Kopiervergütungen sollen bestehen bleiben

Suisseculture, der Dachverband der Schweizer Kulturschaffenden, ist erfreut, dass die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates von einer Abschaffung der Kopiervergütungen absieht.

Die Kopiervergütungen sind laut Suisseculture ein von den Verwertungsgesellschaften professionell und pragmatisch geführtes System. Sie würden eine Wertschöpfung mit geschützten Inhalten erfassen. Suisseculture zeigt sich darum in einem aktuellen Communiqué froh darüber, dass die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrats einen Vorstoss von SVP-Nationalrat Thomas Aeschi zur Ablehnung empfiehlt. Aeschi will via parlamentarische Initiative das «ungerechte und verstaubte Modell der Kopiervergütung» abschaffen.

Suisseculture spricht sich demgegenüber für Vereinfachungen bei der Datenbeschaffung und eine Überprüfung der Vergütungssumme aus. Angesichts der tatsächlichen Nutzungsmengen geschützter Inhalte empfindet der Verband den heutigen Betrag als «sehr bescheiden».

Suisseculture empfiehlt dem Nationalrat, Aeschis Vorstoss keine Folge zu geben und damit dem Antrag der WBK zu folgen. Zu Annahme empfohlen wird hingegen ein Postulat mit dem Titel «Modernisierung der Kopiervergütung», das weitere Abklärungen vorsieht.  Erst danach sei über einen allfälligen gesetzgeberischen Handlungsbedarf zu entscheiden.

 

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