Kampf gegen Kulturkürzungen in Österreich

Der Kulturrat Österreich befürchtet massive Kürzungen der öffentlichen Kulturförderung und einen verhängnisvollen Wechsel der Förderstrukturen.

Das österreichische Parlamentsgebäude (Bild: PD)

Im Rahmen der laufenden Budgetverhandlungen stehen laut dem Kulturrat Österreich Kürzungen von mehr als 60 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren im Raum. Gleichzeitig deuteten die Vorschläge aus dem Umfeld der Fördertaskforce auf eine grundlegende Neuordnung staatlicher Förderlogiken hin. Besonders problematisch wären Kriterien, nach denen Förderungen künftig nur mehr als Anschubfinanzierung verstanden oder nur durch eine einzige Gebietskörperschaft vergeben werden sollen.

Gerade im Kunst- und Kulturbereich würde das an der Realität vorbeigehen, ist der Kulturrat überzeugt. Kulturfinanzierung ist in Österreich auf Ko-Finanzierung aufgebaut: Gemeinden, Länder und Bund tragen gemeinsam Verantwortung. Fällt eine Ebene weg, geraten gesamte Finanzierungsstrukturen ins Wanken. Auch der Ansatz, Kunst- und Kulturförderung auf reine Anschubfinanzierung zu reduzieren, widerspricht den tatsächlichen Erfordernissen kontinuierlicher kultureller Arbeit ebenso wie dem gesetzlichen Auftrag der Kunstförderung.

Der ganze Text:
https://oemr.at/keine-kuerzungen-kunst-kultur/

Unisono besorgt über Situation der Bodensee Philharmonie

Angesichts der noch unbesetzten Intendantenstelle bei der Bodensee Philharmonie wendet sich die Deutsche Orchestergewerkschaft Unisono in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Konstanz.

Bodensee Philharmonie (Bild: Bodensee Philharmonie)

Hintergrund sei vor allem, dass bislang kein öffentlich kommuniziertes Findungsverfahren eingeleitet wurde, schreibt Unisono. Selbst wenn übergangsweise eine Interimslösung angestrebt werden würde, entbinde dies nicht «von der Notwendigkeit, parallel ein reguläres, transparentes Auswahlverfahren durchzuführen». Weder die Gründe für das Ausbleiben eines Findungsverfahrens noch die strategischen Überlegungen der Stadt seien nachvollziehbar kommuniziert worden. Ein solcher Umgang mit einer zentralen Leitungsfunktion eines kommunalen Orchesters sei ungewöhnlich, intransparent und erklärungsbedürftig.

Eine öffentliche Debatte über die kulturpolitische Ausrichtung der Stadt Konstanz sei überfällig, so Unisono weiter. Diese Diskussion betreffe sowohl die Öffentlichkeit als auch die Beschäftigten. Beide bräuchten ein klares Bekenntnis, dass die Stadt weiterhin uneingeschränkt hinter ihrem Orchester stehe.

Die Bodensee Philharmonie Konstanz wurde 1932 gegründet. Sie gehört zu den wichtigsten Kulturträgern des deutschen Südwestens, prägt das kulturelle Angebot der Universitätsstadt Konstanz und stellt auch im Konzertleben der Schweiz eine wichtige Grösse dar. Mit über 60 fest angestellten Musikern erreicht das Orchester bei über 100 Konzerten pro Jahr rund 80’000 Menschen.

Nationalfonds fördert ZHdK-Projekt

Das Projekt «Animated Objects and Moving Sound Sources» der Zürcher Hochschule der Künste wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) für vier Jahre gefördert.

ZHdK (Bild: Google Maps)

Das Projekt mit vollem Namen «Projekt Animated Objects and Moving Sound Sources: Expanding Spatial Audio in Post-Instrumental Practice» untersucht neue Konzepte und Methoden im Bereich der räumlichen Audiowiedergabe mit einem Fokus auf verkörperte und objektbasierte performative Praktiken in der zeitgenössischen Musik. Es wird für vier Jahre finanziell gefördert.

Unter der Leitung von Rama Gottfried verbindet das Projekt verschiedene Forschungsstränge des Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) der ZHdK zum Thema Räumlichkeit. Es verknüpft 3D-Audio-Rendering mit Peter Fäbers Arbeit zu «Moving Sound Sources», Daniel Bisigs Forschung zur Bewegungsanalyse im Tanz sowie Gottfrieds Arbeit im postinstrumentalen Materialtheater und mit animierten Objekten als verkörperter Präsenz.

Hanna Järveläinen und Germán Toro Pérez beraten das  Projekt wissenschaftlich. Eine Postdoc- sowie eine PhD-Stelle werden im kommenden Jahr im Rahmen des Projekts ausgeschrieben.

Kanton Thurgau fördert David Flütsch

Der Kanton Thurgau unterstützt die Karriere des Schlagzeugers David Flütsch mit einem Förderbeitrag von 25 000 Franken.

David Flütsch (Bild: Flütsch/Instrumentor)

David Flütsch ist laut der Mitteilung des Kantons Thurgau in Graubünden aufgewachsen und hat in Zürich Jazzschlagzeug sowie Musikpädagogik studiert. Seit zehn Jahren ist er in Weinfelden zuhause und betreibt in Bürglen ein Musikstudio namens Sour Soul. Seine Kunden sind internationale wie auch regionale Musikbands gleichermassen. Er ist Musiker, Songwriter, Komponist sowie Sound Engineer und Sounddesigner.

Als hervorragender Schlagzeuger ist Flütsch Teil verschiedener Bands. Auch als Produzent hat er eine eigene Handschrift. Viele der Projekte, an denen er beteiligt war, wurden schweizweit gefördert und ausgezeichnet mit Nominationen und Awards wie der M4Music Demotape Clinic, so auch sein eigenes Projekt MonoDada.

Mit seinem aktuellen Vorhaben möchte er sich von der reinen Auftragsarbeit lösen, um Zeit zu haben, die eigene musikalische Handschrift zu stärken um zu einer klar profilierten, künstlerischen Eigenständigkeit zu finden. Er möchte sich vermehrt eigenen musikalischen Projekten widmen.

Der Kanton Thurgau vergibt einmal jährlich persönliche Förderbeiträge an Kulturschaffende aus dem Thurgau, die mit einem überzeugenden Vorhaben in ihrer Karriere einen Schritt weitergehen möchten. Die Förderbeiträge sind mit je 25 000 Franken dotiert.

Verbindung zwischen Schmerz und Kreativität

Ein Team unter Beteiligung der Uni Zürich und der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich ist den Zusammenhängen zwischen Schmerz und Kreativität nachgegangen.

Universität Zürich (Bild: Leonhard Lenz/Public Domain)

Kreatives Handeln und Schmerz sind laut dem Team mit komplexen sensorischen und emotionalen Erfahrungen verbunden, was auf mögliche Überschneidungen zwischen ihren neuronalen Netzwerkmodellen, Lernregeln und exekutiven Funktionen hindeutet. Die Identifizierung und Charakterisierung dieser Gemeinsamkeiten könnte das Potenzial von Kreativität als therapeutischer Ansatz in der Schmerzbehandlung verdeutlichen.

In einem aktuellen Artikel in der Fachzeitschrift Neuroscience & Biobehavioral Reviews stellt das Team Herausforderungen vor, die sich aus der aktuellen Forschung ableiten. Es hebt mehrere relevante Komponenten hervor, darunter physiologische Mechanismen, neuronale Netzwerkmodelle, Lernregeln und die Vorteile eines mehrstufigen Ansatzes, darunter zum Umgang mit Beeinträchtigungen der exekutiven Funktionen mit Schmerzsensibilisierung bei neurologischen Entwicklungsstörungen und klinischen Erkrankungen, wie Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und Autismus-Spektrum-Störungen.

Der Artikel zitiert zahlreiche Studien, die kreativen Ausdruck wie bildende Kunst und Musik mit verringerter Schmerzwahrnehmung in Verbindung gebracht haben, was darauf hindeutet, dass ganzheitliche, therapeutische Ansätze, die beides integrieren, nicht nur möglich, sondern auch erforschenswert sind. Schliesslich präsentiert es einen Rahmen für zukünftige Forschung zur Beziehung zwischen Kreativität und Schmerz und bietet damit eine Orientierung für therapeutische Möglichkeiten zur Bewältigung chronischer Schmerzen durch kreative Handlungen.

Originalartikel:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0149763426001077?via%3Dihub

Neue Leitlinien für Sampling

Das höchste europäische Gericht hat im Rahmen eines Rechtsstreits der Band Kraftwerk mit dem Musikproduzenten Moses Pelham neue Leitlinien für das Sampling geschaffen.

Kraftwerk in einer Aufnahme von 1975 (Bild: Public Domain)

Laut einem Bericht der Neuen Musikzeitung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass Sampling unter bestimmten Bedingungen ohne Erlaubnis der Rechteinhaber zulässig sein kann. Ein abschliessendes Urteil im konkreten Fall steht allerdings noch aus.

Der EuGH konzentriert sich dabei vor allem auf sogenannte Pastiches. Dabei handelt es sich um Verwendungen, die «an ein bestehendes Werk erinnern, gleichzeitig aber wahrnehmbare Unterschiede aufweisen. Darüber hinaus müssten sie mit dem Werk einen erkennbaren künstlerischen oder kreativen Dialog führen». Dieser Dialog könne verschiedene Formen annehmen, etwa die offene Nachahmung eines Stils, eine Hommage oder eine humoristische Auseinandersetzung.

Im Zentrum der Kontroverse stand eine zwei Sekunden lange Sequenz, die Pelham ohne vorherige Zustimmung der Musikgruppe aus dem Kraftwerk-Titel «Metall auf Metall» (1977) entnahm und etwas verändert in einem eignen Song nutzte. Weil die Verwendung von solchen Samples aus älteren Songs in der Musikindustrie eine verbreitete Praxis ist, hat der Streit Signalwirkung für die gesamte Branche.

Originalartikel:
https://www.nmz.de/politik-szene/musikwirtschaft/wie-weiter-im-streit-um-kraftwerk-beat-eugh-setzt-massstaebe

Streaming zerstört weltweit Einkommen der Musikbranche

Laut einer Studie des Oxford Internet Institute und der Universität Groningen leiden Musiker weltweit unter der praktisch totalen Zerstörung ihrer Einkommen durch Streaming.

 

Streamingdienste (Bild: flickr)

Auf der Grundlage einer Umfrage unter rund 1200 Musikern kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich Künstler in einem sogenannten «Streaming-Paradoxon» gefangen fühlen: Dank Streaming war es noch nie so einfach, sichtbar zu sein, doch ein angemessenes Einkommen bleibt unerreichbar. Gleichzeitig berichten Musiker, dass sie einem wachsenden Druck ausgesetzt sind, zu Content-Erstellern und Publikumsmanagern zu werden, die ständig Beiträge veröffentlichen, mit ihrem Publikum interagieren und Werbung betreiben – nur um wahrgenommen zu werden.

Das auffälligste Ergebnis der Studie ist jedoch, wie unterschiedlich Musiker in verschiedenen Ländern denselben Druck erleben. In Nigeria gaben 83 Prozent der Musiker an, dass sich ihre Karriere seit dem Aufkommen des Streamings verbessert habe. In den Niederlanden sagten dies nur 14 Prozent. Es gibt auch interessante Unterschiede zwischen Genres und Generationen. Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass Kultur, Erwartungen und der wirtschaftliche Kontext die Art und Weise, wie Künstler sich im Zeitalter der Plattformen zurechtfinden, auf grundlegend unterschiedliche Weise prägen.

Originalbeitrag:
https://www.eurekalert.org/news-releases/1123042

Juan David Toro gewinnt Andorra Competition

Der ZHdK-Student Juan David Toro Martín hat die Andorra International Saxophone Competition, den weltweit wichtigsten Saxophonwettbewerb, gewonnen.

Juan David Toro schloss 2023 sein Studium am Konservatorium von Granada ab, wo er bei Professor Javier Linares Leyva studierte. Als Solist erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Er trat als Gastsaxophonist mit dem Orquesta Ciudad de Granada (OCG) und dem Joven Orquesta Sinfónica de Granada (JOSG) auf. Im Mai 2023 wurde er zum Masterstudium in Performance an der Zürcher Hochschule der Künste in Zürich (ZHdK) unter der Leitung von Lars Mlekusch zugelassen.

Für den Wettbewerb gab es über 200 Bewerbungen aus der ganzen Welt. Knapp über 130 wurden zur ersten Runde nach Andorra eingeladen, drei Tage dauerte die erste Auswahl, dann folgten die Semi-Finale und schliesslich stellten sich sechs Kandidaten dem Finale mit Orchester, das Juan David für sich entscheiden konnte.

 

Werkbeiträge des Kantons Schwyz ausgeschrieben

Die Kulturkommission des Kantons Schwyz schreibt 2026 im Rahmen eines Wettbewerbs erneut Werkbeiträge für Kulturschaffende aus.

Rathaus in Schwyz. Foto: Tobyc75

Ziel der Vergabe von Werkbeiträgen sei «die unmittelbare und personenbezogene Förderung». Mit den Beiträgen wird es laut der Medienmitteilung des Kantons Kulturschaffenden erleichtert, sich während einer gewissen Zeit ihrem Schaffen zu widmen. Sie sollen sich auf eine experimentelle, innovative und künstlerische Idee einlassen oder ihre künstlerischen Kompetenzen gezielt vertiefen und entwickeln können. Werkbeiträge fördern in erster Linie künstlerisch interessante, eigenständige und realisierbare Vorhaben. Der Werkbeitrag ist primär für die persönliche künstlerische Weiterbildung der Kulturschaffenden gedacht.

Teilnahmeberechtigt sind 2026 Kulturschaffende mit einem Leistungsausweis in den Bereichen bildende Kunst, Musik, Tanz und Theater sowie Kurz- und Animationsfilm, die im Kanton Schwyz seit mindestens zwei Jahren wohnhaft sind oder in einem engen Bezug zum Kanton (Herkunft, Schwerpunkt des künstlerischen Wirkens) stehen. Gruppen können teilnehmen, sofern ihr Arbeits- und Produktionsstandort seit mindestens zwei Jahren zur Hauptsache im Kanton Schwyz liegt.

Mehr Infos:
https://www.sz.ch/kanton/medien-und-datenschutz/medienmitteilungen/detailseite.html/8756-8757-8803-10391-10392/news/24839

Ritzmann leitet an der ZHdK die Schulmusik

Bastian Ritzmann übernimmt an der ZHdK die Majorleitung Schulmusik. Der Dozent für Fachdidaktik Schulmusik und Gymnasiallehrer an der KZO in Wetzikon wurde einstimmig gewählt.

Bastian Ritzmann (Bild: zVg)

Ritzmann überzeugte die Kommission laut der Mitteilung der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) «mit Weitblick und Offenheit, mit der er die künstlerische und pädagogische Entwicklung der Studiengänge Bachelor und Master Schulmusik I und II angehen möchte». Er tritt die neue Stelle zum 1. August 2026 an.

In der Schulmusik-Ausbildung der ZHdK werden instrumentale und vokale Grundlagen in Praxis und Theorie erarbeitet. Der Unterricht im Hauptinstrument beziehungsweise im Gesang kann wahlweise im Performance-Modulbereich Jazz, Pop oder Klassik belegt werden. Das künstlerische Hauptfach erfährt mit den Modulbereichen Vermittlung sowie Fachpraxis/Fachwissenschaft/Forschung eine ästhetische Erweiterung und didaktische Kontextualisierung. Module zu Musik und Bewegung, zu Perkussion, Bandpraxis sowie neuen Medien eröffnen neue Perspektiven.

Konzertsaal-Farben verändern die Klangwahrnehmung

Die Farbgestaltung eines Konzertsaals beeinflusst stärker als bislang angenommen, wie Menschen Musik wahrnehmen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Technischen Universität Berlin.

Farbvariante im VR-Setting (Bild: Youtube/TU-Berlin)

Die im «Journal of the Acoustical Society of America» veröffentlichte Studie eines Teams um Stefan Weinzierl vom Fachgebiet Audiokommunikation der TU Berlin konnte zeigen, dass die Farbgestaltung eines Auditoriums den raumakustischen Eindruck messbar verändert – insbesondere die Wahrnehmung der Klangfarbe.

Untersucht wurde, ob visuelle Reize das Konzerterlebnis nicht nur begleiten, sondern auch den Höreindruck selbst beeinflussen. Dafür versetzten die Forscher Versuchspersonen mithilfe von VR-Brillen in virtuelle Varianten des Kammermusiksaals im Berliner Konzerthaus, die sich in Farbton, Helligkeit und Sättigung unterschieden. Insgesamt wurden zwölf unterschiedlich gestaltete Farbumgebungen in Rot-, Grün- und Blautönen getestet, unter anderem durch unterschiedliche Farbgestaltungen von Sitzbezügen und Bühnenhintergrund.

Besonders deutlich wirkte sich die visuelle Gestaltung auf die wahrgenommene Klangfarbe aus. Kühler wirkende, stärker gesättigte Blau- und Grüntöne gingen eher mit einem als «kälter» empfundenen Klangeindruck einher. Dunklere Säle mit weniger gesättigten Farben erzielten tendenziell höhere Gefallensbewertungen. Keinen Einfluss zeigte die visuelle Gestaltung hingegen auf die wahrgenommene Lautstärke.

Mehr Infos:
https://publishing.aip.org/publications/latest-content/how-the-color-of-a-theater-affects-sound-perception/

Obwalden steht zu seinem Volkskulturfest

Der Kanton Obwalden unterstützt das Volkskulturfest Obwald weiterhin finanziell, mit Mitteln aus dem Swisslos-Fonds.

Obwald 2025 mit Gastland Kuba (Bild: Verein Volkskulturfest Obwald)

Der Trägerverein erhält für die nächsten drei Festivals der Jahre 2026 bis 2028 einen Gesamtbeitrag von 210 000 Franken. Somit setzt der Kanton Obwalden seine Unterstützung des Musikfestivals auf dem Niveau der vergangenen Jahre fort. Das Volkskulturfest Obwald benötigt die Beiträge, um das Festival planen und durchführen zu können.

Ein personell neu besetzter Vorstand unter der Leitung von Präsident Tobias Lengen übernahm mit Beginn der letzten Beitragsperiode (2023 bis 2025) die Organisation des Festes. Seither konnten sowohl beim musikalischen Programm als auch bei der Besucherinfrastruktur neue Akzente gesetzt werden, schreibt der Kanton. Während die Festivals 2023 und 2024 mit den Gastländern Bulgarien und Finnland die gleich hohen Besucherfrequenzen der vorherigen Jahrgänge aufwiesen, erreichte das Festival 2025 mit dem Gastland Kuba einen neuen Rekord: Erstmals in der Geschichte des Volkskulturfests Obwald waren sämtliche Aufführungen ausverkauft.

Mehr Infos:
https://www.ow.ch/aktuellesinformationen/133678

Hecht räumen bei Swiss Music Awards 2026 ab

Bei den Swiss Music Awards 2026 haben die Mundart-Musiker Hecht vier der begehrten Musiktrophäen erhalten. Gewonnen haben unter anderen auch Trauffer, Zoë Më, Jule X und Baby Volcano.

Hecht (Bild: SMA)

Als Best Solo Act wurde dieses Jahr Trauffer ausgezeichnet, der Mundart-Volkssänger war schon 12 Mal nominiert und hat bereits zwei Mal bei den Swiss Music Awards gewonnen. Hecht waren vier Mal nominiert und gewannen in allen vier Kategorien: Als Best Group, als Best Live Act, als Best Streaming Artist und in der Kategorie Best Hit für «Mon Amour».

Zum Best Breaking Act wurde die poetische Popkünstlerin Zoë Më, ernannt. Und als Most Rising Artist Social Media hat sich der angesagte Berner Rapper Jule X den Award verdient. Die Zürcher Musikerin Nina Valotti durfte sich über einen Award in der Sparte SRF 3 Best Talent freuen, als Siegerin in der Kategorie Best Act Romandie ging die Rapperin Baby Volcano hervor und den Artist Award, mit dem Schweizer Artists und Musikschaffende direkt bestimmen, wer aus ihren Reihen eine Auszeichnung für künstlerisch herausragendes Musikschaffen erhält, holte sich die Neo Soul-Künstlerin MISS C-LINE.

Die Swiss Music Awards sind die grösste Pop-Rock-Musikpreisverleihung der Schweiz. Bei der Förderplattform für das schweizerische Musikschaffen werden in 14 Kategorien neue Talente und erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet. CH-Media Entertainment veranstaltet die SMA in Lizenz des Branchenverbands IFPI Schweiz.

Globale Musikindustrie wächst um 6,4 Prozent

Die weltweiten Einnahmen aus Musikverkäufen sind 2025 um 6,4 Prozent auf 31,7 Milliarden US-Dollar und damit zum elften Mal in Folge gestiegen.

Streamingdienste (Bild: flickr)

Die Einnahmen durch bezahltes Streaming wuchsen um 8,8 Prozent und trugen 52,4 Prozent zum globalen Marktumsatz bei, schreibt der deutsche Bundesverband Musikindustrie. Mittlerweile nutzen weltweit 837 Millionen Menschen kostenpflichtige Streaming-Abonnements. Durch die anhaltende Vinyl-Nachfrage (plus 13,7 Prozent) konnte auch das physische Geschäft insgesamt deutlich zulegen (plus 8,0 Prozent). Die Zahlen entstammen dem IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) Global Music Report 2026.

Allerdings nehme weltweit die Bedrohung der Branche durch Streaming-Manipulation zu, schreibt der Verband weiter. Künstlich erzeugte Abrufzahlen für manipulierte oder gefälschte Inhalte entzögen Kreativen und allen anderen, die in die Musikwirtschaft investierten, wichtige Einnahmen. Die Musikindustrie erwarte von allen Akteuren an jeder Stelle der Streaming-Wertschöpfungskette, proaktiv Massnahmen zu ergreifen, um Betrug aufzudecken und zu verhindern.

 

Orchestre de la Suisse Romande ernennt Conductors in Residence

Nachdem das Orchestre de la Suisse Romande keinen Nachfolger für den bisherigen Chefdirigenten Jonathan Nott finden konnte, präsentiert es nun zwei Conductors in Residence.

Das OSR mit Simone Young (Bild: Anne du Chastel)

Der italienische Dirigent Daniele Gatti wird die Aufgabe ab der Saison 2026/27  für drei Jahre wahrnehmen, die australische Dirigentin  Simone Young parallel dazu ab der Saison 2027/28. Mit dem Titel sind jeweils vier Wochen Präsenz pro Saison verbunden.

Das Orchestre de la Suisse Romande (OSR) wurde 1918 von Ernest Ansermet gegründet. Es wird als Stiftung verwaltet und überwiegend durch den Kanton und die Stadt Genf getragen, ist mit der Radio Télévision Suisse assoziiert und fungiert als Opernorchester am Grand Théâtre de Genève.

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