Erschreckende Zahlen zur Gesundheit Musikstudierender

Die Uni Osnabrück hat 2016/17 Musikstudierende zu körperlichen und mentalen Beschwerden befragt, mit erschreckendem Ergebnis. Mit einem Forschungsprojekt will sie nun gegensteuern.

Gesundheitsvorsorge: In der Musik nötiger denn je. Bild: Pascal Widmer

Laut Christoph Louven vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück waren rund 30 Prozent der Studierenden von musizierbedingten körperlichen Schmerzen betroffen; etwa 27 Prozent litten unter einer leistungseinschränkenden Auftrittsangst. Es sei zudem deutlich geworden, dass es trotz dieser hohen Prävalenzen im Studium keinerlei Angebote und Strukturen gibt, um aufkommende Probleme rechtzeitig zu erkennen, so Louven. Dies steigert ihm zufolge das Risiko, dass sich beruflich und persönlich existenzielle Krisen entwickeln.

Für die rund 250 Musikstudierenden an der Universität Osnabrück soll daher ein Angebot aus Lehrveranstaltungen, Workshops und Beratung geschaffen werden, das musikerspezifischen Beschwerden in körperlicher wie mentaler Hinsicht rechtzeitig vorbeugt. Es soll darüber hinaus ein lebenslanges, gesundes Musizieren ermöglichen. Ausserdem sollen die Studierenden in ihrer späteren Berufstätigkeit als Musik-Lehrkräfte die erworbenen Kompetenzen auch an ihre künftigen Schülerinnen und Schüler weitergeben.

Unter dem Titel «Gesund musizieren: Körperliche und mentale Gesundheitsförderung für Musikstudierende» soll das Forschungsprojekt der Uni frühzeitig gegensteuern. Das Vorhaben ist auf 2,5 Jahre angelegt und wird von der Techniker Krankenkasse mit 75’000 Euro gefördert.

Originalartikel:
https://www.uni-osnabrueck.de/campusleben/uni-news/detailseite-news/2026/09/gesund-musizieren-koerperliche-und-mentale-gesundheitsfoerderung-fuer-musikstudierende

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