Eine von der deutschen Bundesregierung ins Auge gefasste Befreiung von der Mehrwertsteuer für selbstständig tätige Regisseure und Choreografen wird vermutlich nicht realisiert. Der Deutsche Bühnenverein bedauert dies.

Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, die entsprechende steuerrechtliche Regelung in das Jahressteuergesetz 2013 aufzunehmen, schreibt der Deutsche Bühnenverein. Die Verabschiedung dieses Gesetzes ist allerdings Mitte Januar im Bundestag gescheitert.

Die neuen Vorschläge sehen nun keine Mehrwertsteuerbefreiung für selbstständige Regisseure und Choreografen vor. Der Bühnenverein fordert die Bundesregierung auf, an ihrem ursprünglichen Plan der Steuerbefreiung festzuhalten und diese unverzüglich zu realisieren.

Zudem fordert er, auch die selbstständigen Bühnen- und Kostümbildner in die Mehrwertsteuerbefreiung aufzunehmen, da diese sonst als einzige im Rahmen einer Theaterproduktion tätigen Künstler Mehrwertsteuer zahlen müssten.

Der Komponist und Dirigent Pierre Boulez wird mit dem mit 400’000 Euro hoch dotierten BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award ausgezeichnet.

Der Frontiers of Knowledge Award wird von der spanischen Finanzgruppe BBVA seit 2008 in acht Kategorien verliehen, unter anderem an Biomediziner, Ökonomen und Management-Spezialisten.

In der Jury der Kategorie Zeitgenössische Musik finden sich unter anderem der Komponist Cristobal Halffter, Winrich Hopp, der künstlerische Leiter des Musikfestes Berlin sowie der Komponist und Dirigent Johannes Kalitzke.

Die früheren Gewinner des Preises sind Salvatore Sciarrino (2011), Helmut Lachenmann (2010) und Cristobal Halffter (2009).

 

Musikpädagogik in spezifischen Kontexten

Der Studiengang vertieft und erweitert musikpädagogische Kompetenzen.

Im MAS Musikpädagogik in spezifischen Kontexten können pädagogisch didaktische Kenntnisse, künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und fachspezifische Unterrichtsmethoden für den Musikunterricht an Musikschulen mit Schülerinnen und Schülern verschiedenster Altersstufen erweitert und vertieft werden. Musiklehrpersonen schärfen ihr berufliches Profil schärfen. Sie lernen innovativen, vielseitigen und variablen Musikunterricht zu gestalten, der die individuellen Voraussetzungen der Lernenden berücksichtigt, kreative Prozesse einleitet, sich stetig hinterfragt und sich kontinuierlich erneuert.

Die Weiterbildung an der Hochschule der Künste Bern ermöglicht Musikerinnen und Musikern mit zwei Mastern in Performance bzw. Unterrichtenden mit grosser Berufserfahrung ohne adäquaten Abschluss den Erwerb einer berufsbegleitenden Nachqualifikation. Dabei werden aktuelle Entwicklungen und Tendenzen in der Instrumentalpädagogik verfolgt und von den Teilnehmenden in ihre Unterrichtstätigkeit übertragen, wodurch sie in ihrer beruflichen Identität flexibel bleiben.
Ausführliche Informationen unter:

www.hkb.bfh.ch

 

 

Hans-Christian Stephan, Absolvent der Hochschule der Künste Bern, hat in Deutschland beim Bujazzo-Kompositionswettbewerb 2013 den zweiten Preis in der Kategorie Bigband mit Vokalensemble gewonnen.

Die Auszeichnung wird vom deutschen Bundesjazzorchester verliehen und geht an Komponisten unter 30 Jahren, die Werke für Jazzorchester komponieren oder arrangieren.

Aus insgesamt 56 eingesendeten Bewerbungen sind sechs Kompositionen ausgezeichnet worden, drei in der Kategorie Bigband und drei in der Kategorie Bigband mit Vokalensemble. Im Ganzen ist ein Preisgeld von 3000 Euro verteilt worden.

Die vollständige Liste der Gewinner kann eingesehen werden unter:
http://projekte.musikrat.de/index.php?id=871
 

Jean-Frédéric Jauslin, der bisherige Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK), wird Botschafter bei der Unesco und der Organisation für Frankophonie. Seine Stelle beim BAK wird ausgeschrieben.

Der 58-jährige Jean-Frédéric Jauslin wird die Schweiz bei der UNESCO und in der OIF (Organisation der Frankophonie) vertreten. Sein Posten als Direktor des BAK, das er seit dem 1. April 2005 führte, wird ausgeschrieben und wahrscheinlich bis August 2013 besetzt.

Bis zu diesem Datum wird Jauslin das Amt weiterhin leiten. Laut NZZ wird nicht das EDA, sondern Bersets Innendepartement den Botschafterposten berappen.

Dies weise darauf hin, so die NZZ, dass «eine Speziallösung für den BAK-Direktor» gefunden worden sei, um nach «Spannungen sowohl innerhalb des BAK als auch zwischen dem Amtschef und dem zuständigen Departementsvorsteher, Kulturminister Alain Berset», den Blick auf neue Perspektiven für das Amt zu öffnen.

Jauslin selber bestreitet laut NZZ, dass es mit Berset Konfikte gegeben habe. Die Stimmung im BAK sei gut, auch wenn «Kürzungen im Personalbudget das Leben in letzter Zeit nicht einfacher gemacht hätten».

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat Hans Ulrich Glarner zum neuen Vorsteher des Amtes für Kultur gewählt. Er tritt am 1. September 2013 die Nachfolge von Anita Bernhard an. In der Zwischenzeit führt Heinz Röthlisberger das Amt für Kultur interimistisch.

Hans Ulrich Glarner arbeitet derzeit als Leiter der Abteilung Kultur des Kantons Aargau. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung des Departements Bildung, Kultur und Sport. 2002 hat er die aargauische Kulturförderung und -vermittlung neu ausgerichtet. Das Museum Aarau hat er von zwei auf sechs Standorte ausgebaut. Überdies leitete er die Kulturgesetzrevision des Kantons.

Zuvor war Glarner Leiter des Stapferhauses Lenzburg, Geschäftsführer der Aktion Begegnung 91 sowie Kulturredaktor des Aargauer Tagblatts. An der PH Nordwestschweiz und an der Uni Basel hat er Fundraising, Kulturpolitik und Kulturvermittlung unterrichtet.
 

Der Fribourger Organist Sebastian Küchler-Blessing ist Träger des von der Arthur-Waser-Stiftung und dem Luzerner Sinfonieorchester (LSO) erstmals verliehenen Arthur-Waser-Preis für herausragende junge Solisten.

Der 1987 in Fribourg geborene und bereits mit renommierten Preisen ausgezeichnete Sebastian Küchler-Blessing ist an den Musikhochschulen Trossingen und Karlsruhe unterrichtet worden und studiert zur Zeit an der Hochschule für Musik Freiburg.

Bei der Auswahl des Preisträgers sind laut einer Medienmitteilung des LSO Originalität in Interpretation, instrumentale Exzellenz und eine starke künstlerische Persönlichkeit gleichsam gewichtet worden.

Der Arthur-Waser-Preis ist mit einem Preisgeld von 25‘000 Franken dotiert. Dazu erhält der Preisträger einen Auftritt mit dem Luzerner Sinfonieorchester im KKL Luzern. Das Konzert wird live mitgeschnitten und als CD veröffentlicht.

Die Arthur-Waser-Stiftung wurde 1999 im Rahmen der Nachfolgeregelung von Arthur Waser als gemeinnützige karitative Stiftung gegründet. Sie unterstützt soziale Projekte in der 3. Welt, insbesondere Afrika sowie Kunst und Kulturprojekte in der Zentralschweiz. Die Stiftung und das LSO pflegen seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. 2008 engagierte sich Arthur Waser als einer der Gründungsstifter der Stiftung für das LSO. 2011 wurde ein gemeinsames Konzept für Lunchkonzerte im KKL Luzern entwickelt.

Das 36. Jahr der Tätigkeit des Jazz Club Chur laufe «miserabel» und könne durchaus auch das Letzte sein. Das liege nicht am Publikum oder dem musikalischen Programm, sondern «hauptsächlich an der abrupten Wende in der Kulturpolitik des Kantons», schreibt der Club.

Dem Jazz CLub Chur sei ohne irgendeine Voranzeige oder Begründung die seit Mitte der 1990er-Jahre weitgehend unverändert gebliebene jährliche Defizitgarantie von 18’000 Franken auf gut 9’000 Franken praktisch halbiert worden, schreibt der Club-Präsident Andrea Engi.

Er stehe nun «ziemlich fassungslos» mit einem zu gross angelegten Programm da, dessen Finanzierung in keinster Weise gesichert sei. Die noch nicht ganz abgeschlossene Planung eines bedeutenden Konzertes mit einer internationalen Konzertagentur müsse er abbrechen, ohne einen Ersatz anbieten zu können. Die weitere Planung habe er sistiert.

Laut einem Bericht der Südostschweiz ist der Entscheid eine Folge der Neuordnung der kantonalen Vergabepraxis, die seit dem 1. Januar 2013 in Kraft ist. Danach würden die Gesuche kleinerer Veranstalter nicht mehr in den Hoheitsbereich der kantonalen Kulturförderungskommission fallen, sondern vom Amt für Kultur direkt behandelt.

Regierungsrat Martin Jäger sehe in der Neuordnung «keine abrupte Wende der Kulturpolitik», schreibt die Zeitung.

Debatte über Medien und Gewalt in populärer Musik

Die an der Universität Zürich lehrende Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger referiert an einer Tagung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) zur Konstruktionen von Aggressivität und Gender in populärer Musik.

© ILYA AKINSHIN – Fotolia.com,SMPV

Was heisst aggressiv in Bezug auf Hard Rock, Punk, HipHop, Industrial, Dubstep und andere Genres? So häufig das Attribut im Diskurs auftauche, so häufig bleibe meist unklar, aufgrund welcher musikalischer, intermedialer, soziokultureller oder sonstiger Kriterien es vergeben werde, schreibt die HMTMH.

Zugleich sei zu beobachten, wie der Diskurs vom stereotypen Dualismus «aggressiver Mann – friedfertige Frau» geprägt sei. In der Realität hätten aber beide Geschlechter prinzipiell ein aggressives Potenzial und damit Zugang zu entsprechenden Sounds.

Als Referentinnen und Referenten der Tagung in Hannover werden neben Anna-Katharina Höpflinger unter anderem Susanne Binas-Preisendörfer (Universität Oldenburg), Michael Herschelmann (Kinderschutz-Zentrum Oldenburg), die Musikwissenschaftlerin Marion Gerards (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) sowie die Musikhistorikerin Nina Noeske (Universität Salzburg) erwartet.

Die Veranstaltung findet am 16. Februar 2013 statt. Sie ist öffentlich und kostenlos. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten.

Programm-Flyer: www.fmg.hmtm-hannover.de

In der Aula der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen ist der Startschuss zur Internationalen Musischen Tagung in Kreuzlingen gegeben worden, die vom 14. Mai 2014 über die Bühne geht. Die seit 1957 durchgeführte Weiterbildungsveranstaltung will die musische Arbeit an den Schulen der Bodensee-Region fördern.

SMPV

Eröffnet worden ist die Veranstaltung vom Kammerchor der PMS Kreuzlingen und von Kurzansprachen des Stadtammanns von Kreuzlingen, Andreas Netzle, und den Rektoren der teilnehmenden Schulen des Campus Kreuzlingen. Der Grossanlass wird mit rund 3000 bis 5000 Besucherinnen und Besuchern auf dem Campus-Gelände in Kreuzlingen stattfinden. Die IMTA gibt den Thurgauer Schulen eine exklusive Gelegenheit, ihr kreatives Schaffen international zu präsentieren.

«Inspirare», das Motto der IMTA in Kreuzlingen, soll gemäss Christine Forster, Leiterin des Ressorts Darbietungen, kreative Ideen fördern. Mit ihrem Team aus Fachexperten bietet sie Lehrpersonen Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projekte und Darbietungen an.

Alle Schulen aus dem Kanton Thurgau sind eingeladen, sich mit Darbietungen anzumelden. Die Vorführungen finden am Mittwoch, 14. Mai 2014, in Kreuzlingen statt.

Die IMTA wird seit 1957 jedes Jahr an einem anderen Ort rund um den Bodensee veranstaltet. Die erste Veranstaltung fand am 1. Juni 1957 in Kressbronn statt. Seitdem veranstaltet sie jedes Jahr ein anderes Schulamt der Region. Ziel ist es, die musische Arbeit an den Schulen zu fördern und zu vertiefen. Austausch und Begegnung sollen der grenznahen Verständigung dienen.

Mehr Infos: http://beta.imta-bodensee.com

Schweizer Musikpreise 2013 vergeben

Im Rahmen der Schweizer Musikpreise 2013 des Musikwettbewerbs der Kiefer Hablitzel Stiftung, des Schweizerischen Tonkünstlervereins und der Collard-Stiftung sind 16 Preise an Musikstudierende der sieben Schweizer Musikhochschulen vergeben worden.

Am diesjährigen Wettbewerb, der vom 4. bis 7. Februar 2013 in Bern stattgefunden hat, sind zwei erste Preise (zusammen mit je einem Prix Collard)  zu je 10’000 Franken vergeben worden. Sie sind an Rafał Żółkoś (Flöte) und Andri Dragan (Klavier) gegangen. Einen zweiten Preis (8000 Franken) hat die Flötistin Tatiana Pimenova erhalten. Je zwei dritte Preise (6000 Franken) sind an Angel Soria Diaz (Saxophon) und Milan Siljanov (Gesang) gegangen.

Förderpreise zu je 4000 Franken haben erhalten: Ior Andreev (Klavier), Joaquin Saez Belmonte (Saxophon), Elena Graf (Violine), Vladimir Guryanov (Klavier), Nicolas Indermühle (Tuba), Yair Klartag (Komposition), Filipa Nunes (Klarinette), Vito Alessio Pianelli (Violoncello), Araksya Sargsyan (Klavier), David Silva (Klarinette) und Pedro Pablo Camara Toldos (Saxophon).

Insgesamt ist eine Preissumme von 84’000 Franken vergeben werden. Die Vorspiele 2014 finden vom 3. bis 6. Februar 2014 in Bern statt. Der Anmeldetermin ist 31. Oktober 2013.

Mehr Infos: www.asm-stv.ch/de/prix-etudes-asm-khs

 

Musik-Kurswochen Arosa

Neu werden Meisterkurse angeboten. Mit rund 1300 Teilnehmenden sind die Musik-Kurswochen das grösste Festival dieser Art in Europa.

Foto: Urs Homberger / Musizierende der Jugendkammermusikwoche

Der Verein Arosa Kultur führt im Sommer 2013 zum 27. Mal seine Musik-Kurswochen Arosa durch. Gegenüber den Vorjahren konnte die Infrastruktur durch die Anschaffung mehrerer Flügel und Klaviere markant ausgebaut werden. Mit dieser Qualitätsoffensive will Arosa Kultur seine Stellung als einer der grössten Anbieter von Musikkursen in Europa festigen.

Die Kurse im Bündner Ferienort Arosa richten sich an Laien- und Berufsmusiker sowie Studenten. Angeboten werden Interpretations-Kurse für verschiedenste Streich-, Blas-, Tasten- und Percussionsinstrumente. Für Streicher und Bläser finden erneut Orchesterwochen statt. Ein buntgemischtes Programm erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der verschiedenen Chor- und Singwochen. Zum Angebot gehören auch Anfängerkurse für Mundharmonika und Alphorn sowie Erlebniswochen für Tanzfreudige. Das Kursprogramm wurde gegenüber dem Vorjahr, als erstmals über 1200 Musikerinnen und Musiker nach Arosa kamen, nochmals erweitert.

Die meisten Kurse finden im Juli und August statt. Zusätzlich werden im September neu Meisterkurse für verschiedene Instrumente mit namhaften Dozentinnen und Dozenten angeboten. Die Musik-Kurswochen Arosa sind mit jährlich rund 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das grösste Festival dieser Art in Europa.

www.arosakultur.ch
 

Die Fachschaften Musik aus allen Gymnasien in Basel-Stadt und Basel-Landschaft wehren sich gegen einen faktischen Abbau des Musikunterrrichts auf der Sekundarstufe I.

SMPV

In einer vom Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt verschickten Medienmitteilung wendet sich die Zentrale Fachkonferenz Musik Basel-Stadt gegen die neuen HarmoS-Stundentafeln, die einen markanten Abbau im Fach Musik auf der Sekundarstufe I bedeuteten.

Musik und Bildnerisches Gestalten, schreiben die Betroffenen, würden durch die Verschiebung in den Pflichtwahlbereich massiv abgewertet. Die Vorbildung fürs Gymnasium sei nicht mehr gewährleistet, der Lehrplan 21 werde bei Weitem nicht erfüllt. Die Entwicklung sei gegenläufig zum neuen, vom Stimmvolk angenommenen Bundesverfassungsartikel zur musikalischen Bildung.

Zum Thema gibt’s am 27. Februar 2013, um 19:30 Uhr, eine Podiumsdiskussion. Im Volkshaus Basel diskutieren unter der Leitung von Christina Caprez, Redaktorin bei Radio SRF2 Kultur: Stephan Schmidt (Direktor der Musikakademie Basel), Martina Bernasconi (GLP Grossrätin), Stéphanie Cron (Kantonale Konferenz Schulmusik Basel-Landschaft), Regina Kuratle (Erziehungsdirektion Basel-Stadt) und Benno Graber (Amt für Volksschulen Basel-Landschaft).

ICMA-Preisträger 2013

Die Jury der International Classical Music Awards hat herausragende Künstler und Tonträger prämiert.

Stachelbaerle / pixelio.de,SMPV

Die ICMA sind die Nachfolge-Preise der MIDEM Classical Awards bzw. der Cannes Classical Awards. Die Jury besteht ausschliesslich aus professionellen Musikkritikern für klassisch Musik, derzeit 17 Medienvertreter führender Magazine, Radiosender und Internetdienste aus 13 Ländern. Sie wählte 15 CDs und DVDs aus 275 nominierten Produktionen aus. Außerdem vergab die Jury sechs Special Awards, um herausragende Musiker und Produzenten zu würdigen.
Einen Preis für sein Lebenswerk erhielt der Pianist Aldo Ciccolini, Künstlerin des Jahres wurde die deutsche Geigerin Carolin Widmann. Die Auszeichnung Junger Künstler des Jahres wurde in den Kategorien vokal und instrumental vergeben: an der rumänischen Countertenor Valer Barna-Sabadus und den italienischen Pianisten Alessandro Mazzamuto. Label des Jahres darf sich die deutsche Firma Audite nennen, und für besondere Leistungen wurden der Gründer des schwedischen Labels BIS, Robert von Bahr, und das Orchestra LaVerdi in Mailand ausgezeichnet. Der Preis für die Klassische Website des Jahres geht an das Philharmonia Orchestra: www.philharmonia.co.uk
 

Prämierte CDs und DVDs 2013 nach Kategorien: 

EARLY MUSIC
Amarcord – zu S. Thomas; Zwei Gregorianische Messen aus dem Thomas-Graduale – Thomaskirche Leipzig, um 1300; Amarcord Ensemble; RKap 10112

BAROQUE INSTRUMENTAL
Johann Sebastian Bach: Sonatas & Partitas BWV 1001-3 (Vol. II); Isabelle Faust, violin; Harmonia Mundi HMC 902124

BAROQUE VOCAL
Polychoral Splendour; Music from the four galleries of the Abbey Church of Muri by Giovanni Gabrieli and Heinrich Schütz; Cappella Murensis (Siri Karoline Thornhill, Stephanie Petitlaurent, Rolf Ehlers, Jürgen Ochs, Mirko Ludwig, Manuel Warwitz, Simon Schnorr, Kees Jan De Koning), Les Cornets Noirs, Johannes Strobl; Audite 92.652 Rezension

VOCAL RECITAL
Christian Gerhaher – Ferne Geliebte; Beethoven – Haydn – Schönberg – Berg; Christian Gerhaher, baritone, Gerold Huber, piano; Sony Classical 88691935432

CHORAL WORKS
Felix Mendelssohn Bartholdy – Geistliches Chorwerk; Kammerchor Stuttgart, Frieder Bernius; Carus 83020

OPERA
Stanislaw Moniuszko: Verbum nobile; Aleksander Teliga, Aleksandra Buczek, Leszek Skrla, Michal Partyka, Janusz Lewandowski, Chor i Orkiestra Opery na Zamku / Warcislaw Kunc; Dux 783

SOLO INSTRUMENT
Serge Rachmaninov: Piano Sonata No. 1 in D minor, Op. 28, Piano Sonata No. 2 in B flat minor, Op. 36; Nikolai Lugansky, piano; Naïve AM208

CHAMBER MUSIC
Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps
Carolin Widmann, violin, Jörg Widmann, clarinet, Nicolas Altstaedt, cello, Alexander Lonquich, piano; Orfeo C 840121 B

CONCERTOS
Dances to a Black Pipe; Copland – Brahms – Fröst – Piazzolla – Hillborg – Högberg; Martin Fröst, Australian Chamber Orchestra, Richard Tognetti; BIS SACD 1863

SYMPHONIC MUSIC
Albert Roussel: Le festin de l’araignée (The Spider’s Banquet), Padmâvatî
Royal Scottish National Orchestra, Stéphane Denève
Naxos 8.572243

CONTEMPORARY MUSIC
Einojuhani Rautavaara: Cello Concerto No. 2 ‚Towards the Horizon‘, Modificata, Percussion Concerto ‚Incantations‘; Truls Mørk, cello, Colin Currie, percussion, Helsinki Philharmonic Orchestra, John Storgårds; Ondine ODE11782

BEST COLLECTION
Anton Bruckner: Symphonies No. 1 – 9; Gewandhausorchester Leipzig, Herbert Blomstedt; Querstand VKJK 1230

HISTORICAL RECORDING
Les Ballets Russes; Igor Stravinsky: The Firebird, Petrushka, The Rite of Spring
Moscow Philharmonic, Moscow State Conservatory Symphony Orchestra, Radio and Television Symphony Orchestra, Dmitrij Kitajenko, Pierre Boulez, Vladimir Fedoseyev; Melodiya 1001990

DVD PERFORMANCE
Francesco Cilea: Adriana Lecouvreur; Angela Gheorghiu, Jonas Kaufmann, Olga Borodina, Alessandro Corbelli, David Soar, Iain Paton, Janis Kelly, Sarah Castle, Maurizio Muraro, Bonaventura Bottone, Chorus and Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden, Sir Mark Elder (conductor) & David McVicar (stage director); Decca 0743459

DVD DOCUMENTARIES
John Cage – Journeys in Sound. A Film by Allan Miller & Paul Smaczny; Accentus ACC 20246

ZHdK kann erst 2014 ins Toni-Areal übersiedeln

Der Bezug des Toni-Areals verschiebt sich um ein Jahr auf 2014. Für die Studiengänge der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) stehen für die Übergangszeit Räumlichkeiten zur Verfügung.

Wie der Kanton Zürich schreibt, können «wegen baulicher Verzögerungen bei der Fertigstellung des Toni-Areals die vertraglich festgelegten Übergabetermine nicht eingehalten werden». Die Baunternehmung Allreal und der Kanton Zürich seien deshalb in Absprache mit den Hochschulen übereingekommen, den Bezug um ein Jahr zu verschieben.

Der Mietvertrag des Kantons tritt per 1. Juli 2014 in Kraft. Damit können die Hochschulen den Betrieb im September 2014 aufnehmen. ZHdK und ZHAW können bis zum Bezug des Toni-Areals grösstenteils bestehende Räumlichkeiten weiter nutzen.

Noch keine definitive Lösung gibt es für das Departement Angewandte Psychologie der ZHAW und zwei kleine Standorte der ZHdK. In den nächsten Wochen sollten aber auch für diese Lösungen gefunden werden, so der Kanton weiter.

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