Der Regierungsrat des Kantons Thurgau gewährt dem Winterthurer Gönnerverein Schweizer Klaviertrio für die Durchführung des 5. Internationalen Kammermusikfestivals «Kammermusik Bodensee» einen Lotteriefondsbeitrag von 60 000 Franken.

Der organisierende Gönnerverein Schweizer Klaviertrio hat für das Festival in diesem Jahr als neuen, zusätzlichen Spielort den Seeburgpark Kreuzlingen gewählt, wo im Freien die beiden Eröffnungskonzerte stattfinden werden. Als Schlechtwettervariante würde in unmittelbarer Nähe der Gewölbekeller des Seemuseums zur Verfügung stehen.

Auf Schloss Arenenberg ist am 12. September ein Konzert vorgesehen und vom 13. bis 15. September finden auf der MS Sonnenkönigin ab den Häfen Kreuzlingen, Konstanz, Rorschach und Bregenz vier weitere Konzerte statt.

Für die Nachwuchsförderung sind ein kommentiertes Schülerkonzert und ein Nachwuchskonzert geplant. Die künstlerische Leitung liegt auch bei der fünften Ausgabe beim Thurgauer Martin Lucas Staub, dem Pianisten des Schweizer Klaviertrios.

Die Aufwendungen für das Festival belaufen sich auf 250’000 Franken. Die Veranstalter rechnen mit Einnahmen aus Eintritten und Inseraten in der Höhe von rund 87’000 Franken. Das verbleibende Defizit soll durch Beiträge der öffentlichen Hand, von Stiftungen und Sponsoren getragen werden.

Nach dem Jubiläumsjahr seines 50-jährigen Bestehens tauft sich das Aargauer Symphonie Orchesters in «argovia philharmonic» um.

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Der neue Name stehe für die «nach wie vor ungebrochene Motivation aller Verantwortlichen, den kulturellen Aargauer Leuchtturm noch mehr zum Strahlen zu bringen», schreibt das Orchester in einer offiziellen Mitteilung.

Das Berufsorchester mit einer Besetzung von rund 60 Musikern führt zwei eigene Abo-Reihen mit symphonischer Programmierung. Es gastiert auch regelmässig in der Tonhalle Zürich und ist ausserdem Hausorchester bei der alle drei Jahre stattfindenden «Oper Schloss Hallwyl».

Getragen wird das Orchester vom Kanton Aargau, der ihm 2010 einen «herausragenden Stellenwert in der Aargauer Kulturlandschaft» zugesprochen hat. Seit 2001 leitet der britische Dirigent Douglas Bostock das Orchester als Chefdirigent.

Der offizielle Namenswechsel, mit dem auch ein Logo-Wechsel verbunden ist (siehe Abbildung), erfolgt mit dem Ende der laufenden Saison am 30. Juni 2013. Erreichbar ist das Orchester ab 29. Mai unter dem URL www.argoviaphil.ch.

Tod des Komponisten Henri Dutilleux

Der französische Komponist Henri Dutilleux ist im Alter von 97 Jahren verstorben. Mit ihm verliere «die internationale Musikwelt eine ihrer grossen Persönlichkeiten», schreibt der Schott-Verlag.

Bild: (c) Schott Promotion / Milan Wagner

Angesichts eines langen, erfüllten Musikerlebens, das er über viele Jahrzehnte mit seiner Frau, der 2009 verstorbenen Pianistin Geneviève Joy, teilte, hinterlasse er ein konzentriertes Oeuvre aus Orchesterwerken, Liedkompositionen, Ballett- und Kammermusik, so der Verlag weiter.

In eine Künstlerfamilie hineingeboren, erlebte Dutilleux das facettenreiche Musikleben des Paris der Zwischenkriegszeit mit. Zwar pflegte er als Student des Konservatoriums regen Kontakt zu Kollegen wie André Jolivet, Darius Milhaud oder Francis Poulenc, ein Mitglied der Groupe des Six oder der Jeune France wurde er jedoch nicht.

1942 wurde er vorübergehend Chorleiter der Pariser Oper. Mit Kriegsende besserten sich die äusseren Verhältnisse und Dutilleux wechselte zum französischen Rundfunk. Später unterrichtete er Komposition an der École Normale de Musique und am Konservatorium. Zwei Sinfonien (1951 und 1959) brachten die erhoffte internationale Anerkennung als Tonschöpfer.

Dutilleux war fasziniert von der feingliedrigen Polyphonie der franko-flämischen Meister; Bach-Choräle ließen ihn ein Leben lang nicht los und die späten Werke Beethovens waren ihm ein Refugium. Seinen eigenen, individuellen Umgang mit der Harmonik bezeichnete er als freitonale Kontinuität, die die klassische Akkordlehre mit Modalität, Polytonalität und Atonalität in Einklang bringt.

Musik aus Wimpernschlägen und Fingerzeigen

Der an der Bauhaus-Universität Weimar tätige Tänzer und Choreograph Robert Wechsler will mit einem Gerät, das Bewegung in Musik verwandelt, Menschen mit Behinderung differenzierte Möglichkeiten des eigenen musikalischen Ausdrucks öffnen.

HfM Weimar

Das «Motioncomposer» genannte Gerät kann aus jeder Bewegung, und sei es nur ein Wimpernschlag, Töne, Musik und Poesie generieren. Damit hofft Wechsler Menschen mit Behinderung zu genuinem musikalischem Ausdruck, einer verbesserten Körper- und Selbstwahrnehmung und damit der Entwicklung eines realistischen Körperbildes zu verhelfen.

Im Rahmen eines Symposiums für barrierefreie interaktive Klangkunst wird der Motioncomposer zur Zeit im Werkstattstudio der Bauhaus-Universität Weimar vorgestellt.

In einem Workshop arbeiten vier Gastkomponisten aus Norwegen, Spanien, Italien und Deutschland mit Experten der Bauhaus-Universität sowie Gästen des Instituts Infomus aus Genua (Italien) an neuen Musikszenarien für das Gerät.

Mehr Infos: www.motioncomposer.com

Bundesamt für Kultur fördert Musikjournalismus

Die kommende Bad Bonn Kilbi in Düdingen steht nicht nur im Zeichen von viel Musik, sondern gewährt auch dem Pilotprojekt «Where the hell is the press?» Gastrecht. Unter diesem Titel lanciert das Bundesamt für Kultur vom 23. bis 25. Mai ein Mentoringprogramm für junge Musikjournalistinnen und –journalisten.

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

«Where the hell is the press?» bietet sechs Musikjournalistinnen und –journalisten, die am Anfang ihrer Karriere stehen, eine praxisnahe Aus- und Weiterbildung. Das als Mentoringprogramm konzipierte Pilotprojekt möchte zudem eine Diskussion über die Befindlichkeit des Kulturjournalismus in den Schweizer Medien und die aktuellen Rahmenbedingungen des Kritikerberufs anregen.

Als Mentoren konnten die Musikjournalisten Ane Hebeisen (Der Bund) und Yann Zitouni (RTS) verpflichtet werden. Sie entwerfen und betreiben gemeinsam mit den Teilnehmenden vom 23. bis 25. Mai 2013 den Festival-Blog www.wherethehellisthepress.net, der eine alternative Berichterstattung zur Bad Bonn Kilbi 2013 anbietet.

Die Teilnehmenden Eva Hediger (Winterthur), Laurent Küng (Lausanne), Louis Rossier (Fribourg), Andreas Ruf (Olten), Fabienne Schmuki (Zürich) und Pascaline Sordet (Lausanne) wurden im Rahmen einer Ausschreibung ausgewählt.

Das Pilotprojekt wird nach der ersten Ausgabe evaluiert und soll im Rahmen anderer Festivals und Disziplinen weiterverfolgt werden.

Am 1. Oktober 2013 übernimmt Christine Wyss, die gegenwärtige Leiterin der Fachstelle Kultur der Gemeinde Köniz, die Leitung der Geschäftsstelle der Kulturkommissionen des Kantons Bern.

Die 41-jährige Bernerin war als Schauspieldramaturgin, Lektorin und Redakteurin des Theaterlexikons der Schweiz tätig. Christine Wyss hat an der Universität Bern Germanistik studiert und ihr Studium 1998 abgeschlossen.

Wyss ist Mitglied der Controlling-Gruppe Musik und der Literaturkommission der Stadt Bern. Durch ihr vielfältiges kulturpolitisches und kulturelles Engagement sei sie in der Berner Kulturszene hervorragend vernetzt, schreibt der Kanton.

Die Geschäftsstelle betreut die Aktivitäten der Kulturkommissionen des Kantons Bern in den Bereichen Ausschreibungen, Auszeichnungen, Ausland- und Reisestipendien sowie Kunstankäufe und führt das Sekretariat. Christine Wyss tritt die Nachfolge von Carine Zuber an, die die Geschäftsstelle bis Ende 2012 geleitet hat und neu das Zürcher Jazzlokal Moods leitet. Interimistisch ist Lukas Vogel für die Kulturkommissionen zuständig.

Motivation und musikalische Bildung

Am 13. September findet an der Pädagogischen Hochschule Fribourg das 1. Schweizerische musikpädagogische Forschungskolloquium statt. Beiträge zum Thema «Motivation und musikalische Bildung» sind bis am 24. Juni anzumelden.

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Musik ist in der Gesellschaft präsent wie noch nie und trotzdem ist festzustellen, dass sich Schülerinnen und Schüler weniger für den Musikunterricht begeistern als früher. Die Initianten des Kolloquiums orten offene Fragen wie: Darf Musikunterricht anstrengend sein? Müssen Lehrmittel und Ausbildungsgänge angepasst werden?

Das mehrsprachige 1. Schweizerische musikpädagogische Forschungskolloquium will gemäss einer Mitteilung der Organisatoren

  • «Kenntnis nehmen von schweizerischen und internationalen Forschungen über die Motivation in Bezug auf die Musikalische Bildung;
  • Praxisanalysen austauschen, die Motivation und Musik(unterricht) verbinden;
  • Weichen stellen für eine sprachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Praktikerinnen bzw. Praktiker der Musikalischen Bildung.»

Das Kolloquium richtet sich an Praktiker (Instrumentallehrpersonen, Musiklehrpersonen an allgemeinbildenden Schule, Dirigenten), Forscher und politische Entscheidungsträger. Geführt wird es von der Gruppe für Musikpädagogische Forschung der Pädagogischen Hochschule Fribourg. Im Organisationskomitee arbeiten: Jérôme Schumacher, Pierre-François Coen, Olivier Blanchard, Catherine Vernaz und Jérôme Fracheboud.
Beiträge zum Thema können bis am 22. Juli eingereicht werden. Alle Eingaben werden mittels doppelblinder Lektüre überprüft.

Weitere Informationen: www.musique2013.ch

 

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Fachausdrücke übersetzen

Ein neues Wörterbuch bietet den Grundwortschatz Musik in Deutsch, Englisch und Russisch sowie erstmals in den asiatischen Sprachen Chinesisch, Japanisch und Koreanisch.

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Sowohl Lehrpersonen wie Studentinnen und Studenten an Musikhochschulen werden immer internationaler. Da fehlt es – auch in der Musik – manchmal an der Übersetzung des passenden Fachausdrucks.

Das Wörterbuch Musik von Johanna Heutling bietet den Grundwortschatz musikalischer Fachbegriffe in Deutsch, Englisch und Russisch sowie erstmals in den asiatischen Sprachen Chinesisch, Japanisch und Koreanisch. Bei den Vortragsbezeichnungen sind zudem italienische und französische Fachwörter aufgenommen. Durch die Register im Anhang lassen sich die Stichwörter rasch auffinden.

Angesprochen ist ein großer Benutzerkreis von Hobby- und Berufsmusikern, vor allem aber die Studierenden an Musikhochschulen. Darüber hinaus wird das Wörterbuch bei deutschen oder englischsprachigen Musikern, die in Osteuropa oder Asien tätig sind, Verwendung finden. Da aufgrund der internationalen Angleichung des Studiensystems ein Auslandsstudium attraktiver denn je geworden ist, enthält das Buch auch administrative Begriffe, die über das reine Fachvokabular hinausgehen und den Studienalltag erleichtern.

Johanna Heutling, Wörterbuch Musik deutsch – japanisch – koreanisch – chinesisch – russisch − englisch, 380 Seiten, € 28.00, Breitkopf & Härtel, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-7651-0397-1 

Der Regierungsrat hat drei neue und acht bisherige Mitglieder der Kommission für Kulturfragen für die Amtsperiode 2013–2016 gewählt. Die Kommission berät die Regierung in kulturpolitischen Fragen.

Neu als Kommissionsmitglieder gewählt sind: Sabina Binggeli-Brogle, langjährige Stiftungsrätin und Präsidentin der Kulturstiftung Pro Argovia, Lenzburg; Walter Leimgruber, Ordinarius für Volkskunde an der Universität Basel und Franziska Reck, Filmschaffende und Filmproduzentin, Zürich.

Präsident der Kommission für Kulturfragen ist weiterhin der Kulturdirektor, Landammann Alex Hürzeler. Als Vizepräsident amtet Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, Präsident Theater Tuchlaube, Aarau.

Die wiedergewählten Mitglieder sind: Lieni Füglistaller, alt Nationalrat, Rudolfstetten-Friedlisberg; Hedy Graber, Leiterin der Direktion Kultur und Soziales des Migros Genossenschafts-Bundes, Zürich; Linus Hüsser, Historiker, Ueken; Josef Meier, Präsident des Aargauer Kunstvereins, Wettingen; Ruth Soland, künstlerische Leiterin von Klanc, Mezzosopranistin und Musikpädagogin, Zofingen; Maja Wanner, Präsidentin Klosterspiele Wettingen, Würenlos.

Für die Amtsperiode 2013–2016 nicht mehr zur Verfügung gestellt haben sich: Simon Libsig, Autor und Erzähler, Baden; Urs Pilgrim, Präsident Murikultur, Muri; Gillian White, Bildende Künstlerin, Leibstadt.

Zu den Aufgaben der Kommission gehört insbesondere die Beratung hinsichtlich der Vergabe von Betriebsbeiträgen an kommunale und private Kulturinstitutionen von mindestens kantonaler Bedeutung. Ebenfalls wird die Kommission beigezogen bei grossen Kulturvorhaben, die den Swisslos-Fonds betreffen, bei übergeordneten Projekten aus den Bereichen Denkmalpflege, Archäologie, Museen, Bibliotheken und Archiven oder bei richtungsweisenden Entscheidungen der Kulturvermittlung vom Regierungsrat.

 

Der Berner Verein BeJazz schreibt ein Programm zur Förderung jazzverwandter Musik in grenzüberschreitender musikalischer Zusammenarbeit aus. BeJazz TransNational findet ab 2014 in einem jährlichen Turnus statt.

BeJazz TransNational richtet sich an lokale und nationale MusikerInnen, welche die finanziellen Hürden einer grenzüberschreitenden musikalischen Zusammenarbeit überwinden möchten. Im Vordergrund steht der Austausch mit Musikern und Musikerinnen aus dem Ausland.

Aus den Bewerbungen wählen die Organisatoren drei Projekte aus. Die Ausgewählten spielen je ein öffentliches Konzert im BeJazz Club. Alle Auftretenden erhalten die bei BeJazz übliche Gage, zuzüglich Spesen.

Als Förderbeitrag werden die Reisekosten der ausländischen Partner von BeJazz TransNational getragen, ebenso die Kosten für maximal drei zusätzliche Übernachtungen. Dies ermöglicht den Bands im Vorfeld des Auftritts eine intensive Proben-Phase.

Anhand der Auftritte bestimmt eine Jury das förderungswürdigste der drei Projekte. Die auserkorene Band erhält von BeJazz TransNational den Förderpreis im Wert von 8000 Franken zur Unterstützung weiterer projektbezogener Aktivitäten.

Mehr Infos: www.bejazz.ch/transnational

Die sechs Finalisten von bandXaargau 2013 stehen fest. Sie sind aus 23 Bewerbern von einer Fachjury ausgewählt worden und werden am 25. Mai im KiFF Aarau um den Sieg und um Auftritte am Open Air Gränichen und am Musig i de Altstadt Aarau spielen.

Geschafft haben es die vier Bands Dinner 4/5 aus Wettingen, Pinut aus Aarau, Crystal Minds aus Untersiggenthal, Last Sorrow aus dem Wynental sowie die zwei besten Schulbands (unter der Leitung eines Lehrers): high/low city aus Reitnau und SPAM aus Schöftland.

Die sechs Finalistinnen und Finalisten werden von einer Fachperson aus dem Musikbusiness gecoacht. Dabei wird im eigenen Übungsraum an Arrangements und der Live-Performance gearbeitet und es werden Tipps für die Bandkarriere weitergegeben. Am Finale wird überdies ein Zuschauer-Preis vergeben.

Jahr des Aufbruchs der ZHdK

2064 Studierende in 17 Bachelor- und Master-Studiengängen, 705 Personen, die Vor- und Weiterbildungen besuchten, sowie rund 80 Forschungsprojekte: Das war die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 2012.

Eigentlich hätte die ZHdK im Sommer 2013 den neuen Campus Toni-Areal beziehen sollen. Intensiv sind deshalb inhaltliche, organisatorische und technische Vorbereitungen für das Grossprojekt vorangetrieben worden, in dessen Rahmen über 35 Standorte zusammengelegt werden. Seit Februar 2013 steht nun fest, dass sich der Bezug wegen Bauverzögerungen um ein Jahr verschiebt.

2012 ist die internationale Akkreditierung sämtlicher Master-Studiengänge abgeschlossen worden. Mit der Akkreditierung all ihrer Studiengänge habe die grösste Kunsthochschule der Schweiz einen Meilenstein erreicht, der nicht zuletzt für ihre internationale Profilierung bedeutsam sei, schreibt die ZHdK.

Auch die Forschung habe sich etabliert, so die ZHdK weiter. Die gute Erfolgsquote beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im vergangenen Jahr zeige, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinde.

2012 standen auch die Promotionsprogramme, welche die ZHdK in Kooperation mit ausländischen Kunstuniversitäten führt, im Fokus des Interesses. Dank dieser internationalen Kooperationen können junge Dozierende und Forschende in den Künsten und im Design gefördert werden. Diese Disziplinen sind an den hiesigen Universitäten nicht vertreten.

Laut Thomas D. Meier strebt die ZHdK mittelfristig ein eigenes Promotionsrecht an. Er will sich als neu gewählter Präsident der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz für einen konstruktiven Dialog mit den universitären Hochschulen zum Thema Promotion einsetzen.

Etienne Reymond, der Leiter des künstlerischen Betriebsbüros des Tonhalle-Orchesters Zürich, wird künstlerischer und geschäftsführender Direktor von Lugano Festival. Er folgt auf Pietro Antonini, der sein Amt nach Beendigung des diesjährigen Festivals niederlegen wird.

Als künstlerischer Direktor von Lugano Festival wird Reymond für die Konzertprogrammierung verantwortlich sein, der sich dank dem zukünftigen Konzertsaal im LAC (Lugano Arte e Cultura) neue Möglichkeiten auftun werden.

Zu seinen Aufgaben gehört auch die Harmonisierung des Konzertangebots von Lugano Festival mit den Programmen anderer örtlicher Musikinstitutionen, insbesondere der RSI (Radio und Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz) und der Stiftung Orchester der italienischen Schweiz. Das Festival wird sein bisher auf die Frühlingsmonate beschränktes Programm auf das ganze Jahr ausdehnen.

Das Kulturzentrum LAC ist ein Werk von Architekt Ivano Gianola und soll im Jahre 2015 seine Tore öffnen. Der als Mehrzweckzentrum konzipierte Bau bietet Raum für Tätigkeiten im Rahmen der visuellen Künste, der Musik und der Bühnenkunst und beherbergt nebst den Ausstellungsflächen für das Neue Kunstmuseum einen Konzert- und Theatersaal.

Rusconi erhält Echo Jazz als Live-Act des Jahres

Das Crossover-Trio Rusconi um den Schweizer Pianisten und Komponisten Stefan Rusconi wird dieses Jahr mit dem Echo Jazz als Live-Act des Jahres ausgezeichnet. Der Belgier Toots Thielemans erhält den Echo Jazz als Würdigung seines Lebenswerkes.

Foto: Jean-Baptiste Millot

Label des Jahres ist erneut die Firma ACT; das auf Jazz spezialisierte Label mit Sitz in München erhält diese Auszeichnung bereits zum vierten Mal in Folge. Beide Preisträger, Live-Act und Label des Jahres, wurden in den letzten Wochen per Publikumsvotum auf jazzthing.de ermittelt. 

Rusconi setzte sich beim Publikum gegen die Grössen Wayne Shorter, Enrico Rava, Esperanza Spalding und Rudresh Mahanthappa durch. Rusconi, bestehend aus Stefan Rusconi, Fabian Gisler und Claudio Strüby, ist seit 6 Jahren unterwegs und spielte bislang über 200 Konzerte hauptsächlich in Europa und Asien sowohl auf renommierten Festivalbühnen als auch in Indie-Locations.

Kreatives Glockenspiel statt Pausenklingel

Kunst am Bau fürs Ohr ist nach wie vor selten. Umso erfreulicher die Initiative der Stadt Aarau. Sie hat sich für eine Klanginstallation entschieden, welche die Fassade und die Umgebung eines Schulhauses in ein Instrument und eine Abhöranlage verwandeln.

Pestalozzischulhaus Aarau, Foto: Voyager, Wikimedia commons

Ein «Glockenspiel» des Künstlers Lorenz Schmid wird nach dem Umbau des Pestalozzischulhauses den monotonen Pausengong ersetzen.  Die seit der Fertigstellung des Hauses leerstehenden, in die Fassade der Seitenflügel des Gebäudes eingelassenen Nischen werden mit je einer Glocke bestückt. Von einer programmierbaren Schal­tung ausgelöst, erklingt anstelle der monotonen Melodie des bestehenden Pausengongs ein variantenreiches Glockenspiel, welches sich mit der vorhandenen Geräuschkulisse mischt.

Die in den obersten Nischen angebrachten Mikrofone fangen den Klang am Ort seiner Entstehung ein und tragen ihn ins Innere des Schulhauses. Über die hauseigene Lautsprecheranlage wird der Klang innerhalb des Gebäudes verteilt.

Der Stadtrat und die Handelsschule KV Aarau laden alle Interessierten am 23. Mai 2013 um 11 Uhr zur Vernissage mit Apéro ins Pestalozzischulhaus ein.

 

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