Bund gründet nationales Kompetenzzentrum

Der Bund realisiert ein neues nationales Kompetenzzentrum «Arbeiten in der Kultur». Dieses soll Kulturschaffende, Kulturveranstalter und kulturelle Organisationen in Fragen der sozialen Sicherheit und der Arbeitsbedingungen in ihrem Sektor orientieren und sensibilisieren.

Das Bundeshaus in Bern. Foto: Archiv SMZ

Das Zentrum soll auch auf bereits bestehende Angebote in den Regionen hinweisen und diese sinnvoll ergänzen. Damit setzt der Bund eine der zentralen Massnahmen aus der Kulturbotschaft 2025-28 um, die zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt im Kultursektor vorgesehen sind. Mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums wird der Verein «Suisseculture Sociale» beauftragt. Das Projekt wird vom Bundesamt für Kultur (BAK) finanziell unterstützt.

Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums «Arbeiten in der Kultur» gehört es, Kulturschaffende, Kulturveranstalter und kulturelle Organisationen für Fragen der Arbeitsbedingungen und der sozialen Sicherheit zu sensibilisieren sowie Informationen und Dokumentationen zu diesen Themen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird beispielsweise auf bestehende Angebote von Kantonen, Städten und spartenspezifischen Organisationen verwiesen. Diese Angebote sollen bei Bedarf ergänzt und weiterentwickelt werden.

Eine weitere Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, die Vernetzung und den Wissenstransfer zwischen den relevanten Akteuren zu fördern. Dies geschieht in Abstimmung mit dem BAK, dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sowie in Zusammenarbeit mit kantonalen und kommunalen Behörden, Institutionen sowie kulturellen Organisationen.

Originalartikel:
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Raffaele Giannotti unterrichtet in Basel

Der italienische Fagottist Raffaele Giannotti übernimmt am Institut Klassik der Hochschule für Musik Basel eine Professur für Fagott.

Raffaele Giannotti (Bild: HMB)

Raffaele Giannotti schloss bereits im Alter von 15 Jahren seine Diplomprüfung in Turin mit Auszeichnung ab. Das Studium setzte er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Richard Galler fort, wo er 2021 die höchste Auszeichnung erhielt und mit dem Würdigungspreis abschloss. Er war Solo-Fagottist im Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz unter Zubin Metha. Seit 2016 ist er Solo-Fagottist der Münchner Philharmoniker unter den Dirigenten Valery Gergiev und Lahav Shani.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn unter anderem nach Italien, Tschechien, Chile, Deutschland und Frankreich, ausserdem widmete ihm der italienische Komponist Damiano Dambrosio ein Fagottkonzert. Neben seiner Konzertkarriere unterrichtet Giannotti regelmässig in Europa und Asien. Zuletzt hatte er Lehraufträge in Porto und Saarbrücken inne, bevor er im Januar 2025 eine Professur am Conservatoire National Supérieur in Lyon antrat.

Elias Grandy übernimmt Prager Radio-Symphonieorchester

Elias Grandy wird neuer Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Prager Radio-Symphonieorchesters (PRSO). Er folgt in dem Amt auf Petr Popelka, der das Orchester seit 2022 leitet.

Elias Grandy (Bild: Felix Broede)

Geboren in München als Sohn deutsch-japanischer Eltern, studierte er Violoncello, Musiktheorie und Kammermusik in Basel und München, später an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin Dirigieren. Seine Laufbahn begann er als Kapellmeister am Staatstheater Darmstadt; 2015 wurde er beim Sir Georg Solti International Conducting Competition ausgezeichnet. Seit 2025 ist er Chefdirigent des Sapporo Symphony Orchestra, nachdem er zuvor acht Jahre lang als Generalmusikdirektor von Theater und Orchester Heidelberg wirkte.

Das 1952 gegründete Prager Radio-Sinfonieorchester gehört zu den bedeutendsten Orchestern Tschechiens. Mit Sitz in der Hauptstadt bietet es Abonnementkonzerte an Orten wie dem Dvořák-Saal des Rudolfinums, der Smetana Hall im Prager Gemeindehaus sowie der Bethlehemskapelle. Aufnahmen des Orchesters wurden mit den Gramophone Awards und dem Anděl Award ausgezeichnet.

Engel wird Conductor in Residence der Deutschen Oper Berlin

Die Deutsche Oper ernennt statt eines Generaldirektors ein Dirigenten-Team. Teil davon ist Titus Engel, der dieses Jahr mit einem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet worden ist.

Titus Engel (Bild: BAK/Simon Denzler)

Als Principal Guest Conductors werden die jungen Dirigenten Maxime Pascal und Michele Spotti Akzente mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin setzen. Als Conductor in Residence wird Titus Engel das «musikalische Leitungsteam auf vielseitige Weise komplettieren» heisst es in der Medienmitteilung der Oper. Engel wird mit einer Uraufführung und einem sinfonischen Konzert zu erleben sein sowie «massgeblich daran mitarbeiten, innovative Projekte und Kooperationen in der Tischlerei (einem Raum der Oper für neues Musiktheater) und darüber hinaus im urbanen Berliner Kontext aus der Taufe zu heben».

Titus Engel ist 1975 in Zürich zur Welt gekommen und lebt seit 1995 in Berlin. Er ist Initiator der Akademie Musiktheater Heute und Herausgeber mehrerer Bücher zur aktuellen Oper. Dieses Jahr wurde er für seine künstlerische Arbeit mit einem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet.  2020 wurde er vom Magazin Opernwelt zum «Dirigenten des Jahres» gekürt.

In Berlin-Charlottenburg wurde 1961 das 1912 eröffnete und im Krieg zerstörte Opernhaus als Deutsche Oper Berlin wiedereröffnet. Es ist seither Berlins grösstes sowie Deutschlands zweitgrösstes Musiktheater – und eines der modernsten in Europa.

 

 

 

Merlin wird Leiter des Orchestre de Chambre Nouvelle-Aquitaine

Raphaël Merlin, der künstlerische Leiter des Genfer Kammerorchesters übernimmt ab Januar 2026 dasselbe Amt beim Orchestre de Chambre Nouvelle-Aquitaine.

Raphaël Merlin (Bild: OCG)

Merlin studierte in Clermont-Ferrand, Boulogne-Billancourt, Paris und Genf und ist Mitbegründer des Quatuor Ébène, das er 25 Jahre lang als Cellist mitprägte. Gleichzeitig entwickelte er eine Karriere als Dirigent und gründete 2014 das Kammermusik-Kollektiv Les Forces Majeures. Merlin wird in Poitiers Jean-François Heisser ersetzen, der das Orchester seit 25 Jahren leitete.

Das 1981 gegründete Orchestre de Chambre Nouvelle-Aquitaine hat eine Besetzung von 45 bis 50 Musikern. Es hat seinen Sitz im Théâtre Auditorium der Stadt Poitiers und tritt sowohl in Grossstädten als auch in kleineren Gemeinden auf.

 

 

Joseph Bastian bleibt bis 2031 in München

Der französisch-schweizerische Dirigent Joseph Bastian hat seinen Vertrag als Chefdirigent der Münchner Symphoniker vorzeitig bis ins Jahr 2031 verlängert.

Joseph Bastian (Bild: Andrej Grilc)

Joseph Bastian ist seit September 2023 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Münchner  Symphoniker. Er ist auch Principal Conductor des Asian Youth Orchestra und ausserdem Chefdirigent des Orchestre Dijon Bourgogne. In Besançon initiiert er interdisziplinäre Kooperationen, bei denen er etwa die  Neurowissenschaften gemeinsam mit dem Forscher Emmanuel Bigand auf die Konzertbühne holt. Zu seinen Operndirigaten zählen Hänsel und Gretel und Luisa Miller am Luzerner Theater, oder Haydns Il mondo della luna mit dem Opernstudio Zürich.

Die 1945 von Kurt Graunke gegründeten Münchner Symphoniker zählen 60 Mitglieder mit 17 Nationalitäten. Von 2014 bis 2022 hatte Kevin John Edusei, der von 2015 bis 2019 als Chefdirigent der Berner Oper amtete, die Position des Chefdirigenten inne. In der Saison 2022/2023 war Nodoka Okisawa Artist in Residence. Ab der Saison 2023/2024 übernahm Joseph Bastian den Posten.

Flötist des Berner Symphonieorchesters gewinnt in Japan

Der italienische Flötist Riccardo Cellacchi, der zur Zeit als Soloflötist des Berner Symphonieorchester amtet, hat die Kobe International Flute Competition gewonnen.

Riccardo Cellacchi (Bild: zVg)

Cellacchi setzte sich gegen 357 Kandidaten aus 41 Ländern durch. Der Wettbewerb, der alle vier Jahre in Kobe stattfindet, feiert sein 40-jähriges Bestehen. In seiner Preisträgerliste finden sich international bekannte Flötisten wie Emmanuel Pahud und Andrea Oliva.

Riccardo Cellacchi, 1999 in Rom geboren, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er den Master of Music mit Bestnote erwarb. Mit 18 Jahren wurde er Akademist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, und mit 19 Jahren erhielt er den Posten als Soloflötist beim Berner Symphonieorchester, den er bis heute innehat.

David Reiland verlässt Metz 2027

David Reiland, der bei der Sinfonietta Lausanne als erster Gastdirigent wirkt, legt 2027 sein Amt als Musikdirektor des Orchestre national de Metz Grand Est nieder.

David Reiland (Bild: Orchestre national de Metz Grand Est)

Der Belgier Reiland habe das Orchester während neun Spielzeiten geprägt, schreibt das Onlinemagazin Pizzicato.lu in seiner Mitteilung. Das 1976 gegründete Orchestre national de Metz Grand Est (zuvor Orchestre philharmonique de Lorraine, Philharmonie de Lorraine und bis 2018 Orchestre national de Lorraine) zählt 72 Mitglieder und gibt jährlich rund 90 Konzerte. 2002 erhielt es vom französischen Kulturministerium das Label «Orchestre national en région».

David Reiland war von 2012 bis 2018 künstlerischer und musikalischer Leiter des Orchester de Chambre du Luxembourg und ist seit 2021  Musikdirektor des Korean National Symphony Orchestra. Als erster Gast der Sinfonietta Lausanne und Schumann-Gast des Düsseldorfer Symphonieorchesters pflegt er auch eine enge Zusammenarbeit mit diesen Orchestern.

Surkov folgt in Basel auf Abbühl

Leonid Surkov wird an der Hochschule für Musik Basel, Klassik ab September 2026 in der Nachfolge von Emanuel Abbühl Oboe unterrichten.

Leonid Surkov (Bild: FHNW)

Der in Moskau geborene Surkov studierte an der Moskauer Gnessin-Musikakademie und an der Universität der Künste Berlin. Zusätzliche Impulse erhielt er unter anderem von Ingo Goritzki, Alexei Ogrintchouk und Heinz Holliger.

2023 gewann er die Muri Competition sowie 2024 den ARD-Musikwettbewerb. Als Solist trat er mit namhaften Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tokyo Philharmonic Orchestra und dem Philharmonischen Orchester Basel auf. Beim Musikkollegium Winterthur ist er Solo-Oboist.

Neben seiner solistischen Tätigkeit engagiert sich Leonid Surkov auch pädagogisch – etwa durch die Leitung von Kammermusikgruppen in Ochsenhausen oder seine Meisterkurse bei der Gnessin Summer School.

Tod des Schweizer Jazz-Schlagzeugers David Elias

Laut einer Mitteilung des Gitarristen Thomas Stampbach ist der Schweizer Jazz-Schlagzeuger David Elias gestorben.

Bild: David Elias, 2022, aus dem Video youtube.com/watch?v=fmi5DTpthpw

Elias, der seit 1968 in der Schweiz lebte, studierte laut dem Journalisten Daniel Leutenegger in den 1980er-Jahren an der Swiss Jazz School in Bern. Er begann seine Karriere mit Bands wie dem Swiss Jazz Quintet und der Bigband von Mani Planzer, mit Pony Poindexter und Vince Benedetti in der Schweiz, bevor er seine Tätigkeit dann in Deutschland bei Bob Degen und Zipflo Reinhardt fortsetzte. Vermehrt wirkte er in Bands um Joe Haider, in dessen Jazz Schule München er auch als Lehrer tätig war.

Dann arbeitete er mit zahlreichen Musikern wie Archie Shepp, Woody Shaw, Franco Ambrosetti oder den Great Guitars feat. Herb Ellis und Charlie Byrd. Daneben bildete er mit Wege Wüthrich, Franz Biffiger und Michel Poffet die Gruppe Friends 4 Friends; auch kam es zur regelmässigen Zusammenarbeit mit Max Neissendorfer, Marianna Polistena, Sandy Patton, Theo Kapilidis und Bands um den Gitarristen Stephan Urwyler wie Caribey. Zuletzt arbeitet er auch mit den Swing Kids, Michel Poffet, Thomas Stampbach und Chantemoiselle sowie als Schlagzeuglehrer.

Neue Majorleiter Jazz und Pop an der ZHdK

Mit diesem Herbstsemester übernehmen an der ZHdK Gregor Schwellenbach die Major-Leitung Pop Bachelor und Master sowie Niko Seibold die Major-Leitung Jazz im Bachelor.

Links: Niko Seiwald (Bild: rhapsodist/Gergö Nyirö) und rechts: Gregor Schwellenbach (Bild: Katja Ruge),

Der 1971 geborene Gregor Schwellenbach ist Multiinstrumentalist, Arrangeur und Komponist für Kino, TV, Hörspiel und Theater. Er arbeitet mit Rappern (Xatar, Alligatoah, Souly), Dance-Produzenten (Kölsch, Brandt Brauer Frick) und dem Can-Gründer Irmin Schmidt, mit dem ihn eine langjährige künstlerische Partnerschaft verbindet. An der Folkwang Universität der Künste hat er den Master Populäre Musik massgeblich mit aufgebaut und 11 Jahre dort gelehrt.

Der 38-jährige Niko Seibold ist Saxofonist, Komponist, Bandleader und Programmleiter. Er ist Mitbegründer des Toskana Jazzworkshops und des Basler Leftfield Labels Hout Records sowie künstlerischer Leiter des Tis Jazz Fests in Basel und der Sonntagsmatineen in den Merian Gärten in Basel. Zudem ist er Dozent für Komposition und Theorie im PreCollege Musik der ZHdK. Er studierte an der Manhattan School of Music bei Jim McNeely und Dave Liebman, am Jazzcampus Basel bei Domenic Landolf und Guillermo Klein sowie an der MuHo Mannheim bei Jürgen Seefelder.

Schwellenbach folgt auf Heiko Freund, der die Studienangebote Pop an der ZHdK aufgebaut und zwanzig Jahre geführt hat. Seibold folgt auf Matthias Kohler.

Paul Lecocq gewinnt Concours Clara Haskil

Der französische Pianist Paul Lecocq ist Gewinner der mit 25’000 Franken dotierten 31. Auflage des Concours Clara Haskil, der alle zwei Jahre in Vevey durchgeführt wird.

Paul Lecocq (Bild: Celine Michel)

Ins Finale schafften es von den 133 Kandidaten  neben Lecocq  Simon Haje aus Deutschland und  Seungho Chung aus Südkorea.  Paul Lecocq studiert am CNSMD in Paris und war im Alter von 16 Jahren bereits Halbfinalist beim Concours Long-Thibaud und Finalist beim Concours International de Piano Samson François. 2023 gewann der junge Pianist den 3. Preis sowie den Pressepreis beim Euregio Piano Award in Geilenkirchen in Deutschland.

Der Internationale Clara-Haskil-Klavierwettbewerb wurde 1963 zu Ehren der rumänisch-schweizerischen Pianistin Clara Haskil gegründet und ist seit 1976 Mitglied des Weltverbandes der Internationalen Musikwettbewerbe. Er findet seit 1963 alle zwei Jahre statt. Bis 1969 ging er in Luzern über die Bühne, seither in Vevey, wo Clara Haskil von 1942 bis zu ihrem Tod 1960 wohnte.

 

202 Bachelor- und Master-Diplome in Luzern vergeben

Die Hochschule Luzern – Musik hat zu Semesterbeginn 202 Bachelor- und Master-Diplome vergeben; auf Stufe Weiterbildung gab es 77 Abschlüsse.

Hochschule Luzern Musik. Foto: HSLU

Mit der Diplomfeier endete für 83 Personen das Bachelor-Studium und für 119 das Master-Studium am Departement Musik der Hochschule Luzern. Im Bachelor of Arts in Music erhielten 73 Absolventinnen und Absolventen ihre Diplome, davon 54 im Profil Klassik, 17 im Profil Jazz und 2 Person im Profil Volksmusik. Im Bachelor of Arts/Musik und Bewegung gab es sechs Abschlüsse; im Bachelor of Arts in Music/Kirchenmusik zwei Abschlüsse.

Im Master of Arts in Music wurden insgesamt 119 Diplome vergeben, die meisten davon im Major Perfomance Klassik (25). Im Master of Arts in Musikpädagogik haben 62 Absolventinnen und Absolventen ihre berufliche Qualifikation für das Unterrichten an Musikschulen oder Maturitätsschulen erworben.

Weiter gab es 77 musikpädagogische sowie künstlerische Weiterbildungsabschlüsse in einem Master of Advanced Studies (MAS), Diploma of Advanced Studies (DAS) oder Certificate of Advanced Studies (CAS).

An der Diplomfeier wurden auch drei mit je 2000 Franken dotierte Preise der Strebi-Stiftung für herausragende Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verliehen. Sie gingen an Natalie Andreae, Bachelor of Arts in Music, Jazz vocal, Improvisation; Michael Husu, Bachelor of Arts in Music, Klassik instrumental, Klavier und Muriel Fässler, Bachelor of Arts / Musik und Bewegung.

Die Stiftung Musikförderung an der Hochschule Luzern – Musik vergab aus dem Hella-Siegrist-Fonds im Rahmen der Diplomfeier Preise für klavierpädagogische Exzellenz an Roman Halter (1. Preis), Athina Waser und Ana Dorado Suela (2. Preis ex aequo) und
Jure Markić (3. Preis). Das Vorspiel für Stipendien für pianistische Exzellenz folgt später.

 

Kanton Luzern zeichnet Musikstudierende aus

Der Kanton Luzern zeichnet sechs junge Talente aus dem Departement Musik der Hochschule Luzern mit dem ST.ART – Nachwuchsförderpreis Kultur aus.

Von links: José Manuel Vázquez, Asli Ayben Özdemir, Elide Sulsenti, Eleonora Kostina, Paula Schweinberger, Pius Strassmann (Präsident kant. Kulturförderkommission). Auf dem Bild fehlt Silvan Sterki. (Foto: Priska Ketterer)

Die Ausgezeichneten sollen laut der Medienmitteilung des Kantons «ihre Arbeiten und künstlerischen Tätigkeiten weiterführen und vertiefen können». Der Preis könne «ein Auslöser für wichtige Entwicklungen und für die Etablierung in der lokalen Kulturszene sein».

Preisträgerinnen und Preisträger des ST.ART – Nachwuchsförderpreises Kultur Musik 2025 sind José Manuel Vázquez, Master Performance Jazz mit Hauptfach Posaune; Silvan Sterki, Master Soloperformance mit Hauptfach Violoncello; Eleonora Kostina, Master Performance Klassik mit Hauptfach Schlagzeug; Elide Sulsenti, Master Interpretation in Contemporary Music mit Hauptfach Violoncello; Paula Patricia Schweinberger, Master Kirchenmusik mit Hauptfach Orgel; Asli Ayben Özdemir, Master Performance Klassik mit Hauptfach Violine.

Den ST.ART – Nachwuchsförderpreis lancierte der Kanton Luzern 2023 gemeinsam mit den Departementen Design Film Kunst und Musik der Hochschule Luzern. Damit werden schwerpunktmässig Kulturschaffende untersützt, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Die Beitragssumme von insgsamt 60’000 Franken wird gleichmässig zwischen den Departementen Design Film Kunst und Musik aufgeteilt. Die Musik-Auszeichnungen in der Höhe von je 5000 Franken wurden im Rahmen der Diplomfeier des Departements Musik überreicht.

Stadt Luzern will musikalische Bildung stärken

Der Stadtrat von Luzern beantragt einen Kredit von 16 Millionen. Franken, um «die musikalische Bildung in der Stadt Luzern nachhaltig zu stärken».

Luzern (Bild: Andyindia)

Den Kredit beantragt der Stadtrat mit dem Bericht und Antrag 27/2025: «Weiterentwicklung Musikalische Bildung. Massnahmen und Angebote. Abschreibung Motion 188». Von dem Betrag entfallen laut der Medienmitteilung der Stadt rund 15,896 Millionen  Franken auf jährlich wiederkehrende Personalkosten über zehn Jahre und 125’000 Franken auf einmalige Infrastrukturkosten. Ziel sei «ein chancengerechter Zugang zur Musik für alle Kinder und Jugendlichen, insbesondere in sozial benachteiligten Quartieren», wie in der Motion 188 vom Juli 2022 gefordert.

Durch eine enge Zusammenarbeit von Volksschule und Musikschule, abgestimmt auf die Einführung von Tagesschulen, sollen umfassende Massnahmen die Qualität des Musikunterrichts steigern. Der Regelunterricht wird durch Teamteaching mit Musikfachkräften verbessert, und neue Angebote wie Musikprojekte, musikalische Aktivitäten in der Betreuungszeit und während der Mittagspause werden in allen Schulhäusern verankert. Der Aufgabenbereich der Musikkoordination in jedem Schulhaus fördert die Vernetzung, während vereinfachte Zugänge zum Musikschulunterricht organisatorische Hürden abbauen.

Originalartikel:
https://www.stadtluzern.ch/aktuelles/newslist/2553460

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