Klang der Stille

Zwei geistliche Chorstücke von Arvo Pärt, einmal a cappella, einmal mit Klavier.

Arvo Pärt 2014. Foto: Birgit Püve / Arvo Pärt Centre

Der estnische Komponist Arvo Pärt feierte diesen September seinen 90. Geburtstag. Über seinen Stil, der sich Ende der 1980er-Jahre ausgeprägt hat, sagt er selbst: «Tintinnabulation ist ein Bereich, in den ich manchmal eintauche, wenn ich nach Antworten suche – in meinem Leben, meiner Musik, meiner Arbeit. (…) Das Komplexe und Vielschichtige verwirrt mich nur, und ich muss nach Einheit suchen …»

Zwei seiner aktuellsten Chorwerke sind das deutsche Vater unser und die Motette O Holy Father Nicholas. Letztere schrieb er zur Wiedereinweihung der am 11. September 2001 zerstörten St. Nicholas Greek Orthodox Church am National Shrine am Ground Zero in New York. Klangvolle, bereichernde zehn Minuten im typischen Pärt-Stil a cappella. Das Vater unser dagegen ist eher untypisch für ihn, aber nicht minder eindrucksvoll. Zu den bisherigen Versionen für Stimme und Klavier und für Chor, Klavier und Streichorchester wurde nun diese neue, auch für Laienchöre gut ausführbare Version für Chor und Klavier von der Universal Edition Wien herausgegeben.

Arvo Pärt: Vater unser, für gemischten Chor und Klavier, UE 38005, € 8.95, Universal Edition, Wien

Id.: O Holy Father Nicholas, für gemischten Chor a cappella, UE 38114, € 13.95

 

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