Liza Lim mit Grawemeyer Award geehrt

Die australische Komponistin Liza Lim, von der im Rahmen der Roche Commissions 2026 am Lucerne Festival ein Werk aufgeführt wird, ist mit dem renommierten Grawemeyer Award ausgezeichnet worden.

Liza Lim (Bild: Nik Hunger)

Die 1966 in Perth, Australien, geborene Liza Lim ist Professorin für Komposition und Inhaberin des ersten Sculthorpe-Lehrstuhls für australische Musik am Sydney Conservatorium of Music, wo sie auch das Programm Composing Women leitet. Sie erhielt Kompositionsaufträge von einigen der bedeutendsten Orchester und Ensembles der Welt, darunter Los Angeles Philharmonic, das Ensemble intercontemporain, das Ensemble Modern, Arditti Quartet und das Klangforum Wien. Bei Lucerne Festival war Lim zuletzt im November 2023 mit der Uraufführung ihres Werks Multispecies Knots of Ethical Time, eine Komposition für 15 Musikerinnen und Musiker, Gestural Performer und Video, präsent.

Die zur Zeit mit 100’000 Dollar dotierten Grawemeyer Awards werden einmal pro Jahr von der University of Louisville in Kentucky vergeben. Preisträger werden in den Kategorien Erziehung und Lehre, Ideen, welche die Weltordnung verbessern, Musikkomposition, Religion und Psychologie nominiert. 2015 ging ein Preis an Wolfgang Rihm, den damaligen Leiter der Lucerne Festival Academy.

Chailly bleibt Chef des Lucerne Festival Orchestra

Riccardo Chailly hat seinen Vertrag mit dem Lucerne Festival Orchestra bis Ende 2028 verlängert. Zusätzlich sind auch Tourneeprojekte im Ausland sowie zukünftige Projekte mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) geplant.

Riccardo Chailly (Bild: Priska Ketterer)

Chailly leitet laut der Medienmitteilung des Festivals weiterhin Konzerte im Frühling und Sommer, dort auch die offizielle Eröffnung. Riccardo Chailly ist seit 2016 Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra, er folgte auf Claudio Abbado. Mit der Gründung des Lucerne Festival Orchestra, das sich im August 2003 erstmals der Öffentlichkeit vorstellte, knüpften der Dirigent Claudio Abbado und Festival-Intendant Michael Haefliger an die Geburtsstunde der Luzerner Festspiele im Jahr 1938 an, als Arturo Toscanini mit dem Concert de Gala ein Eliteorchester bildete.

Die Orchestermitglieder treten ausserhalb der Festspielsaison solistisch auf, nehmen Positionen bei renommierten Orchestern ein, lehren an Hochschulen oder entstammen den Reihen des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala. Bis zu seinem Tod im Januar 2014 hatte Claudio Abbado die künstlerische Leitung des Orchesters inne.

Deutsche Musikschulen schlagen Alarm

Eine Studie deutscher Musikpädagogik-Verbände zeichnet ein dramatisches Bild eines künftigen Mangels an Musiklehrpersonen. Eine halbe Million Kinder könnten in Deutschland und Österreich keinen Zugang mehr zum Unterricht haben.

(Bild: CC)

Bis 2035 gehen laut der Studie rund 14’700 Musikschulkräfte in den Ruhestand (Hochrechnung basierend auf aktuellen Zahlen des Verbands deutscher  Musikschulen und des Deutschen Musikinformationszentrums).  Dem gegenüber stehen lediglich rund 4000 Studierende der Instrumental- und Vokalpädagogik sowie der Elementaren Musikpädagogik. Damit könnten in zehn Jahren etwa drei Viertel der freien Stellen nicht mit entsprechend qualifizierten Musikschullehrkräften besetzt werden.  Angesichts konstant steigender Nachfrage bedeutet dies, dass mindestens 500’000 Kinder keinen Musikschulunterricht mehr bekommen können.

Die Studie entstand auf gemeinsame Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden pädagogischer Studiengänge (ALMS) und des  Ausschusses Künstlerisch-Pädagogische Studiengänge der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen (RKM). Unter Mitwirkung zahlreicher Musikhochschulen und  Studieninstitutionen sowie des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) wurden in einem breit angelegten Crowd-Research-Projekt mit über 50 Forschungsgruppen Ursachen, Herausforderungen und Handlungsansätze untersucht.

Mehr Infos:
https://www.musikrat.de/fileadmin/redaktion/news/2025/11_2025/DMR_PM_MiKADO-Musik-Studie_belegt_existenziellen_Nachwuchsmangel_an_Musikschulen.pdf

Zürich Saxophon Quartett und A-Delta Trio gewinnen Orpheus Wettbewerb

Das Zürich Saxophon Quartett der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und das A-Delta Trio der Musikhochschule Basel (FHNW) haben ex aequo die Orpheus Swiss Chamber Music Competition 2025 gewonnen.

A-Delta Trio (Bild: zVg)

Ein zweiter Preis geht an das Mars Quartett der  Zürcher Hochschule der Künste. Das Ensemble Brisae mit Studierenden der Haute école de musique Lausanne sowie der Musikhochschulen Luzern und Basel wurde mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Insgesamt fanden sich 15 Ensembles im Wettbewerb.

Die drei Bestplatzierten gewinnen Preise von 4000 und 2000 Franken. Ausserdem können sie je einen von der Fondation Nicati-de Luce finanzierten Kompositionsauftrag erteilen. Diese drei neuen Werke werden am nächsten Swiss Chamber Music Festival Adelboden (11. bis 20. September 2026) uraufgeführt. Weitere Förderung erhalten die Ensembles durch einen gemeinsamen Workshop mit den beauftragten Komponierenden und die Möglichkeit einer Teilnahme an einem Meisterkurs in Rheinau.

Seit 1974 zeichnet die Orpheus Swiss Chamber Music Competition jedes Jahr herausragende Kammermusikensembles aus. Rund 800 Ausgezeichnete wurden bisher gefördert – viele davon gehören mittlerweile zur schweizerischen, europäischen und weltweiten Elite.
Die Preisträgerkonzerte finden jeweils im Rahmen des Swiss Chamber Music Festivals Adelboden statt. Laufend nehmen weitere Veranstalter Orpheus-Preisträgerensembles in ihre Konzertreihen auf.

HKB-Studierende zahlen künftig mehr

Die Berner Fachhochschule führt aufs Herbstsemester 2026/27 höhere Studiengebühren ein. Sie setzt damit einen politischen Entscheid auf kantonaler Ebene um.

Hochschule der Künste Bern (Bild: HKB)

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat im Zuge einer Revision der Hochschulverordnungen beschlossen, die Studiengebühren an den Berner Hochschulen zu erhöhen. Die Erhöhung betrifft die Universität Bern und die Fachhochschulen (BFH) gleichermassen. Die Studiengebühren an der BFH steigen per Herbstsemester 2026/27 von 750 Franken neu auf 850 Franken. Wer eine ausländische Staatsangehörigkeit hat und beim Erlangen des Hochschulzulassungsausweises (Berufs- oder Fachmaturität beziehungsweise gymnasiale Matura) nicht offiziell in der Schweiz oder Liechtenstein wohnhaft war, zahlt künftig statt 950 Franken 2550 Franken pro Semester.

Studierende der letzten Kategorie, die das Studium an der BFH vor dem Herbstsemester 2026/27 begonnen haben, bezahlen bis zum Abschluss des jeweiligen Bachelor- oder Master-Studiums neu eine Gebühr von 1050 Franken. Ein Wechsel vom Bachelor zum Master gilt gemäss Fachhochschulverordnung als neuer Studienbeginn, weshalb in diesem Fall die neuen Gebühren (von 2550 Franken) anfallen.

Mehr Infos:
https://www.hkb.bfh.ch/de/aktuell/news/2025/kanton-bern-erhoeht-studiengebuehren/

Tod des Dirigenten Lutz Rademacher

Laut einer Mitteilung des Landestheaters Detmold ist der deutsche Dirigent Lutz Rademacher, der ab 2003 am Theater Basel als Assistent des Chefdirigenten amtete, im Alter von 56 Jahren verstorben.

Lutz Rademacher (Bild: Ultraschall Berlin/KUMR)

An der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ausgebildet, war Rademacher als Kapellmeister unter anderem in Basel und Freiburg engagiert. Zuletzt gab er dem Konzertleben der Stadt Detmold als GMD mit innovativen Konzertformaten und anspruchsvollen Musiktheaterspielplänen neue Impulse.

Seit dem Sommersemester 2024 gab Lutz Rademacher sein Wissen als Dozent für Orchester- und Ensembleleitung an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg weiter. An der HfMT Hamburg war er zusätzlich Lehrbeauftragter für Ensemble Neue Musik. Der Mitteilung ist keine Todesursache zu entnehmen.

Schütter-Buch in Amerika ausgezeichnet

Das Buch von Ute Stoecklin über den Churer Komponisten Meinrad Schütter ist in den USA mit einem ARSC Award ausgezeichnet worden.

Meinrad Schütter gehört zu den faszinierendsten Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts. Vier Jahre nach Schütters Tod veröffentlichte Ute Stoecklin 2010 das Buch «Meinrad Schütter 1910–2006», welches sich mit dem Lebenswerk des Churers beschäftigt. (Link zur Rezension in der SMZ)

2024 wurde das Buch von Chris Walton unter dem Titel Meinrad Schütter – Maverick Swiss Composer ins Englische übersetzt. Es ist die erste englische Publikation, die sich mit dem Leben von Meinrad Schütter befasst. Sie wurde von der ARSC (Association for Recorded Sound Collections) 2025 in der Rubrik mit dem Award «Best Historical Research in Recorded Classical Music – Best History» ausgezeichnet.

Zwei neue Orgelwerke Bachs definitiv bestätigt

Das Bach-Werkeverzeichnis (BWV) ist um zwei Nummern reicher: Zwei bislang unbekannte Orgelwerke konnten eindeutig Johann Sebastian Bach zugeordnet werden.

Johann Sebastian Bach (Ölgemälde von Elias Gottlob Haussmann)

Die beiden jetzt als Frühwerke Bachs identifizierten Kompositionen, die Ciacona in d-Moll BWV 1178 und die Ciacona in g-Moll BWV 1179, kennt der Leipziger Bach-Forscher und Direktor des Bach-Archivs Leipzig Peter Wollny bereits seit über 30 Jahren. Gefunden hat er sie in der Königlichen Bibliothek Belgiens. Im Lauf seiner Forscherkarriere sammelte der Musikwissenschaftler zahlreiche Hinweise, die sich nun mit dem letzten Puzzleteil ‒ der namentlichen Identifizierung des Schreibers ‒ zu einem vollständigen Bild fügen.

Die Identifizierung gelang im Rahmen der Arbeiten am »Forschungsportal BACH«, eines Akademieprojekts der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, in dem erstmals sämtliche verfügbaren archivalischen Quellen zur gesamten Musikerfamilie Bach digital erschlossen und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Die anonym überlieferten Stück Ciacona in d und Ciacona in g befinden sich in Bibliothèque royale de Belgique de Bruxelles / Koninklijke Bibliotheek van België (Königliche Bibliothek Belgiens), Bruxelles/Brussels, Signatur: Ms II 3911 Mus (Fétis 2013). Die Notenausgabe ist bei Breitkopf & Härtel zu erwerben (EB 9648).

Jodeln dürfte Unesco-Kulturerbe werden

Im Dezember wird in Neu-Delhi das Jodeln voraussichtlich in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen. Der Kanton Schwyz wird das am 13. Dezember mit einem besonderen «Tag des Jodelns» feiern.

Jodlerklub Gruss vom Wasserngrat Gstaad (Bild: www.bkjv.ch)

Vor gut anderthalb Jahren hat die Schweiz bei der Unesco die Kandidatur für die Einschreibung des Jodelns in die «Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit» deponiert. Mit der Aufnahme in diese Liste werde eine für die gesamte Schweiz wichtige Ausdrucksform der Volksmusik gewürdigt, schreibt der Kanton Schwyz.

Die Unesco entscheidet im Dezember an einer internationalen Tagung in der indischen Hauptstadt über die Kandidatur. Unabhängig davon wird die musikalische Tradition am 13. Dezember im Mythenforum Schwyz mit einem besonderen «Tag des Jodelns» gefeiert. Dazu laden der Kanton Schwyz und die beteiligten Trägerschaften ein, es sind dies der Eidgenössische Jodlerverband, die Hochschule Luzern – Musik und das Roothuus Gonten – Zentrum für Appenzeller & Toggenburger Volksmusik.

Der «Tag des Jodelns» möchte unterschiedliche Zugänge zum Jodeln bieten und verschiedene Aspekte rund um die Tradition in den Mittelpunkt stellen.

Mehr Infos:
https://www.sz.ch/kanton/medien-und-datenschutz/medienmitteilungen.html/8756-8757-8803-10391-10392/news/24175

Graubünden fördert Grossmann und Kägi

Fünf Kulturschaffende erhalten vom Kanton Graubünden einen Werkbeitrag oder ein freies Stipendium in der Höhe von je 10 000 Franken, darunter die Musiker Robert Grossmann und Stefan Kägi.

Regierungsgebäude Kanton Graubünden (Bild: Kt. Graubünden)

Der Silser Robert Grossmann erhält die Förderung für sein Projekt «Der Stadtbrand von Chur», der in Winterthur wohnhafte Stefan Kägi für die  Klanginstallation «Undersized empire». Die weiteren Geförderten sind Ella Moana Bürkli (Chur, Tanz), Sandro Livio Straube (Vella, Bildende Kunst) und Jan-Andrea Bernhard (Strada/Ilanz, Geschichte und Gedächtnis).

Der Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen (kleine Projekte) des Kantons Graubünden wird jeweils im Juli ausgeschrieben. Einsendeschluss ist Ende August. Bei diesem Wettbewerb werden Werkbeiträge oder freie Stipendien von maximal 10 000 Franken vergeben. Der Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen (grosse Projekte) wird jeweils im Januar ausgeschrieben. Einsendeschluss ist Anfang März. Bei diesem Wettbewerb werden Werkbeiträge oder freie Stipendien von maximal 20 000 Franken vergeben. Dieselbe Person kann insgesamt höchsten dreimal ein Stipendium oder einen Werkbeitrag erhalten. Ausbildungen sind vom Wettbewerb ausgenommen.

Christoph Müller übernimmt Klosters Music

Der Basler Kulturmanager Christoph Müller wird Künstlerischer Leiter von Klosters Music. Er folgt in dem Amt auf David Whelton.

Christoph Müller (Bild: Menhuin Festival/Adrian Moser)

Müller übernimmt die Funktion beim bündnerischen Festival am 1. November 2026. Er tritt die Nachfolge von David Whelton an, der sich mit der kommenden Festivalausgabe (31. Juli – 9. August 2026) als künstlerischer Leiter verabschiedet. Ab 2027 wird Müller im Rahmen von Klosters Music mit dem «Klosters Fine Violin Summit» ein zusätzliches Projekt lancieren, das Musik und Geigenbaukunst verbindet. Das von ihm neu geplante Projekt hat auch mit Müllers Tätigkeit als Vizepräsident der Schweizer Stradivari-Stiftung Habisreutinger-Huggler-Coray, der bedeutendsten Schweizer Institution für den Erhalt und die Vergabe von historischen Streichinstrumenten, zu tun.

Veranstalterin von Klosters Music ist die Stiftung Kunst & Musik, Klosters. Mit der Gründung der Stiftung und dem gleichnamigen Förderverein wurde im Frühjahr 2019 eine Basis geschaffen, um ein kulturelles Angebot zu entwickeln. Die Stiftung wird zukünftig in den Bereichen Kunst und Musik in Klosters, im Prättigau und darüber hinaus verschiedene Stilrichtungen und Formate realisieren.

Müller hat von 2002 bis 2024 das Gstaad Menuhin Festival geleitet. Er übernimmt 2026 auch die künstlerische Leitung der Settimane Musicali Ascona. Der 1970 geborene Kulturmanager ist ausgebildeter Cellist und war ab 1996 in verschiedenen Funktionen für das Kammerorchester Basel tätig. Seit 2011 ist er der künstlerische Delegierte und Konzertmanager des Orchesters.

Sarah Strohm Gewinnerin des Concours de Genève

Die Schweizerin Sarah Strohm gewinnt ex aequo mit dem Amerikaner Brian Isaacs den Concours de Genève 2025 im Fach Bratsche. Sie räumte zudem fast alle Sonderpreise ab.

v.l.: Sarah Strom, Ayaka Taniguchi, Brian Isaacs (Bild: Concours de Genève)

Am Start waren 36 Kandidatinnen und Kandidaten. Von denen wählte die Jury acht im Halbfinale aus. Im Finale fand sich neben Brian Isaacs und Sarah Strohm die Japanerin Ayaka Taniguchi. Sarah Strohm gewann neben dem mit 20’000 Franken dotierten Hauptpreis sieben Spezialpreise. Die Jury bestand aus Tabea Zimmermann (Vorsitzende), Tomoko Akasaka, Ettore Causa, Cynthia Phelps, Pauline Sachse, Jean Sulem und German Tcakulov.

Sarah Strohm begann im Alter von sieben Jahren am Conservatoire de Musique de Genève bei Noémie Bialobroda mit dem Viola-Unterricht. Bald darauf nahm sie am Intensivprogramm des Konservatoriums teil, wo sie unter der Leitung renommierter Künstler wie Leonardo Garcia Alarcón erste Erfahrungen mit Kammermusikprojekten sammelte. Ihre Fähigkeiten perfektionierte sie in Meisterkursen bei Frédéric Kirch und Garth Knox sowie bei Jean Sulem an der Cervo Summer Academy. Sarah war 2018 Gewinnerin des Concours suisse de musique pour la jeunesse und erlangte internationale Aufmerksamkeit, als sie 2019 den Aims Foundation Competition gewann und als Solistin mit Orchester in Solsona auftrat.

Kultur und sozialer Zusammenhalt im Wallis

Der Kanton Wallis lanciert das Förderinstrument «Kultur und sozialer Zusammenhalt», das aus einer Zusammenarbeit zwischen der Dienststelle für Kultur und der Dienststelle für Sozialwesen hervorgegangen ist.

Walliser Regierungsgebäude (Bild: EpsilonEridani)

Das Förderinstrument «Kultur und sozialer Zusammenhalt»  soll Synergien zwischen Kultur, Sozial- und Gesundheitswesen stärken, indem die Kultur in den Dienst von Inklusion und sozialem Zusammenhalt gestellt wird. Es unterstützt «innovative Vorhaben, welche die aktive Teilhabe am Kulturangebot und zugleich den sozialen Zusammenhalt stärken».

Der erste Teilbereich des Förderinstruments richtet sich an so genannt transversale Projekte. Unterstützt werden innovative kulturelle Initiativen, welche die gesellschaftliche Inklusion und den Dialog zwischen den Kulturen stärken. Der zweite Teilbereich, «Inklusion in der Kultur», unterstützt den Wandel der Walliser Kulturstrukturen hin zu mehr Inklusion und Repräsentanz. Gefördert werden Projekte, die von den Kulturinstitutionen in Partnerschaft mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Sozial- oder Gesundheitswesen getragen werden.

Mehr Infos:
https://www.vs.ch/de/web/communication/e/com-et-media/10108/43211147

 

Gaffigan wird Chef in Huston

James Gaffigan, der Musikdirektor des Verbier Festival Junior Orchestra und ehemalige Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters, wird Musikdirektor der Houston Grand Opera.

James Gaffigan (Bild: zVg)

Gaffigan wird in der Saison 2026/27 als designierter Musikdirektor der Houston Grand Opera (HGO) tätig sein, in der Saison 2027/28 dann die Rolle des Musikdirektors übernehmen, wobei sein Vertrag eine Laufzeit von fünf Spielzeiten bis 2031/32 hat. Er übernimmt das Amt von  Patrick Summers.

Zu den früheren Positionen Gaffigans zählen die musikalische Leitung des Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, das Amt des Ersten Gastdirigenten des Netherlands Radio Philharmonic Orchestra und des Trondheim Symphony Orchestra sowie des stellvertretenden Dirigenten des San Francisco Symphony Orchestra und des Assistenzdirigenten des Cleveland Orchestra. Er arbeitet regelmässig mit jungen Musikern an der Juilliard School, dem Aspen Music Festival and School, der Music Academy of the West und dem Verbier Festival zusammen.

Die Huston Grand Opera ist eine der grössten Opernkompanien der Vereinigten Staaten. Generaldirektorin und CEO Khori Dastoor übernahm 2021 die Leitung der Organisation und die Verantwortung für ihre strategische Ausrichtung. Sie hat zahlreiche Tourneen unternommen und einen Tony, zwei Grammy Awards und drei Emmy Awards gewonnen. DIe HGO ist die einzige Operngesellschaft, die alle drei Auszeichnungen erhalten hat.

Kanton Schwyz fördert talentierte Kinder

2025 verteilte der Kanton Schwyz erstmals Fördergeld für musikalisch talentierte Kinder und Jugendliche. 45 von ihnen werden nun bis Frühling 2026 speziell gefördert.

Insgesamt 54 junge musikalisch Begabte meldeten sich im Januar 2025 für die Aufnahmeprüfung ins kantonale Begabtenförderungsprogramm an. 45 davon bestanden und werden nun bis Frühling 2026 speziell gefördert. Zudem dürfen sie sich über einen finanziellen Förderbeitrag des Kantons freuen.

Das Fördergeld, welches der Kanton an die Talente ausbezahlt, kommt vom Bund. Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat mit seinem Programm «Junge Talente Musik» fast 80’000 Franken für Begabte aus dem Kanton Schwyz bereitgestellt, legt dadurch aber auch die Richtlinien fest. Die Talente werden in vier verschiedene Förderstufen eingeteilt: Basis (altersmässig ungefähr Kindergarten und Primarschule), Aufbau 1 (Sekundarstufe), Aufbau 2 (Mittelschulen und Berufsfachschulen) sowie Pre-College (Vorkurs zum Musik-Studium).

Ein Talent in der Stufe Basis bekommt 1000 Franken pro Jahr, in der Stufe Aufbau 1 gibt es 1500 Franken, in der Stufe Aufbau 2 sind es 2000 Franken, und ein Talent in der Stufe Pre-College erhält 2500 Franken. Über dieses Geld kann frei verfügt werden. Für das aktuelle Jahr erhielten 14 auf der Stufe Basis eine Unterstützung, bei Aufbau 1 waren es 18, bei Aufbau 2 waren es 12. Auf der Stufe Pre-College gab es eine Unterstützung.

Mehr Infos:
https://www.sz.ch/kanton/medien-und-datenschutz/medienmitteilungen.html/8756-8757-8803-10391-10392/news/24137

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