Universität zu Köln übernimmt Briefe von Max Bruch
Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität zu Köln hat für 95’000 Euro ein Briefkonvolut des Komponisten Max Bruch angekauft.

Bruch war ein aus Köln stammender Komponist und ist neben Jacques Offenbach der wahrscheinlich berühmteste Komponist der Stadt. Seine Schaffensphase lag in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zwar gelangte Bruch nicht zur Bekanntheit seines Zeitgenossen Johannes Brahms, sein erstes Violinkonzert wurde aber zu einem Welt-Hit und gehört zum festen Violin-Konzertrepertoire.
Die Briefe umfassen die Korrespondenz zwischen Max Bruch und seinem Berliner Kollegen Ernst Rudorff. Neben Einblicken in Bruchs Schaffensprozess enthalten die Briefe zahlreiche Informationen über das deutsche Musikleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und insbesondere deren Verflechtung mit kulturhistorischen und politischen Vorgängen ihrer Zeit. So werden etwa Themen wie Antisemitismus und Militarismus verhandelt, was das Konvolut zu einer historisch äusserst wertvollen Sammlung macht.
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