Kultursektor wächst schneller als Gesamtwirtschaft

2024 wurde mit fast 70’000 Kulturunternehmen in der Schweiz ein Höchstwert erreicht. Die Kulturuntenehmen werden aber immer kleiner und haben weniger Beschäftigte.

Beflaggte Fassade des Bundeshauses in Bern. Foto: william87/depositphotos.com

Die Anzahl der Kulturunternehmen belief sich 2024 laut der Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik auf 69 441. Dies ist eine Zunahme um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein neuer Höhepunkt seit dem ersten Statistikjahr 2011. Gegenüber 2019, also vor der Covid-19-Pandemie, zählte die Schweiz 7,2 Prozent mehr Kulturunternehmen – und ein Viertel mehr als 2011. In der Gesamtwirtschaft stieg die Anzahl Unternehmen demgegenüber seit 2011 um nur 15,6 Prozent. Der Anteil an Kulturunternehmen nimmt dabei zu: Stellten sie 2011 noch 9,8 Prozent aller Firmen, waren es 2019 10,5 Prozent und 2024 10,7 Prozent.

Die Zunahme zwischen 2023 und 2024 war im Sektor Kulturerbe und in den Darstellenden Künsten deutlich, in den Kreativbereichen Audiovision und Multimedia sowie Werbung sogar markant. Im Kunsthandwerk ging die Anzahl Unternehmen leicht zurück, während sie im Bereich Buch und Presse deutlich abfiel. In Letzterem zählte man 2024 sogar 12,3 Prozent weniger Unternehmen als noch 2019, wobei dieser Wert bereits seit 2015 kontinuierlich sank.

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft, in der die Anzahl Beschäftigte seit 2011 stärker zunahm, beobachtet man eine langsame Schrumpfung des Kultur-Anteils: 2011 stellte der Kultursektor noch 4,7 Prozent aller Beschäftigten, 2019 waren es 4,4 Prozent, und 2024 4,2 Prozent, trotz steigender Anzahl Kulturunternehmen. Die immer zahlreicheren Unternehmen im Kultursektor werden somit immer kleiner.

Mehr Infos: https://www.bfs.admin.ch/news/de/2026-0198

 

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