SCB dominiert internationale Wettbewerbe

Studierende und Alumnae der Schola Cantorum Basiliensis feiern Erfolge an wichtigen Festival-Wettbewerben des Sommers in Brugge, York und Indianapolis.

Bianca Cucini (zweite von rechts) gewinnt den York International Young Artists Competition Jury Preis (Bild: FHNW/IYIA)

Die Schola stellt vier von den fünf Finalistinnen an der MA Competition in Brügge 2026 für Cembalo: Irene González Roldán, Alumna und Assistentin von Andrea Marcon, gewinnt den 1. Preis. Der Publikumspreis geht an die Finalistin Olga Davnis (Klasse Francesco Corti). Ebenfalls im Finale finden sich Louise Acabo (Alumna Francesco Corti) und Anastasiia Egorenkova (Klasse Andrea Marcon).

Peter Hong-Jo Lim, an der SCB Cembalo-Student in der Klasse von Francesco Corti, gewinnt auf der Blockflöte die Indy Baroque Competition  und erhält den Devona and Amos Gerber Grand Prize sowie den Publikumspreis.

Auch in York gehen fast alle Preise an Schola-Ensembles: Bianca Cucini (Klasse François Joubert) gewinnt den Jury Prize der York International Young Artists Competition. Die Ensembles Ossian’s Dream (Jaume Guri Batlle, Léa Al-Saguir, Anne Sophie van Riel, Martin Egidi, Claudia Reyes Segovia, Pau Fernández Benlloch) und Tra Noi (mit Bianca Cucini, Rafaela Salgado) erhalten je den Eubo Prize, und das Ensemble Lagrime (Franziska Blömer, Maximilien Brisson, Barbora Hulcová) wird mit dem Cambridge Early Music Prize ausgezeichnet.

 

Stadt Chur zeichnet Clot Buchli aus

Der Klarinettist Clot Buchli erhält einen Anerkennungspreis der Stadt Chur. Ein Förderpreis geht an die Sängerin Any Sabadi.

Rathaus Chur (Bild: Wikimedia commons/Whgler)

Der 1967 geborene Clot Buchli studierte Klarinette bei Antony Morf an der Musikhochschule Luzern und an der Musikakademie Basel bei Hans Rudolf Stalder. Seit 2002 ist er Mitglied der Kammerphilharmonie Graubünden. Daneben konzertiert er als Solist und widmet sich einer vielseitigen kammermusikalischen Tätigkeit in unterschiedlichen Besetzungen und Stilrichtungen. Als gefragter Zuzüger wirkt er zudem in verschiedenen Schweizer Orchestern mit. Für sein musikalisches Schaffen erhielt er 2002 den Kulturförderpreis des Kantons Graubünden. Buchli unterrichtet an den Musikschulen Chur und Landquart und lebt in Haldenstein.

Die 1998 geborene Any Sabadi ist Singer-Songwriterin. Bekannt wurde sie 2019 mit ihrer Teilnahme am BandXost-Wettbewerb, bei dem sie mit eigenen Kompositionen den dritten Platz erreichte. Zunächst mit englischsprachigen Songs unterwegs, fand sie später zur Mundart und entwickelte einen persönlichen Stil zwischen Soul, Pop, R&B und Singer-Songwriting. Charakteristisch für ihre Auftritte ist die Begleitung mit Keyboard und Loopstation, mit der sie mehrstimmige Klangwelten live erschafft.

Die Stadt Chur würdigt mit ihren Anerkennungspreisen ein mindestens zehnjähriges kulturelles Schaffen, das für die Stadt und ihre nähere Umgebung von besonderer Bedeutung ist. Die Förder- und Anerkennungspreise sind mit je 4000 Franken dotiert.

Suno verletzt amerikanisches und deutsches Urheberrecht

Die deutsche Urheberrechtsgesellschaft Gema hat gegen Suno einen Erfolg erzielt. Das Landgericht München hat festgestellt, dass letztere in Europa gegen amerikanisches und deutsches Urheberrecht verstösst.

Foto: Dr.Carrrven/depositphotos.com

Damit bestätigt das Gericht die Position der Gema: Die Verwertung sowie die Wiedergabe der Musikstücke aus dem Gema-Repertoire unterliegen einer Lizenzpflicht und die Anbieter müssen den Urheberinnen und Urhebern eine Vergütung zahlen. Die Entscheidung ist der zweite gerichtliche Erfolg der Gema in einem Verfahren gegen KI-Anbieter. Bereits im November 2025 hatte das Landgericht zugunsten der Gema in einem Rechtsstreit gegen OpenAI geurteilt.

Die Gema hatte am 21. Januar 2025 Klage gegen Suno beim Landgericht München eingereicht, um auf diesem Weg das Recht ihrer Mitglieder auf eine Vergütung für die Nutzung ihrer Werke durchzusetzen. Trotz Aufforderung zur Lizenzierung hatte Suno nicht reagiert.

Originalartikel:
https://www.gema.de/de/w/suno-entscheidung-2026

Ana Oniani erhält in Verbier den Prix Yves Paternot 2026

Die georgische Sopranistin Ana Oniani ist im Rahmen der Verbier Festival Academy mit dem mit 10’000 Franken dotierten Prix Yves Paternot 2026 ausgezeichnet worden.

Ana Oniani (Bild: VFA)

Die Auszeichnung wird jedes Jahr an das meistversprechende Talent der Verbier Festival Academy verliehen. Die Bekanntgabe erfolgte im Anschluss an Onianis Interpretation der Violetta in Verdis La Traviata, präsentiert vom Atelier Lyrique der Academy mit dem Verbier Festival Junior Orchestra unter der Leitung von James Gaffigan.

Aus den Bergen Georgiens stammend, studierte Ana Oniani zunächst Orchesterdirigieren, bevor sie sich dem Gesang widmete. Sie ist  Absolventin des Staatlichen Konservatorium Vano Sarajishvili in Tiflis. 2025 wurde sie in die Akademie der Opéra national de Paris aufgenommen.

Der Prix Yves Paternot wurde zum Gedenken an Yves Paternot — Gründer der Amis du Verbier Festival und langjähriges Mitglied des Stiftungsrats des Festivals — ins Leben gerufen. Der Preis umfasst neben dem Preisgeld eine Einladung zu einem Auftritt bei einer kommenden Ausgabe des Verbier Festival und eröffnet zudem die Möglichkeit, bis zu  15’000 Franken zusätzliche Unterstützung für die künstlerische und berufliche Entwicklung des Preisträgers zu erhalten.

 

Bernardo Ferreira gewinnt Prémio Jovens Músicos

Bernardo Ferreira, der an der ZHdK bei Thomas Grossenbacher Cello studiert, hat beim portugiesischen Prémio Jovens Músicos die höchste Kategorie für sich entschieden.

(Bild: Alchymia Joana Pereira)

Bernardo Ferreira stammt aus Covilhã und ist Gewinner des Paulo-Gaio-Lima-Preises (2023) sowie des Helena-Sá-e-Costa-Preises (2022). Er ist Absolvent eines Masters in Interpretation an der ESMAE – Escola Superior de Música e Artes do Espetáculo in Porto und hat im Februar den Master of Performance an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in Zürich unter der Leitung von Thomas Grossenbacher begonnen. Er ist Gründungsmitglied des Cecilia Quartetts, Mitglied des Gustav-Mahler-Jugendorchesters  und Gast beim Remix Ensemble Casa da Música.

Der Prémio Jovens Músicos wird gemeinsam veranstaltet vom portugiesischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTP (über den Sender Antena 2) und der Calouste-Gulbenkian-Stiftung. Er zeichnet alljährlich herausragende Talente sowie den künstlerischen Werdegang junger Interpretinnen und Interpreten in verschiedenen Disziplinen und Altersstufen aus und zählt zu den bedeutendsten Musikwettbewerben Portugals. Die Fachjury der Cello-Kategorie 2026 war mit Sérgio Neves, Teresa Valente Pereira und Jed Barahal hochkarätig besetzt.

Wie verändert künstliche Intelligenz die Musikbranche?

Die Popakademie Baden-Württemberg und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie untersuchen, wie generative künstliche Intelligenz bis zum Jahr 2036 Musikproduktion, Distribution, Rechteklärung, Lizenzierung und Verwertung verändern könnte.

(Bild: KI-generiert)

Ziel der Studie ist es, «mögliche Zukunftsbilder der Musikwirtschaft und Musikkultur zu entwickeln und daraus konkrete Empfehlungen und Handlungsbedarfe für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger abzuleiten». So sollen frühzeitig die Voraussetzungen für einen rechtssicheren, fairen und kulturell verantwortungsvollen Umgang von KI im Musikbereich geschaffen werden.

Die Popakademie bringt ihre Expertise an der Schnittstelle von Musikwirtschaft, Digitalisierung und Branchenpraxis ein. Sie untersucht insbesondere die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Auswirkungen generativer KI auf die Musikbranche. Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie analysiert mit seiner technologischen Expertise im Bereich Audio-KI den Stand und die Entwicklung generativer Musik-KI. Es  bewertet technische Potenziale und Risiken und liefert damit die Grundlage für realistische Zukunftsszenarien.

Die Projektergebnisse sollen Politik, Musikwirtschaft und Gesellschaft dabei helfen, technologische Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und Strategien für einen rechtskonformen, ethischen und kulturell verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI im Musikbereich zu entwickeln – von der Produktion bis zur Verwertung.

Mehr Infos: 
https://www.idmt.fraunhofer.de/de/Press_and_Media/press_releases/2026/projektstart-perspektive-2036-einfluss-generativer-ki-auf-musikwirtschaft.html

 

ZHdK-Absolventinnen in Köln ausgezeichnet

Ksenia Ignatenko und Leticia Goás, Absolventinnen des Studiums Komposition für Film, Theater und Medien der ZHdK, sind an der SoundTrack_Cologne 2026 ausgezeichnet worden.

Ksenia Ignatenko (links) und Leticia Goás. (Bild: ZHdK/zVg)

Mit dem Peer Raben Music Award ausgezeichnet wurde ihre Musik zum Kurzfilm A Better You (Regie: Arina Popa). Die internationale Jury würdigte «die eigenständige künstlerische Handschrift der Komponistinnen, ihren experimentierfreudigen Umgang mit unterschiedlichen Klangwelten sowie die enge Verzahnung von Musik und Erzählung». Beide haben  25/26 ihren Master in Komposition für Film, Theater und Medien abgeschlossen.

Der Peer Raben Music Award zeichnet die beste Originalmusik in einem Kurzfilm aus. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Der 2009 erstmals verliehene Preis erinnert an den deutschen Filmmusikkomponisten Peer Raben. Nominiert waren dieses Jahr sieben Filmmusiken aus Festival-Highlights der internationalen Kurzfilmszene, die für ihren innovativen und dramaturgisch stimmigen Einsatz von Musik und Ton im Zusammenhang mit der Erzählung gewürdigt werden.

 

 

 

Tschumi-Preise für Kachaev und Provenzi

Der Eduard-Tschumi-Musikpreis, der alljährlich an Absolventen des Master Specialized Music Performance der Hochschule der Künste Bern (HKB) verliehen wird, geht dieses Jahr an den Pianisten Nikita Kachaev und den Gitarristen Samuele Provenzi.

Nikita Kachaev, Samuele Provenzi (Bilder: HKB/zVg)

Die beiden haben in der anspruchsvollen dreiteiligen Master-Prüfung mit der identischen Abschlussnote je einen Preis in der Höhe von 7000 Franken gewonnen. Der Pianist Nikita Kachaev im traditionellen Solisten-Diplom sowie der Gitarrist Samuele Provenzi in der Vertiefung Neue Musik. Letzterer erhält mit der Unterstützung der Bürgi-Willert-Stiftung ausserdem die Möglichkeit, im Saisonprogramm des Berner Symphonieorchesters als Kammermusikpartner oder als Solist aufzutreten.

Nikita Kachaev absolvierte seine Ausbildung am Staatlichen Musikkonservatorium N. A. Rimski-Korsakow in St. Petersburg bei Pawel Egorow, sowie am St. Petersburger Konservatorium, wo er ausserdem ein künstlerisches Aufbaustudium in der Klasse von Oleg Vainshtein absolvierte. 2026 schloss er den Master Specialized Performance Classical an der HKB in Bern ab, wo er Klavier bei Tomasz Herbut studierte.

Samuele Provenzi ist ein italienischer Gitarrist und künstlerischer Forscher. Er studierte am Liceo Musicale G. Verdi in Mailand sowie an den Konservatorien in Mailand und Brescia. An der Hochschule der Künste Bern absolvierte er den Master Specialized Music Performance/Neue Musik bei Elena Càsoli.

David Philip Hefti in New York ausgezeichnet

Der Schweizer Komponist David Philip Hefti ist in New York bei der 10. Manhattan International Music Competition in der Kategorie Komposition mit zwei ersten Auszeichnungen geehrt worden.

David Philip Hefti (Bild: Manu Theobald)

Für sein Werk Aus Licht gewoben – Reflexionen für Violine und Violoncello erhielt David Philip Hefti eine Gold Medal with Honourable Mention sowie den zusätzlich vergebenen Contemporary Music Prize. Die Jury würdigte laut Heftis Website einstimmig «die aussergewöhnliche künstlerische Qualität, die ausgeprägte Musikalität und das hohe technische Niveau der Komposition». Auch das Artistic Committee des internationalen Wettbewerbs habe ihre herausragende Qualität besonders hervorgehoben.

Mit dem Contemporary Music Prize ist die Einladung verbunden, ein digitales Album beim Klassiklabel Orpheus Classical zu veröffentlichen.  Hefti kann dafür ein Programm eigener Werke mit einem übergreifenden künstlerischen oder konzeptionellen Schwerpunkt gestalten. Das Album wird weltweit über digitale Plattformen veröffentlicht.

Ziel der Manhattan International Music Competition ist es, Künstler mit herausragender Persönlichkeit zu entdecken. Der Wettbewerb vergibt Preise, die den Startschuss für eine internationale Karriere geben können. Dazu gehören Solokonzerte in der Carnegie Hall, eine CD-Aufnahme mit weltweitem Vertrieb, fünf weitere digitale Alben, die über Streaming-Plattformen veröffentlicht werden. Hinzu  kommen Geldpreise und zahlreiche Sonderpreise.

Frühere Preisträger sind an wichtigen Orten aufgetreten. Unter anderem in der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, in La Scala, der Wigmore Hall, der Barbican Hall, dem Wiener Konzerthaus, dem Royal Opera House oder den Salzburger Festspielen. Als Solisten haben sie mit  internationalen Orchestern konzertiert.

Chavaz wird Intendant in Essen

Der Schweizer Regisseur Julien Chavaz wird ab 2028 neuer Intendant des Aalto Musiktheaters und der Essener Philharmoniker.

v.l.n.r.: Oberbürgermeister Thomas Kufen, Julien Chavaz, Fritz Frömming, Geschäftsführer TUP. (Bild: Sven Lorenz)

Laut deutschen Medienberichten wird der in Bern geborene Julien Chavaz ab der Spielzeit 2028/2029 Intendant des Aalto Musiktheaters und der Essener Philharmoniker. Er setzte sich gegen 40 Kandidaten durch. Zur Zeit amtet Chavaz als Generalintendant des Theaters Magdeburg.

Julien Chavaz studierte in Zürich Agrarwissenschaften und in Lausanne Dramaturgie und war von 2018 bis 2022 in der Schweiz Intendant der Neuen Oper Freiburg (NOF). Er arbeitete überdies als Regieassistent an der Opéra de Paris, der Opéra de Lyon und De Nationale Opera Amsterdam.

Theater und Philharmonie Essen vereint das Aalto Musiktheater, die Essener Philharmoniker, das Aalto Ballett Essen, das Schauspiel Essen und die Philharmonie Essen und damit einen der grössten deutschen Theater- und Konzertbetriebe.  Intendantin des Aalto Musiktheaters und der Essener Philharmoniker ist zur Zeit Merle Fahrholz, Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker Andrea Sanguineti. Marie Babette Nierenz leitet als Intendantin die Philharmonie.

 

ZHdK kooperiert mit der Zurich Music Week

Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) wird Kooperationspartnerin der Zurich Music Week. Die internationale Veranstaltungswoche widmet sich aktuellen Formen elektronischer Musikkultur. Zudem sind Veranstaltungen für Songwriter geplant.

ZHdK (Bild: Google Maps)

Die Zurich Music Week bringt heuer zum vierten Mal Kunstschaffende, Fachleute und Musikinteressierte in Zürich zusammen. Am 7. August findet dazu im grossen Tonstudio der ZHdK eine Masterclass statt. Durchgeführt wird sie von ZHdK-Dozent Domenico Ferrari, der Experte für die Produktion von House und Elektronischer Musik ist.

Ab Herbst 2026 startet die ZHdK ausserdem gemeinsam mit der Kellerbühne St. Gallen «Vo do us – Song Sessions ZHdK», eine  Veranstaltungsreihe für schweizerdeutsch singende Songwriterinnen und Songwriter. Geplant sind drei bis vier Konzertabende pro Jahr, an denen ausgewählte Studierende ihre Programme in abendfüllenden Konzerten präsentieren können. Die Kooperationen sollen die Sichtbarkeit der Jazz & Pop-Ausbildung an der ZHdK erhöhen.

Optimierte Abläufe im Opernbetrieb

Die HHL Leipzig Graduate School of Management und die Oper Leipzig untersuchen, wie sich Abläufe im Opernbetrieb effizienter, transparenter und digitaler gestalten lassen.

Oper Leipzig (Bild: Wikimedia Commons/Public Domain)

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden im August 2026 veröffentlicht und sollen dazu beitragen, betriebliche Abläufe in den Spielstätten Opernhaus und Musikalische Komödie weiterzuentwickeln.

Studierende der HHL Leipzig Graduate School of Management führen Interviews mit Mitarbeitenden aus den Arbeitsbereichen der Technischen Direktion des Opernhauses und der Musikalischen Komödie, analysieren Abläufe vor Ort und ziehen ausgewählte Praxisbeispiele aus vergleichbaren Häusern heran. Zudem untersuchen sie Kommunikationswege, Informationsflüsse, Datenablagen sowie Produktions- und Dienstplanungen auf Entwicklungspotenziale.

Auf dieser Grundlage sollen Empfehlungen abgeleitet werden, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen, Abstimmungen zwischen Abteilungen zu beschleunigen und Informationen besser verfügbar zu machen. Dabei wird auch betrachtet, wie digitale Werkzeuge den Arbeitsalltag künftig noch besser unterstützen können. Der HHL Alumni Association e.V., Förderverein der HHL-Alumni, finanziert das Projekt.

Mehr Infos:
https://www.mynewsdesk.com/de/hhl-gemeinnutzige-gmbh/pressreleases/hhl-und-oper-leipzig-analysieren-prozesse-hinter-der-buehne-3458037

Universität zu Köln übernimmt Briefe von Max Bruch

Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität zu Köln hat für 95’000 Euro ein Briefkonvolut des Komponisten Max Bruch angekauft.

Max Bruch (Bild: Wikimedia Commons/Public domain)

Bruch stammt aus Köln und ist neben Jacques Offenbach der wahrscheinlich berühmteste Komponist der Stadt. Seine Schaffensphase lag in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zwar gelangte Bruch nicht zur Bekanntheit seines Zeitgenossen Johannes Brahms, sein erstes Violinkonzert wurde aber zu einem Welthit und gehört zum festen Violin-Konzertrepertoire.

Die Briefe umfassen die Korrespondenz zwischen Max Bruch und seinem Berliner Kollegen Ernst Rudorff. Neben Einblicken in Bruchs Schaffensprozess enthalten sie zahlreiche Informationen über das deutsche Musikleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und insbesondere dessen Verflechtung mit kulturhistorischen und politischen Vorgängen der Zeit. So werden etwa Themen wie Antisemitismus und Militarismus verhandelt, was das Konvolut zu einer historisch äusserst wertvollen Sammlung macht.

Mehr Infos: https://idw-online.de/de/news873992

 

St. Galler Musikschulgesetz geht in die Vernehmlassung

Der Kanton St.Gallen will erstmals eine eigenständige gesetzliche Grundlage für die Musikschulen schaffen. Die Vernehmlassung dazu dauert bis Mitte September 2026.

 

Stadt St. Gallen (Bild: Wikimedia Common/Public Domain)

Auf Gesetzesstufe wird das kommunale Musikschulwesen in je einer Bestimmung des Volksschulgesetzes und des Mittelschulgesetzes erwähnt. Ein eigenständiges und umfassendes Gesetz zu den Musikschulen jedoch besteht heute nicht. Der Kantonsrat hat die Regierung deshalb mit einer Motion beauftragt, eine eigenständige rechtliche Grundlage für die Musikschulen zu schaffen. Das neue Musikschulgesetz regelt laut der Mitteilung des Kantons Aufgaben, Organisation und Finanzierung der Musikschulen und schafft Rechtssicherheit für ein bewährtes Angebot.

Die Regierung des Kantons St.Gallen gibt nun den Entwurf für ein neues Musikschulgesetz in die Vernehmlassung. Das Musikschulwesen bleibt dabei in seinen Grundzügen unverändert. Das Gesetz regelt die Aufgaben, die Organisation und die Finanzierung der Musikschulen. Gleichzeitig hält es am bewährten Grundsatz fest, wonach die Gemeinden beziehungsweise Schulgemeinden als Träger der Musikschulen weiterhin über ein hohes Mass an Autonomie in inhaltlichen und organisatorischen Fragen verfügen. Der Kanton beschränkt sich weiterhin auf die Festlegung des rechtlichen Rahmens.

Mehr Infos:
https://www.sg.ch/news/sgch_allgemein/2026/07/regierung-gibt-musikschulgesetz-in-vernehmlassung.html

Dziadevych gewinnt 50. Kiwanis Musikwettbewerb

Die 26-jährige ukrainische Violinistin Anastasia Dziadevych wird mit dem 50. Kiwanis Musikpreis ausgezeichnet. Er geht an besonders talentierte Studierende der Zürcher Hochschule der Künste.

Anastasia Dziadevych (Bild: Artdialog)

Die aus der Ukraine stammende Anastasia Dziadevych studierte an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv und in Zürich bei Rudolf Koelman, Alexander Sitkovetsky und Ilya Gringolts. Sie ist Preisträgerin des Rahn-Musikpreises und erste Geigerin des Gertler-Quartetts. Zudem sammelt sie derzeit Orchestererfahrung beim Tonhalle-Orchester Zürich. Seit 2021 wird sie von der Lyra-Stiftung gefördert.

Der Kiwanis-Wettbewerb würdigt die intensive Arbeit der jungen Musikerinnen und Musiker und will ihnen zugleich eine wertvolle Referenz für ihren weiteren beruflichen Weg bieten. Im Anschluss an die Preisverleihung treten die Gewinnerinnen und Gewinner im traditionellen Kiwanis-Preisträgerkonzert auf.

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