Jordi Savall mit Ernst-von-Siemens-Musikpreis geehrt

Der Ernst-von-Siemens-Musikpreis 2026 geht an den Musiker Jordi Savall, der von 1974 bis 1992 an der Schola Cantorum Basiliensis Viola da Gamba unterrichtete.

Jordi Savall (Bild: Georges Seguin)

Savall studierte zunächst in Barcelona Violoncello, bis er infolge seiner Begeisterung für die Musik der Renaissance die Viola da Gamba zu seinem Instrument erkor. Er schloss sein Studium in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis ab, an der er später selbst Viola da Gamba unterrichten sollte. Seit den späten 1960er-Jahren habe er sich unermüdlich für die Alte Musik eingesetzt. Nicht nur als Interpret, sondern auch als Wissenschaftler, der Handschriften des Mittelalters und der Renaissance erforschte, schreibt die Ernst-von-Siemens-Muskikstiftung. Savall erhält den mit 250’000 Euro hochdotierten Preis 2026 für sein Lebenswerk.

Der Ernst-von-Siemens-Musikpreis wird seit 1973 von der privaten Ernst-von-Siemens-Musikstiftung, die ihren Sitz in der Schweiz hat, alljährlich vergeben. Die Stiftung fördert Kompositionsaufträge, Festivals, Konzerte mit Ur- und Wiederaufführungen, Akademien, Symposien und die Herausgabe musikwissenschaftlicher Schriften. 2026 erhöht sie erneut das Förderbudget und vergibt insgesamt 4,3 Millionen Euro an Fördermitteln. Der grösste Anteil der Fördersumme geht mit 3,3 Millionen Euro an zeitgenössische Musikprojekte weltweit.

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