Streaming zerstört weltweit Einkommen der Musikbranche

Laut einer Studie des Oxford Internet Institute und der Universität Groningen leiden Musiker weltweit unter der praktisch totalen Zerstörung ihrer Einkommen durch Streaming.

 

Streamingdienste (Bild: flickr)

Auf der Grundlage einer Umfrage unter rund 1200 Musikern kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich Künstler in einem sogenannten «Streaming-Paradoxon» gefangen fühlen: Dank Streaming war es noch nie so einfach, sichtbar zu sein, doch ein angemessenes Einkommen bleibt unerreichbar. Gleichzeitig berichten Musiker, dass sie einem wachsenden Druck ausgesetzt sind, zu Content-Erstellern und Publikumsmanagern zu werden, die ständig Beiträge veröffentlichen, mit ihrem Publikum interagieren und Werbung betreiben – nur um wahrgenommen zu werden.

Das auffälligste Ergebnis der Studie ist jedoch, wie unterschiedlich Musiker in verschiedenen Ländern denselben Druck erleben. In Nigeria gaben 83 Prozent der Musiker an, dass sich ihre Karriere seit dem Aufkommen des Streamings verbessert habe. In den Niederlanden sagten dies nur 14 Prozent. Es gibt auch interessante Unterschiede zwischen Genres und Generationen. Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass Kultur, Erwartungen und der wirtschaftliche Kontext die Art und Weise, wie Künstler sich im Zeitalter der Plattformen zurechtfinden, auf grundlegend unterschiedliche Weise prägen.

Originalbeitrag:
https://www.eurekalert.org/news-releases/1123042

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