Am 31. Januar tritt das Ensemble erstmals in Zürich auf.

Groovy, lyrisch und bluesisch sei die Musik des Q-tetts, sagt Urs C. Eigenmann. Zusammen mit den Ostschweizern Erwin Pfeifer (Gitarre), Pino Buoro (E-Bass) und Micheal Neff (Trompete) sowie der Zürcher Schlagzeugerin Nicole Aravena spielt der Pianist im ersten Konzert der neuen Band in der Lebewohl-Fabrik in Zürich fast ausschliesslich eigene Stücke. Weitere Konzerte sind in Vorbereitung.

www.u-c-eigenmann.ch

Das Musikwissenschaftliche Institut der Johannes Gutenberg Universität Mainz wird erstmals im deutschsprachigen Raum das Verhältnis von Musik und Jugendkulturen auf universitärer Ebene erforschen.

SMPV

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Jugendkulturen und Szenen ist bislang überwiegend aus sozialwissenschaftlicher Perspektive erfolgt, die Musikwissenschaft, besonders im deutschsprachigen Raum, hat sich von wenigen Ausnahmen abgesehen dieses Themas bislang kaum angenommen, erklärt Thorsten Hindrichs vom Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

Das von ihm initiierte Forschungsprojekt soll dazu beitragen, diese Forschungslücke zu schliessen. Es wird der Frage nachgehen, wie sich Musik und Jugendkulturen zueinander verhalten, und Ansätze entwickeln, um die enorm vielschichtige und wechselseitige Beziehung von Musik und Jugendkulturen zu erklären.

Als Sammelbecken für künftige Forschungen auf diesem Gebiet wird sich das Projekt mit unterschiedlichen Themen befassen: Zur Sozialgeschichte des Jazz und zur deutschsprachigen Metal-Forschung sind Tagungen geplant, Teilprojekte sollen zu Metal und Theatralität, zur Jugendmusikszene im Rhein-Main-Gebiet und zur sogenannten Grauzonen-Musik eingerichtet werden.

Mehr Infos: www.facebook.com/ForschungsprojektMusikUndJugendkulturen

Bild: © contrastwerkstatt – Fotolia.com

Das Theater und Orchester Biel Solothurn hat mit Carole Trousseau-Ballif auf Beginn der Spielzeit 2013/14 eine neue Verwaltungsdirektorin. Sie übernimmt die Stelle von Marcel Falk, der die Stiftung zum Ende der Spielzeit 2012/13 verlässt und zum kammerorchesterbasel wechselt.

Carole Trousseau-Ballif ist ausgebildete Opernsängerin und Physikerin. Sie studierte an der Hochschule für Musik Köln und an der Ecole Polytechnique Fédérale Lausanne. Im Anschluss war sie mehrere Jahre als Beraterin bei Pricewaterhousecoopers/IBM in Düsseldorf sowie als Leiterin des operationellen Risikomanagements bei PostFinance in Bern tätig.

Zurzeit arbeitet Frau Trousseau-Ballif am Bundesamt für Statistik in Neuchâtel, wo sie seit 2007 als Produktionschefin der Betriebszählung arbeitet. Darüber hinaus hat sie einen Abschluss als Master of Business Administration an der HEC der Universität Lausanne erworben.

Mit der Besetzung der Verwaltungsdirektion ist die neue Geschäftsleitung TOBS mit Ausnahme der Leitung Konzerte komplett. Der Stiftungsrat «ist erfreut, dass für diese wichtige Position in der neugegründeten Stiftung eine schnelle Lösung mit einer überzeugenden Persönlichkeit gefunden wurde». Auf diese Weise sei ein fliessender Übergang möglich.
 

Das Tessiner Sommerfestival Jazz Ascona kämpft mit Besucherschwund. Ein neues Konzept soll den Anlass – die 29. Ausgabe geht vom 21. bis 29. Juni 2013 über die Bühnen – revitalisieren.

Laut lokalen Pressemeldungen soll das Festival zwischen Sonntag und Donnerstag neu frei zugänglich sein. An den andern Tagen wird der Eintritt zur Seepromenade weiterhin kostenpflichtig bleiben. Zudem werden neben dem Lungolago weitere Konzertlokalitäten genutzt.

Höhepunkte des diesjährigen Programms sind laut Direktor Nicolas Gilliet die Gospelgruppe The Blind Boys of Alabama, der Gitarrist Robben Ford und The Original Tuxedo aus New Orleans.

Seit 2009 gehen die Besucherzahlen des Festivals zurück. Letztes Jahr sind 60’000 Eintritte verzeichnet worden, verglichen mit dem Vorjahr ein Rückgang von rund 15 Prozent. Jazz Ascona hat ein Budget von rund 1,8 Millionen Franken.

 

Beethovens Meisterwerke ganz schlicht

In einem Projekt spielen neun Schweizer Pianistinnen und Pianisten Beethovens sinfonisches Werk auf dem Klavier und setzen ihm moderne Musik gegenüber. Ein Konzertbericht vom 18. Januar in Bern und ein Interview.

«Mit Mühe beherrschte ich meine Erregung, als ich die Treppe zu der ärmlichen Wohnung hinaufstieg, in der der grosse Mann lebte. Als ich die Tür öffnete, befand ich mich in einer Art Verschlag, der nicht nur schmutzig war, sondern sich auch in schrecklicher Unordnung befand.» Mit diesen Worten erinnerte sich Gioacchino Rossini an einen Besuch bei Ludwig van Beethoven. Stellen wir uns weiter vor, wie Beethoven mittendrin an seinem Hausinstrument, vielleicht einem Clavichord, sass und komponierte: Vor ihm verstreut lagen Blätter mit skizzierten Themenköpfen, Motivideen und Melodiefragmenten. Auf dem Clavichord verwandelte Beethoven diese erstmals in Klang.

Eine fiktive Szene, die zumindest in der Vorstellung am ersten Konzert des Projektes «10 x Beethoven» Realität wurde. Auf dem Programm stand Beethovens erste Sinfonie in der vierhändigen Klavierfassung von Hugo Ulrich (1827–1872), gespielt von der Berner Pianistin und Komponistin Erika Radermacher und Michael Kaufmann, dem Direktor der Hochschule für Musik in Luzern. Das erste sinfonische Werk Beethovens erklang in ganz schlichter, scheinbar ursprünglicher Weise. Klar, die Palette der Orchesterklangfarben musste auf der Strecke bleiben. Dafür kamen andere Elemente des Meisterwerks zum Vorschein: Besonders die einstimmigen Melodien, etwa zu Beginn der Sätze zwei und vier, beeindruckten. Der einfache, verletzliche Ton des Klaviers zog die Zuhörer sogleich in den Bann und man lauschte der Melodie vielleicht sogar aufmerksamer, als man es beim Orchester tun würde.

Gelungener Auftakt

Eingeleitet wurde die C-Dur-Sinfonie mit der äusserst kurzen Komposition Vision von Urgestalt von Erika Radermacher. In dem Stück, dominiert von repetitiven Staccatofiguren in tiefer Lage, bereitete die Mitinitiantin des Projekts die an diesem Abend vorherrschende Tonart C-Dur vor. Ohne Pause führte das Werk in die Vorstellung des berühmten Walzers von Anton Diabelli (1781–1858) über. Die danach folgenden 33 Variationen von Beethoven präsentierte Radermacher in einer äusserst rasanten und dynamischen Interpretation. Diese unterstrich einerseits den humoristischen Charakter des Werks, bot aber andererseits nur wenige Verschnaufpausen und erzeugte durch das mancherorts gar grosszügig eingesetzte Pedal beinahe clusterartige Klänge.

Was für Gegensätze: Vom spielerischen Spätwerk (Diabelli-Variationen) ging es zum ernsten Erstlingswerk (1. Sinfonie), vom Giganten der Klavierliteratur zum Orchesterwerk in Klaviertranskription. Obwohl man hie und da die ausgeprägte Dynamik der Walzer-Variationen vermisste, war es ein gelungener und überraschender Abschluss des Abends, der Lust auf mehr machte: Wie wohl die heroischen Töne der Eroica auf dem Klavier klingen mögen? Oder das pastorale Gewitter aus der sechsten Sinfonie? Oder der oft als Trauermarsch bezeichnete zweite Satz der siebten Sinfonie?

Michael Kaufmann gibt Antwort

Seit 2011 ist Michael Kaufmann Direktor der Hochschule Luzern – Musik. Nebenberuflich ist er auch als Kulturjournalist, Pianist, Chorleiter, Komponist und Arrangeur tätig. Hannes Liechti befragte ihn.

 Worum geht es im Projekt «10 x Beethoven»?
Michael Kaufmann: Zu Beginn stand die Idee, alle Sinfonien Ludwig van Beethovens in der Klaviertranskription aufzuführen. Nach und nach haben wir diesem Kerngedanken weiteres Material hinzugefügt und die Sinfonien mit anderen pianistischen Werken von Beethoven und zeitgenössischen Kompositionen kontrastiert. Schliesslich haben wir auch Kompositionsaufträge vergeben, so zum Beispiel an Katharina Weber. 

Weshalb «10 x Beethoven»? Der Komponist hat nur neun Sinfonien verfasst.
Das letzte Konzert mit dem vierhändigen Originalwerk Ich denke dein von Beethoven markiert den Ausklang. Als Kontrast dazu programmierten wir das verrückte Stück Fantasia contrappuntistica von Ferrucio Busoni, der sich ja intensiv mit Beethoven auseinandergesetzt und einige seiner Werke für Klavier transkribiert hat. 

Weshalb sollte man sich eine Beethoven-Sinfonie in einer Klavierfassung anhören?
Die Klavierfassungen bieten einen anderen Zugang. Sie lassen etwa die Struktur der Originale ganz neu erfahren. Man hört plötzlich Zwischenstimmen, Ideen und Schwenker, die man in der Orchesterversion noch nie bewusst zur Kenntnis genommen hat. Für die Beethoven-Interpretation und -Analyse ist das eine wahre Fundgrube. Natürlich gehen mit der Übertragung auf das Klavier auch Elemente wie Kontraste und Klangfarben verloren. Aber es war nicht die Intention unseres Projektes zu sagen, genau so muss Beethoven klingen. 

Im Konzert werden die Sinfonien kaum auf dem Klavier aufgeführt.
Das war nicht immer so. Im 19. Jahrhundert, als es noch keine Möglichkeit zur Tonaufzeichnung gab, waren Hauskonzerte auf dem Klavier für viele Bürgerinnen und Bürger die einzige Möglichkeit, die grossen symphonischen Werke kennenzulernen. Auch Musiker und Dirigenten haben sich an den Klavierfassungen orientiert. Dieser Strang der Interpretationskultur ist, so scheint es mir, weitgehend verlorengegangen. 

In Ihren Konzerten sind Bearbeitungen von Franz Liszt, Theodor Kirchner und Hugo Ulrich zu hören. Was unterscheidet diese Transkriptionen voneinander?
Ulrich ist der Klassiker. Er bleibt stets möglichst nahe an der Partitur. Seine Transkriptionen sind sehr gut arrangiert und gut spielbar, fast ein wenig einfallslos. Kirchner dagegen ist ein romantischer Geist. In seinen achthändigen Fassungen können die Pianisten beinahe wie in einem Orchester miteinander kommunizieren. Liszt schliesslich veranstaltet einen extrovertierten Beethoven-Schaukampf. Er versuchte bis zum letzten Ton alles auf das Klavier zu bringen. Das wirkt musikalisch teilweise sehr schwerfällig und ist technisch unglaublich anspruchsvoll. 

Ein Hauptaspekt des Projektes ist die Gegenüberstellung von Beethovens Sinfonien und zeitgenössischen Kompositionen. Was erhoffen Sie sich davon?
Wir versuchen, den revolutionären Geist Beethovens ins 21. Jahrhundert zu bringen. Man muss sich auch in der Neuen Musik immer wieder fragen: Was ist Konvention und was wäre der Verstoss dagegen? Was ist der künstlerische Anspruch, den man hat, wenn man ein Stück schreibt? Das sollte keine Anmassung sein, Beethoven zu konkurrieren, sondern schlicht eine Bereicherung des Programms.

 

Der Erziehungsrat des Kantons St.Gallen muss im Rahmen eines Sparpaketes Lektionen an den Mittelschulen kürzen. In Abweichung zu einem Vorentscheid, wonach im Gymnasium je eine Lektion Deutsch sowie eine Lektion im Wahlbereich Bildnerisches Gestalten/Musik gestrichen werden sollte, hat er Erziehungsrat nun entschieden, an andern Orten zu sparen.

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Die Fachkreise, die von einer Kürzung direkt betroffen gewesen wären, haben im Rahmen der durchgeführten Vernehmlassung deutlich gegen die geplanten Lektionenreduktionen Stellung bezogen. Sie befürchten einen Qualitätsabbau an den Mittelschulen.

Der Erziehungsrat könne die vorgebrachten Argumente weitgehend nachvollziehen, schreibt der Kanton. Er habe deshalb entschieden, auf die in Aussicht genommenen Kürzungen in den Fächern Deutsch und im Wahlbereich Bildnerisches Gestalten/Musik zu verzichten. Stattdessen soll die vom Kantonsrat geforderte Einsparung durch eine Reduktion von Lektionen «zur Verfügung Schule» erfolgen.

Dabei handelt es sich um Unterrichtseinheiten, in welchen die Schulen autonom über die Unterrichtsinhalte bestimmen. Bis anhin standen an den Gymnasien vier dieser Lektionen, verteilt über die gesamte Ausbildungszeit, zur Verfügung. Für die Schülerinnen und Schüler ist dieser Bereich obligatorisch.

Dieses Gefäss wird an den Schulen heute recht unterschiedlich eingesetzt. So werden damit beispielsweise gymnasiale Kernfächer wie Französisch oder Englisch vertieft oder überfachliche Kompetenzen, namentlich im Bereich Informatik, geübt.

Beliebt sind die Lektionen auch für neue Unterrichtsformen, beispielsweise im Rahmen von interdisziplinärem Projektunterricht oder im Rahmen von themenspezifischen Schulhalbtagen.

Bild: Claudia Hautumm – pixelio.de
 

Das Festival Innovantiqua Winterthur findet nach einer einjährigen Pause zum sechsten Mal statt.

pd. Das diesjährige Motto lautet nuevo mundo antiguo. Fünf Ensembles bzw. Künstlerinnen und Künstler aus Brasilien, Argentinien, Spanien, Deutschland, Italien sowie aus Winterthur, Zürich und Basel verbinden mit ihrer Musik die alte (Europa) mit der neuen Welt (Lateinamerika). Neben sechs Konzerten, drei musikalischen Workshops für Laien und Fortgeschrittene gibt es neu drei konzerteinführende Podiumsgespräche. Als Ensemble in Residence eröffnet Grupo Anima aus Brasilien das Festival mit traditioneller und indianischer Musik Brasiliens sowie alter Musik Spaniens und Portugals. Mit der Musik der Entdecker laden Luiz Alves da Silva und sein Ensemble Turicum das Publikum zu einer Reise ins Portugal des 15. und 16. Jahrhunderts ein. Weitere Interpretinnen und Interpreten sind Ann Allen, die Intendantin des Festivals Nox Illuminata in Basel, die Roland Fink Singers aus Winterthur und das Ensemble La Chimera mit den Stimmen von Susanna Moncayo und Furio Zanasi.

www.innovantiqua.ch/festival.html
 

Der Winterthurer Stadtrat hat im Auftrag des Grossen Gemeinderates in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) ein Musikförderleitbild für die Stadt ausgearbeitet. Es ist von der Legislative billigend zur Kenntnis genommen worden.

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In der Vernehmlassung ist mehrfach gewünscht worden, dass die Stadt allen Kindern den Besuch der unentgeltlichen Musikalischen Grundausbildung während mehr als einer Lektion innerhalb der Blockzeiten ermöglichen solle.

Der Stadtrat strebt eine Neustrukturierung und finanzielle Umverteilung an. Der  Blockflötenunterricht soll abgebaut werden. Die so frei werdenden Mittel sollen effizienter und effektiver eingesetzt werden. Die Musikalische Grundausbildung wird in den ersten Primarklassen von heute einer auf zwei Wochenlektionen erweitert. Zudem sollen musikpädagogische Projekte wie Musicals, Chorsingen oder Tanzaufführungen künftig vermehrt gefördert und unterstützt werden.

Der traditionelle Blockflötenunterricht entspreche nicht mehr den gängigen musikpädagogischen Erkenntnissen, erklärt das Leitbild. Die Nachfrage nehme seit 2003 stetig ab, nur noch eine Minderheit nutze das musikalische Angebot. Zudem werde die Suche nach qualifizierten Blockflötenlehrpersonen schwieriger, da die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Jugendmusik (SAJM) die entsprechende Ausbildung nur noch sehr begrenzt anbiete.

Die Zusammenarbeit der Stadt Winterthur mit den Musikschulen soll durch Leistungsvereinbarungen festgelegt werden. Mit diesen soll künftig besser und flexibler auf die sich ändernden Bedürfnisse der Lehrenden und Lernenden der Musikschulen sowie der Stadt Winterthur reagiert werden können.

 Bild: *Clam* – pixelio.de

Hans Jörg Höhener aus Weinfelden ist seit Anfang 2013 neuer Präsident der Kulturkommission des Kantons Thurgau. Er löst Kurt Egger ab, der die Kommission zwei Jahre lang präsidiert hat.

Die Kulturkommission des Kantons Thurgau hat den 57-jährigen Weinfelder Ende 2012 zum neuen Präsidenten gewählt. Hans Jörg Höhener ist Abteilungsleiter Berufsfachschulen und Weiterbildung in der Bildungsdirektion des Kantons Zürich und seit 2009 Mitglied der Kulturkommission des Kantons Thurgau.

Er engagiert sich seit vielen Jahren für die Kulturvermittlung und Kulturpolitik im Kanton Thurgau: Unter anderem war er Präsident der Regionalbibliothek Weinfelden, der Thurgauischen Kunstgesellschaft und Vizepräsident der Kulturstiftung des Kantons Thurgau.

Zurzeit ist er noch Mitglied des Beirats des Kunstmuseums des Kantons Thurgau und der Ankaufskommission des Kunstmuseums. Seine persönlichen kulturellen Interessen sind breit mit einer besonderen Affinität zur Bildenden Kunst, zum Jazz und zur Architektur.

Hans Jörg Höhener übernimmt das Amt des Präsidenten per Anfang 2013 von Kurt Egger. Dieser kündigte bereits bei seiner Ernennung zum Präsidenten im Jahr 2010 an, dass er nur für zwei Jahre zur Verfügung stehen werde; er gibt nun das Präsidium der Kulturkommission nach seiner Wahl in den Grossen Rat weiter.
 

Phänomen Stimme

Die Hochschule der Künste Bern (HKB) bietet einen neuen Weiterbildungsschwerpunkt.

HKB. Gemeinsam mit dem Berner Inselspital hat die Hochschule der Künste Bern neu den Weiterbildungsschwerpunkt Singstimme gegründet. In Wochenendkursen, dem berufsbegleitenden Studiengang «CAS Singstimme» und in Veranstaltungen, die sich thematisch an den Schnittstellen von Medizin, Logopädie und Gesangspädagogik bewegen, wird das Phänomen Singstimme aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

Anlässlich der World Voice Days 2013 findet am 13. April 2013 an der Hochschule der Künste Bern die Tagung Stimmwelten statt, in diesem Jahr unter dem Motto Agilité-Fragilité. Neben Referaten von Eberhard Seifert (Leiter Phoniatrie Inselspital Bern) und Christian Hilz (Gesangsdozent an der Hochschule der Künste Bern) diskutieren Expertinnen und Experten die Fragilität der Stimme und der Umgang mit ihr unter verschiedenen Blickwinkeln (Medizin, Logopädie, Gesangspädagogik, Opernagentur, Chorleitung, Musicalproduktionen).

Weitere Informationen: www.hkb.bfh.ch/de/weiterbildung/singstimme

Kontakt: nina.grunder@hkb.bfh.ch
 

Neuer Leiter für die Musikhochschulen Basel

Die Fachhochschule Nordwestschweiz hat Georges Starobinski an die Spitze der Musikhochschulen FHNW gewählt.

In einer Medienmitteilung vom 21. Januar geben die Hochschule für Musik und die Schola Cantorum Basiliensis bekannt, dass Georges Starobinski ab September 2013 die Leitung übernehmen wird. Die beiden Institutionen bilden zusammen die Musikhochschulen FHNW/Musik-Akademie Basel, die neben den «klassischen» künstlerischen und musikpädagogischen Ausbildungen auch die Abteilungen Jazz, Forschung und Entwicklung sowie das Elektronische Studio Basel umfasst.

Georges Starobinski wurde als Pianist, Musikwissenschaftler und Dirigent in Genf und München ausgebildet. Er war anschliessend drei Jahre lang Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Basel und später Dozent an der Universität Genf. Seit 2004 ist er Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Lausanne (UNIL). Er unterhält regelmässige Lehr- und Forschungstätigkeiten am Collège des Humanités de l’Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), an der Haute Ecole de Musique in Lausanne und an der Universität Genf. Als gefragter Liedbegleiter gibt er regelmässig Konzerte mit renommierten Sängerinnen und Sängern. An der Hochschule für Musik in Basel war er während der letzten Jahre für Vorträge, Konzerte und Lecture-Recitals eingeladen. Georges Starobinski lebt mit seiner Familie seit vielen Jahren in Basel.

Foto: zvg
 

Der norwegische Bajanist Geir Draugsvoll, der mit dem Werk bereits an vielen Orten der Welt zu erleben war, bringt Sofia Gubaidulinas «Fachwerk» für Bajan, Schlagzeug und Streicher am 20. Februar 2013 in La Chaux-de-Fonds zur schweizerischen Erstaufführung.

Draugsvoll wird vom Ensemble Symphonique Neuchatel unter Leitung von Alexander Mayer begleitet. An diesem Konzertabend werden auch Gubaidulinas «Introitus» für Klavier und Kammerorchester und Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 14 erklingen.

«Fachwerk» ist Geir Draugsvoll gewidmet, der einen Lehrstuhl für Akkordeon an der Musikakademie Kopenhagen innehat und die Uraufführung des Werkes am 13. November 2009 zusammen mit Anders Loguin (Schlagzeug) und der Amsterdam Sinfonietta unter Reinbert de Leeuw in Gent (Belgien) präsentierte.
 

Insgesamt 23 Teams aus den Kategorien Sekundarstufe I und Sekundarstufe II haben in Aarau an der kantonalen Ausscheidung ihre einstudierten Tanzshows gezeigt.

SMPV

Die Darbeitungen erfolgten im Rahmen der fünften Durchführung des School Dance Awards. er wird durch die Sektion Sport, die Abteilung Volksschule und die Abteilung Kultur des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) im Rahmen des Freiwilligen Schulsports organisiert.

Über 300 Jugendliche haben laut Meldung des Kantons im Kultur- und Kongresszentrum in Aarau «mit ihren Darbietungen für Begeisterung und Applaus gesorgt». Erfreut hat sich auch der Projektleiter Christian Müller gezeigt. Es sei für ihn immer wieder erstaunlich, welche tollen Choreografien die Gruppen in einem halben Jahr einstudierten.

Die Erst- bis Drittqualifizierten der Kategorie Sekundarstufe I sowie die Erst- und Zweitplatzierten der Kategorie Sekundarstufe II vertreten den Aargau am 16. März 2013 am interkantonalen Finale der Kantone Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn in Bern.
 

Kanton und Stadt Schaffhausen schreiben zur gezielten Unterstützung kultureller Leistungen Förderbeiträge aus. Zur Bewerbung eingeladen sind professionell arbeitende Kulturschaffende aller Kultursparten.

Teilnahmeberechtigt sind Kulturschaffende aus dem Kanton Schaffhausen (ohne Altersbegrenzung), die entweder im Kanton heimatberechtigt, seit mindestens drei Jahren im Kanton Schaffhausen wohnhaft sind oder zu einem früheren Zeitpunkt mindestens 15 Jahre Wohnsitz im Kanton Schaffhausen hatten.

Der Produktionsort (Atelierstandort) gilt als Wohnsitz. Ein Fachkuratorium mit unabhängigen Experten entscheidet über die Vergabe. Jährlich steht eine Summe von 110’000 Franken zur Verfügung. Anmeldeschluss ist der 30. April 2013

Mehr Infos: www.sh.ch

Das Amt für Kultur des Kantons St.Gallen schreibt auch dieses Jahr Werkbeiträge und Rom-Aufenthalte für Kunstschaffende aus. Für die Förderung in den Sparten angewandte und bildende Kunst, Literatur, Musik sowie Theater und Tanz steht ein Betrag von 200’000 Franken zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 20. März 2013.

Die Kulturförderung des Kantons St.Gallen vergibt jährlich Werkbeiträge an Kunstschaffende. Die Beiträge unterstützen Künstlerinnen und Künstler der Sparten angewandte und bildende Kunst, Literatur, Musik, Theater und Tanz mit einem budgetunabhängigen, fixen Beitrag.

Die Unterstützung soll Kunstschaffenden die nötige Zeit geben, ihre Ideen, Projekte oder Werke auszuarbeiten oder ihre künstlerische Tätigkeit weiterzuentwickeln. Seit diesem Jahr ist es zudem möglich, auch eine individuell zugeschnittene Weiterbildungsidee einzureichen, welche gezielt einen speziellen Aufenthalt oder Stage beinhaltet, der die weitere Entwicklung spezifisch fördert.

Die Werkbeiträge sollen Projekte ermöglichen, die der künstlerischen Arbeit neue Impulse geben oder auch Gelegenheit bieten, andere Formen der Zusammenarbeit und der Begegnung auszuprobieren.

Eine zusätzliche Fördermöglichkeit ist der Aufenthalt in der Atelierwohnung in Rom. Dort steht jeweils während drei Monaten eine Wohnung im lebendigen Quartier San Lorenzo zur Verfügung. Somit können Projekte realisiert werden, deren Ausgangspunkt und Inspirationsquelle die Ewige Stadt oder auch ganz allgemein der urbane Raum ist.

Das Auswahlverfahren wird in zwei Stufen durchgeführt. In jeder Sparte beurteilt eine dreiköpfige Fachjury die Projekteingaben und nominiert die Bewerber für die zweite Stufe. In diesem zweiten Schritt treffen sich alle Fachjury-Personen zu einer Plenarsitzung, um aus den Nominierten maximal zehn Projekte auszuwählen, die mit einem Beitrag unterstützt werden.

Bewerbungen nimmt das Amt für Kultur bis am 20. März 2013 entgegen; die definitiven Entscheide über die Vergabe der Werkbeiträge und Rom-Aufenthalte fallen bis Ende Juni 2013.

Mehr Infos: www.kultur.sg.ch
 

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