Porträtkonzert von Bettina Skrzypczak in München

Auf Einladung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste präsentierte sich Bettina Skrzypczak in der Münchner Residenz mit einem Porträtkonzert unter dem Motto «Komponieren im Zeichen der Verantwortung».

Uraufführung von Bettina Skrzypczaks «A Dialogue between the Soul and Body» am 5. Mai 2026 in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München. Foto: BAdSK

Mit Kompositionen aus den letzten 25 Jahren gab es einen lebendigen Einblick in ihr reichhaltiges Kammermusikschaffen. Auf dem Programm standen fünf Werke: Das viel gespielte Flötensolo Mouvement aus dem Jahr 1999, die stachelig-virtuose Scène I für Violine und Violoncello, das Klaviersolo Daphnes Lied, komponiert 2002 für Massimiliano Damerini und die Biennale Venedig, die beim Musikfestival Bern 2023 uraufgeführte Canzona ad astra für Bariton, Klarinette und Violoncello über Textfragmente des Astronomen Johannes Kepler, sowie, als Uraufführung, A Dialogue between the Soul and Body, ein Kompositionsauftrag der Akademie.

Dem neuen Werk liegt ein Text des englischen Barockdichters und Politikers Andrew Marvell zugrunde, der die Widersprüche zwischen Körper und Seele als ein konfliktreiches Mit- und Gegeneinander ohne Ausweg beschreibt. Ein zeitlos aktuelles Thema, nicht nur für heutige Psychologen. Der Text inspirierte die Komponistin zu einem deklamatorisch gestenreichen Duett in Form von Rede und Gegenrede, wobei die ineinander verzahnten Stimmen von den fünf Instrumenten lebhaft kommentierend unterstützt werden. Mit Maud Niklas (Sopran), Robert Koller (Bariton) und den Musikern des Münchner Ensembles der/gelbe/klang unter der Leitung von Peter Hirsch wurde das Werk zum grossen Publikumserfolg.

In einem halbstündigen Gespräch mit dem Komponisten und Akademiemitglied Nikolaus Brass erhielt Bettina Skrzypczak ausserdem die Gelegenheit, ausführlich über ihre Werke und ihre künstlerischen Auffassungen zu sprechen.

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