Aktions- und Warnstreiktag der deutschen Orchester

Rund 100 deutsche Staats- und Kommunalorchester treten heute (30. September) zeitgleich und bundesweit in den Ausstand. Sie protestieren gegen die seit 2010 bestehende Verweigerung tariflicher Lohnerhöhungen.

Aktions- und Warnstreiktag in Erfurt. Bild: DOV

Nachdem das Bundesarbeitsgericht entschieden hat, dass die Staats- und Kommunalorchester keinen einklagbaren Rechtsanspruch mehr auf die Lohnerhöhungen des öffentlichen Dienstes haben (die Schweizer Musikzeitung berichtete), verschärft sich der Ton zwischen den Sozialpartnern.

Die Orchester fordern laut einer Medienmitteilung der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) «gleichzeitig den Erhalt der weltweit einzigartigen deutschen Orchesterkultur». Das sei die grösste derartige Protestaktion seit den 1950er Jahren in Deutschland, an der unter anderem auch die Berliner Philharmoniker und weitere renommierte Spitzenorchester beteiligt seien.

Am 1. Oktober 2013 beginnen in Berlin Tarifgespräche zwischen der DOV und dem Deutschen Bühnenverein, wie die Lohnabschlüsse des öffentlichen Dienstes rückwirkend seit 2010 auf die Staats- und Kommunalorchester übertragen werden.

 

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