Unbekannte Fassungen von Strauss‘ «Salome»

Das Projekt «Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss» der Bayerischen Akademie der Wissenschaften legt zwei unbekannte Fassungen der «Salome» und eine Neuausgabe von «Elektra» vor.

Gertrude Hoffmann als Salome. Foto: F. C. Bangs 1908 (Nachweis s. unten)

«Salomé» in französischer Sprache war Richard Strauss ein besonderes Anliegen: Er wollte mehr als eine blosse (Rück-)Übersetzung vorlegen. Daher griff er auf den französischen Originaltext des Theaterstücks von Oscar Wilde zurück und schrieb die Gesangsstimmen vollständig neu, um sie perfekt an die Prosodie der Sprache anzupassen – ein singulärer Fall in der Operngeschichte. Diese ganz anders klingende Fassung liegt nun erstmals als Partitur gedruckt vor.

Auch die «Dresdner Retouchen-Fassung» von 1929/30 ist Teil des neuen «Salome»-Bandes: eine Einrichtung für lyrischen Sopran in der Titelrolle, die 1930 in Dresden mit Maria Rajdl unter der Leitung des Komponisten Premiere feierte. Strauss lichtete hierfür gezielt die Orchesterbegleitung der Titelrolle, um diese mit einer lyrischen statt (wie üblich) dramatischen Stimme besetzen zu können.

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