Deutsche hören weniger Musik

Nicht nur der Konsum von Live-Musik ist in der Pandemie praktisch auf null zurückgegangem, auch in den heimischen vier Wänden hörten die Deutschen 2020/21 rund drei Stunden weniger Musik als vor Beginn der Pandemie.

Foto: Michael A / unsplash.com (s. unten)

Forschende der Universität Hamburg und der Kühne Logistics University haben die Auswirkungen der Pandemie auf den Musikkonsum und die Ausgaben für Musik in Deutschland untersucht. Die überraschende Erkenntnis: Nicht nur der Konsum von Live-Musik ist in der Pandemie praktisch auf null zurückgegangem, auch in den heimischen vier Wänden hörten die Deutschen 2020/21 rund drei Stunden weniger Musik als vor Beginn der Pandemie.

Vor allem Radio verlor Zuhörer, profitiert hat dagegen das sogenannte Premium-Streaming. Die wöchentlichen Ausgaben für Musik gingen drastisch um fast die Hälfte zurück. Gleichzeitig zeigen sich viele bereit, auch für Live-Musik im Online-Format Geld auszugeben.

Allein der Konsum von Radio ging etwa von rund 10,5 auf acht Stunden pro Woche zurück. Mögliche Gründe für das Phänomen: Musikhören scheint für viele stark mit Mobilität verknüpft – zum Beispiel mit dem Weg zur Arbeit im Auto. Dazu kommt die starke Unterhaltungs-Konkurrenz durch Social-Media-Angebote oder Video-Streaming in den heimischen vier Wänden.

Literaturhinweis:
Denk J., Burmester A., Kandziora M., Clement M. (2022): The impact of COVID-19 on music consumption and music spending. PLOS ONE 17(5): e0267640. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0267640

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