Tod des Musikwissenschaftlers Peter Gülke

Peter Gülke, der von 1999 bis 2002 eine Professur für Musikwissenschaft an der Universität Basel innehatte, ist im Alter von 91 Jahren in seiner Heimatstadt Weimar verstorben.

Peter Gülke beim Forum Dirigieren mit Clemens Mohr und Ingmar Beck (Bild: Deutscher Musikrat/Marie Liebig)

Lydia Grün, die Präsidentin des Deutschen Musikrats, würdigt Gülke als «eine herausragende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte Massstäbe gesetzt hat – als Dirigent, Wissenschaftler, Autor und prägende Stimme der kulturellen Vermittlungsarbeit im Bereich Musik». Sein Wirken sei von höchster künstlerischer wie intellektueller Integrität geprägt gewesen. Gleichzeitig sei er ein wichtiger Impulsgeber und Mentor gewesen, dessen Urteil und Erfahrung weit über sein eigenes Fach hinaus Gewicht hatten.

Gülke studierte Musik- und Geisteswissenschaften in Weimar, Jena und Leipzig, wirkte als Repetitor und Dramaturg und wandte sich ab den späten 1950er-Jahren zunehmend dem Dirigieren zu. Er wirkte als Kapellmeister an der Semperoper Dresden und als Chefdirigent in Stendal, Potsdam, Wuppertal und der Stadt Brandenburg. Als gefragter Gastdirigent trat er international auf und lehrte Dirigieren an der Hochschule für Musik in Freiburg und Musikwissenschaft an der Universität Basel. Von 2011 bis 2014 war er Präsident der Sächsischen Akademie der Künste.

Das könnte Sie auch interessieren