zu dokumentieren. F\u00fcr die vertretenen Komponisten und Interpreten bedeutete es Visitenkarte, Ehrung und PR-Instrument. Schweizer Radiosender konnten ihren Kulturauftrag erf\u00fcllen, ausl\u00e4ndische Stationen musikalische Neugier und Informationsbed\u00fcrfnis befriedigen. In Anspielung auf bisherige Gepflogenheiten stellte Pierre Sublet die Grundsatzfrage: \u00abWollen wir jemanden lancieren oder jemandem eine Freude machen, wollen wir etwas Repr\u00e4sentativeres?\u00bb, worauf Roman Brotbeck mit seiner ihm eigenen Radikalit\u00e4t forderte: \u00abMan muss sich fragen, was man z.\u00a0B. in New York gerne h\u00f6ren w\u00fcrde.\u00bb<\/p>\n<h3><strong><strong>Zu Tode gespart oder \u00fcberlebt?<\/strong><\/strong><\/h3>\n<p>2017 strich das Bundesamt f\u00fcr Kultur die Subventionen f\u00fcr den STV. Daraufhin schloss er sich mit anderen Verb\u00e4nden zum Berufsverband Sonart zusammen. Die Gr\u00fcnde scheinen auf den ersten Blick klar: politischer Druck und finanzielles Ausbluten. Eine Untersuchung der Vereinsdokumente kombiniert mit Zeitzeugeninterviews zeigt aber, dass das Ende vielf\u00e4ltige Ursachen hatte und sich fr\u00fch ank\u00fcndigte: teure Verbandsstrukturen, eine inhaltliche \u00d6ffnung als Kultur des Outsourcings, wodurch die Diskurshoheit aufgegeben wurde. Vernachl\u00e4ssigt wurde der Kontext: Der STV war ein Akteur unter vielen geworden. Seine Bedeutung verblasste, Veranstalter zeitgen\u00f6ssischer Musik fanden sich nun in der ganzen Schweiz. Das Tonk\u00fcnstlerfest war in anderen Festivals aufgegangen, wodurch das Ausbleiben des eigenen Publikums zwar weit mehr als wettgemacht werden konnte, das einzigartige Profil aber verschwand.<\/p>\n<p>Gleiches galt f\u00fcr die CD-Reihe, die man immer weniger selber pr\u00e4gen konnte und schliesslich ebenfalls aufgab wie viele andere T\u00e4tigkeiten vom Solisten- bis zum Komponistenpreis, vom Schreibaufenthalt in der Tessiner Arbeitsresidenz Carona bis zur Musikeragenda. So verlor man den Kern des fr\u00fcheren Profils, vergraulte \u00e4ltere Mitglieder. Lange beharrte man auf der kulturellen Mission und vernachl\u00e4ssigte das vom Bund geforderte Dienstleistungsverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Bedeutete dieses Verschwinden nun eine fahrl\u00e4ssige oder gar mutwillige Zerst\u00f6rung von Musikstruktur? Aus der R\u00fcckblende ist nur eine ambivalente Antwort m\u00f6glich. Man hat sich selbst ausgegrenzt, war auch ein bisschen arrogant dabei, man hat sich zu lange mit sich selbst besch\u00e4ftigt, und das politische Wetterleuchten zwar wahrgenommen, aber zu wenig reagiert und taktisch Chancen verpasst. Man kann das Ende aber auch positiv deuten: Der STV hat seine Mission erfolgreich erf\u00fcllt. Er hat sich \u00fcberfl\u00fcssig gemacht, weil sich die Situation ge\u00e4ndert hat. Und er \u00fcberlebt sich selbst in neuen Dienstleistungen, die gerade w\u00e4hrend der Covid-Krise enorm wichtig waren, angeboten von der Nachfolgeorganisation Sonart, in kulturellen Aktivit\u00e4ten, die anderswo aufgenommen wurden, und im kollektiven Ged\u00e4chtnis, zahlreichen Dokumenten und der Reflexion dar\u00fcber.<\/p>\n<p>__________<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><br \/>\n<strong><em>(<\/em>1<em>) <\/em><\/strong>Protokoll der ausserordentlichen Vorstandssitzung des STV vom 18. 1. 1981, S. 2\u20136.<br \/>\n<strong>(2)<\/strong> Ebd.<br \/>\n<strong>(3)<\/strong> Protokoll der Stiftungsratssitzung vom 2. 2. 1986, S. 1.<\/p>\n<p>__________<\/p>\n<p>Im Rahmen des Lucerne Festival Forward finden am 22. und 23. November im Kultur- und Kongresshaus KKL Veranstaltungen zum STV statt: <a href=\"https:\/\/www.hkb-interpretation.ch\/ausstellung-stv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine Ausstellung<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.lucernefestival.ch\/de\/programm\/wohin-fuhrt-die-reise-der-neuen-musik-oder-ist-sie-am-ende\/2321\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Podiumsgespr\u00e4ch und die Vernissage<\/a> (22. 11., 16 Uhr) von zwei Sammelb\u00e4nden :<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li><em>Im Brennpunkt der Entwicklungen<strong>. <\/strong>Der Schweizerische Tonk\u00fcnstlerverein 1975\u20132017<\/em>, hg. von Thomas Gartmann und Doris Lanz, Z\u00fcrich: Chronos 2025.<\/li>\n<li><em>Musik-Diskurse nach 1970<\/em>, hg. von Thomas Gartmann, Doris Lanz, Rapha\u00ebl Sudan und Gabrielle Weber, unter redaktioneller Mitarbeit von Daniel Allenbach, Musikforschung der Hochschule der K\u00fcnste Bern, Band 19, Baden-Baden: Ergon 2025.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Thomas Gartmann leitete das SNF-Projekt zum STV an der Hochschule der K\u00fcnste Bern, wo er die Forschung verantwortet.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L'Associazione Svizzera dei Musicisti \u00e8 stata fondata 125 anni fa. Un breve riassunto della sua movimentata storia fino allo scioglimento avvenuto otto anni fa.<\/p>","protected":false},"author":23,"featured_media":68047,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[1623,1624,768],"tags":[5339,5346,4285,5338,2242,5335,5343,5341,1765,5336,2886,5337,5344,2993,5340,5334,2885,5342,3301,5345,1882,1764,3135],"class_list":["post-68045","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-dossiers","category-personen","category-standespolitik","tag-armin-schibler","tag-aurele-nicolet","tag-bundesamt-fuer-kultur","tag-daniel-fueter","tag-dissonanz-dissonance","tag-eric-gaudibert","tag-gertrud-schneider","tag-hans-ulrich-lehmann","tag-jacques-wildberger","tag-jean-balissat","tag-julien-francois-zbinden","tag-juerg-stenzl","tag-juerg-wyttenbach","tag-klaus-huber","tag-nicolas-bolens","tag-paul-sacher","tag-peter-mieg","tag-pierre-sublet","tag-pro-helvetia","tag-rolf-liebermann","tag-schweizerischer-tonkuenstlerverein","tag-thomas-meyer","tag-urs-frauchiger"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz - Schweizer Musikzeitung<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Vor 125 Jahren wurde der Schweizerische Tonk\u00fcnstlerverein gegr\u00fcndet. Ein kurzer Abriss seiner bewegten Geschichte bis zur Aufl\u00f6sung vor acht Jahren.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"it_IT\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz - Schweizer Musikzeitung\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Vor 125 Jahren wurde der Schweizerische Tonk\u00fcnstlerverein gegr\u00fcndet. Ein kurzer Abriss seiner bewegten Geschichte bis zur Aufl\u00f6sung vor acht Jahren.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Schweizer Musikzeitung\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-10-02T09:44:42+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-10-23T12:35:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1400\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"842\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Katrin Spelinova\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@testredaktor\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@smusikzeitung\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Scritto da\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Katrin Spelinova\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Tempo di lettura stimato\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12 minuti\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\"},\"author\":{\"name\":\"Katrin Spelinova\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/dce7e5b820812d9af4db2f787d1bec92\"},\"headline\":\"Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz\",\"datePublished\":\"2025-10-02T09:44:42+00:00\",\"dateModified\":\"2025-10-23T12:35:03+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\"},\"wordCount\":2232,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/10\\\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg\",\"keywords\":[\"Armin Schibler\",\"Aur\u00e8le Nicolet\",\"Bundesamt f\u00fcr Kultur\",\"Daniel Fueter\",\"Dissonanz\\\/Dissonance\",\"Eric Gaudibert\",\"Gertrud Schneider\",\"Hans Ulrich Lehmann\",\"Jacques Wildberger\",\"Jean Balissat\",\"Julien-Fran\u00e7ois Zbinden\",\"J\u00fcrg Stenzl\",\"J\u00fcrg Wyttenbach\",\"Klaus Huber\",\"Nicolas Bolens\",\"Paul Sacher\",\"Peter Mieg\",\"Pierre Sublet\",\"Pro Helvetia\",\"Rolf Liebermann\",\"Schweizerischer Tonk\u00fcnstlerverein\",\"Thomas Meyer\",\"Urs Frauchiger\"],\"articleSection\":[\"Dossiers\",\"Personen\",\"Standespolitik\"],\"inLanguage\":\"it-IT\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\",\"name\":\"Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz - Schweizer Musikzeitung\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/10\\\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg\",\"datePublished\":\"2025-10-02T09:44:42+00:00\",\"dateModified\":\"2025-10-23T12:35:03+00:00\",\"description\":\"Vor 125 Jahren wurde der Schweizerische Tonk\u00fcnstlerverein gegr\u00fcndet. Ein kurzer Abriss seiner bewegten Geschichte bis zur Aufl\u00f6sung vor acht Jahren.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"it-IT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"it-IT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/10\\\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/10\\\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg\",\"width\":1400,\"height\":842},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/dossiers\\\/2025\\\/10\\\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\",\"name\":\"Schweizer Musikzeitung\",\"description\":\"Die f\u00fchrende sparten\u00fcbergreifende Monatszeitung in der Schweiz f\u00fcr musikalische Fragen.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"it-IT\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\",\"name\":\"Schweizer Musikzeitung\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"it-IT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png\",\"width\":1400,\"height\":279,\"caption\":\"Schweizer Musikzeitung\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/SchweizerMusikzeitung\\\/\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/smusikzeitung\",\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/musikzeitung.ch\\\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/dce7e5b820812d9af4db2f787d1bec92\",\"name\":\"Katrin Spelinova\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"it-IT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/2a2c2956e074ebca9bf65620496cd2e317d90b8c76450e9dd04d7cebf95eeada?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/2a2c2956e074ebca9bf65620496cd2e317d90b8c76450e9dd04d7cebf95eeada?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/2a2c2956e074ebca9bf65620496cd2e317d90b8c76450e9dd04d7cebf95eeada?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Katrin Spelinova\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/testredaktor\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/it\\\/author\\\/spelkat\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Specchio sociale della Svizzera - Schweizer Musikzeitung","description":"L'Associazione Svizzera dei Musicisti \u00e8 stata fondata 125 anni fa. Un breve riassunto della sua movimentata storia fino allo scioglimento avvenuto otto anni fa.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\/","og_locale":"it_IT","og_type":"article","og_title":"Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz - Schweizer Musikzeitung","og_description":"Vor 125 Jahren wurde der Schweizerische Tonk\u00fcnstlerverein gegr\u00fcndet. Ein kurzer Abriss seiner bewegten Geschichte bis zur Aufl\u00f6sung vor acht Jahren.","og_url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz\/","og_site_name":"Schweizer Musikzeitung","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/","article_published_time":"2025-10-02T09:44:42+00:00","article_modified_time":"2025-10-23T12:35:03+00:00","og_image":[{"width":1400,"height":842,"url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Katrin Spelinova","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@testredaktor","twitter_site":"@smusikzeitung","twitter_misc":{"Scritto da":"Katrin Spelinova","Tempo di lettura stimato":"12 minuti"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz"},"author":{"name":"Katrin Spelinova","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/person\/dce7e5b820812d9af4db2f787d1bec92"},"headline":"Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz","datePublished":"2025-10-02T09:44:42+00:00","dateModified":"2025-10-23T12:35:03+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz"},"wordCount":2232,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg","keywords":["Armin Schibler","Aur\u00e8le Nicolet","Bundesamt f\u00fcr Kultur","Daniel Fueter","Dissonanz\/Dissonance","Eric Gaudibert","Gertrud Schneider","Hans Ulrich Lehmann","Jacques Wildberger","Jean Balissat","Julien-Fran\u00e7ois Zbinden","J\u00fcrg Stenzl","J\u00fcrg Wyttenbach","Klaus Huber","Nicolas Bolens","Paul Sacher","Peter Mieg","Pierre Sublet","Pro Helvetia","Rolf Liebermann","Schweizerischer Tonk\u00fcnstlerverein","Thomas Meyer","Urs Frauchiger"],"articleSection":["Dossiers","Personen","Standespolitik"],"inLanguage":"it-IT"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz","name":"Specchio sociale della Svizzera - Schweizer Musikzeitung","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg","datePublished":"2025-10-02T09:44:42+00:00","dateModified":"2025-10-23T12:35:03+00:00","description":"L'Associazione Svizzera dei Musicisti \u00e8 stata fondata 125 anni fa. Un breve riassunto della sua movimentata storia fino allo scioglimento avvenuto otto anni fa.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#breadcrumb"},"inLanguage":"it-IT","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"it-IT","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#primaryimage","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/10_Echo_STV_Ausschnitt_2.jpg","width":1400,"height":842},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/dossiers\/2025\/10\/gesellschaftlicher-spiegel-der-schweiz#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Gesellschaftlicher Spiegel der Schweiz"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#website","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/","name":"Giornale musicale svizzero","description":"Il principale mensile interdisciplinare della Svizzera per le questioni musicali.","publisher":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"it-IT"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization","name":"Giornale musicale svizzero","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"it-IT","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png","width":1400,"height":279,"caption":"Schweizer Musikzeitung"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/","https:\/\/x.com\/smusikzeitung","https:\/\/www.instagram.com\/musikzeitung.ch\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/person\/dce7e5b820812d9af4db2f787d1bec92","name":"Katrin Spelinova","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"it-IT","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/2a2c2956e074ebca9bf65620496cd2e317d90b8c76450e9dd04d7cebf95eeada?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/2a2c2956e074ebca9bf65620496cd2e317d90b8c76450e9dd04d7cebf95eeada?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/2a2c2956e074ebca9bf65620496cd2e317d90b8c76450e9dd04d7cebf95eeada?s=96&d=mm&r=g","caption":"Katrin Spelinova"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/testredaktor"],"url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/author\/spelkat"}]}},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68045"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68045\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":68062,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68045\/revisions\/68062"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68047"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}