Verbindung zwischen Schmerz und Kreativität

Ein Team unter Beteiliung der Uni Zürich und der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich ist den Zusammenhängen zwischen Schmerz und Kreativität nachgegangen.

Universität Zürich (Bild: Leonhard Lenz/Public Domain)

Kreatives Handeln und Schmerz sind laut dem Team mit komplexen sensorischen und emotionalen Erfahrungen verbunden, was auf mögliche Überschneidungen zwischen ihren neuronalen Netzwerkmodellen, Lernregeln und exekutiven Funktionen hindeutet. Die Identifizierung und Charakterisierung dieser Gemeinsamkeiten könnte das Potenzial von Kreativität als therapeutischer Ansatz in der Schmerzbehandlung verdeutlichen.

In einem aktuellen Artikel in der Fachzeitschrift Neuroscience & Biobehavioral Reviews stellt das Team Herausforderungen vor, die sich aus der aktuellen Forschung ableiten. Es hebt mehrere relevante Komponenten hervor, darunter physiologische Mechanismen, neuronale Netzwerkmodelle, Lernregeln und die Vorteile eines mehrstufigen Ansatzes, darunter zum Umgang mit Beeinträchtigungen der exekutiven Funktionen mit Schmerzsensibilisierung bei neurologischen Entwicklungsstörungen und klinischen Erkrankungen, wie Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und Autismus-Spektrum-Störungen.

Der Artikel zitiert zahlreiche Studien, die kreativen Ausdruck wie bildende Kunst und Musik mit verringerter Schmerzwahrnehmung in Verbindung gebracht haben, was darauf hindeutet, dass ganzheitliche, therapeutische Ansätze, die beides integrieren, nicht nur möglich, sondern auch erforschenswert sind. Schliesslich präsentiert es einen Rahmen für zukünftige Forschung zur Beziehung zwischen Kreativität und Schmerz und bietet damit eine Orientierung für therapeutische Möglichkeiten zur Bewältigung chronischer Schmerzen durch kreative Handlungen.

Originalartikel:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0149763426001077?via%3Dihub

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