20 Jahre MAS Musikmanagement

Der VMS entschied bereits in den 1990er Jahren: Für die musikalische Bildung in der Schweiz braucht es nicht nur professionelle Musikpädagog:innen, sondern auch ein gut ausgebildetes Führungspersonal.

Felix Bamert, ehemals Vorstandsmitglied des Verbands, gehört zu den ersten Absolventen einer solchen Weiterbildung. Als er an der Hochschule der Künste Bern die Leitung des MA in Music Pedagogy übernahm, entwickelte er den MAS Musikmanagement, eine modulare Weiterbildung, in deren Rahmen Absolvent:innen auch das Diplom als „Musikschulleiter:in VMS“ erlangen können. Der Weiterbildungsstudiengang feierte das 20. Jubiläum im November 2025 mit einem thematisch breit gefächerten Symposium.

Felix Bamert, Leiter MAS Musikmanagement und ehemaliges VMS-Vorstandsmitglied (Bild: zvg)

VMS: Felix, wenn du auf die letzten zwanzig Jahre MAS Musikmanagement zurückschaust – wie geht es dir dabei?

Felix Bamert: Es fühlt sich äusserst schön, erfüllend und bereichernd an. Es ist eine riesige Freude, dass das möglich war, mit all den Menschen; der Kooperation mit dem VMS, den Dozierenden und vor allem mit den Studierenden und Absolvent:innen. Und es ist auch eine gewisse Ehrfurcht dabei. Wir durften so viele Menschen auf ihrem Weg begleiten.

Gab es in der Weiterbildung wichtige Veränderungen in den letzten Jahren?

Ja, wir sind stets am Weiterentwickeln und quasi immer auf der Reise. Wir bieten ein CAS pro Semester an und wir versuchen neue Impulse zeitnah aufzunehmen und umzusetzen. Bei den Studierenden gibt es auch verschiedene Entwicklungen und Veränderungen: Sie bauen auf diversen Hintergründen und Laufbahnen auf, wirken noch aktiver mit, sind durchmischter geworden. Es freut mich, dass viele sich dafür interessieren, Verantwortung zu übernehmen und in die Führung zu gehen.

Es ist übrigens immer schön, ehemalige Studierende wiederzusehen, und zu hören, wo und wie sie unterwegs sind. Wir haben Absolvent:innen, die Musikschulen oder andere Institutionen leiten, und auch solche, die in die Politik eingestiegen sind. Das finde ich genial: Musiker:innen und Bildungsmanager:innen, die die Gesellschaft mitgestalten und prägen.

Woher kommt deine persönliche Motivation, dich für die Bildung und die Musik zu engagieren?

Ich habe Musik studiert, zuvor jedoch auch verschiedene andere Berufsfelder und deren Aspekte erlebt. Die Musikpädagogik und Musikmanagement haben mich dann richtig gepackt. Ich sehe darin sehr viel Spielraum und viele Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Ich bin überzeugt, wir können in diesem und durch dieses Feld gesellschaftlich echt etwas bewirken! Das möchte ich weitergeben.

An wen richtet sich der MAS Musikmanagement? Wer soll sich anmelden?

Im Prinzip jede Person mit einem musikalischen oder pädagogischen Hintergrund, die offen und neugierig ist, und die sich darauf freut, von uns und den Mitstudierenden zu lernen. Wir haben eine breite Community aufbauen können, auch gerade nach dem Studium – das möchten wir auch bewusst pflegen. Musikpädagog:innen und Musikverantwortliche haben viele Freiheiten, im Sinne von Möglichkeiten sich einzubringen und zu wirken. Damit folgt aber auch das Risiko, sich manchmal ein bisschen einsam zu fühlen. Deshalb sind Kontakte und ein regelmässiger Austausch umso wichtiger.

Eindrücke vom Symposium zum 20jährigen Jubiläum des MAS Musikmanagement (Bilder: zvg)

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