{"id":8980,"date":"2017-07-18T00:00:00","date_gmt":"2017-07-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/allgemein\/private-passion-public-challenge\/"},"modified":"2025-08-07T15:09:09","modified_gmt":"2025-08-07T13:09:09","slug":"private-passion-public-challenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge","title":{"rendered":"Passione privata - Sfida pubblica"},"content":{"rendered":"\n\n<figure style=\"width: 554px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/gnm.jpg\" alt=\"\" width=\"554\" height=\"415\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Ort der Konferenz: Germanisches Nationalmuseum in N\u00fcrnberg. Foto: Keichwa\/WikiCommons<\/figcaption><\/figure>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Musikinstrumentensammlungen kommt eine Sonderstellung zu, stellen sie doch neben Tontr\u00e4gern und Noten die einzigen materiellen Objekte der an sich immateriellen Kunstform Musik dar. Der kulturgeschichtlichen Dimension des Sammelns von Musikinstrumenten widmete sich die internationale Tagung <em>Private Passion \u2013 Public Challenge. Musikinstrumente sammeln in Geschichte und Gegenwart<\/em>, die vom 9. bis 11. Mai 2017 im Germanischen Nationalmuseum (GNM) in N\u00fcrnberg stattfand. Initiiert und durchgef\u00fchrt wurde sie von den Mitarbeitenden des Projekts Musikinstrumente sammeln \u2013 das Beispiel R\u00fcck der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Fokus der Tagung standen einerseits das Instrument als Gegenstand des kulturellen Ged\u00e4chtnisses, andererseits der internationale Vergleich von Privatsammlungen und ihren Museen. Ein dritter Komplex diskutierte privates Sammeln und deren Musealisierung, w\u00e4hrend den Besonderheiten historischer Musikinstrumente im Kontext der Provenienzforschung eine abschliessende Sektion gewidmet wurde.<\/p>\n<p>In seiner Einf\u00fchrung verdeutlichte FRANK P. B\u00c4R (N\u00fcrnberg) die zunehmenden Herausforderungen, welche der \u00dcbergang einer Privatsammlung in die \u00f6ffentliche Hand mit sich bringt. Zumal seit den 1990er-Jahren nicht nur Sammlungsobjekte oder auch Sammlerinnen und Sammler als Untersuchungsgegenstand aus psychologischer, kulturanthropologischer bis philosophischer Perspektive ins Blickfeld der Forschung r\u00fcckten, verdient auch das individuelle Profil ehemals privater Sammlungen erh\u00f6hte Aufmerksamkeit vonseiten der Museen. B\u00e4r trug die wesentlichen Unterschiede zwischen privatem und \u00f6ffentlichem Sammeln schematisch zusammen, wobei die Profile nicht nur bez\u00fcglich des Erwerbs, des Bewahrens und Pr\u00e4sentierens, sondern auch hinsichtlich der Verantwortung in Fragen der Verwaltung, Eigentumsverh\u00e4ltnisse, Nachhaltigkeit, Dokumentation, Bereitstellung und Lagerung, nicht zuletzt auch finanzieller M\u00f6glichkeiten und wissenschaftlicher Expertise erheblich divergieren. Das betrifft vor allem immer dringendere Fragen der Provenienz.\n<\/p><\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Privatsammlung und Museum \u2013 Musikinstrumente als Gegenstand des kulturellen Ged\u00e4chtnisses<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Die Mehrzahl der Beitr\u00e4ge stellte sich grunds\u00e4tzlichen Fragen zum gegenw\u00e4rtigen Umgang mit Sammlungen aus der Perspektive der je eigenen Institution. Die einleitenden kulturgeschichtlichen Betrachtungen von DOMINIK VON ROTH (N\u00fcrnberg,\u00a0 <em>Die Sammlung R\u00fcck \u2013 ein Blick aufs Ganze<\/em>), TIAGO DE OLIVEIRA PINTO (Weimar, <em>Konzepte und Erfahrungen der Unesco-Konvention zu \u00abMusik als Immaterielles Kulturerbe\u00bb<\/em>) und MONIKA SCHMITZ-EMANS (Bochum, <em>Musik als Anlass literarischer Reflexion und Erinnerung<\/em>) gaben den ideellen Leitfaden der Diskussion vor. Mit \u00fcber 17 000 Dokumenten zu Ankauf, Handel und Restaurierung aus der Sammlung R\u00fcck verdeutlichte von Roth die einmalige Chance, das Ph\u00e4nomen Musikinstrumenten-Sammlung im musealen Kontext neu zu denken und das weitverzweigte Netzwerk eines privaten Sammlers sowie die einzelnen Objekte nicht nur der Forschung, sondern auch der \u00d6ffentlichkeit digital zug\u00e4nglich zu machen. Denn so, wie die Dokumente einen wesentlichen Bestandteil der Geschichte der Instrumente zwecks organologischer Forschung und Provenienz ausmachen, ist ihre Rolle als Repr\u00e4sentanten des kulturellen Ged\u00e4chtnisses nicht zu untersch\u00e4tzen. Die aus den Dokumenten ablesbaren Sammlungsstrategien verdeutlichen exemplarisch das kulturgeschichtliche Spannungsfeld zwischen \u00e4sthetischer Idee, empirischer Erkenntnis und \u00f6konomischen Bedingungen, welches Musikinstrumente zu repr\u00e4sentieren verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Das Wechselverh\u00e4ltnis vom Immateriellen der Musik und der Materialit\u00e4t von Musikinstrumenten stand auch im Fokus der folgenden Beitr\u00e4ge. Pinto skizzierte das Panorama an Bedeutungen, welches Musikinstrumenten im Kontext der Debatten um das kulturelle Erbe zukommt. \u00dcber reine Klangerzeugung hinaus fungieren sie als Tr\u00e4ger einer generationen\u00fcbergreifenden Wissensvermittlung und Repr\u00e4sentanten verschiedener musikkultureller Systeme. Das Sammeln und Bewahren erh\u00e4lt somit eine globale kulturgeschichtliche Bedeutung. Schmitz-Emans widmete sich dem Nachdenken \u00fcber die Symbolik materieller Objekte anhand literarischer Reflexionen. Als Gegenstand von Literatur wird die hohe kultursymbolische Bedeutung von historischen Musikinstrumenten deutlich, deren immaterielle Patina sowohl auf die Urspr\u00fcnge der Musik, ja der Kultur \u00fcberhaupt hindeutet (Carpentier, <em>Los pasos perdidos<\/em>, 1953), aber auch angesichts der Greuel des 20. Jahrhunderts gar das Ende aller Kultur versinnbildlicht (Grymes, <em>Violins of Hope<\/em>, 2014). Doch bedarf das am Materiellen haftende Immaterielle der best\u00e4ndigen Erz\u00e4hlung. Gleichwohl die immateriellen, individuellen Zuschreibungen keine Garantie auf Nachhaltigkeit besitzen, enthalten Musikinstrumentensammlungen in ihrer individuellen Logik eine kulturperformative Qualit\u00e4t, durch welche die Vergangenheit gegenw\u00e4rtig werden kann.\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Privatsammlungen und ihre Museen im internationalen Vergleich<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Diesen grunds\u00e4tzlichen \u00dcberlegungen schlossen sich so individuelle wie informative Beitr\u00e4ge zu Sammlungsgeschichten an (FLORENCE G\u00c9TREAU, Paris, <em>Musikinstrumente sammeln in Frankreich 1795\u20131995<\/em>; JOSEF FOCHT, Leipzig, <em>Die erste Sammlergeneration des Leipziger Musikinstrumentenmuseums<\/em>; BEATRIX DARMST\u00c4DTER, Wien, <em>Privatsammlungen im \u00f6ffentlichen Musikinstrumentenmuseum<\/em>). Sie erinnerten daran, dass nicht nur der Bestand, sondern auch das Forschungs- sowie Ausstellungs-Profil \u00f6ffentlicher Einrichtungen in hohem Masse durch die \u00dcbernahme privater Sammlungen bestimmt ist. Angesichts der heterogenen Erscheinung vieler Sammlungen verdient nicht nur die Geschichte einzelner Instrumente, sondern der Sammlungen selbst Vermittlung. RENATO MEUCCI (Mailand, <em>Privates und \u00f6ffentliches Sammeln von Musikinstrumenten in Italien<\/em>) verdeutlichte am Beispiel Italiens, dass die Ambitionen dort heute hinsichtlich des Erwerbs, aber auch der Bewahrung und Pr\u00e4sentation von Musikinstrumenten bei privaten Sammlerinnen und Sammlern deutlich h\u00f6her ausfallen als in \u00f6ffentlichen Institutionen. Andererseits gab TIAGO DE OLIVEIRA PINTO (<em>Musikinstrumente sammeln jenseits von Europa \u2013 das Southeast Asian Musical Instruments Museum<\/em>) Einblicke in ein ehrgeiziges Projekt in Bangkok, ein Museum <em>ohne<\/em> eine existierende Sammlung, die erst im Verlauf der Fertigstellung zusammengetragen werden soll. Das lebendige Musizieren bestimmt die Idee einer Einrichtung, welche das Sammeln und Bewahren der musikalischen Vielfalt im s\u00fcdostasiatischen Kulturraum mit einer transnationalen Perspektive f\u00fcr Forschung und Lehre zug\u00e4nglich machen wird.<\/p>\n<p>Zwei Beitr\u00e4ge privater Sammler gew\u00e4hrten Einblicke in gegenw\u00e4rtige Motive und Herausforderungen, eine Sammlung aufzubauen und zu unterhalten (HEIKO HANSJOSTEN, Schweich\/Heilbronn, <em>Die Sammlung historischer Tasteninstrumente Hansjosten<\/em>; PETER THALHEIMER, Ilshofen, <em>Eine Privatsammlung f\u00fcr den Konzertgebrauch und als Quelle der Musikforschung<\/em>). Neben der Spielbarkeit der Instrumente verdeutlichten die Referenten einen differenzierten Umgang mit ihren Sammlungsobjekten. Hansjosten warf einen \u00f6konomischen Blick auf seine Sammlung (\u00abClavieratelier im Barocken K\u00fcsterhaus\u00bb, F\u00f6hren bei Trier). Zum Spannungsfeld zwischen verh\u00e4ltnism\u00e4ssig hoher Investitionen und pers\u00f6nlicher Befriedigung geh\u00f6rt das Bewusstsein f\u00fcr eine ungewisse Zukunft. Zugleich profitieren Privatiers von einer gr\u00f6sseren Flexibilit\u00e4t auf dem Markt f\u00fcr historische Musikinstrumente. Als akutes Problem wird auch die Konkurrenzsituation unter Privatsammlern benannt, sowie die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen privaten und \u00f6ffentlichen Sammlungen. Die ersten Impulse f\u00fcr Thalheimers Sammlung von Block- und Querfl\u00f6ten entstammten dem Bed\u00fcrfnis nach \u00abauthentischem\u00bb Instrumentarium zur Wiedergabe der Musik, das durch die Sammlung gleichermassen der Auff\u00fchrungspraxis, Organologie und Musikforschung verf\u00fcgbar gemacht werden kann. Die Anfertigung von Kopien bildet hierf\u00fcr mehr als nur einen Notbehelf. Wichtige Fragen der historischen Angemessenheit werden so zwar auf elegante Weise umgangen, aber auch nicht ignoriert.\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Privates Sammeln und Musealisierung<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Der gegenseitige Einfluss von Auff\u00fchrungspraxis und Instrumentensammlungen wurde ebenfalls in MARTIN KIRNBAUERs (Basel) aufschlussreichem Beitrag deutlich (<em>Die \u00abstilgerechte Wiederbelebung alter Kunstwerke\u00bb und die \u00abInstrumentenfrage\u00bb. Die Basler Instrumentensammlung zwischen Musikpraxis und Museum<\/em>). F\u00fcr den Gr\u00fcnder der Schola Cantorum Basiliensis, Paul Sacher, war die \u00abstilgerechte Wiederbelebung\u00bb zugleich eine Frage des Instrumentes. Seine von ihm aufgebaute Sammlung alter Musikinstrumente geht damit deutlich \u00fcber das blosse Ausstellen historischer Objekte hinaus und bildet eine integrale Voraussetzung f\u00fcr die historisch informierte Auff\u00fchrungspraxis.<\/p>\n<p>KLAUS MARTIUS (N\u00fcrnberg, <em>Die Sammlung R\u00fcck aus restauratorischer Sicht<\/em>) gab einen Einblick in die vergangenen wie aktuellen Belange hinsichtlich der Restaurierungsmassnahmen der Sammlung R\u00fcck. Um dem Bestreben einer \u00abhistorisch getreue[n] Wiederinstandsetzung\u00bb nachzukommen, wurde von den R\u00fccks ein enormer Aufwand betrieben. Die mehr als drei Jahrzehnte andauernde Zusammenarbeit mit dem Leipziger Restaurator Otto Marx sowie mit dem Erlanger Musikwissenschaftler Rudolf Steglich ist richtungsweisendes Beispiel einer engen Zusammenarbeit von privater Sammlung, Restaurierung, Forschung und Museen.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge von PANAGIOTIS POULOPOULOS (M\u00fcnchen, <em>Musikinstrumentensammlungen und neue Medien: Beobachtungen aus einer Besucherbefragung im Deutschen Museum<\/em>) und GERDA RIDLER (Linz, <em>Vorbild Kunst? \u2013 Neue Wege privater Sammlungen<\/em>) diskutierten aus sehr unterschiedlichen Perspektiven M\u00f6glichkeiten der musealen Aufbereitung von Sammlungen. Poulopoulos widmete sich der Frage nach Verbesserungsm\u00f6glichkeiten von Dauerausstellungen. Am Beispiel der Instrumentensammlung des Deutschen Museums wurde mittels einer Publikums-Umfrage die Nutzung neuer Medien und Interaktions-M\u00f6glichkeiten ausgewertet. Dabei zeigt sich neben dem Spiel- und Anschauungsfaktor ein erh\u00f6hter Bedarf an Hintergrundwissen. Seitens der bildenden Kunst ging Ridler der Frage nach, warum Sammlerinnen und Sammler moderner und zeitgen\u00f6ssischer Kunst auch \u00fcber die Grenzen des reinen Kunstpublikums hinaus so viel Aufmerksamkeit erfahren. Die im Vergleich zu Musikinstrumentensammlungen deutlich h\u00f6here mediale Pr\u00e4senz bildender Kunst bildet nur einen Faktor. Zu den Motiven privater Kunstinitiativen tritt neben pragmatische, pers\u00f6nliche und philanthropische Gr\u00fcnde (Prestige, Lebenswerk, Gestaltungswillen) das Verantwortungsbewusstsein gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit, aber auch Unzufriedenheit in der Zusammenarbeit mit \u00f6ffentlichen Museen.<\/p>\n<p>Kritische Fragen, aber auch Vorschl\u00e4ge kamen in den museologischen und musikwissenschaftlichen Beitr\u00e4gen von PETER VAN MENSCH (Berlin, <em>Privates Sammeln als Herausforderung der \u00f6ffentlichen Hand<\/em>), FRANZ K\u00d6RNDLE (Augsburg, <em>Private Sammlungen \u2013 Museen mit Verfallsdatum?<\/em>) und CHRISTINA LINSENMEYER (Helsinki, <em>Trends und Visionen privater und \u00f6ffentlicher Sammlungen<\/em>): In seinem kritischen Entwurf ging van Mensch auf die vielen Widerspr\u00fcche und Probleme, aber auch Chancen in der Beziehung zwischen Museen und privaten Sammlern ein. In privaten Sammlungen spiegelt sich die Vielfalt auch kuratorischer Perspektiven, die durch dynamische Strukturen, sogenannte \u00abliquid frames\u00bb bestimmt sind. Dem Gedanken des Bewahrens werden in Zukunft zunehmend Netzwerke im Sinne einer privat-\u00f6ffentlichen \u00abErbengemeinschaft\u00bb Rechnung tragen m\u00fcssen. K\u00f6rndle dagegen diskutierte die Folgen invasorischer Massnahmen an Instrumenten hinsichtlich der Spielbarkeit sowie den unterschiedlichen Grad an Verantwortungsbewusstsein von privaten und \u00f6ffentlichen Sammlungen. Bislang sorgen unterschiedliche finanzielle Rahmenbedingungen f\u00fcr individuelle L\u00f6sungsans\u00e4tze. Trotz Kulturschutzgesetz (2016) walten nach wie vor Unklarheiten hinsichtlich der Bewahrung, Pr\u00e4sentation und Dokumentation von Musikinstrumenten. Ungewiss bleibt auch die Zukunft solcher Instrumente, die durch Spielbarmachung einen gr\u00f6sseren Verlust an Originalsubstanz aufweisen. Kopien bieten eine Alternative. Angesichts einer Koexistenz von Original und spielbarer Kopie kann auch die Frage nach der Aura neu verhandelt werden. Linsenmeyer fasste die Vielfalt individueller Vorstellungen und Visionen des Sammelns zusammen und fragte, wie mit historischer Diversit\u00e4t im heutigen Ausstellungsbetrieb umzugehen ist. Mit zum Teil drastischen Beispielen veranschaulichte sie die akute Problematik der sich wandelnden Werte und aktuellen Aufgaben des privaten und \u00f6ffentlichen Sammelns. Damit bildete das Referat die Ausgangslage f\u00fcr die sich anschliessende Podiumsdiskussion, deren Leitung FRIEDEMANN HELLWIG (Hamburg) \u00fcbernahm.\n<\/div>\n<div>\n<h3 class=\"\">Historische Musikinstrumente und Provenienzforschung<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"text-section\">\n<p>Eine der aktuell wichtigsten Herausforderungen vor allem f\u00fcr \u00f6ffentliche Sammlungen liegt in der Provenienzforschung. Das grundlegende Referat von UWE HARTMANN (Magdeburg, <em>Provenienzforschung: Nur eine Aufgabe des Staats?<\/em>) stellte die ethisch-moralischen Grunds\u00e4tze im Umgang mit Objekten jeglicher Art heraus, die gesammelt, gehandelt, musealisiert und pr\u00e4sentiert werden. Die Aushandlung der Grenzen \u00f6ffentlicher und privater Verantwortung zielt letztlich auf die Frage, wo sie gemeinsam wahrgenommen werden soll und kann. MARKUS ZEPF (Leipzig, <em>Neupert, R\u00fcck, Gurlitt. Private und \u00abhalb\u00f6ffentliche\u00bb Musikinstrumentensammlungen zwischen den Kriegen<\/em>) verwies auf die Bedeutung akademischer Sammlungen am Beispiel Freiburg i. Br. und Heidelberg. Dabei machte er auch die vielf\u00e4ltigen und wichtigen Verbindungen zu N\u00fcrnberg und dem Netzwerk um die Sammler R\u00fcck sichtbar. Neben den Instrumenten selbst geben auch erworbene und gehandelte Zubeh\u00f6rteile, ikonographische sowie musikwissenschaftliche Literatur Aufschluss \u00fcber das je unterschiedliche Profil konkurrierender Sammlungen. LINDA ESCHERICH (N\u00fcrnberg, <em>Provenienzforschung auch jenseits von Raubkunst und Restitution \u2013 das \u00abR\u00fcck-Portal\u00bb<\/em>) stellte das <em>R\u00fcck-Portal<\/em> vor, welches das weitverzweigte Netzwerk um die Sammlung R\u00fcck virtuell abzubilden trachtet. So wird es beispielsweise aufgrund jener Dokumente, die Angebot, Sch\u00e4tzung und Kauf von Instrumenten festhalten, m\u00f6glich, einen historischen Preisspiegel nachzuzeichnen. Durch das <em>R\u00fcck-Portal<\/em> ist es demnach m\u00f6glich, umfangreiche Informationen zu erhalten, etwa zu Fragen der Zuschreibung, der Provenienz, der Geschichten individueller Instrumente und ihres Erwerbs. MONIKA L\u00d6SCHER (Wien, <em>Provenienzforschung in der Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthistorischen Museums Wien<\/em> [KHM]) erl\u00e4uterte die historischen Voraussetzungen f\u00fcr die Errichtung der Kommission f\u00fcr Provenienzforschung und f\u00fcr die Beschliessung des Kunstr\u00fcckgabegesetzes in Wien. Anhand der systematischen und proaktiven Provenienzforschung in der Sammlung alter Musikinstrumente im KHM wurde beispielhaft deutlich, wie mit der Geschichte von Sammlungen in und aus der NS-Zeit umgegangen werden kann.<\/p>\n<p>Auf die Schwierigkeiten bestimmter Provenienzen machte zuletzt CONNY RESTLE (Berlin) aufmerksam (<em>Der Erwerb der Sammlungen Wildhagen, Bitter und Paur durch Alfred Berner in den Jahren 1957 bis 1962 f\u00fcr das Berliner Musikinstrumenten-Museum<\/em>). Am Berliner Beispiel wurde die problematische Situation hinsichtlich des Ankaufs und Fortbestandes im Berlin der Nachkriegszeit erl\u00e4utert. Damit zusammen h\u00e4ngt die Frage, ob und inwiefern diese spezifische Situation in das bestehende Pr\u00e4sentations- aber auch Forschungskonzept des Museums, gerade vor dem Hintergrund einer h\u00e4ufig unklaren Provenienz, zu integrieren w\u00e4re.<\/p>\n<p>Alle Beitr\u00e4ge der Tagung verdeutlichten die Dringlichkeit der Thematik und ihrer methodischen Bew\u00e4ltigung, innerhalb, aber auch jenseits \u00f6ffentlicher Ausstellungsr\u00e4ume. Die Sammlung R\u00fcck sowie das angegliederte Projekt des GNM erh\u00e4lt in diesem Kontext modellhaften Status, indem es sich den unangenehmen, gleichwohl notwendigen Fragen nicht nur stellt, sondern mit dem <em>R\u00fcck-Portal<\/em> aktiv an deren L\u00f6sung arbeitet. Mit der internationalen Ausrichtung der Tagung, die einen fruchtbaren Dialog zwischen Musikwissenschaftlern, Organologen, Restauratoren und Konservatoren, Kuratoren und privaten Sammlern Vorschub erm\u00f6glichte, wurde ein wichtiger Weg beschritten, neue Netzwerke auch nachhaltig zu gestalten. Die von der Tagung ausgehenden Anregungen zu einer neuen Museologie der Musikinstrumentensammlungen, die einvernehmliche Ziele formulieren, nachhaltige Koalitionen bilden und Zukunftsvisionen pr\u00e4sentieren kann, helfen nicht zuletzt, auch die Politik und Kulturf\u00f6rderung f\u00fcr das im Grunde so selbstverst\u00e4ndliche Thema \u00abMusik\u00bb zu begeistern und zu \u00fcberzeugen. Eine Open-Access-Publikation der Beitr\u00e4ge f\u00fcr <a href=\"https:\/\/books.ub.uni-heidelberg.de\/arthistoricum\/partner\/index\/gnm\"><em>arthistoricum.net &#8211; ART-Books<\/em><\/a> ist bereits in Planung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"\/de\/berichte\/tagungen\/2017\/musiksammlungen-tagung-nuernberg\/content\/08\/text_files\/file\/document\/Tagung_Sammlung_Rueck.pdf\"><strong>Link zum Tagungsprogramm (PDF)<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Una conferenza internazionale a Norimberga si \u00e8 concentrata sulle questioni relative alle collezioni pubbliche e private di strumenti musicali. Tra i numerosi relatori, Martin Kirnbauer di Basilea.<\/strong><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":8981,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[28,1540],"tags":[5231,5230],"class_list":["post-8980","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte","category-tagungen","tag-martin-kirnbauer","tag-musikinstrumentensammlungen"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Private Passion - Public Challenge - Schweizer Musikzeitung<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Eine internationale Konferenz besch\u00e4ftigte sich in N\u00fcrnberg mit Fragen zu \u00f6ffentlichen und privaten Musikinstrumentensammlungen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"it_IT\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Private Passion - Public Challenge - Schweizer Musikzeitung\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eine internationale Konferenz besch\u00e4ftigte sich in N\u00fcrnberg mit Fragen zu \u00f6ffentlichen und privaten Musikinstrumentensammlungen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Schweizer Musikzeitung\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2017-07-17T23:00:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-08-07T13:09:09+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/gnm.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"554\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"415\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Musikzeitung-Redaktion\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@smusikzeitung\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@smusikzeitung\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Scritto da\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Musikzeitung-Redaktion\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Tempo di lettura stimato\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12 minuti\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge\"},\"author\":{\"name\":\"Musikzeitung-Redaktion\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712\"},\"headline\":\"Private Passion &#8211; Public Challenge\",\"datePublished\":\"2017-07-17T23:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2025-08-07T13:09:09+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge\"},\"wordCount\":2178,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/gnm.jpg\",\"keywords\":[\"Martin Kirnbauer\",\"Musikinstrumentensammlungen\"],\"articleSection\":[\"Berichte\",\"Tagungen\"],\"inLanguage\":\"it-IT\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge\",\"name\":\"Private Passion - Public Challenge - Schweizer Musikzeitung\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/gnm.jpg\",\"datePublished\":\"2017-07-17T23:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2025-08-07T13:09:09+00:00\",\"description\":\"Eine internationale Konferenz besch\u00e4ftigte sich in N\u00fcrnberg mit Fragen zu \u00f6ffentlichen und privaten Musikinstrumentensammlungen.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"it-IT\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"it-IT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/gnm.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/gnm.jpg\",\"width\":554,\"height\":415},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/berichte\\\/2017\\\/07\\\/private-passion-public-challenge#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Private Passion &#8211; Public Challenge\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\",\"name\":\"Schweizer Musikzeitung\",\"description\":\"Die f\u00fchrende sparten\u00fcbergreifende Monatszeitung in der Schweiz f\u00fcr musikalische Fragen.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"it-IT\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#organization\",\"name\":\"Schweizer Musikzeitung\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"it-IT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png\",\"width\":1400,\"height\":279,\"caption\":\"Schweizer Musikzeitung\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/SchweizerMusikzeitung\\\/\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/smusikzeitung\",\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/musikzeitung.ch\\\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712\",\"name\":\"Musikzeitung-Redaktion\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"it-IT\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/05\\\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/05\\\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/05\\\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg\",\"caption\":\"Musikzeitung-Redaktion\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/www.musikzeitung.ch\\\/it\\\/author\\\/admin\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Passione privata - Sfida pubblica - Schweizer Musikzeitung","description":"Una conferenza internazionale a Norimberga si \u00e8 concentrata sulle questioni relative alle collezioni pubbliche e private di strumenti musicali.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge\/","og_locale":"it_IT","og_type":"article","og_title":"Private Passion - Public Challenge - Schweizer Musikzeitung","og_description":"Eine internationale Konferenz besch\u00e4ftigte sich in N\u00fcrnberg mit Fragen zu \u00f6ffentlichen und privaten Musikinstrumentensammlungen.","og_url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge\/","og_site_name":"Schweizer Musikzeitung","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/","article_published_time":"2017-07-17T23:00:00+00:00","article_modified_time":"2025-08-07T13:09:09+00:00","og_image":[{"width":554,"height":415,"url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/gnm.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Musikzeitung-Redaktion","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@smusikzeitung","twitter_site":"@smusikzeitung","twitter_misc":{"Scritto da":"Musikzeitung-Redaktion","Tempo di lettura stimato":"12 minuti"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge"},"author":{"name":"Musikzeitung-Redaktion","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/person\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712"},"headline":"Private Passion &#8211; Public Challenge","datePublished":"2017-07-17T23:00:00+00:00","dateModified":"2025-08-07T13:09:09+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge"},"wordCount":2178,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/gnm.jpg","keywords":["Martin Kirnbauer","Musikinstrumentensammlungen"],"articleSection":["Berichte","Tagungen"],"inLanguage":"it-IT"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge","name":"Passione privata - Sfida pubblica - Schweizer Musikzeitung","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/gnm.jpg","datePublished":"2017-07-17T23:00:00+00:00","dateModified":"2025-08-07T13:09:09+00:00","description":"Una conferenza internazionale a Norimberga si \u00e8 concentrata sulle questioni relative alle collezioni pubbliche e private di strumenti musicali.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge#breadcrumb"},"inLanguage":"it-IT","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"it-IT","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge#primaryimage","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/gnm.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/gnm.jpg","width":554,"height":415},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/berichte\/2017\/07\/private-passion-public-challenge#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Private Passion &#8211; Public Challenge"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#website","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/","name":"Giornale musicale svizzero","description":"Il principale mensile interdisciplinare della Svizzera per le questioni musicali.","publisher":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"it-IT"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#organization","name":"Giornale musicale svizzero","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"it-IT","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/SMZ_Schriftzug_Sprache.png","width":1400,"height":279,"caption":"Schweizer Musikzeitung"},"image":{"@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/SchweizerMusikzeitung\/","https:\/\/x.com\/smusikzeitung","https:\/\/www.instagram.com\/musikzeitung.ch\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/#\/schema\/person\/b2fd892c800856270b9dcc6001265712","name":"Redazione Musikzeitung","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"it-IT","@id":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg","url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/usericon_musikzeitung-96x96.jpg","caption":"Musikzeitung-Redaktion"},"url":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/author\/admin"}]}},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8980","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8980"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8980\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":66780,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8980\/revisions\/66780"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8981"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikzeitung.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}