Doppelerfolg für Jorge Rodriguez

Der Flötist Jorge Rodriguez, der vor Kurzem in Basel sein Masterstudium abgeschlossen hat, hat die Moyse Competition in Bulgarien und die Cluj Competition in Rumänien für sich entschieden.

Jorge Rodriguez in Cluj (Bild: HMB)

Jorge Rodriguez wurde sowohl beim Moyse International Flute Competition in Sofia, Bulgarien (28. Juni – 2. Juli 2025), als auch beim Cluj International Flute Competition in Rumänien (5. – 12. Juli 2025) jeweils mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Besonders bemerkenswert ist dabei laut der Mitteilung der Basler Musikhochschule, dass zwischen den beiden Wettbewerben lediglich drei Tage lagen.

Im Rahmen seiner Erfolge erhält Jorge die Möglichkeit, in der kommenden Saison als Solist mit verschiedenen Orchestern in Italien und Rumänien aufzutreten. Jorge Rodriguez hat vor Kurzem sein Masterstudium in Solo Performance an der Hochschule für Musik Basel in der Klasse von Felix Renggli erfolgreich abgeschlossen.

Lübecker Brahms-Portal geht online

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung zu Brahms und seinem Umfeld. Sie wird nun digital öffentlich zugänglich.

Brief von Brahms an Avé-Lallemant (Bild: Brahms-Portal)

Die Lübecker Bestände wurden nach neuesten Standards digital erfasst und semantisch vernetzt. Im Fokus steht das musikalische Œuvre: Ausgehend von den Objekten der Sammlung ist eine Vielzahl wissenschaftlich fundierter Werktexte entstanden, die neues Licht auf die Entstehungs- und Publikationshintergründe werfen. Knapp zwanzig Autorinnen und Autoren aus der deutschsprachigen Musikwissenschaft haben sich dafür mit den Objekten der Lübecker Sammlung beschäftigt.

Als Leuchtturmprojekt der Digitalisierung wurde das Brahms-Portal durch das Struktur- und Exzellenzbudget des Landes Schleswig-Holstein und durch die Possehl-Stiftung Lübeck mit 800’000 Euro finanziert. Alle Inhalte sind Open Access und angelehnt an die FAIR-Prinzipien, nach denen Forschungsdaten nachhaltig erfasst werden. Rund 10’000 Datensätze sind auf diese Weise bereits miteinander verknüpft worden. Die Erfassung ist damit noch nicht abgeschlossen, sondern wird in Zukunft sukzessive weitergeführt.

Link: brahms-portal.de

Yunchan Lim mit Berggruen-Preis ausgezeichnet

Der Pianist Yunchan Lim ist im Rahmen seines Rezitals an der Gstaad Menuhin Festival & Academy mit dem diesjährigen Olivier Berggruen Prize ausgezeichnet worden.

Olivier Berggruen überreicht Yunchan Lim den Preis (Bild: Raphel Faux)

Yunchan Lim überzeugte zusammen mit seinem Lehrer Minsoo Sohn in der Kirche von Rougemont mit einem Programm, das Bearbeitungen für zwei Klaviere von Richard Strauss’ Rosenkavalier, Brahms’ Sonate und Rachmaninows Sinfonischen Tänzen vereinte.

Yunchan Lim gewann mit 18 Jahren 2022 die Van Cliburn International Piano Competition. Seither feierte er Debüts mit  Orchestern wie der New York Philharmonic, der Los Angeles Philharmonic, den Münchner Philharmonikern und dem Seoul Philharmonic Orchestra. Im April 2025 gab er sein Recital-Debüt im Kennedy Center in Washington, D.C. Den Olivier-Berggruen-Preis erhält Yunchan Lim nach Alexandra Dovgan (Preisträgerin 2023) und Kate Liu (Preisträgerin 2024).

Der vom deutsch-amerikanischen Kunsthistoriker, Kurator und Schriftsteller Olivier Berggruen ins Leben gerufene Preis umfasst neben einem Konzert im Rahmen des Festivalprogramms eine Trophäe, die dieses Jahr von der in Genf geborenen und heute in New York lebenden Künstlerin Olympia Scarry gestaltet wurde. Berggruen entstammt einer Mäzenatenfamilie und ist künstlerischer Berater des Gstaad Menuhin Festivals.

 

 

Berner Tschumi-Preise gehen 2025 an Karpova und Lucjan

Der Eduard-Tschumi-Musikpreis der Hochschule der Künste Bern geht dieses Jahr ex aequo an die Pianistin Ekaterina Karpova und die Violinistin Marta Lucjan.

v.l.: Marta Lucjan (Bild: Bettina Matthiessen), Ekaterina Karpova (Bild: HKB)

Ekaterina Karpova hat ihre Ausbildung am Gnessin College (2016) und am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau (2021) mit Auszeichnung abgeschlossen. Sie absolvierte ihren zweiten Masterstudiengang in Specialized Music Performance an der Hochschule der Künste Bern (HKB) unter der Leitung von Tomasz Herbut.

Marta Lucjan ist eine polnische Geigerin, die sich der Erforschung und Aufführung zeitgenössischer Musik widmet. Sie hat an der HKB unter der Leitung von Corina Belcea (Master Specialized Performance, Vertiefung Neue Musik) studiert. Neben ihrer akademischen Tätigkeit ist sie Gründerin und aktives Mitglied des Aventurin-Quartetts.

Der Eduard-Tschumi-Musikpreis wird jährlich für den besten Abschluss des Master-Studiengangs Specialized Music Performance der HKB verliehen. Die beiden diejährigen Gewinnerinnen haben identische Abschlussnoten. Der Preis ist mit je 7000 Franken dotiert. Die Gewinnerin in der Vertiefung Solist*in erhält mit der Unterstützung der Bürgi-Willert-Stiftung ausserdem die Möglichkeit, im Saisonprogramm des Berner Symphonieorchesters als Kammermusikpartnerin oder als Solistin aufzutreten.

Tod Sir Roger Norringtons

Sir Roger Norrington, der von 2011 bis 2016 als Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters amtete, ist im Alter von 91 Jahren verstorben.

Sir Roger Norrington (Bild: ZKO/Youtube)

Norrington war ein herausragender Pionier des historisch informierten Musizierens. Er amtete 13 Jahre lang als Chefdirigent des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR. Von 1997 bis 2006 war er Chefdirigent der Camerata Salzburg. Von 2011 bis 2016 leitete er das Zürcher Kammerorchester. Er ist Ehrendirigent in Stuttgart, Salzburg, Zürich und beim Orchestra of the Age of Enlightenment.

 

Bloxham wird Principal Conductor der London Mozart Players

Jonathan Bloxham, der seit 2023 als Musikdirektor des Luzerner Theaters amtet, baut sein Engagement bei den London Mozart Players aus.

Jonathan Bloxham (Bild: Kaupo Kikkas)

Seit 2022 ist Bloxham Resident Conductor und künstlerischer Berater der London Mozart Players. In dieser Saison leitet er deren Konzertreihen in St Martin in the Fields und Fairfield Halls und dirigiert eine Schweiz-Tournee mit vier Konzerten. Das neue Amt übernimmt er auf die kommende Saison 2025/26.

Seine Karriere begann Jonathan Bloxham 2016 als Assistant Conductor beim City of Birmingham Symphony Orchestra unter Mirga Gražinytė-Tyla. Er studierte Cello an der Yehudi Menuhin School und am Royal College of Music und beendete sein Studium mit einem Master-Abschluss an der Guildhall School of Music and Drama. Später absolvierte er eine Dirigierausbildung bei Sian Edwards, Michael Seal, Nicolas Pasquet und Paavo Järvi.

Die 1949 als erstes Kammerorchester Grossbritanniens gegründeten London Mozart Players (LMP) sind ein Ensemble internationaler Musiker. Es ist in Fairfield Halls in Croydon, Surrey, beheimetet.

 

 

Nott übernimmt beim Gran Teatro del Liceo die Musikdirektion

Jonathan Nott, der Musikdirektor und künstlerische Leiter des Orchestre de la Suisse Romande, ist in Barcelona zum Musikdirektor des Gran Teatre del Liceu berufen worden.

Jonathan Nott (Bild: OSR)

Der britische Dirigent tritt damit die Nachfolge von Josep Pons an, der nach vierzehn Jahren in dieser Position zum Ehrendirigenten ernannt wird. Das 1847 eröffnete Gran Teatre del Liceu ist das grösste Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und steht an den Rambles im Zentrum der Stadt. Es ist direkt hinter den Bayreuther Festspielen auch der zweitgrösste Veranstalter von Wagner-Festspielen.

Der 1962 geborene Brite Jonathan Nott ist seit 2014 Erster Dirigent der Jungen Deutschen Philharmonie und Musikdirektor des Tokyo Symphony Orchestra. Seit 2017 ist er Musikdirektor und künstlerischer Leiter des Orchestre de la Suisse Romande, mit einem Vertrag, der bis 2026 verlängert wurde. Das Amt in Barcelona übernimmt er mit der Saison 2026/27 für vorerst fünf Jahre.

Tod der lettischen Cellistin Marta Sudraba

Die lettische Cellistin Marta Sudraba, die ihr Masterstudium im Jahr 2000 in Basel bei Thomas Demenga abschloss, ist im Alter von 50 Jahren in Wien verstorben.

Marta Sudraba (Bild: facebook.com/GidonKremerMusic)

Sudraba wurde laut der Mitteilung des Onlinemagazins Slipped Disc 1975 in Riga, Lettland, geboren. Sie absolvierte ihr Musikstudium in  Riga, an der Guildhall School of Music and Drama in London und an der Musikhochschule Basel bei Thomas Demenga sowie bei Heinrich Schiff an der Musikakademie Wien.

1997 trat sie Gidon Kremers Kremerata Baltica bei, wo sie die Cello-Sektion leitete und an den Tourneen und Aufnahmen des Ensembles mitwirkte. Im folgenden Jahr wurde sie Mitglied von Kremers Trio. Sudraba spielte ausserdem unter anderem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Orchestra de La Scala in Mailand.

Als Kammermusikerin arbeitete sie mit Kremer sowie mit Jean-Yves Thibaudet, Thomas Quasthoff, Nikolaj Szeps-Znaider, Ilya Gringolts, Per Arne Glorvigen, Joshua Bell und Vadim Sakharov. Sie war auch Gast beim Festival in Verbier.

St. Gallische Kulturstiftung zeichnet Roman Riklin aus

Die St. Gallische Kulturstiftung zeichnet den Musiker und Songwriter Roman Riklin mit dem Kunstpreis 2025 aus. Gleichzeitig erhält der Verein Kulturkosmonauten aus St.Gallen einen Anerkennungspreis für seine Vermittlungs- und Integrationsarbeit.

Roman Riklin. Foto: Per Kasch / wikimedia commons

Der 1971 geborene, aus St.Gallen stammende Riklin ist Komponist, Musiker und Autor. Gemeinsam mit dem Kreativpartner Dominik Flaschka realisierte er die Musicals Ewigi Liebi, Ost Side Story und Mein Name ist Eugen. Ein weiteres seiner Formate ist Riklin & Schaub, entstanden aus dem multiinstrumentalen Kleinkunsttrio Heinz de Specht. Roman Riklin war auch Mitglied der Ostschweizer Mundartrockband Mumpitz und der Kinderliederband Marius & die Jagdkapelle. Dazu begründete er das Ostschweizer Kulturmagazin Saiten mit.

2022 erhielt Roman Riklin den Swiss Comedy Award für Freddie – Die Mundartshow (Secondhand Orchestra) und 2008 den Prix Walo für die beste Theaterproduktion (Ewigi Liebi – das Musical). Mit mehr als 700’000 Besucherinnen und Besuchern ist Ewigi Liebi das bis dato erfolgreichste Schweizer Musical.

Mit dem mit 25’000 Franken dotierten Kunstpreis würdigt die St. Gallische Kulturstiftung «bedeutsame, nachhaltige und über die Kantonsgrenzen hinauswirkende Leistungen». Die öffentliche Preisverleihung findet am 30. Oktober in St.Gallen statt.

Luzern will Musikschul-Angebote weiterentwickeln

Der Luzerner Stadtrat will die musikalische Bildung stärken und die Musikschule weiterentwickeln. Dazu beantragt er einen Kredit von 16 Millionen Franken.

Luzern (Bild: Andyindia)

Der gesellschaftliche Wandel wirke sich, so die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung, auf das Bildungswesen aus und verändere auch die musikalische Bildung. Tagesschulen und der verfassungsrechtlich festgeschriebene hohe Stellenwert eines chancengerechten Zugangs zur musikalischen Bildung stellten fachliche und organisatorische Anforderungen an Musikschulen und Volksschulen.

Darauf nimmt die überparteilich eingereichte Motion 188 vom 8. Juli 2022, «Musikalische Bildung in der Musikstadt Luzern deutlich stärken», Bezug. Sie formuliert Rahmenbedingungen, damit eine hoch­wertige musikalische Bildung für alle Lernenden in der Stadt Luzern sichergestellt werden kann. Die Motion wurde am 4. Mai 2023 vom Grossen Stadtrat überwiesen. Der nun beantragte Kredit  enthält wiederkehrende Personalkosten für zehn Jahre sowie Kosten für einen geringfügigen Ausbau der Infrastruktur.

Die Umsetzung sieht Massnahmen in Form von sieben ineinandergreifenden Modulen vor, mit denen über alle drei Schulzyklen die Qualität des musikalischen Regelunterrichts verbessert sowie bestehende und neue musikalische Angebote in allen Schulhäusern der Stadt verankert werden. Weiter wird beabsichtigt, einen organisatorischen Rahmen für die Zusammenarbeit von Musikschule und Volksschule zu schaffen und damit für alle Lernenden einen chancengerechten Zugang zur Musik zu fördern.

Mehr Infos:
https://www.stadtluzern.ch/aktuelles/newslist/2515327

Stadt Bern schreibt Dampfzentrale-Nutzung aus

Die Berner Dampfzentrale ist eine Plattform für das zeitgenössische Kulturschaffen. Die Stadt schreibt nun den Leistungsvertrag für die Nutzung öffentlich aus..

Dampfzentrale Bern (Foto: Raphael Frey)

Die Trägerschaft wird die kulturelle Nutzung der Dampfzentrale inhaltlich, organisatorisch und finanziell verantworten. Sie soll «ein dichtes und vielfältiges Angebot für die Bevölkerung veranstalten» und Kooperationen pflegen – insbesondere mit den Berner Tanzschaffenden. Die Stadt Bern schliesst mit der ausgewählten Trägerschaft einen mehrjährigen Leistungsvertrag ab.

Die Ausschreibung erfolgt ab sofort öffentlich auf Simap.ch, Eingabefrist ist der 30. September 2025. Mit einem zweistufigen, selektiven Verfahren werden alle Interessierten eingeladen, sich zu bewerben. In einer Präqualifikation wählt das Beurteilungsgremium drei Bewerbungen aus, welche die Eignungskriterien am besten erfüllen. Diese könnne daraufhin ein Konzept einreichen. Das Angebot der Trägerschaft, die in der zweiten Stufe des Verfahrens den Zuschlag erhält, dient als Grundlage für die Verhandlung eines Leistungsvertrages ab 2028.

Churer Online-Umfrage zur Kulturstrategie

Zur Erarbeitung der Kulturstrategie 2030 realisiert die Stadt Chur eine Online-Umfrage. Damit soll die Bevölkerung in den Prozess eingebunden werden.

 

Rathaus Chur (Bild: Wikimedia Commons/Whgler)

Nach der Evaluation der Kulturstrategie 2025 entwickelt der Churer Stadtrat im Rahmen eines partizipativen Prozesses eine neue Strategie. Ende März fand ein erster Workshop mit den wichtigsten Churer Kulturinstitutionen statt, bei dem zentrale Themen und Herausforderungen diskutiert wurden. Nun erweitert die Kulturfachstelle die Beteiligung mit einer breit angelegten Online-Umfrage, die bis Ende August offen ist. Alle Churerinnen und Churer sind eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen und die zukünftige Kulturstrategie aktiv mitzugestalten.

Die Stadt Chur möchte erfahren, wie die Bevölkerung das kulturelle Leben wahrnimmt: Was ist wichtig? Was fehlt? Wohin soll sich die Kultur entwickeln? Die Rückmeldungen sollen die Grundlage für eine breit abgestützte Kulturstrategie bilden, die sich eng an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert.

Link zur Umfrage: https://smr.tv/churkultur

Amarante wird Generaldirektor von Lugano Arte e Cultura

Andrea Amarante, derzeit künstlerischer Leiter des Musikbereichs, ist zum Generaldirektor von Lugano Arte e Cultura (LAC) ernannt worden. Er wird das Amt ab September 2025 für die Dauer von vier Jahren übernehmen.

LAC (Foto Studio Pagi)

Andrea Amarante, 1974 in Triest geboren, kam zum LAC, nachdem er acht Jahre in Luzern tätig war, wo er eine führende Rolle beim Luzerner Sinfonieorchester innehatte. Dort war er für die künstlerische Planung und internationale Tourneen verantwortlich und trug zur strategischen Entwicklung des Orchesters bei. Zuvor sammelte er Erfahrungen am Teatro alla Scala in Mailand und am Teatro di San Carlo in Neapel. Seit seiner Ankunft in Lugano im Jahr 2024 als Leiter des Musikbereichs des LAC leitete Amarante die Integration der Stiftung LuganoMusica in die Struktur des Hauses.

LAC Lugano Arte e Cultura, das multidisziplinäre Kulturzentrum der Stadt Lugano, wurde 2015 als Ort der Begegnung und Begegnung zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen gegründet. Seit 2024 ist es auch für das klassische Musikangebot der Stadt zuständig. Das künstlerische Angebot wird durch die Residenzen des Orchestra della Svizzera italiana und der Compagnia Finzi Pasca gewährleistet.

Blunier Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker

Der Schweizer Dirigent Stefan Blunier wird ab der Spielzeit 2026/2027 für drei Jahre Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker. Er folgt in dem Amt auf Axel Kober.

Stefan Blunier (Bild: Paul Epp)

Stefan Blunier studierte in  Bern und an der Folkwang Hochschule Essen Klavier, Horn, Komposition und Dirigieren. Er war als Kapellmeister in Mainz, Augsburg und Mannheim tätig, bevor er auf Chef- und GMD-Stellen in Darmstadt, Bonn, Brüssel und zuletzt seit 2021 in Porto wirkte. Seit 2017 bekleidet er eine Professur für Sinfonik an der Musikhochschule Mannheim.

Das 1877 gegründete Orchester gab als Duisburger Sinfoniker regelmässig Konzerte in der Duisburger Mercatorhalle, bis diese 2003 abgerissen wurde. Anschliessend spielte es im Duisburger Theater am Marientor. Im April 2007 wurde die neue Mercatorhalle im Stadtpalais fertiggestellt, in der das Orchester unter neuem Namen seitdem seinen Sitz hat.

 

Colin Pütz mit Prix Serdang ausgezeichnet

Der Pianist Colin Pütz ist in Solothurn mit dem mit 50 000 Franken dotierten Prix Serdang ausgezeichnet worden.

v.l.n.r.: Flury, Pütz, Buchbinder (Bild: Thomas Entzeroth)

Der 2007 geborene Colin Pütz studiert bei Florence Millet an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein. Er debütierte früh bei Festivals wie dem Beethovenfest Bonn und dem Klavier-Festival Ruhr. 2024 gab er Solorezitale im Bonner Beethoven-Haus und in der Oper Monte Carlo. Als kurzfristiger Einspringer für Daniel Barenboim sorgte er beim Musikfestival Rolandseck für Aufsehen.

Der Prix Serdang wurde 2022 ins Leben gerufen und an Martin James Bartlett vergeben. 2023 erhielt Ariel Lanyi den Prix Serdang, 2024 die Pianistin Alexandra Dovgan. Die Selektion der Kandidaten erfolgt durch den Pianisten Rudolf Buchbinder als Kurator. Die Wahl wird gemeinsam von Rudolf Buchbinder, Adrian Flury (Initiant) und Thomas Pfiffner (Projektentwickler) vorgenommen. Die Preisverleihung soll weitere Fördermassnahmen nach sich ziehen: So traten bislang alle Ausgezeichneten beim Grafenegg Festival auf. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der Schweizer Orpheum Stiftung und dem Label Warner Classics.

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