Grand Prix Musik 2026 geht an Nadja Räss

Der vom Bundesamt für Kultur vergebene und mit 100’000 Franken dotierte Schweizer Grand Prix Musik für ein Lebenswerk geht dieses Jahr an die Jodlerin Nadja Räss.

Nadja Räss (Bild: Pati Grabowicz)

Nadja Räss ist Sängerin, Gesangspädagogin und Netzwerkerin. Die 1979 geborene, in Einsiedeln aufgewachsene Musikerin gehört nach Einschätzung des Bundesamtes zu den prägendsten Stimmen der Schweizer Jodelkultur. Von 2012 bis 2018 war sie Intendantin der Klangwelt Toggenburg. Seit 2018 amtet sie als Professorin für Jodel und Volksmusik-Fachverantwortliche an der Hochschule Luzern.

In der Begründung der Jury heisst es, ihre Fähigkeit, Brücken zwischen regionalen Traditionen, aktuellen künstlerischen Ausdrucksformen und internationalen Perspektiven zu schlagen, mache sie zu einer wichtigen Gestalt der Schweizer Musik. Als erste Grand Prix Musik-Trägerin aus dem Feld der Schweizer Volksmusik werde ihr langjähriges Engagement in besonderer Weise sichtbar.

Die je mit 40’000 Franken dotierten Schweizer Musikpreise 2026 gehen an Domi Chansorn (Huttwil, Zürich), das Ensemble ö! (Chur), die Geigerin Esther Hoppe (Zug, Zollikerberg), das Experimentallabor  Flèche Love (Troinex , Genf), Louis Schild (Lausanne), die Akkordeonistin Patricia Draeger (Zug, Meierskappel ) und Ruedi Häusermann (Lenzburg).

Mit je 25’000 Franken dotierte Spezialpreise Musik erhalten die Café Bar Mokka (Thun), Intakt Records (Zürich) und La Via Lattea (Vacallo).

Das Bundesamt für Kultur BAK beauftragt jährlich zehn unabhängige Fachpersonen. Diese nominieren insgesamt bis zu 100 Personen, Kollektive oder Institutionen aus der Schweizer Musikszene. Die siebenköpfige Eidgenössische Jury für Musik empfiehlt danach die Gewinnerinnen sowie Gewinner des Grand Prix Musik, der sieben Schweizer Musikpreise und der drei Spezialpreise Musik. Das Bundesamt für Kultur BAK vergibt abschliessend die Auszeichnungen im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern EDI.

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