Landis & Gyr Stiftung fördert Komponisten

Die Landis & Gyr Stiftung vergibt Kompositionsstipendien für 2015/16 in London. Das Stipendium beinhaltet die unentgeltliche Nutzung einer Wohnung sowie einen Lebenskostenzuschuss.

Londoner Panorama. Foto: wikimedia commons

Anmelden können sich Schweizer Komponistinnen und Komponisten und Komponisten anderer Nationalität, die aktuell seit mindestens drei Jahren in der Schweiz leben und arbeiten. Voraussetzung für eine Bewerbung ist «eine herausragende Leistung».

Teilnahmebedingungen und Wettbewerbsunterlagen sind ab Dezember 2013 erhältlich. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2014.

Mehr Infos: www.lg-stiftung.ch

Davos Festival vollständig unter neuer Führung

Der Stiftungsrat der Stiftung Davos Festival hat die Luzernerin Judith Brügger zur neuen Geschäftsleiterin des Davos Festival – young artists in concert gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Dolores Mark an, die das Davos Festival Ende Jahr verlassen wird.

Judith Brügger. Foto: Davos Festival

Die Luzernerin Judith Brügger hat an der Hochschule Luzern einen Masterstudiengang in Kulturmanagement absolviert und amtete für Lucerne Festival als Assistentin der Kaufmännischen Leitung und später als Assistenz der Leitung Finanzen, Personal und IT.

Während dieser Zeit wirkte sie in verschiedenen Projekten wie der Lucerne Festival Ark Nova, der Lucerne Festival Academy, der Salle Modulable, oder dem Young Think Tank mit.

Damit hat nach dem Wechsel der Intendanz des Davoser Festivals von Graziella Contratto zu Reto Bieri auch die Geschäftsleitung gewechselt. Dolores Mark bleibt der lokalen  Kulturlandschaft allerdings erhalten: Sie übernimmt im Januar 2014 die Verwaltungsleitung im Kirchner Museum Davos. Graziella Contratto leitet neu die Musikabteilung der Berner Hochschule der Künste.

Berner sagen Ja zur Stadttheater-Sanierung

Die Stadtberner Stimmberechtigten haben der Sanierung des Berner Stadttheaters deutlich zugestimmt. Nun muss noch der Grosse Rat für den Kantonsbeitrag von 21 Millionen Franken grünes Licht geben. Dann kann mit der Sanierung wie geplant im nächsten Jahr begonnen werden.

Foto: Andreas Praefcke/WikiCommons

Im Gegensatz zur Stadtbevölkerung wollen sich allerdings nicht alle Regionsgemeinden an der Sanierung des über hundertjährigen Gebäudes beteiligen. Der Gesamtkredit von 45 Millionen Franken kommt deshalb nicht zustande. Es werden laut der Mitteilung der Stadt Bern mindestens 1,5 Millionen Franken fehlen.

Dies bedeute, so die Stadt weiter, dass gemäss Projektoptimierung einzelne Abstriche gemacht werden müssten. Spielraum bestehe beispielsweise bei den Fenstern (Sanierung statt Ersatz) oder der Umsetzung von Akustikmassnahmen.

Vorgabe ist es, das Kostendach, das sich aus den Beiträgen von Kanton und Stadt Bern sowie den Regionsgemeinden zusammensetzt, nicht zu überschreiten. Zusätzlich zu diesem Betrag entscheiden die Stimmberechtigten der Burgergemeinde Bern im Dezember über einen Kredit von 5 Millionen Franken. Mit diesem Geld soll insbesondere die Mansarde ausgebaut werden.

Saniert wird in zwei Etappen. Die erste Phase dauert von Ende Mai 2014 bis Ende August 2014, die zweite von Ende März 2015 bis Ende September 2015. Das bedeutet, dass jeweils in der zweiten Saisonhälfte auf Ersatzspielorte ausgewichen werden muss. Dazu zählen unter anderem die Grosse Halle der Reitschule Bern und das Schlachthaus.

Stadt Luzern ehrt Jones-Strebi und Haefliger

Der Luzerner Stadtrat anerkennt mit der Ehrennadel in unregelmässigen Abständen das Wirken von Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Stadt Luzern verdient gemacht haben. Die jüngsten Empfänger sind Ursula Jones-Strebi und Michael Haefliger.

Foto © Priska Ketterer, LUCERNE FESTIVAL

Ursula Jones-Strebi mache sich über Jahrzehnte als Freundin und Förderin von Lucerne Festival verdient, schreibt die Stadt Luzern, «indem sie – wie kaum jemand – Künstlerinnen und Künstler vermitteln konnte». Als Tochter des Mitbegründers der Internationalen Musikfestwochen Luzern (IMF), Walter Strebi, habe Ursula Jones-Strebi praktisch lebenslang ein musikalisches Netzwerk auf- und ausgebaut; dieses Netzwerk stelle sie dem Lucerne Festival grosszügig zur Verfügung.

Michael Haefliger leitet seit 14 Jahren als Direktor das Lucerne Festival. In dieser Zeit habe er das «bis zu diesem Zeitpunkt als elitär wahrgenommene und bisweilen konventionelle Festival modernisiert», schreibt die Stadt weiter. Unter seiner Intendanz habe sich das Lucerne Festival musikalisch geöffnet, es spreche ein weiteres Publikum an. Dabei habe es den künstlerischen Anspruch als führendes Festival weiter ausbauen können.

Der Stadtrat wird die Leistungen der zwei Geehrten im Rahmen der Sitzung des Grossen Stadtrates von Luzern vom Donnerstag, 30. Januar 2014, würdigen und ihnen im Rahmen dieser Feier die Ehrennadel überreichen.

Vereinfachte Zollverfahren für Berufsmusiker

Die EU-Zollvorschriften sind mit Wirkung zum 21. November 2013 geändert worden. Nach der Neuregelung können Reisende beruflich genutzte tragbare Musikinstrumente in die Union ein- oder ausführen und bei den Flughäfen den grünen Ausgang benutzen, ohne eine Zollanmeldung abgeben zu müssen.

Foto: robotcity – Fotolia.com

In letzter Zeit hatten laut einer Medienmitteiliung des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen e.V. (VDKD) Massnahmen der Zollbehörden bei der Ein- und Ausreise mit wertvollen Instrumenten für Verärgerung gesorgt. Künstler kritisierten, dass Kollegen am Zoll festgehalten und deren Musikinstrumente teilweise beschlagnahmt worden seien, weil sie Zollbestimmungen nicht eingehalten haben sollten.

Ferner kritisierten sie, dass das Zolldokument ATA Carnet, für dessen Besitzer eine Ein-, Aus- oder Durchfuhr beruflich genutzter Instrumente ohne zollrechtliche Behinderungen möglich ist, eine erhebliche Belastung für Musiker darstelle, da für die Ausstellung Bürgschaften in Höhe von 30 Prozent des Werts des Instruments hinterlegt werden müssten.

Luzern prüft Weitergabe des Rachmaninoff-Erbes

Eine Luzerner Delegation hat sich am Montag unter anderem mit Parlamentariern, dem Moskauer Bürgermeister sowie dem Bildungs- und Kulturminister der Moskauer Stadtregierung getroffen. Eines der Themen: der Luzerner Rachmaninoff-Nachlass.

Rachmaninov am Steinway in den Dreissigerjahren. Foto: Senar,wikimedia commons

Im Rahmen eines Gastauftrittes des Kantons Luzern in Moskau haben sich in der russischen Hauptstadt Behörden, Institutionen und Netzwerker in den Bereichen Kultur, Bildung, Tourismus, Gesundheit und Wirtschaft ausgetauscht.

Zeitgleich mit den Treffen der Luzerner Delegationen hat der russische Präsident Vladimir Putin signalisiert, dass die russische Föderation am Erwerb des Archivs Rachmaninoff und der Villa in Hertenstein interessiert ist. Beide befinden sich derzeit im Besitz der Erben und der Rachmaninoff-Stiftung.

Das weitere Vorgehen solle nun zwischen den Behörden der Schweiz und Russlands ausgelotet werden, schreibt der Kanton Luzern.

SOFIA fördert junge Jazzmusikerinnen

SOFIA ist ein Programm zur internationalen Förderung junger Jazz-Musikerinnen im Bereich musikalischer Improvisation und Selbstmanagement. Schweizerinnen können sich noch bis Ende November bewerben.

Das von der Musikerin Nicole Johänntgen initiierte Projekt greift eine Idee des amerikanischen Förderprogramms Sisters in Jazz auf. Dazu werden sechs junge Frauen aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland von einer Fachjury ausgewählt und nominiert.

Im März 2014 finden in Paris, Köln und Zürich Konzerte und Workshops statt, Business-Kurse und Workshops zu Themen wie Booking, Moderation, Labelarbeit, Urheberrechte, Medientraining, PR oder Musikphysiologie. Die Ausgewählten studieren in einer SOFIA Band 2014 unter Anleitung internationaler Jazzmusiker Eigenkompositionen ein, die sie im März 2014 in Konzerten in den drei Ländern vortragen.

Den Höhepunkt des Programms bildet ein SOFIA-Festival im Jazzclub Moods in Zürich vom 17. bis 19. März 2014. Neben den Konzerten wird eine Stummfilmvertonung in Kooperation mit dem Schweizer Stummfilminstitut IOIC (Institute of Incoherent Cinematography) aufgeführt. Der Festivalabschluss findet in Zusammenarbeit mit der JazzBaragge statt.

SOFIA wird ermöglicht und unterstützt durch den Kanton Zürich, Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann und die Fachstelle Kultur, die ZHdK Zürcher Hochschule der Künste, Migros Kulturprozent und die C. und A. Kupper-Stiftung (zur Unterstützung talentierter Künstler mit Wohnsitz in der Schweiz).

Mehr Infos: www.sofia-musicnetwork.com

Deutsche Jeunesses Musicales mit neuer Führung

Eine Verjüngung hat die Neuwahl des Präsidiums von Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) zur Folge. Die Mitgliederversammlung hat die 40jährige Daniela Stork zur neuen Präsidentin gewählt, noch jünger sind vier der weiteren acht Vorstandsmitglieder.

Neues Gesamtpräsidium (s.u.). Foto: JMD

Stork übernimmt das Amt von Hans-Herwig Geyer, der gemeinsam mit seinem Führungsteam nach drei Vorstandsperioden einen Generationenwechsel initiiert. Unter seiner Führung sei der Verband in den vergangenen neun Jahren inhaltlich und strukturell professionalisiert worden, schreibt JMD.

Seit 2007 sind in der JMD-Initiative «mu:v-Musik verbindet» Jugendliche aktiv, die Projekte nach eigenen Vorstellungen entwickeln und selbst aktiv umsetzen. Die Bewegung biete ideale Ausgangsbedingungen für das neu gewählte Präsidium, so die JMD-Mitteilung weiter.

Zusammen mit Präsidentin Daniela Stork werden künftig Johannes Freyer (Karlsruhe), Claudia Klemkow-Lubda (Hamburg) und Toni Rack (Jena) die Geschäftsführung des Verbandes innehaben. Als Beisitzer wurden gewählt: Martin Lentz (Bremen), Christoph Schaller (Berlin), Anke Steinbeck (Bonn), Lisa Unterberg (Erlangen), Philipp Vandré (Heidelberg).

Bild Gesamtpräsidium (v.l.n.r.).: Christoph Schaller, Claudia Klemkow-Lubda, Philipp Vandré, Daniela Stork, Toni Rack, Lisa Unterberg, Johannes Freyer, Anke Steinbeck, Martin Lentz. Foto: JMD

Vorbereitungen für bandXaargau 2014

Im Rahmen des Nachwuchsband-Festivals bandXaargau haben junge Bands zum achten Mal die Chance, sich auf den Bühnen des Kantons Aargau zu präsentieren. Das Festival findet im März 2014 statt, die Anmeldung läuft ab jetzt.

Foto: Konstantin Tavrov – Fotolia.com

Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche aus dem Kanton Aargau zwischen 12 und 23 Jahren. Die Bands müssen ein Repertoire von 20 Minuten spielen können. Dabei sind sowohl Cover als auch Eigenkompositionen möglich. Die Startplätze sind beschränkt, Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eintreffens berücksichtigt.

Die Vorausscheidungen finden im März 2014 in Aarau (Flösserplatz), Baden (Merkker), Brugg (Piccadilly) und Aarburg (Moonwalker) statt. Eine Jury bewertet den Auftritt und gibt den Bands nach ihrem Konzert ein konstruktives Feedback. Aus vier Vorausscheidungen werden sechs Finalisten erkoren.

Die Finalisten erhalten ein Coaching durch eine Fachpersonen aus dem Musikbusiness. Im eigenen Übungsraum wird an Arrangements und an der Live-Performance gefeilt und die Bands erhalten Tipps und Tricks rund um Themen wie CD-Aufnahmen oder Auftrittsbewerbungen. Weiter gibt es einen DVD-Mitschnitt des Auftrittes.

Die Siegerband spielt eine Konzerttour durch den Kanton Aargau. Zudem erhält sie je einen Studio-/Mastering-Tag. Die beste Schulband gewinnt einen Auftritt am Musig i de Altstadt Aarau. Als Spezialpreis vergeben die Organisatoren des Open Air Gränichen an eine von ihnen ausgewählte Band einen Auftritt am Festival. Ausserdem wird an jedem Abend ein Publikumspreis für die Lieblingsband verliehen.

Mehr Infos: www.bandxaargau.ch
 

Festmusik – selbstgemacht

Verschiedene Musikverlage haben neue Weihnachtshefte herausgebracht: Arrangements von Akkordeon bis Zupfinstrument. Auch Aussergewöhnliches wie ein Heft für Mundharmonika oder digitale Einstudierhilfen für das Weihnachtsoratorium steht bereit.

Foto: Kati Molin – Fotolia.com,SMPV

Einzelinstrumente:

  • Christmas Favourites. Piano Repertoire, Level 2, hg. von Mike Cornick, UE 21 565, € 14.95, Universal Edition, Wien 2013
  • Zu Bethlehem geboren. Eine Auswahl bekannter Advents- und Weihnachtslieder für Klavier solo oder mit 2 Singstimmen ad lib., bearb. von Hilger Schallehn, ED 21288, € 12.99, Schott, Mainz 2013
  • Weihnachten mit der Mundharmonika. Die schönsten Weihnachtslieder und Christmas Songs, bearb. von Perry Letsch, ED 21760, mit CD, € 17.99, Schott, Mainz 2013
  • Meine ersten Weihnachtslieder für Akkordeon, hg. von Ralf Stock, VHR 1849, € 9.80, Holzschuh-Verlag 2013 
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Kurzrezension

Zuger Sinfonietta sucht neuen Chefdirigenten

Philippe Bach tritt als Chefdirigent der Zuger Sinfonietta per Ende Saison zurück. Er wird sich laut der offiziellen Meldung des Ensembles auf seine Stelle als Generalmusikdirektor beim Theater Meiningen und den Chefdirigentenposten beim Berner Kammerorchester konzentrieren.

Philippe Bach. Foto: zvg

Philippe Bach war seit der Saison 2009/2010 Chefdirigent der Zuger Sinfonietta. Sein letztes Zuger Konzert als Chefdirigent wird er am 21. Februar 2014 im Theater Casino Zug dirigieren.

Unter seiner Leitung habe sich die Zuger Sinfonietta zu einem homogenen und auf hohem Niveau musizierenden Kammerorchester entwickelt, schreibt das Ensemble weiter. Neben der eigenen Konzertreihe im Kanton Zug und den Konzerten bei der Theater- und Musikgesellschaft Zug sei es immer wieder zu Gast bei Festivals und Veranstaltern in der ganzen Schweiz gewesen.

Konzertmitschnitte durch das Radio SRF 2 Kultur und die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Solisten würden die positive gemeinsame Entwicklung unterstreichen.

Fünfter Basler Pop-Preis für Sheila She Loves You

Der mit 15’000 Franken dotierte 5. Basler Pop-Preis des RFV Basel ist in der Kaserne Basel an die Basler Band Sheila She Loves You verliehen worden.

Foto: zvg

Die Fachjury habe sich kurz vor der Verleihung in einer «sehr engen Wahl» für die nominierte Band entschieden. Jurysprecher Jean Zuber von Swiss Music Export betonte laut der offiziellen Medienmeldung, dass am Schluss «die wirklich guten Popsongs auf der neuen CD der Band für Sheila She Loves You als Gewinner entschieden» hätten. Der in einem Onlinevoting ermittelte Publikumspreis ist dem Rapper Black Tiger zugesprochen worden.

Vor dem Pop-Preis ist der KMU-Förderpreis BusinessSupport an das Basler Plattenlabel Lux-Noise vergeben worden. Die Auszeichnung ist mit 12’000 Franken dotiert und ist von Bruno Marty, Jurysprecher des BusinessSupport und Geschäftsleiter der Schweizerischen Interpretengenossenschaft, übergeben worden.

Der Rockförderverein der Region Basel (RFV) besteht seit 18 Jahren. Er arbeitet im Leistungsvertragverhältnis mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Er organisiert Wettbewerbe für Bands (Newcomer und Professionals) und berät Bands, Unternehmen, Veranstalter und Verwaltungen.

Regeln für die Berner Kulturförderung

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Verordnung über die Kulturförderung genehmigt. Sie regelt die Art und Weise, wie Gemeinden und Kanton in der Kulturförderung zusammenarbeiten. Zudem enthält sie die Bestimmungen über die Organisation der kantonalen Kulturförderung, die bereits vor einem Jahr in Kraft gesetzt wurden.

Zentrum Paul Klee. Foto: Marja Flick-Buijs – Fotolia.com

Mit der Kantonalen Kulturförderungsverordnung (KKFV) hat der Regierungsrat den zweiten Teil der Ausführungsgesetzgebung zum Kulturförderungsgesetz beschlossen. Die KKFV regelt die gemeinsame Subventionierung von Kulturinstitutionen durch den Kanton und die Gemeinden klarer. Die Liste der gemeinsam zu subventionierenden Kulturinstitutionen wird, für jede Region separat, später als Anhang der Verordnung beigefügt.

Die Bestimmungen über die Organisation der kantonalen Kulturförderung, die bereits auf den 1. Januar 2013 erlassen worden waren, wurden in die KKFV übernommen. Somit ändert sich für die Kulturkommissionen oder bei der Vertretung des Kantons in Leitungsorganen kultureller Institutionen nichts.

Die Verordnung nennt fünf Kulturinstitutionen von nationaler Bedeutung, zu deren Mitfinanzierung nur der Kanton, nicht aber die Gemeinden gesetzlich verpflichtet sind. Es sind dies das Zentrum Paul Klee, das Kunstmuseum Bern, das Alpine Museum in Bern, das Freilichtmuseum Ballenberg sowie die Künstlerbörse in Thun. Von der Sache her würde auch das Historische Museum Bern in diese Kategorie gehören. Weil hier aber die Gemeinden der Region Bern-Mittelland und insbesondere die Stadt Bern zur Mitfinanzierung verpflichtet bleiben sollen, wurde es in die Kategorie der Kulturinstitutionen «von mindestens regionaler Bedeutung» eingereiht.

Die Verordnung regelt, dass bei gemeinsam subventionierten Kulturinstitutionen in erster Linie die Standortgemeinden für die Ausarbeitung der Leistungsverträge zuständig sind. Hingegen bestimmen die Gemeinden einer Region selber, wie sie ihren Anteil an den Subventionen unter sich aufteilen wollen.

Die Voraussetzungen für Beiträge an Schul- und Gemeindebibliotheken werden in der Verordnung präzisiert. So müssen Bibliotheken politisch und konfessionell neutral sein, um überhaupt für kantonale Beiträge in Frage zu kommen. Die weiteren Bestimmungen führen grundsätzlich die bisherige Verordnung über die Förderung der Schul- und Gemeindebibliotheken von 1988 fort, welche gleichzeitig aufgehoben wird.
 

Der Winterthurer Stadtrat hat die Weisung an den Grossen Gemeinderat über die interimistische Verlängerung der befristeten Subventionsverträge beschlossen. Nicht betroffen davon ist der in einer Volksabstimmung genehmigte Subventionsvertrag mit dem Musikkollegium. Er ist unbefristet.

Die befristeten Subventionsverträge mit 18 kulturellen Institutionen laufen Ende 2013 aus. Der Antrag auf Vertragsverlängerungen ist wegen Spardiskussionen zurückgestellt worden. Die nun bevorstehende Verlängerungsoll für 17 Institutionen interimistisch erfolgen, für die Kunsthalle werden gesonderte Bestimmungen erlassen.

Die Verträge werden unverändert übernommen. Die Kürzungen von einzelnen Subventionsbeiträgen sind nicht Gegenstand des Antrags. Allerdings enthalten sie bereits in der vorliegenden Fassung eine Klausel, die es der Stadt erlaubt Kürzungen vorzunehmen, sollte sie durch die finanzpolitische Situation dazu gezwungen sein.

Angesichts kantonaler Mehrleistungen und angesichts der angespannten Finanzsituation halte es der Stadtrat für vertretbar, schreibt die Stadt, seine eigenen Beiträge an den Kunstverein, das Fotomuseum und die Kunsthalle insgesamt um 200’000 Franken für das Jahr 2014 und längstens bis 2016 zurückzunehmen.
 

Aus für die Klaviermanufaktur Pleyel

Das europäische Klavierbauer-Sterben geht weiter: In Frankreich schliesst das Unternehmen Pleyel, das als älteste Klavierfabrik der Welt galt und unter anderem Chopin zu seinen besten Kunden zählte, die Tore.

Instrumentenmanufaktur Pleyel in St. Denis vor 1914. Scan von Claude Shoshany, wikimedia commons

Gegründet worden ist das Unternehmen 1807 vom französischen Komponisten Ignaz Pleyel. Zu seine Kunden zählten unter anderem Frédéric Chopin und Claude Debussy.

Zuletzt seien jährlich noch rund zwanzig Pianos zum Preis von mindestens 40 000 Euro gefertigt worden – von 14 Mitarbeitern, wie das Europe Online Magazin schreibt. Grund für die Schliessung seien «anhaltende Verluste und eine nicht ausreichende Auslastung».

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