Hochschule und Opernhaus vertiefen in Zürich Partnerschaft

Mit einer Rahmenvereinbarung bauen das Opernhaus Zürich und die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ihre enge Zusammenarbeit weiter aus.

Von links: Jacqueline Fehr (Regierungsrätin), Matthias Schulz (Intendant Opernhaus), Karin Mairitsch (Rektorin ZHdK), Silvia Steiner (Regierungsrätin). (Bild: Admill Kuyler)

Die Partnerschaft baut laut der Medienmitteilung der ZHdK «auf erfolgreichen Kooperationen der vergangenen Jahre auf, etwa zwischen ZHdK/taZ und dem Ballett Zürich, und erweitert diese künftig sparten- und abteilungsübergreifend». Geplant seien unter anderem gemeinsame Formate in der neuen Spielstätte des Opernhauses in Oerlikon, die Entwicklung digitaler Projekte, die Mitwirkung an Festivals wie Zürich Barock sowie Symposien, Forschungs- und Netzwerkinitiativen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nachwuchsförderung. Dazu gehören Praktika, Mentoring-Programme, Austauschformate sowie gemeinsame Projekte zur Musik- und Tanzvermittlung. Studierenden der ZHdK werden dadurch praxisnahe Einblicke in die künstlerische Arbeit am Opernhaus ermöglicht. Gleichzeitig soll die Vernetzung von Ausbildungs- und Kulturinstitutionen über Zürich hinaus gestärkt werden, um die Entwicklung junger Talente auch international noch wirksamer zu unterstützen.

Mehr Infos:
https://www.zhdk.ch/meldung/neue-impulse-fuer-kunst-ausbildung-und-forschung-opernhaus-zuerich-und-zuercher-hochschule-der-kuenste-vertiefen-ihre-partnerschaft-8748

Letzte Preisverleihung der Stiftung Nico Kaufmann

Die Nico-Kaufmann-Stiftung zur finanziellen Unterstützung von jungen, förderungswürdigen Talenten verleiht, bevor sie aufgelöst wird, zum letzten Mal ein Stipendium.

Sergey Tanin (Bild: sergeytanin.com)

Der Beitrag von 13’000 Franken wird dieses Jahr von der Stadt- und Stiftungsratspräsidentin Corine Mauch an Sergey Tanin vergeben. Die Auszeichnung des jungen Pianisten ist zugleich mit einer Würdigung des Vermächtnisses und Lebenswerks des Stifters verbunden: Sergey Tanin wird ein Lieder- und Klavierprogramm vortragen, das Nico Kaufmanns musikalisch vielfältiges Leben beleuchtet – von seinen Anfängen als klassischer Pianist, über die Tätigkeit als Bühnenmensch im Zürcher Cabaret bis hin zum Komponisten mit einer ganz eigenen Sprache.

Sergey Tanin wurde 1995 in Jakutien (Sibirien) geboren und begann im Alter von 5 Jahren Klavier zu spielen. Während seines Studiums mit Irina Plotnikova am Moskauer Tschaikowsky Konservatorium wurde er 2016 Preisträger am Europäischen Klavierwettbewerb Bremen. 2019 zog er in die Schweiz, um sein Studium bei Claudio Martinez-Mehner als Geförderter der Bundes-Exzellenz-Stipendien an der Musik Akademie Basel fortzusetzen. Im Oktober 2020 gewann Sergey den ersten Preis sowie den Publikumspreis am Kissinger Klavierolymp im bayerischen Bad Kissingen und sprang im gleichen Monat für Hélène Grimaud an ihrem Konzert in Basel ein.

Musikräte besorgt über Kulturabbau

Die Spitzen der nationalen Musikräte von Deutschland, Österreich und der Schweiz haben an ihrer jährlichen Klausurtagung länderübergreifende Themen der Musikpolitik diskutiert.

V.l.n.r.: Glur-Troxler (SMR), Wiederkehr (SMR), Huber (ÖMR), Krüger (DMR), Valentin (DMR), Wildner (ÖMR) und Bauer (ÖMR), Bild: DMR

Musik sei Lebensnerv und Zukunftsressource, schreiben die Musikräte in einem gemeinsamen Statement. Sie verbinde Menschen über Grenzen hinweg, fördere demokratische Teilhabe und sei ein bedeutender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Faktor. Doch stünden die Rahmenbedingungen unter Druck: Abbau von Bildungsstrukturen, pauschale Sparvorgaben, digitale Marktverzerrungen und politisch motivierte Einschränkungen kultureller Vielfalt gefährdeten die Breite und Qualität des Musiklebens.

Unter anderem sehen die Räte «mit Sorge, dass musikalische Bildungsangebote geschwächt werden und Übergänge zwischen Schule, Musikschule, Hochschule und Praxis unsicher sind». Sie fordern eine nachhaltige Stärkung musikalischer Bildung mit klaren Qualitätsstandards, guter personeller Ausstattung, verlässlicher Talentförderung und Zugänglichkeit für alle – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Wohnort.

Das ganze Abschluss-Statement findet sich hier:
https://www.musikrat.de/media/aktuelles/meldung/musik-als-zukunftskraft-gegen-den-abbau-des-kulturlebens

Alessandra Münger gewinnt Reinl-Harfenwettbewerb

Alessandra Münger, Studentin von Sarah O’Brien an der Zürcher Hochschule der Künste, gewinnt am internationalen Reinl-Harfenwettbewerb den ersten Preis.

Alessandra Münger (Bild: Nils Mehr)

Alessandra Münger spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr Harfe und nahm 2010 bis 2022 Harfenunterricht an der Musikschule Konservatorium Zürich. Im September 2022 begann sie ihr Bachelorstudium im Hauptfach Harfe an der Zürcher Hochschule der Künste bei Sarah O’Brien, das sie im Juli 2025 mit Auszeichnung abschloss. Seit September 2025 studiert sie an der ZHdK im Master Performance.

Der Reinl-Wettbewerb fand dieses Jahr zum 20. Mal statt. Organisiert wird er von der Franz Josef Reinl-Stiftung  in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Die weiteren Gewinnerinnen sind Lauren Ashley Swain (USA) auf Platz zwei und Gabriela Dudziak (Polen) auf Platz drei. Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Daneben wurde auch der Reinl-Kompositionspreis verliehen: Preisträgerin ist Kefal Chen, ihr Werk «Up Skyward» wurde am Wettbewerb uraufgeführt.

 

Bund gründet nationales Kompetenzzentrum

Der Bund realisiert ein neues nationales Kompetenzzentrum «Arbeiten in der Kultur». Dieses soll Kulturschaffende, Kulturveranstalter und kulturelle Organisationen in Fragen der sozialen Sicherheit und der Arbeitsbedingungen in ihrem Sektor orientieren und sensibilisieren.

Das Bundeshaus in Bern. Foto: Archiv SMZ

Das Zentrum soll auch auf bereits bestehende Angebote in den Regionen hinweisen und diese sinnvoll ergänzen. Damit setzt der Bund eine der zentralen Massnahmen aus der Kulturbotschaft 2025-28 um, die zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt im Kultursektor vorgesehen sind. Mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums wird der Verein «Suisseculture Sociale» beauftragt. Das Projekt wird vom Bundesamt für Kultur (BAK) finanziell unterstützt.

Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums «Arbeiten in der Kultur» gehört es, Kulturschaffende, Kulturveranstalter und kulturelle Organisationen für Fragen der Arbeitsbedingungen und der sozialen Sicherheit zu sensibilisieren sowie Informationen und Dokumentationen zu diesen Themen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird beispielsweise auf bestehende Angebote von Kantonen, Städten und spartenspezifischen Organisationen verwiesen. Diese Angebote sollen bei Bedarf ergänzt und weiterentwickelt werden.

Eine weitere Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, die Vernetzung und den Wissenstransfer zwischen den relevanten Akteuren zu fördern. Dies geschieht in Abstimmung mit dem BAK, dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sowie in Zusammenarbeit mit kantonalen und kommunalen Behörden, Institutionen sowie kulturellen Organisationen.

Originalartikel:
https://www.news.admin.ch/de/newnsb/0q3SE9rjqwMUnFBBy2cwJ

Raffaele Giannotti unterrichtet in Basel

Der italienische Fagottist Raffaele Giannotti übernimmt am Institut Klassik der Hochschule für Musik Basel eine Professur für Fagott.

Raffaele Giannotti (Bild: HMB)

Raffaele Giannotti schloss bereits im Alter von 15 Jahren seine Diplomprüfung in Turin mit Auszeichnung ab. Das Studium setzte er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Richard Galler fort, wo er 2021 die höchste Auszeichnung erhielt und mit dem Würdigungspreis abschloss. Er war Solo-Fagottist im Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz unter Zubin Metha. Seit 2016 ist er Solo-Fagottist der Münchner Philharmoniker unter den Dirigenten Valery Gergiev und Lahav Shani.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn unter anderem nach Italien, Tschechien, Chile, Deutschland und Frankreich, ausserdem widmete ihm der italienische Komponist Damiano Dambrosio ein Fagottkonzert. Neben seiner Konzertkarriere unterrichtet Giannotti regelmässig in Europa und Asien. Zuletzt hatte er Lehraufträge in Porto und Saarbrücken inne, bevor er im Januar 2025 eine Professur am Conservatoire National Supérieur in Lyon antrat.

Elias Grandy übernimmt Prager Radio-Symphonieorchester

Elias Grandy wird neuer Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Prager Radio-Symphonieorchesters (PRSO). Er folgt in dem Amt auf Petr Popelka, der das Orchester seit 2022 leitet.

Elias Grandy (Bild: Felix Broede)

Geboren in München als Sohn deutsch-japanischer Eltern, studierte er Violoncello, Musiktheorie und Kammermusik in Basel und München, später an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin Dirigieren. Seine Laufbahn begann er als Kapellmeister am Staatstheater Darmstadt; 2015 wurde er beim Sir Georg Solti International Conducting Competition ausgezeichnet. Seit 2025 ist er Chefdirigent des Sapporo Symphony Orchestra, nachdem er zuvor acht Jahre lang als Generalmusikdirektor von Theater und Orchester Heidelberg wirkte.

Das 1952 gegründete Prager Radio-Sinfonieorchester gehört zu den bedeutendsten Orchestern Tschechiens. Mit Sitz in der Hauptstadt bietet es Abonnementkonzerte an Orten wie dem Dvořák-Saal des Rudolfinums, der Smetana Hall im Prager Gemeindehaus sowie der Bethlehemskapelle. Aufnahmen des Orchesters wurden mit den Gramophone Awards und dem Anděl Award ausgezeichnet.

Engel wird Conductor in Residence der Deutschen Oper Berlin

Die Deutsche Oper ernennt statt eines Generaldirektors ein Dirigenten-Team. Teil davon ist Titus Engel, der dieses Jahr mit einem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet worden ist.

Titus Engel (Bild: BAK/Simon Denzler)

Als Principal Guest Conductors werden die jungen Dirigenten Maxime Pascal und Michele Spotti Akzente mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin setzen. Als Conductor in Residence wird Titus Engel das «musikalische Leitungsteam auf vielseitige Weise komplettieren» heisst es in der Medienmitteilung der Oper. Engel wird mit einer Uraufführung und einem sinfonischen Konzert zu erleben sein sowie «massgeblich daran mitarbeiten, innovative Projekte und Kooperationen in der Tischlerei (einem Raum der Oper für neues Musiktheater) und darüber hinaus im urbanen Berliner Kontext aus der Taufe zu heben».

Titus Engel ist 1975 in Zürich zur Welt gekommen und lebt seit 1995 in Berlin. Er ist Initiator der Akademie Musiktheater Heute und Herausgeber mehrerer Bücher zur aktuellen Oper. Dieses Jahr wurde er für seine künstlerische Arbeit mit einem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet.  2020 wurde er vom Magazin Opernwelt zum «Dirigenten des Jahres» gekürt.

In Berlin-Charlottenburg wurde 1961 das 1912 eröffnete und im Krieg zerstörte Opernhaus als Deutsche Oper Berlin wiedereröffnet. Es ist seither Berlins grösstes sowie Deutschlands zweitgrösstes Musiktheater – und eines der modernsten in Europa.

 

 

 

Merlin wird Leiter des Orchestre de Chambre Nouvelle-Aquitaine

Raphaël Merlin, der künstlerische Leiter des Genfer Kammerorchesters übernimmt ab Januar 2026 dasselbe Amt beim Orchestre de Chambre Nouvelle-Aquitaine.

Raphaël Merlin (Bild: OCG)

Merlin studierte in Clermont-Ferrand, Boulogne-Billancourt, Paris und Genf und ist Mitbegründer des Quatuor Ébène, das er 25 Jahre lang als Cellist mitprägte. Gleichzeitig entwickelte er eine Karriere als Dirigent und gründete 2014 das Kammermusik-Kollektiv Les Forces Majeures. Merlin wird in Poitiers Jean-François Heisser ersetzen, der das Orchester seit 25 Jahren leitete.

Das 1981 gegründete Orchestre de Chambre Nouvelle-Aquitaine hat eine Besetzung von 45 bis 50 Musikern. Es hat seinen Sitz im Théâtre Auditorium der Stadt Poitiers und tritt sowohl in Grossstädten als auch in kleineren Gemeinden auf.

 

 

Joseph Bastian bleibt bis 2031 in München

Der französisch-schweizerische Dirigent Joseph Bastian hat seinen Vertrag als Chefdirigent der Münchner Symphoniker vorzeitig bis ins Jahr 2031 verlängert.

Joseph Bastian (Bild: Andrej Grilc)

Joseph Bastian ist seit September 2023 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Münchner  Symphoniker. Er ist auch Principal Conductor des Asian Youth Orchestra und ausserdem Chefdirigent des Orchestre Dijon Bourgogne. In Besançon initiiert er interdisziplinäre Kooperationen, bei denen er etwa die  Neurowissenschaften gemeinsam mit dem Forscher Emmanuel Bigand auf die Konzertbühne holt. Zu seinen Operndirigaten zählen Hänsel und Gretel und Luisa Miller am Luzerner Theater, oder Haydns Il mondo della luna mit dem Opernstudio Zürich.

Die 1945 von Kurt Graunke gegründeten Münchner Symphoniker zählen 60 Mitglieder mit 17 Nationalitäten. Von 2014 bis 2022 hatte Kevin John Edusei, der von 2015 bis 2019 als Chefdirigent der Berner Oper amtete, die Position des Chefdirigenten inne. In der Saison 2022/2023 war Nodoka Okisawa Artist in Residence. Ab der Saison 2023/2024 übernahm Joseph Bastian den Posten.

Flötist des Berner Symphonieorchesters gewinnt in Japan

Der italienische Flötist Riccardo Cellacchi, der zur Zeit als Soloflötist des Berner Symphonieorchester amtet, hat die Kobe International Flute Competition gewonnen.

Riccardo Cellacchi (Bild: zVg)

Cellacchi setzte sich gegen 357 Kandidaten aus 41 Ländern durch. Der Wettbewerb, der alle vier Jahre in Kobe stattfindet, feiert sein 40-jähriges Bestehen. In seiner Preisträgerliste finden sich international bekannte Flötisten wie Emmanuel Pahud und Andrea Oliva.

Riccardo Cellacchi, 1999 in Rom geboren, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er den Master of Music mit Bestnote erwarb. Mit 18 Jahren wurde er Akademist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, und mit 19 Jahren erhielt er den Posten als Soloflötist beim Berner Symphonieorchester, den er bis heute innehat.

David Reiland verlässt Metz 2027

David Reiland, der bei der Sinfonietta Lausanne als erster Gastdirigent wirkt, legt 2027 sein Amt als Musikdirektor des Orchestre national de Metz Grand Est nieder.

David Reiland (Bild: Orchestre national de Metz Grand Est)

Der Belgier Reiland habe das Orchester während neun Spielzeiten geprägt, schreibt das Onlinemagazin Pizzicato.lu in seiner Mitteilung. Das 1976 gegründete Orchestre national de Metz Grand Est (zuvor Orchestre philharmonique de Lorraine, Philharmonie de Lorraine und bis 2018 Orchestre national de Lorraine) zählt 72 Mitglieder und gibt jährlich rund 90 Konzerte. 2002 erhielt es vom französischen Kulturministerium das Label «Orchestre national en région».

David Reiland war von 2012 bis 2018 künstlerischer und musikalischer Leiter des Orchester de Chambre du Luxembourg und ist seit 2021  Musikdirektor des Korean National Symphony Orchestra. Als erster Gast der Sinfonietta Lausanne und Schumann-Gast des Düsseldorfer Symphonieorchesters pflegt er auch eine enge Zusammenarbeit mit diesen Orchestern.

Surkov folgt in Basel auf Abbühl

Leonid Surkov wird an der Hochschule für Musik Basel, Klassik ab September 2026 in der Nachfolge von Emanuel Abbühl Oboe unterrichten.

Leonid Surkov (Bild: FHNW)

Der in Moskau geborene Surkov studierte an der Moskauer Gnessin-Musikakademie und an der Universität der Künste Berlin. Zusätzliche Impulse erhielt er unter anderem von Ingo Goritzki, Alexei Ogrintchouk und Heinz Holliger.

2023 gewann er die Muri Competition sowie 2024 den ARD-Musikwettbewerb. Als Solist trat er mit namhaften Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tokyo Philharmonic Orchestra und dem Philharmonischen Orchester Basel auf. Beim Musikkollegium Winterthur ist er Solo-Oboist.

Neben seiner solistischen Tätigkeit engagiert sich Leonid Surkov auch pädagogisch – etwa durch die Leitung von Kammermusikgruppen in Ochsenhausen oder seine Meisterkurse bei der Gnessin Summer School.

Tod des Schweizer Jazz-Schlagzeugers David Elias

Laut einer Mitteilung des Gitarristen Thomas Stampbach ist der Schweizer Jazz-Schlagzeuger David Elias gestorben.

Bild: David Elias, 2022, aus dem Video youtube.com/watch?v=fmi5DTpthpw

Elias, der seit 1968 in der Schweiz lebte, studierte laut dem Journalisten Daniel Leutenegger in den 1980er-Jahren an der Swiss Jazz School in Bern. Er begann seine Karriere mit Bands wie dem Swiss Jazz Quintet und der Bigband von Mani Planzer, mit Pony Poindexter und Vince Benedetti in der Schweiz, bevor er seine Tätigkeit dann in Deutschland bei Bob Degen und Zipflo Reinhardt fortsetzte. Vermehrt wirkte er in Bands um Joe Haider, in dessen Jazz Schule München er auch als Lehrer tätig war.

Dann arbeitete er mit zahlreichen Musikern wie Archie Shepp, Woody Shaw, Franco Ambrosetti oder den Great Guitars feat. Herb Ellis und Charlie Byrd. Daneben bildete er mit Wege Wüthrich, Franz Biffiger und Michel Poffet die Gruppe Friends 4 Friends; auch kam es zur regelmässigen Zusammenarbeit mit Max Neissendorfer, Marianna Polistena, Sandy Patton, Theo Kapilidis und Bands um den Gitarristen Stephan Urwyler wie Caribey. Zuletzt arbeitet er auch mit den Swing Kids, Michel Poffet, Thomas Stampbach und Chantemoiselle sowie als Schlagzeuglehrer.

Neue Majorleiter Jazz und Pop an der ZHdK

Mit diesem Herbstsemester übernehmen an der ZHdK Gregor Schwellenbach die Major-Leitung Pop Bachelor und Master sowie Niko Seibold die Major-Leitung Jazz im Bachelor.

Links: Niko Seiwald (Bild: rhapsodist/Gergö Nyirö) und rechts: Gregor Schwellenbach (Bild: Katja Ruge),

Der 1971 geborene Gregor Schwellenbach ist Multiinstrumentalist, Arrangeur und Komponist für Kino, TV, Hörspiel und Theater. Er arbeitet mit Rappern (Xatar, Alligatoah, Souly), Dance-Produzenten (Kölsch, Brandt Brauer Frick) und dem Can-Gründer Irmin Schmidt, mit dem ihn eine langjährige künstlerische Partnerschaft verbindet. An der Folkwang Universität der Künste hat er den Master Populäre Musik massgeblich mit aufgebaut und 11 Jahre dort gelehrt.

Der 38-jährige Niko Seibold ist Saxofonist, Komponist, Bandleader und Programmleiter. Er ist Mitbegründer des Toskana Jazzworkshops und des Basler Leftfield Labels Hout Records sowie künstlerischer Leiter des Tis Jazz Fests in Basel und der Sonntagsmatineen in den Merian Gärten in Basel. Zudem ist er Dozent für Komposition und Theorie im PreCollege Musik der ZHdK. Er studierte an der Manhattan School of Music bei Jim McNeely und Dave Liebman, am Jazzcampus Basel bei Domenic Landolf und Guillermo Klein sowie an der MuHo Mannheim bei Jürgen Seefelder.

Schwellenbach folgt auf Heiko Freund, der die Studienangebote Pop an der ZHdK aufgebaut und zwanzig Jahre geführt hat. Seibold folgt auf Matthias Kohler.

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