Laura Berman folgt auf Georges Delnon

Der designierte Direktor des Theaters Basel, Andreas Beck, hat die Dramaturgin und Kuratorin Laura Berman als Operndirektorin ab der Saison 2015/16 gewinnen können.

© anja koehler | andereart.de

pd. Die 54-Jährige gebürtige US-Amerikanerin war bis 2012 Künstlerische Leiterin der Reihe Kunst aus der Zeit der Bregenzer Festspiele. Zuvor war Laura Berman leitende Musikdramaturgin am Theater Freiburg und freischaffende Dramaturgin für die Wiener Festwochen, die Bayerische Staatsoper, die Schwetzinger Festspiele, die Berliner Festspiele, das Ballett der Deutschen Oper am Rhein, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Zürcher Ballett.

Aktuell führt Laura Berman die Künstler- und Projektagentur Laura Berman_Next.
2013 produzierte sie neue Opern von Ben Frost und Shara Worden, zwei Künstlern der alternativen Popszene. In diesem Jahr bereitet Laura Berman drei neue Musiktheater-Produktionen für das Schauspielhaus Wien vor. 2013 war sie zudem freie Mitarbeiterin bei Pro Helvetia und forschte dort über das neue Musiktheater in der Schweiz.

Wie das Theater Basel mitteilt, freut sich der designierte Direktor Andreas Beck auf diese Zusammenarbeit: «Laura Berman hat, ebenso wie ich, den Schwerpunkt ihrer Theaterarbeit in den letzten Jahren im Zeitgenössischen gefunden. In ihr habe ich seit langem eine kompetente und hoch erfahrene Kollegin gefunden, die ein breites Wissen über Oper und modernen Tanz sowie Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit besitzt. Den Spielplan nicht von der Klassikerposition, sondern aus der Kunst unserer Zeit, vom zeitgenössischen Künstler oder Kunststück – ob in Oper oder Schauspiel – aus zu denken, ist für mich grundlegend bei der Programmierung des Theater Basel»
 

Rahmenbedingungen des Musikunterrichts

Im Vordergrund der diesjährigen D_A_CH-Tagung von AGMÖ, DTKV und SMPV in Ossiach stand die Frage nach der Verschränkung von Schule und Musikschule, sowie die Einbindung der Instrumental- und Gesangspädagogik ins Bildungssystem. Ganztagesstrukturen an Schulen sind eine Herausforderung für den Instrumental- und Gesangsunterricht

© contrastwerkstatt – Fotolia.com,SMPV

Die sukzessive Einführung von ganztägigen Betreuungsformen an öffentlichen Schulen entspricht heute weithin einem gesellschaftlichen Bedürfnis und bedeutet einen tiefgreifenden Wandel für die gesamte Bildungslandschaft. In besonderem Mass davon betroffen ist der Musikunterricht an Musikschulen, sowie der private Musikunterricht. Denn je mehr Raum die öffentliche Schule im Leben der Schülerinnen und Schüler beansprucht, desto anspruchsvoller wird es, andere Bildungsaktivitäten – inhaltlich und zeitlich – mit ihr zu vereinbaren. Koordiniert werden müssen zum Beispiel unterschiedliche pädagogische Formen, Einzelunterricht und Gruppenunterricht und nicht zuletzt unterschiedliche institutionelle Formen und Kulturen. So wie es nicht nur ein Ganztagsschul-Modell gibt, gibt es auch im Bereich der Kooperation nicht eine Lösung, sondern eine Vielfalt von Ansätzen. Die Diskussion darüber ist in Österreich, Deutschland und in der Schweiz im vollen Gange. Am weitesten gediehen hinsichtlich der Erörterung verschiedener Kooperationsmodelle zwischen Volksschule und Musikschulen ist die Diskussion in Österreich, wo diese etwa im Rahmen der BAGME (Bundesarbeitsgemeinschaft Musikerziehung im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur) stattfindet. Dass das Niveau der Diskussion und die Berücksichtigung musikpädagogischer Spezifika hier durchaus Vorbildcharakter für die Nachbarländer besitzt, wurde deutlich in Beiträgen zur Kooperation von Schule und Musikschule auf der Primarstufe (Peter Röbke), zu «komplexen Wirkungsnetzen des Musiklernens» (Gerhard Hofbauer) und zu den Herausforderungen, die sich für Musikschulen durch ganztägige Schulmodelle stellen (Michael Seywald). Einen Blick auf die Situation in der Schweiz warfen Werner Schmitt und Gerhard Müller anhand früherer und aktueller Ansätze der Musikschule Konservatorium Bern zur Talentförderung. Beispiele ergänzender ausserschulischer musikalischer Bildungsangebote und -plattformen, die natürlich ebenfalls ganz entscheidende musikalische Impulse vermitteln können, lieferten darüber hinaus ein Rückblick auf die Geschichte des Carinthischen KinderSommers (ein nachhaltiges künstlerisch-pädagogisches Projekt im Rahmen eines grossen Klassikferstivals, Gerda Fröhlich), sowie ein Portrait der Bundesmusikakademie Rheinsberg/D Quartersounds(Ulrike Liedtke). Vorderhand noch Zukunftsmusik ist das Projekt einer Kunstschule Zentralschweiz mit besonderer Begabtenförderung (Urs Vogel).

Kontinuierliche Teilhabe am politischen Prozess unerlässlich

Die Schlussdiskussion brachte ein in allen drei Ländern vorhandenes Unbehagen über die oftmals geringe Priorität zum Ausdruck, welche politische Entscheidungsträger im Zuge bildungspolitischer (Reform-)Projekte musikpädagogischen Problemen regelmässig einräumen («das Ohr der Politik ist häufig weit von uns entfernt»). Es wurde deutlich, dass die Musikverbände sich in Zukunft noch stärker in den politischen Prozess einbringen und auch durchaus konkrete Forderungen an zuständige Behörden richten müssen, statt sich nur fallweise einzubringen oder sich gar nach Rückschlägen von der Politik abzuwenden. Angeführt wurde in diesem Zusammenhang auch der schweizerische Verfassungsartikel «musikalische Bildung», dessen Umsetzung die Verbände trotz glänzendem Abstimmungsergebnis kaum weniger fordert als der vorangegangene Abstimmungskampf.

Musikalische Bildung soll so früh wie möglich einsetzen

Gleichzeitig wurde ein übergeordnetes Problem in der Verankerung von Musikpraxis und musikalischer Bildung in der Gesellschaft geortet. Schon bei der jetzt 30-45 Jahre alten Elterngeneration sei häufig eine Musikferne zu beobachten, vor allem was die klassische E-Musik betrifft. Weil die musikalische Bildung auch nicht erst in Kindertagesstätten stattfinden kann, im Gegenteil schon zu Hause in der Familie einsetzen müsste, wären nun eben auch die Eltern Auszubildende – was beispielsweise durch Angebote wie Eltern-Kind-Singen geleistet werden kann. Insgesamt zeigte die Runde sich zuversichtlich, dass kommende SchülerInnen-Generationen wieder vermehrt und dauerhaft für das aktive Musizieren gewonnen werden können. Das glänzende Abendkonzert «Alle Neune!! Plus eins (=Südtirol)» (Österreichische Landesjugendchöre) dürfte zu dieser Zuversicht beigetragen haben.

Kanton Solothurn schreibt Förderpreise 2014 aus

Das Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn schreibt die Vergabe der Förderpreise 2014 wiederum öffentlich aus. Gleichzeitig läuft die Ausschreibung für einen Aufenthalt im Künstleratelier Paris im Jahr 2015.

Collie Herb, einer der Förderpreisgewinner 2013. Foto: zvg

Seit 2012 werden in Solothurn im Sinne der Nachwuchsförderung bis zu zwölf Förderpreise von je 15‘000 Franken vergeben. Junge Kunst- und Kulturschaffende aller Disziplinen, die Wohnsitz im oder einen engen Bezug zum Kanton Solothurn haben, können sich ab sofort beim Kuratorium für Kulturförderung um einen Förderpreis 2014 bewerben.

Ebenfalls läuft die Bewerbungsfrist für zwei Aufenthalte im Künstleratelier in der Cité International des Arts in Paris für das Jahr 2015 (Januar bis Juni und Juli bis Dezember). Kunstschaffende jeden Alters und aller Disziplinen erhalten die Möglichkeit, während eines halben Jahres in Paris frei arbeiten zu können. Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei den Förderpreisen.

Wer sich für einen der maximal zwölf Förderpreise 2014 und/oder für den Aufenthalt im Künstleratelier in Paris im Jahr 2015 bewerben will, kann dies bis am 10. Januar 2014 tun. Das Anmeldeformular kann im Internet unter www.aks.so.ch bezogen werden.

Jahrhundertkomposition

Strawinskys Ballett «Le Sacre du printemps» wurde erstmals in der Reinschrift des Komponisten verlegt. Das Faksimile der Partitur war innert kürzester Zeit vergriffen. Trotzdem soll dieses bibliophile Ereignis gewürdigt werden.

Aus der Klavierfassung zu vier Händen. Bild: Schott/Paul-Sacher-Stiftung

Den hundertsten Geburtstag des am 8.März (23.Februar) 1913 in Clarens am Genfersee beendeten und am 29. Mai in Paris uraufgeführten Balletts würdigt die Paul-Sacher-Stiftung Basel mit einer wörtlich gewichtigen Jubiläumsausgabe in drei Bänden. Nebst den Faksimiles der Partiturreinschrift und der Klavierfassung zu vier Händen veröffentlichte sie einen Avatar of Modernity. The Rite of Spring Reconsidered betitelten Studienband mit 18 reich illustrierten Essays in englischer Sprache. In der von Hermann Danuser und Heidy Zimmermann herausgegebenen Textsammlung wechseln Untersuchungen zur Entstehung und Rezeptionsgeschichte mit solchen zu den mythischen und folkloristischen Quellen dieser «Jahrhundertkomposition» ab. Obschon auch das Bildmaterial mit Entdeckungen aufwartet, irritiert doch der Umstand, dass das Programm der Uraufführung zweimal zu sehen ist, Abbildungen der Erstausgaben der vierhändigen Klavierversion (1913) und der kriegsbedingt später erschienenen Partitur (1921) jedoch fehlen.

In seiner Einführung zur Reproduktion von Strawinskys Reinschrift der Partitur im Grossformat 45 x 34 cm geht Ulrich Mosch auch auf die verschiedenen Schichten nachträglicher Korrekturen, auf die späteren Metronomangaben und Tempobezeichnungen akribisch ein. Er informiert sogar über jene verschollene Kopistenabschrift, welche der Dirigent Pierre Monteux unter Berücksichtigung der vom Komponisten in den Proben eingetragenen Korrekturen für die Uraufführung benutzte. 1974 erwarb Paul Sacher die in schwarzer Tinte verfertigte Partiturreinschrift, die wichtigste Quelle zu dem revolutionären Meisterwerk, direkt von Strawinskys Witwe. Der Komponist hatte, bis er es 1967 nach langwierigem Revisionsprozess als Version letzter Hand veröffentlichte, seit den Proben zur Uraufführung zahlreiche Änderungen notiert. Erstaunlicherweise lieh er die zum unersetzlichen Handexemplar gewordene Reinschrift noch 1920/21 aus, als Vladimir Golschmann und Ernest Ansermet die nach der Uraufführung zweite Ballettproduktion dirigierten.

Selbst über blaue Eintragungen von Dirigenten und rote Bezeichnungen durch Mitarbeiter des Russischen Musikverlages (Berlin), über ein seitenverkehrt eingebundenes Blatt und über die beiden Restaurierungen, die das hochkarätige Manuskript über sich ergehen lassen musste, informiert der Herausgeber ebenso kenntnis- wie detailreich.

Strawinskys eigenhändige Bearbeitung für Klavier zu vier Händen war bereits wenige Tage vor der Uraufführung der Orchesterpartitur in Sergej Kussewitzkys Russischem Musikverlag im Druck erschienen. Das in ungewohnter Form überlieferte Manuskript, das sich nach wie vor im Besitz von Strawinskys Nachkommen befindet, setzt sich aus zwei kollaborativ entstandenen Teilen zusammen. Der erste liegt in einer Kopistenabschrift vor, der zweite in des Komponisten säuberlicher, gestochen scharfer Reinschrift mit dem Vermerk «Réduction pour piano à 4 mains par l’auteur». Der Herausgeber Felix Meyer, Direktor der Paul-Sacher-Stiftung, beschreibt nicht nur die «Vorpremieren» des Balletts am Klavier und die Vorgeschichte dieser mehrfach eingespielten Version, sondern auch die vielen nachträglichen Korrekturen ausführlich und spannend anschaulich.

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Igor Stravinsky, Le Sacre du printemps, Jubiläumsedition, Faksimile der Partiturreinschrift, hg. von Ulrich Mosch, 146 S., € 175.00, Verlag Paul Sacher Stiftung (Boosey & Hawkes), London 2013, ISBN 978-0-85162-813-4 (vergriffen)

id., Faksimile der Klavierfassung zu vier Händen, hg. von Felix Meyer, 118 S., € 99.00, ISBN 978-0-85162-822-6

Avator of Modernity. The Rite of Spring Reconsidered, hg. von Hermann Danuser und Heidy Zimmermann, 502 S., € 79.00, ISBN 978-0-85162-823-3

Frühromantische Orgelsonate, 2007 komponiert

Ausgehend von einem Fragment Mendelssohns schuf Rudolf Lutz ein frisches «altes» Werk.

Foto: Albrecht E. Arnold / pixelio.de

Das dem vorliegenden Werk zugrunde liegende Fragment aus der Feder Felix Mendelssohns umfasst einen Choralsatz von O Haupt voll Blut und Wunden sowie eine unvollendete Variation dazu, die nach gut 26 Takten abbricht. Es ist nicht mit Sicherheit belegt, dass Mendelssohns Fragment mit jener Improvisation im Zusammenhang steht, die er am 6. August 1840 in der Leipziger Thomaskirche spielte und über welche Schumann berichtet: «Den Schluss machte eine Phantasie Mendelssohns (…); sie war auf einen Choral, irr’ ich nicht, auf den Text ‹O Haupt voll Blut und Wunden› basirt, in den er später den Namen Bach und einen Fugensatz einflocht, und rundete sich zu einem so klaren, meisterhaften Ganzen, dass es gedruckt ein fertiges Kunstwerk ergäbe».

Anlässlich einer Konferenz in Leipzig diente das Fragment dem St. Galler Organisten und Stil-Improvisationsspezialisten Rudolf Lutz zunächst als Grundlage für eine improvisierte Fassung, die dann in einem zweiten Arbeitsschritt zur hier publizierten schriftlichen Ausarbeitung wurde. Ein interessanter Arbeitsbericht, publiziert im Kongressbericht Diess herrliche, imponirende Instrument – Die Orgel im Zeitalter Felix Mendelssohn Bartholdys (Breitkopf und Härtel 2011, inkl. Einspielung der Sonate), dokumentiert Lutz’ Vorgehensweise und zeigt eindrücklich, wie sich analytisch-stilkundliche Überlegungen zum mendelssohnschen (Orgel-)Komponieren und der kreative Zugriff des erfahrenen – und insbesondere (wie Mendelssohn) an Bach geschulten – Improvisators durchdringen, gegenseitig anregen und ergänzen. Das Resultat: ein gut viertelstündiges Werk, das ein willkommenes Pendant zu den sechs «kanonischen» Sonaten Mendelssohns darstellt und sich (nicht zuletzt durch einige charmante Anklänge an originale Werke des Komponisten) dessen Idiom perfekt annähert. Trotz aller Kunstfertigkeit entsteht aber nie der Eindruck eines «über-komponierten» Satzes; die Sonate behält die Frische und den Impetus einer hervorragenden Improvisation.

Spieltechnisch sind die drei Sätze ungefähr im Bereich der schwereren (3./4.) Sonaten Mendelssohns anzusiedeln. Auch wenn von 18 Partiturseiten nur gerade deren zwei auf Mendelssohn zurückgehen und der Rest erst 2007 entstanden ist. Mit dieser «neuen» Sonate dürfte das Repertoire der deutschen Frühromantik eine interessante Bereicherung finden!

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Felix Mendelssohn Bartholdy / Rudolf Lutz. Sonate in d über «O Haupt voll Blut und Wunden» für Orgel MWV W 27, Edition und Ergänzung eines Fragments aus der Bodleian Library Oxford. Carus 18.120/00, € 15.50, Carus Verlag, Stuttgart 2013

Es weihnachtet …

Vielfältige neue und traditionelle Chorsätze für drei bis acht gleiche oder gemischte Stimmen.

Ausschnitt aus der Titelillustration von Franz Walka

Im Bestreben das Singen in der Familie zu fördern, hat der Carus-Verlag bereits eine ganze Reihe schön gestalteter Liederbücher herausgegeben (vergl. SMZ 4/2010, S. 35), auch einen Band für Weihnachten. Die Weihnachtslieder liegen ebenfalls in chorischen Sätzen vor, und zwar in mehreren Versionen: für vierstimmig gemischten Chor, für dreistimmigen Chor mit zwei Frauen- und einer Männerstimme und ganz neu auch für gleichstimmigen Chor (SSA/SSAA). Die Bände bieten einen grossen Fundus an stilistisch vielfältigen und gut singbaren Arrangements aus allen Epochen. Für die Chorsätze konnten zahlreiche renommierte Komponisten aus Polen, Dänemark, England, Japan Südamerika, Italien, den Niederlanden und Litauen gewonnen werden. Daneben sind traditionelle Sätze vertreten.

Das dreistimmige Chorbuch trägt der aktuellen Besetzungssituation Rechnung. Es bietet 84 Sätze mit leichtem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad. Das vierstimmige Buch richtet sich an Chöre mit grosser Besetzung. Es enthält rund 130 Arrangements mit vier bis acht Stimmen. 69 Sätze sind im Band für gleichstimmigen Chor zu finden. Die Ausführung kann a cappella oder mit Tasteninstrument erfolgen. Den Ausgaben für Chorleiter liegt jeweils eine CD-Einspielung bei mit einer Auswahl von Liedsätzen, aufgenommen mit dem Orpheus-Vokalensemble resp. dem Ulmer Spatzenchor.

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Weihnachtslieder, Chorbuch dreistimmig, für Frauenstimmen und eine Männerstimme a cappella oder mit Tasteninstrument, hg. von Armin Kircher; Chorleiterband mit CD, CV 2.130/00, € 29.90; Chorausgabe, CV 2.130/05, € 14.90; Carus, Stuttgart 2012

id., Chorbuch vierstimmig, für vier oder mehr Stimmen a cappella oder mit Tasteninstrument, hg. von Klaus Brecht und Klaus K. Weigele; Chorleiterband mit CD, CV 2.140/00, € 34.90; Chorausgabe, CV 2.140/05, € 16.90

id, Chorbuch gleichstimmig (SSA/SSAA), hg. von Klaus K. Weigele, Klaus Brecht und Hans de Bilde, Chorleiterband mit CD, CV 2.135/00, € 23.90; Chorausgabe, CV 2.135/05, € 11.50 Carus, Stuttgart 2013

 

Im Charakter des Instruments

Die Gambensonaten von Carl Philipp Emanuel Bach sind eine wertvolle Bereicherung des Cello-Repertoires.

Ausschnitt aus einem Pastellbildnis Carl Philipp Emanuel Bachs um 1780. Quelle: wikimedia commons

Die Cellokonzerte Carl Philipp Emanuel Bachs erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Noch etwas im Schatten der bekannten Sonaten für dieselbe Besetzung des Vaters Johann Sebastian (BWV 1027–1029) stehen die Gambensonaten (Wq 136, Wq 137, Wq 88).

Die jeweils dreisätzig angelegten Kammermusikwerke stammen aus C. P. E. Bachs Berliner Zeit als Cembalist am Hof Friedrichs II. von Preussen. Punkto instrumentaler Attraktivität stehen sie den Sonaten des Vaters in nichts nach. Der deutsche Musikwissenschaftler Ernst Fritz Schmid (1904–1960) schrieb 1931: «Die Gambensoli sind beide sehr dankbar für das Instrument geschrieben; in keinem anderen Kammermusikwerk seiner Berliner Zeit, von einigen Flötensoli abgesehen, hat Bach den Charakter des Instrumentes, für das er schrieb, so sehr berücksichtigt (…)»

Die beiden frühen Sonaten (Wq 136, Wq 137) sind in der Begleitung für Generalbass gesetzt. Die spätere 3. Sonate in g-Moll (Wq 88) verwendet den dreistimmig-obligaten Typus und folgt damit dem Vorbild der Sonaten des Vaters.

Die Henle-Ausgabe lässt nichts zu wünschen übrig: Das Notenbild ist klar und übersichtlich, die Papierqualität hervorragend; die Solostimme enthält Ausklappseiten, mit denen die wendetechnischen Probleme perfekt gelöst sind. Die separate Continuo-Stimme zu den beiden ersten Sonaten enthält zudem die Solostimme im Kleinstich.

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Carl Philipp Emanuel Bach, Gambensonaten Wq 88, 136, 137, Ausgabe für Violoncello hg. von Wolfram Ensslin und Ernst-Günter Heinemann, Generalbassaussetzung von Wolfgang Kostujak, mit zusätzlich bezeichneter Violoncellostimme von David Geringas, HN 991, € 35.00,  G. Henle Verlag, München 2012

Singen mit älteren Menschen

Ein einladendes Liederbuch mit Gassenhauern, Schlagern und Volksliedern.

Ausschnitt aus dem Titelblatt

Unter dem Titel Spiel mir eine alte Melodie haben sich verschiedene kirchliche Verbände in Zusammenarbeit mit zwei renommierten Verlagen – dem Reclam- und dem Carus-Verlag – des Themas «Singen kennt kein Alter!» angenommen.

Nachdem schon 2012 eine vergleichbare Publikation mit den schönsten alten Kirchenliedern entstanden ist, stellt Spiel mir eine alte Melodie bekannte Schlager der Zwanziger- bis Fünfzigerjahre vor, Kanons, Gassenhauer und ausgewählte Volkslieder in einem ansprechenden, von Barbara Trapp schön illustrierten, gebundenen Buch. Das Liederbuch erscheint im Grossdruck; die Liedsätze in tiefen Tonlagen.

Zwar stimmt es, dass sich ältere Stimmen in tieferen Lagen wohler fühlen, aber nicht jede ältere Stimme mutiert zum Bass oder zum Alt! Bei einigen Liedern hätte man die Tessitur etwas optimistischer ein wenig nach oben anpassen können.

Akkordsymbole über den Melodien ermöglichen eine einfache und unkomplizierte Begleitung. Eine sehr gelungene Ausgabe!Image

Spiel mir eine alte Melodie, Die schönsten alten Schlager und Volkslieder. Neues Liederbuch der Initiative «Singen kennt kein Alter!», 128 S., € 19.95, Carus/Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-89948-181-5

Stimmbildung mit Stimmbildern

Fantasievoll und witzig gezeichnete Karten erläutern stimmbildnerische Fragen ohne Worte.

Ausschnitt aus einer Zeichnung von Irmtraud Guhe

Tjark Baumann legt im Fidula-Verlag ein originelles, vor allem für die Chorarbeit geeignetes Heft vor, das wohl so manchen Kirchenmusiker und manche Chorleiterin bei der Stimmbildung ihrer Chöre unterstützen könnte!

Nach dem Motto: «Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte» sind dem Heft 30 grossformatige Bildkarten beigefügt, die sich verschiedener stimmbildnerischer Themen annehmen wie Stimmsitz, Haltung, Atmung oder Legatosingen. Auf der Rückseite der humorvollen Karten gibt der Autor Anweisungen zur Anwendung, erklärt stimmbildnerische Details und unterstützt den Chorleiter dabei, das Thema gut anzuleiten. Das Heft enthält weiterführende didaktische Kommentare.

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Scheinen nicht alle Bilder im physiologischen Sinn ganz und gar über jeden Zweifel erhaben, spiegelt die Zusammenstellung doch sowohl Vielfältigkeit als auch Widersprüchlichkeit verschiedener stimmbildnerischer Ansätze. So vermischt sich bei den Bildkarten zum «Öffnen der Stimme» oder zur «Stütze» sehr Richtiges mit physiologisch Fragwürdigerem.

Die einzelnen Elemente kann sich jeder Chorleiter je nach Klangideal individuell zusammenstellen. Sehr gute Hilfestellungen geben die Karten zum Thema Körperhaltung, Stimmsitz und Atmung, und auch eine lustige Interpretation zum Thema Register lässt den Laiensänger dieses Thema sicher besser verstehen, als mit blossen Worten. Die entsprechende Bildkarte auf einem Notenständer vor dem Chor platziert vermittelt auch ohne viel Nachdenken den gewünschten stimmlich-klanglichen Effekt. So kann übers Auge unbewusst hilfreiche Information aufgenommen werden.

Die Bilder sind sowohl für Kinder- als auch für Erwachsenenchöre geeignet.

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Tjark Baumann, Stimmbilder, 30 Bildkarten für Chor, Gesangs- und Stimmbildungsunterricht, mit Zeichnungen von Irmtraud Guhe, 36 S., 30 kommentierte Bildkarten, € 19.90, Fidula, Boppard 2013, ISBN 978-3-87226-942-3

Mit drei Klarinetten um die Welt

Mit Ohrwürmern und neuen Titeln verschiedene Stile kennenlernen.

Foto: logolord / fotolia.com

Die Sammlung Clarinet trios from around the world beinhaltet zehn Trios in verschiedenen Musikstilen aus aller Welt, herausgegeben von Florian Bramböck. Der österreichische Komponist und Arrangeur steht als Saxofonist mit verschiedenen Bands auf der Bühne und war Mitglied im Vienna Art Orchestra. Daneben ist er als Pädagoge in Salzburg und Linz tätig.

Die Hälfte der Stücke sind Eigenkompositionen von Bramböck, der Rest besteht aus Arrangements bekannter Titel: Da ist der Dreissigerjahre-Hit Bei mir bist du scheen zu finden nebst Miriam Makebas Klassiker Pata Pata oder der irischen Ballade Danny Boy. Die Arrangements klingen sehr gut, sind schwungvoll und gehen nicht einfach geradeaus vorwärts, sondern warten mit interessanten harmonischen oder rhythmischen Wendungen auf. Bei den Eigenkompositionen bietet Bramböck eine orientalisch verspielte Danse Marocaine, einen mitreissenden Boogaloo Mardi Gras oder einen rhythmisch herausfordernden Cha-Cha-Cha mit dem lustigen Titel El puesto de las butifarras (Die Bratwurstbude).

Die Stücke bewegen sich auf einem leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrad und setzen bei Schülern rhythmische Sicherheit und Erfahrung im Zusammenspiel voraus. Technisch stellen sie keine übermässigen Anforderungen an die Ausführenden. Der Tonumfang bewegt sich in der Regel bis c‘‘‘, geht aber bei einzelnen Stücken in der ersten Stimme auch bis maximal e‘‘‘. Durch die Auswahl genretypischer Musikstücke ermöglicht es Bramböck, im Ensemble-Unterricht verschiedene Stile exemplarisch zu erarbeiten.

Sämtliche Stücke aus diesem Heft glänzen gleichermassen durch Spielspass für die Ausführenden und Hörvergnügen fürs Publikum.

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Florian Bramböck, Clarinet trios from around the world, UE 35568, € 19.95, Universal Edition, Wien 2013

Schulchor mit Blaulicht und Alibi

Ein kleines Musical für eine Schulaufführung lässt viel Freiraum für die szenische Darstellung.

Foto: Lucky Dragon / fotolia.com

«Krimizeit, es ist wieder mal Krimizeit, und wir freu’n uns auf Diebstahl, Entführung, Erpressung und Mord. Krimizeit – ein neuer Fall, höchst dubios, die Polizei noch ahnungslos, der Kommissar jedoch bleibt cool.» So beginnt das kleine Musical für einstimmigen Chor, zwei Sprecher und Klavier. Krimi auf die Bühne! Spannung ist angesagt – Blaulicht und Alibi inklusive. Max ist übrigens der Täter, soviel sei hier schon verraten. Aber wird er gefasst? Von wem?

Krimizeit ist witzig und hat Fahrt. Temporeich und musikalisch versiert führt es durch den imaginären Fernseh-Krimiabend, unterbrochen durch Werbung, wie im richtigen Fernsehen. Die kurzen Sprechtexte und die anschaulichen Wendungen in den Liedtexten bieten Möglichkeiten für kleine szenische Gestaltungen. Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren sind als Sänger, Darsteller und Mörder gefragt.

Die Reihe Kinderchor bei Fidula von Uli Führe hat nunmehr elf Bände, der jüngste setzt das Märchen Hans im Glück in Musik. Jeder Band ist stilistisch und thematisch eigen, aber alle Bände verknüpfen Musik (Chor und Ensemble) mit Literatur und Szene.

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Harald Denzler, Krimizeit, Ein spannendes Vergnügen in 4 Liedern mit kurzen Sprecheinlagen, für einstimmigen Chor ab 11 Jahren, zwei Sprecher und Klavier (=Der Kinderchor bei Fidula 10), Best.Nr. 520, Euro 7.90, Fidula-Verlag, Boppard 2012

Arosa Kultur kooperiert mit Ingolstadt

Der Verein Arosa Kultur und verschiedene Institutionen im bayerischen Ingolstadt haben eine Kooperation beschlossen. Im Zentrum steht die Pflege der Werke des Ingolstädter Komponisten Johann Simon Mayr (1763–1845), der auch enge Verbindungen zu Graubünden hatte.

«Der Essighändler» im Juli 2012 auf der Waldbühne Arosa. Foto: Jaromir Kreiliger und Nina Homberger

Arosa Kultur hat sich vorgenommen, auf der Waldbühne Arosa alle zwei Jahre eine Oper von Johann Simon Mayr aufzuführen. Der Komponist weilte 1787 als Musik- und Hauslehrer auf den Landsitzen seines Schweizer Mäzens Thomas Maria Freiherr von Bassus in Poschiavo und Tirano.

Nach dem grossen Erfolg mit der Operette Der Essighändler im 2012, ist es 2014 wieder so weit. Diesmal allerdings werden auch die Ingolstädter etwas davon haben. Denn die Oper Der Geizige, die in Arosa Ende Juli zur Aufführung gebracht wird, wird anschliessend als Gastspiel auch in Ingolstadt zu erleben sein.

Auf ein Kooperationsmodell mit diesem Inhalt haben sich in Ingolstadt der Präsident der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft, Rainer Rupp, der Geschäftsführer des Georgischen Kammerorchesters in Ingolstadt, Alexander Stefan, der stellvertretende Kulturreferent der Stadt Ingolstadt, Jürgen Köhler, sowie Christian Buxhofer, Geschäftsführender Präsident von Arosa Kultur, geeinigt. Die Aufführung der Oper ist am 2. und 3. August 2014 vorgesehen. Als Aufführungsorte werden der Hof des Neuen Schlosses Ingolstadt und Schloss Sandersdorf favorisiert. Bei den beiden Ingolstädter Aufführungen wird das Georgische Kammerorchester spielen, die sonstige Besetzung bleibt identisch, auch die Musikalische Leitung und Regie wird von Arosa übernommen.

Die Kooperation zwischen Arosa und Ingolstadt ist zeitlich nicht befristet worden und beinhaltet auch eine Zusammenarbeit im Konzertbereich. So wird das Georgische Kammerorchester, das seit seinem Exil vor bald 25 Jahren das Kulturleben von Ingolstadt wesentlich mitprägt, in Zukunft immer wieder in Arosa auftreten können. Beim Arosa Musik Theater auf der Waldbühne Arosa wird aber weiterhin das eigene Festivalorchester Arosa spielen.
 

Aufführungen anregen

Eine Stiftung kümmert sich seit fünf Jahren um das Werk von Emil Himmelsbach. Sie vergibt Konzertbeiträge und plant Publikationen zum kommenden hundertsten Geburtstag des Komponisten.

Emil Himmelsbach: Musik für Bratsche, angeregt durch die 10 Kategorien des Aristoteles

Der vor 29 Jahren verstorbene Komponist, Geiger und Musikschulleiter Emil Himmelsbach (1914–1984) aus Basel hinterliess ein Werk von etwa 140 Liedern und Instrumentalkompositionen (siehe Schweizer Musikzeitung 12/2008, S. 37).

Indem er in seinen meist kurzen Kompositionen nach Möglichkeit keine Terzen und Sexten verwendete, ergaben sich fast wie von selbst Zwölftonmelodien. Als er einmal einige Werke bei einem Wettbewerb einreichte, wo Paul Sacher in der Jury sass, wurde ihm eine Anerkennung versagt mit der Begründung, es sei nicht möglich, solche Musik innerlich zu hören und erleben, das sei bloss konstruiert. Emil Himmelsbach liess sich durch solche Urteile nicht beirren und sagte, die junge Generation werde schon noch auf den «Geschmack» kommen.

Zu diesem Zweck gründete Adolf Zinsstag vor fünf Jahren die Emil-Himmelsbach-Stiftung mit Sitz in Basel, erfasste alle Werke digital und deponierte den Nachlass bei der Universitätsbibliothek Basel. Für das kommende Jubiläumsjahr plant er die Herausgabe eines biografischen Abrisses und seines Vortrags Geistfeindlichkeit und Suche nach dem Geist im Kunstschaffen des 19. und 20. Jahrhunderts (1977).

Seine Werke hat Himmelsbach handschriftlich so schön ins Reine geschrieben, dass daraus musiziert werden kann und eine Drucklegung nicht als vordringliche Aufgabe der Stiftung betrachtet wird. Hingegen ist sie in der glücklichen Lage, für Aufführungen der Werke Himmelsbachs Unterstützungsbeiträge oder Defizitgarantien zu sprechen. Anfragen an: Adolf Zinsstag, 4059 Basel, Bruderholzallee 253; oder zinsstag@hotmail.com

 

Migros Kulturprozent fördert Popmusiklabels

Das Migros-Kulturprozent schreibt zum neunten Mal die Label- und Künstlermanagement-Förderung aus. Das Programm richtet sich an Pop- und Independent-Labels sowie an Künstlermanagements mit Sitz in der Schweiz.

Mit den Zuschüssen will das Migros-Kulturprozent helfen, Strukturen zu professionalisieren. Nur so könnten Labels und Agenturen die Schweizer Popszene verstärkt aufbauen und betreuen, erklärt Philipp Schnyder von Wartensee vom Migros-Kulturprozent laut der entsprechenden Medienmitteilung. Die geförderten Labels und Managements erhalten Beiträge zwischen 20’000 und 50’000 Franken.

Zugelassen sind Independent-Labels, die innerhalb der vergangenen 24 Monate mindestens vier Alben von in der Schweiz ansässigen Künstlern veröffentlicht oder eine vergleichbare Leistung erbracht haben. Künstleragenturen müssen umfassende Managementaufgaben wahrnehmen. Zudem sollen sie mindestens zwei Schweizer Musikerinnen und Musiker betreuen, die bereits CD veröffentlicht haben.

Gesuche können bis zum 6. Dezember 2013 beim Migros-Kulturprozent eingereicht werden. Die Gewinner werden am 28. März 2014 in Zürich im Rahmen des m4music-Festivals bekannt gegeben.

Mehr Infos: www.migros-kulturprozent.ch/foerderung

Solothurn Classics 2014 im Sparmodus

Das Opern-Festival Solothurn Classics wird 2014 nicht in der ursprünglichen Form durchgeführt. Anstelle der zehntägigen Grossveranstaltung mit Openair-Aufführungen sind bloss Rezitals geplant.

Foto: zvg

Die Festivalleitung habe sich zu diesem Schritt entschieden, weil die Finanzierung von Solothurn Classics 2014 nicht habe sichergestellt werden können. 2015 soll das Festival wieder im gewohnten Rahmen stattfinden.

Der Verein Solothurn Classics führt seit drei Jahren die durch das ehemalige Classic Openair begründete zwanzigjährige Tradition der Opernaufführungen unter freiem Himmel auf der Solothurner St. Ursen-Bastion weiter.

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