Tod des Drehleier-Pioniers René Zosso

Der Genfer Drehleierspieler René Zosso, der die Möglichkeiten des Instruments sowohl mit Pierre Schaeffer als auch mit Jordi Savall oder René Clemencic erforscht hat, ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Foto: Manuel Braun (Ausschnitt, Link s. unten)

Der 1935 in Genf geborene René Zosso gilt als Pionier der Wiederentdeckung der Drehleier.  Erste Konzerte gab er mit dem Instrument bereits 1962. Dabei interessierte ihn weniger das ursprüngliche Repertoire der Drehleier als vielmehr deren allgemeine klangliche Möglichkeiten. In den 1960er- und 1970er-Jahren arbeitete er deshalb sowohl mit dem Musique-concrète-Begründer Pierre Schaeffer als auch mit Mittelalter-Ensembles zusammen. 

Kollaborationen ergaben sich dabei mit dem Österreicher René Clemencic, einem weiteren Spezialisten für mittelalterliche Musik. Dessen Erforschungen der Alten Musik bereicherte er dank seiner Kenntnis der Prosodie des Französischen, Lateins und alter mediterraner Dialekte. Um die Jahrtausendwende partizipierte er auch an zahlreichen Projekten von Jordi Savall.

 

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