Zwei Schweizer Popmusiker sind für einen der deutschen Branchenpreise Echo Pop 2013 nominiert. Verliehen wird der Preis am 21. März in den Hallen der Messe Berlin.

In der Kategorie Newcomer International ist der Berner DSDS-Gewinner («Deutschland sucht den Superstar») Luca Hänni nominiert. Er tritt an gegen Alex Clare, Lana Del Rey, Of Monsters and Men und Emeli Sandé. Bei den Swiss Music Awards hat Hänni sich vor wenigen Tagen bereits als Best Breaking Act National gegen Eliane und Müslüm durchgesetzt.

Eine Nominierung in der Kategorie Club / Dance National / International geht an DJ Antoine, den zur Zeit wohl erfolgreichsten Schweizer Popmusik-Export. Seine Single «Ma Chérie» ist eine Million Mal verkauft worden. An den diesjährigen Swiss Music Awards ist er als Nominierter in der Kategorie Best Hit National allerdings leer ausgegangen.

Bild: Mr. Mike, Mad Mark und DJ Antoine im Studio. Stephan Pick, wikimedia commons
 

Gérald Berger, der Vorsteher des Amts für Kultur bei der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) des Kantons Freiburg, wird Ende September 2013 in Pension gehen.

Gérald Berger habe viel dazu beigetragen, dass sich die Kulturszene des Kantons geöffnet habe, grösser, vielfältiger und auch professioneller geworden sei. So seien auch Produktionen entstanden, die über die Kantonsgrenzen hinaus Bekanntheit erringen konnten, schreibt der Kanton. Bergers Name ist unter anderem auch mit der Gründung des Freiburger Kammerorchesters verbunden.

1987 sind in Freiburg das Amt des Dienstchefs und des Generalsekretärs der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) getrennt worden. Gérald Berger wurde der erste vollamtliche Vorsteher des Amts für kulturelle Angelegenheiten des Kantons Freiburg, das 2003 in Amt für Kultur umbenannt worden ist.

Es führt seine eigenen Dossiers im Bereich der Kulturförderung. Ihm unterstehen überdies das Staatsarchiv, die Kantons- und Universitätsbibliothek, das Konservatorium, das Museum für Kunst und Geschichte und das Naturhistorische Museum.

Abbau an Schaffhauser Musikschulen verhindert

Die Schaffhauser Legislative hat einer von der Regierung des Kantons geforderten Kürzung der Beiträge an die Musikschulen eine Absage erteilt.

Laut einem Bericht von Radio SRF hat der Schaffhauser Kantonsrat eine Kürzung der Beiträge an die Musikschulen von 275’000 Franken pro Jahr abgelehnt. Der Fehlbetrag hätte künftig von den Eltern der Musikschüler aufgebracht werden müssen.

Der Antrag, auf diese Kürzung zu verzichten, kam dabei nicht aus linken, sondern aus FDP-Kreisen. Der Schaffhauser Stadtrat und Schulreferent Urs Hunziker sprach laut SRF «von einem Bildungsabbau, hinter dem er nicht stehen könne».

Das Aargauer Kuratorium beschloss am 25. Februar, welche der eingegangen Gesuche gefördert werden.

Das Aargauer Kuratorium hat an seiner Februarsitzung insgesamt 779 100 Franken für kulturelle Veranstaltungen gesprochen. Davon sind 152 500 Franken Programmbeiträge für klassische Musikveranstaltungen, 97 000 Franken fliessen als Programm- und Tourneebeiträge in die Sparte Rock und Pop.

Die Listen mit den unterstützten Projekten sind hier aufgeschaltet.

Das Aargauer Kuratorium entscheidet je nach Fachbereich an jährlich zwei bis vier Sitzungen über die Ausrichtung von Beiträgen. Kulturinstitutionen mit Sitz im Kanton Aargau, Aargauer Veranstalter und Aargauer Künstlerinnen und Künstler können ihre Gesuche auch digital eingeben. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Kantons Aargau.
 

Lernbegleiter für jedes Alter

Wie sieht eine Klavierschule des 21. Jahrhunderts aus? Vielleicht wie der «Piano Coach» von Mike Cornick.

Symbolbild. Foto: tonodiaz/depositphotos.com

Mike Cornick versteht es, mit dieser erfrischend innovativen Klavierschule in zwei Bänden, den Bedürfnissen des heutigen Schülers entgegenzukommen. Erschienen ist sie bei Universal Edition und richtet sich laut Vorwort «an angehende Klavierspieler – ob Jugendliche oder Erwachsene jeder Altersklasse bis hin zum Rentenalter». Dem Autor liegt daran, dem Schüler einen umfassenden Lernbegleiter zur Hand zu geben und zieht dabei alle Register. So ist denn dieses Werk mehr als eine progressive Sammlung von Unterrichtsstücken. Die klar gegliederten Kapitel enthalten jeweils die Aspekte Notation, Spieltechnik, Theorie und Gehörbildung. Was mir daran gefällt, ist die Ausführlichkeit der unterstützenden Textbeiträge und die Sorgfalt des Aufbaus.

In durchaus klassischer Art werden zunächst die Grundlagen des Klavierspiels (Einführung ins beidhändige Spiel, Unabhängigkeit, Parallel- und Gegenbewegung, Imitation, Polyfonie, Akkordspiel etc.) gelegt. Was nun über den üblichen Inhalt einer Klavierschule hinausführt, sind all die expliziten Hinweise zu den oben genannten Aspekten. So kann sich der Schüler oder die Schülerin viele Informationen eigenständig erarbeiten und diese allenfalls mit der Lehrperson diskutieren und vertiefen. Die Spielstücke, zu einem grossen Teil von Mike Cornick selbst komponiert, erstrecken sich von klassischer Musik über Folk bis Jazz. Auf der beigelegten CD finden sich die Aufnahmen der Spielstücke, einige Playalong-Tracks und Übungen zur Gehörbildung. Doch nicht genug, unter universaledition.com/pianocoach1 und /pianocoach2 gibt es weiteres Material zum Gratis-Download: zusätzliche Spielstücke, Akkordtabellen, Dreiklangszerlegungen, Tonarten, Hinweise zur Improvisation. Auch der Leser dieser Zeilen, der ein wenig Piano-Coach-Luft schnuppern will, möge doch diese Seiten anklicken.

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Mike Cornick, Piano Coach, Die Klavierschule für Erwachsene und Wiedereinsteiger, Band 1 UE 34991, mit 1 CD, € 19.95, Universal Edition, Wien 2010

id., Band 2 UE 34992, mit 2 CDs, € 22.95, Universal Edition, Wien 2011

Zürcher Studentin gewinnt Warschauer Wettbewerb

Chiara Enderle, Violoncellostudentin im Bachelor Musik an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bei Thomas Grossenbacher, hat in Warschau an der jährlich stattfindenden, international renommierten IX Witold Lutoslawski International Cello Competition den 1. Preis gewonnen.

Neben dem Hauptpreis hat Chiara Enderle auch den Preis für die beste Interpretation des Pflichtstückes und den Award of the European Union of Music Competitions for Youth (EMCY) gewonnen.

Die 1992 geborene Tochter der ZHdK-Musikdozierenden Matthias und Wendy Enderle studiert zur Zeit an der Zürcher Hochschule der Künste, im BA Musik Kunst- und Sportgymnasium, bei Thomas Grossenbacher.

Die Witold Lutoslawski International Cello Competition findet seit 1997 alle zwei Jahre in Warschau statt. Seit Beginn stand sie unter dem Patronat von Mstislav Rostropovich. Für den Wettbewerb ist die Altersgrenze auf 24 Jahre festgelegt und neben einem breiten Repertoire von Barock bis zur Neuen Musik wird als Pflichtstück das Cellokonzert von Witold Lutoslawski verlangt, welches in der 3. Wettbewerbsrunde mit Orchester aufgeführt wird.

 

«jugend+musik»: Initiativkomitee mit Preis geehrt

In Bern hat Vladimir Ashkenazy als Präsident der Jury den mit 20’000 Franken dotierten 7. Johanna Dürmüller-Bol Young Classic Award der Ständerätin Christine Egerszegi überreicht.

ZVG

Christine Egerszegi habe als Präsidentin des Initiativkomitees mit ihrem Team viel dazu beigetragen, dass bei der Volksabstimmung vom September 2012 über 70 Prozent für die Einführung des Verfassungsartikels gestimmt haben. Das klare Ergebnis biete allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Musik, unabhängig von der Dicke des Portemonnaies ihrer Eltern, schreiben die Verantwortlichen des Preises.

Der Johanna Dürmüller-Bol Young Classic Award ist ein gemeinsames Projekt des Festivals Interlaken Classics und der Fondation Johanna Dürmüller-Bol. Der Award wird jährlich an eine Institution verliehen, die sich in besonderer Weise für die Förderung von Nachwuchsmusikern in der Klassik verdient gemacht hat.

Frühere Preisträger sind unter anderen das Davos Festival – young artists in concert, die Sibelius Akademie Helsinki, die Musikschule Konservatorium Bern und der Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung.

Eine konzise Anleitung, um Klarinettenblätter selbst zu bearbeiten oder zu justieren.

SMPV

Ausrede? Die Blätter mussten schon für so manchen verunglückten Ton und anderes Ungemach von Klarinettisten herhalten! Hanstoni Kaufmann möchte das ändern und hat eine wunderbare Anleitung zum Verbessern von Klarinettenblättern geschrieben. Er blickt dabei auf eine über 30jährige Erfahrung als Blatthersteller und -korrektor zurück: Seit er beim damaligen Soloklarinettisten der Wiener Philharmoniker, Alfred Prinz, angefangen hat, selbst Blätter herzustellen und schliesslich zu Prinz’ persönlichem Blattproduzenten erkoren wurde. Als Kursleiter gibt Kaufmann regelmässig sein Wissen weiter und weiht Klarinettisten in die Geheimnisse ein.

Auf 40 Seiten im A4-Format liefert Hanstoni Kaufmann viele Fakten und allerhand Lehrreiches sowie knappe und äusserst präzise Anleitungen zur Bearbeitung der kleinen Klangerzeuger. Das Heft widmet sich zuerst dem Material, dem Rohrholz mit seinen Eigenschaften, Eigenarten und seinem Schwingungsverhalten. Kaufmann zeigt auf, wie die Blattgeometrie beschaffen sein sollte und wie direkt einzelne Töne einer Region auf dem Blatt zugeordnet werden können. Die Methoden der Bearbeitung werden anhand konkreter Techniken genau erklärt, und der Autor präsentiert das benötigte Werkzeug und dessen Verwendung. Am Ende des Heftes sind zu allen Materialien Bezugsquellen angegeben. Äusserst hilfreich sodann ist das Kapitel «Korrigieren und justieren mit System», welches häufige Blattprobleme und die Möglichkeiten zu deren Behebung angibt. Schliesslich nennt Kaufmann zahlreiche Analyseschritte mit Diagnosen und Korrekturmöglichkeiten.

Klarinettenblätter korrigieren gehört in jede Klarinettisten-Bibliothek, auch wenn man nicht vor hat, sich mit Schleifpapier und Stechbeitel ans Werk zu machen. Alleine schon wegen der interessanten Informationen zu den Blättern und den wunderbaren Abbildungen. Wer sich wirklich selbst an die Arbeit machen will, ist wahrscheinlich gut beraten, zusätzlich einen Kurs beim Autor zu besuchen.


Hanstoni Kaufmann, Klarinettenblätter korrigieren, 40 S., Fr. 29.80, misura Verlag, Luzern 2012, und direkt beim Autor:
mhtk@bluewin.ch
 

Die Kulturförderung der Stadt Zürich stellt ab März 2013 in Etappen auf die Online-Gesuchsstellung um. Die Fördergesuche werden neu über ein zentrales Portal eingereicht und durch die Ressorts und Fachkommissionen elektronisch bearbeitet.

Bei der Dienstabteilung Kultur der Stadt Zürich gehen jährlich rund 1500 Fördergesuche ein; sie werden dort in den verschiedenen Ressorts bearbeitet. Neu wird der gesamte Prozess der Gesuchsstellung und -bearbeitung von der Einreichung bis zum Entscheid auf elektronischem Weg und online über das Internet durchgeführt.

Die Lösung ist für Kultur Stadt Zürich gemeinsam mit der Organisation und Informatik Zürich (OIZ) und einem privaten Anbieter erarbeitet worden. Die inhaltliche Beurteilung der Eingaben erfolgt wie bis anhin durch eine verwaltungsexterne Fachkommission.

Die einzelnen Kultur-Ressorts stellen gestaffelt auf die elektronische Gesuchsstellung um. Ab den folgenden Daten sind Fördergesuche elektronisch und online zu stellen: E-Musik ab 1. März 2013, Jazz/Rock/Pop ab 15. März 2013, Bildende Kunst ab 6. Mai 2013, Theater, Tanz und Literatur ab 1. Juli 2013.

Mehr Infos: www.stadt-zuerich.ch/kultur

 

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau unterstützt das Projekt «Netzwerk Schule und Kultur». Ziel ist es, die Kulturvermittlung in den Schulen zu stärken und damit Kindern und Jugendlichen aller Schulstufen einen erleichterten Zugang zur Kunst und Kultur zu ermöglichen.

Eine Koordinations- und Informationsstelle erhält die Aufgabe, eine Online-Datenbank aufzubauen, die alle Kulturvermittlungsangebote im Thurgau und in seinem Einzugsgebiet auflistet. Das Angebot soll der bereits bestehenden Kulturagenda thurgaukultur.ch angegliedert und mit der geplanten Datenbank weiterer Ostschweizer Kantone vernetzt werden.

Eine zweite Aufgabe der neuen Stelle besteht darin, an den Schulen ein Netzwerk von Kontaktpersonen aufzubauen, die sich besonders um Belange der Kulturvermittlung kümmern.

Für die Dauer der dreijährigen Aufbauphase der neue Stelle — der Regierungsrat hat dafür jährlich 100 000 Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt — wird eine Projektgruppe unter der Leitung von René Munz, Leiter Kulturamt, eingesetzt. Für die Projektleitung wird der ausgebildete Primarlehrer und Museumspädagoge Adrian Bleisch aus Egnach im Auftragsverhältnis eingesetzt.

 

Benjamin Schmid in Deutschland ausgezeichnet

Benjamin Schmid, Violinist und Dozent der HKB (Hochschule der Künste Bern) ist mit einem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden.

Den Preis erhalten hat Schmid für die Einspielung einer CD mit Musik von Ermanno Wolf-Ferrari (Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 26, Orchestermusik aus den Opern Il campiello, Le donne curiose, L’amore medico und I quattro rusteghi). Die Oviedo Filarmonia wird geleitet von Friedrich Haider.

Laut Jury ist die Aufnahme «ein glühendes Plädoyer für das hochromantische, aber immer noch wenig beachtete Violinkonzert von Ermanno Wolf-Ferrari; zugleich eine aussergewöhnlich gut dokumentierte Edition und eine Hommage an Guila Bustabo, die grosse amerikanische Geigerin und Widmungsträgerin des Werks».

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik ist ein unabhängiger Zusammenschluss von derzeit 145 Musikkritikern und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Organisiert in 29 Fachjurys, prüfen die Juroren vierteljährlich das Angebot neuer Tonträger in 29 Sparten.
 

Berner Plattform für Angewandte Forschung

Die Forschungsabteilung der Hochschule der Künste Bern (HKB) hat ein neues Veranstaltungsformat: Der Forschungs-Mittwoch bietet alle zwei Wochen Einblicke in die Forschungstätigkeit der HKB und ihrer vier Forschungs-Schwerpunkte.

An den Mittwochsterminen werden zum Teil laufende oder abgeschlossene HKB-Projekte vorgestellt, oder es werden nationale und internationale Gäste eingeladen. Auch Studierende kommen mit ihren Arbeiten und Ansätzen als junge Forschende zum Zug. Neben den Projekten sollen auch Fragen rund um die Bedeutung von Forschung für die Fachbereiche und von Forschung in den Künsten diskutiert werden.

Am ersten solchen Anlass steht das SNF-DORE-Projekt «Recording the Soul of Piano Playing (Geisterhand 3)» im Zentrum: Die gelochten Papierrollen für selbstspielende Klaviere und Orgeln der Firma Welte zählen zu den frühesten Tondokumenten künstlerischer Interpretation. Dennoch sind sie von der Forschung wenig beachtet worden, weil ihr Entstehungsprozess – und damit ihre Glaubwürdigkeit – ungeklärt war.

Dank der Untersuchung des einzigen erhaltenen Aufnahmeapparates und der Entdeckung von mehr als 1300 Aufnahmerollen mit den Tintenspuren des Apparates konnten im aktuellen Forschungsprojekt zentrale Fragen geklärt und neue Wege zur Auswertung der Klavier- und Orgelrollen als Interpretationsdokumente erprobt werden, die bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

Info:
HKB, Grosser Konzertsaal, Papiermühlestrasse 13d. 6. März, 17 bis 19 Uhr. Gast und Co-Referent: Martin Elste, Staatliches Institut für Musikforschung / Preussischer Kulturbesitz Berlin. www.hkb.bfh.ch/forschung.html

Der internationale Musikmarkt schlägt laut Branchenvereinigung IFPI «nach Jahren erdrutsch­artiger Einbrüche, die zu einer Halbierung des Umsatzniveaus geführt haben, langsam wieder einen Erholungskurs ein».

Wie die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) mitteilt, ist es mit dem weltweiten Umsatz aus Musikverkäufen, massgeblich getrieben durch anhaltendes Wachstum in den digitalen Geschäftsfeldern, im Jahr 2012 zum ersten Mal seit 1999 bergauf gegangen.

Der Gesamtmarkt ist um etwa 0,3 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar angestiegen. Insgesamt haben die weltweiten Umsätze mit Downloads, Abonnements und werbefinanzierten Online-Services im letzten Jahr 9 Prozent zugelegt. Damit macht der Digitalmarkt aktuell einen Anteil von 34 Prozent am weltweiten Umsatz mit Musikverkäufen aus.

Die Download-Verkäufe haben insgesamt um 12 Prozent zugelegt und machen heute 70 Prozent der Digitalumsätze aus. Die Zahl der Musikabonnenten bei Premium-Streaming-Diensten ist um 44 Prozent auf rund 20 Millionen zahlende Kunden gestiegen – die globalen Einnahmen aus diesem Segment machen heute 10 Prozent der Digitalumsätze aus.

Gesundheitsmanagement für Orchester

Mit dem Projekt Corporate Health in Orchestra, das die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit zusammen mit dem Orchester der Oper Zürich durchgeführt hat, ist ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement für ein Orchester erarbeitet worden.

In einem ersten Schritt erhoben Monica Basler, Sarah Dupasquier und Nadine Näpfli, die Expertinnen der Hochschule, bei 77 Mitgliedern des Orchesters, der Philharmonia Zürich, körperliche Beschwerden und Belastungsfaktoren sowie Kriterien, die für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ausschlaggebend sind.

Das Resultat: 18% der Befragten klagen über Lärm-Überempfindlichkeit, 14% über Höreinbussen, 13% über Tinnitus und 10% über andere Hörbeeinträchtigungen. Weitere häufig genannte körperliche Beschwerden sind Schmerzen in Schultern oder Nacken (20%) und Augenprobleme (12%). Ebenfalls als beeinträchtigend erlebten die Orchestermitglieder die Körperhaltung, die unter anderem auf schlecht einstellbare Stühle zurückzuführen ist, sowie die hohe Temperatur und ungenügende Beleuchtung im Orchestergraben.

In einem zweiten Schritt arbeiteten die Expertinnen zusammen mit der Leitung und Vertretern des Orchesters aufgrund der Ergebnisse Massnahmen für eine betriebliche Gesundheitsförderung aus.

Die Philharmonia Zürich ergreift nun – Vorschlägen der Expertinnen für ein betriebliches Gesundheitsmanagement folgend – Massnahmen. Den Musikern steht neu beispielsweise ein Massage-Angebot zur Verfügung. Zudem ist der Einbau von Duschen geplant. Im Zuge einer Reorganisation der Räumlichkeiten wird in näherer Zukunft auch ein Ruheraum eingeplant. Auch neue Stühle und ein neues Pultbeleuchtungssystem werden angeschafft.

Um den Austausch zwischen der Orchesterleitung und dem Orchester, aber auch zwischen den Musikerinnen und Musikern zu fördern sowie die Unsicherheiten von Konzertmeister und Stimmführenden bei der Wahrnehmung ihrer Leitungsfunktionen abzubauen, ist überdies ein Organisationsentwicklungsprozess angestossen worden.

Der Kanton Genf betrachtet eine Public-Private Partnership mit der Fondation Hélène et Victor Barbour als Erfolgsmodell. Seit 2008 hat sie schulpfichtigen Kindern des Kantons mehr als 48’000 Eintrtte zu kulturellen Veranstaltungen offeriert.

Die Stiftung wirft seit fünf Jahren jährlich 100’000 Franken auf, die es der Kulturabteilung der Stadt, dem Département de l’instruction publique, de la culture et du sport (DIP). ermöglicht, für die Schülerinnen und Schüler des Stadtkantons Eintritte zu Kulturveranstaltungen zu erwerben oder Teilnahmen an Workshops zu ermöglichen.

Mittlerweile seien rund 400’000 Franken in das Projekt investiert worden, schreibt der Kanton. Die Kulturangebote für den Nachwuchs würden so um rund einen Viertel vergrössert. 2012 hat die Stiftung den Betrag wegen des Erfolgs um zusätzliche 56’000 Franken aufgestockt.

2013 wird unter anderem das Projekt «Stravinsky s’invite à Geisendorf» mit 25’000 Franken unterstützt, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler sich unter Anleitung des Atelier danse Manon Hotte mit Strawinskys Klangwelten tänzerisch auseinandersetzen können.

 

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