Handschriften Bachs, Gottscheds und Telemanns aufgefunden

Im Stadtarchiv Leipzig sind bislang unbekannte Akten zur Leipziger Kirchenmusik aufgefunden worden, darunter Handschriften von Bach, Gottsched und Telemann.

Präsentation der Handschriftenfunde im Stadtarchiv Leipzig (Foto: Christian Kern)

Die Akten enthalten Briefe und Bewerbungsschreiben Leipziger Studenten und liefern neue Erkenntnisse zur Organisation von Johann Sebastian Bachs Kantatenaufführungen. Erstmals belegen die Quellen, dass der Leipziger Rat studentische Sänger und Instrumentalisten gezielt durch Stipendien förderte: »Die Leipziger Kirchenmusik beruhte nicht allein auf künstlerischer Exzellenz, sondern auf einer funktionierenden kommunalen Förderstruktur«, so Musikwissenschaftler Bernd Koska.

Als herausragender Fund gilt ein bislang unbekanntes Zeugnis Johann Sebastian Bachs von 1740 für seinen bevorzugten Bassisten Gottlob Friedrich Türsch. Zudem fanden sich das älteste erhaltene Bewerbungsschreiben Georg Philipp Telemanns sowie ein Zeugnis Johann Christoph Gottscheds für Johann Friedrich Doles.

Die Funde gelangen Projektmitarbeiter Bernd Koska im Rahmen des Forschungsprojekts »Forschungsportal BACH« der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig mit Sitz am Bach-Archiv Leipzig. Das Stadtarchiv Leipzig präsentiert die Funde noch bis zum 23. April im Rahmen einer Sonderausstellung.

Mehr Infos:
https://www.leipzig.de/newsarchiv/news/handschriften-von-j-s-bach-j-c-gottsched-und-g-p-telemann-im-stadtarchiv-leipzig-entdeckt

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