Cyprien Lengagne in Stuttgart ausgezeichnet
Dem Schweizer Cellisten Cyprien Lengagne ist in Stuttgart der Domnick-Cello-Preis 2026 zugesprochen worden. Die Auszeichnung fördert herausragende Nachwuchstalente in der Neuen Musik.

Die Jury des Domnick-Cello-Preises würdigte laut Medienmitteilung in Cyprien Lengagne einen Musiker, «der während des gesamten Wettbewerbs die ganze Bandbreite seines Talents bewiesen hat: eine brillante Technik, einen vollen und kraftvollen Klang sowie vorbildliche Reflexion und Texttreue». Nach Überzeugung der Jury steht Lengagne eine glänzende Zukunft in der Musikwelt bevor.
Der 2000 geborene Lengagne studierte Cello am Konservatorium von Lausanne und an der Haute École de Musique de Lausanne. Die Studien setzte er an der International Menuhin Music Academy (IMMA) fort. 2024 schloss er sich dem Jahrgang «Lili und Nadia Boulanger» der Académie Jaroussky an und im Jahr 2025 dem Elite-Programm der École Normale Alfred Cortot in Paris.
Die Jury des Wettbewerbs bestand aus Thomas Demenga (Vorsitz), dessen Werk EFEU zugleich als Pflichtstück diente, sowie aus Åsa Åkerberg, Diana Ligeti, Martina Schucan, Nicola Baroni, Tristan Cornut und Conradin Brotbek (Wettbewerbsleitung). Der Preis geht auf Greta und Ottomar Domnick zurück. Das Sammlerehepaar, das ab 1945 abstrakte Kunst erwarb, experimentelle Filme drehte und 1967 eine moderne Villa als Ort der Kunst und der Neuen Musik errichtete, gründete den Cello-Preis zur Förderung junger Cellistinnen und Cellisten.
