Ein Digitalisierungskonzept für die musikalische Bildung
In enger Zusammenarbeit mit Expert:innen und der Delegiertenversammlung entwickelte der Verband Musikschulen Schweiz ein Digitalisierungskonzept.
Es ist als strategischer Handlungsrahmen für Musikschulen und Kantonalverbände und auch den VMS selbst gedacht und enthält Hintergrundinformationen und Empfehlungen für den digitalen Wandel in der musikalischen Bildung. Leitfrage ist die Folgende: Wie können die Chancen der Digitalisierung wirksam und sinnvoll für die musikalische Bildung und die Organisation der Schweizer Musikschulen genutzt werden? Das Konzept ist als Website angelegt. Es gibt Musikschulen Grundlagen und Empfehlungen in die Hand, und wird so zum Instrument für die Entwicklung eigener Digitalisierungs-Strategien.
KI in Musikschulen?
Richard-Emmanuel Eastes ist promovierter Pädagoge und Philosoph und arbeitet als Wissenschaftskommunikator, Berater, Dozent und Leiter der Abteilung für Bildungsentwicklung und Innovation an der HES-SO. Dort ist er auch Mitglied der KI-Steuerungsgruppe. Er beriet den VMS bei der Entwicklung eines Digitalisierungskonzepts für Schweizer Musikschulen.
Richard-Emmanuel Eastes, wie kann KI einer Musikschule nützen?
Es ist wichtig, zwischen Tools und der Umsetzung zu unterscheiden. Für den VMS ist die Umsetzung wichtig. Wir haben bei der Entwicklung des Digitalisierungskonzepts vier Kategorien definiert: die Verwaltung, den Unterricht, das musikalische Schaffen und die Kommunikation. Chatbots wie ChatGPT sind sehr hilfreich, um uns bei zeitaufwändigen Aufgaben zu unterstützen: Briefe schreiben, Protokolle verfassen und Kurzberichte erstellen. KI kann beispielsweise handgeschriebene Notizen umwandeln und uns bei der Strukturierung von Dokumenten, Kursübersichten und Stundenplänen unterstützen. Es gibt auch Tools, die anschauliche Bilder oder sogar Videos generieren. Unterdessen gibt es verschiedene spezialisierte Tools, wie zum Beispiel Metronaute (siehe Artikel auf der Fokus-Seite, Anm. d. Redaktion), die im Unterricht hilfreich sein können. Eine andere Anwendungsmöglichkeit sind Tools, die beim Finden von Ideen oder Sounds unterstützen. Auch im Bereich der Inklusion kann KI unterstützend einwirken.
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