Unisono besorgt über Situation der Bodensee Philharmonie

Angesichts der noch unbesetzten Intendantenstelle bei der Bodensee Philharmonie wendet sich die Deutsche Orchestergewerkschaft Unisono in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Konstanz.

Bodensee Philharmonie (Bild: Bodensee Philharmonie)

Hintergrund sei vor allem, dass bislang kein öffentlich kommuniziertes Findungsverfahren eingeleitet wurde, schreibt Unisono. Selbst wenn übergangsweise eine Interimslösung angestrebt werden würde, entbinde dies nicht «von der Notwendigkeit, parallel ein reguläres, transparentes Auswahlverfahren durchzuführen». Weder die Gründe für das Ausbleiben eines Findungsverfahrens noch die strategischen Überlegungen der Stadt seien nachvollziehbar kommuniziert worden, Ein solcher Umgang mit einer zentralen Leitungsfunktion eines kommunalen Orchesters sei ungewöhnlich, intransparent und erklärungsbedürftig.

Eine öffentliche Debatte über die kulturpolitische Ausrichtung der Stadt Konstanz sei überfällig, so Unisono weiter. Diese Diskussion betreffe sowohl die Öffentlichkeit als auch die Beschäftigten. Beide bräuchten ein klares Bekenntnis, dass die Stadt weiterhin uneingeschränkt hinter ihrem Orchester stehe.

Die Bodensee Philharmonie Konstanz wurde 1932 gegründet. Sie gehört zu den wichtigsten Kulturträgern des deutschen Südwestens, prägt das kulturelle Angebot der Universitätsstadt Konstanz und stellt auch im Konzertleben der Schweiz eine wichtige Grösse dar. Mit über 60 fest angestellten Musikern erreicht das Orchester bei über 100 Konzerten pro Jahr rund 80’000 Menschen.

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