Wirkung neuer Konzertformate klassischer Musik
Ein Team des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) und der Uni zu Köln weist nach, dass unterschiedliche Konzertformate Erleben, Verhalten und Körperreaktionen des Publikums beeinflussen.

Insgesamt nahmen 802 Personen an der Studie teil, die aus elf Kammermusikkonzerten mit denselben drei Streichquintetten bestand, die jedoch mit unterschiedlichen Formatkomponenten realisiert wurden. Mithilfe von Fragebögen, physiologischen Messungen und Kameras wurden das individuelle Erleben und Verhalten erfasst. Dazu mass das Team unter anderem die Herzfrequenz, wertete Emotionen aus, die sich über den Gesichtsausdruck zeigten und erhob die Bewertung, das Gemeinschaftserleben und weitere Erlebensdimensionen.
Die Studie ist Teil des umfassenden Forschungsprojekts «Experimental Concert Research», in dessen Rahmen Erkenntnisse über das Musik-Erleben im Konzert gewonnen werden. Mit den Ergebnissen mehrerer experimenteller Live- sowie gestreamter Konzerte möchte das Team ein grösseres, empirisch gestütztes Modell des Musik-Erlebens im Konzert etablieren.
