Der Kanton Genf betrachtet eine Public-Private Partnership mit der Fondation Hélène et Victor Barbour als Erfolgsmodell. Seit 2008 hat sie schulpfichtigen Kindern des Kantons mehr als 48’000 Eintrtte zu kulturellen Veranstaltungen offeriert.

Die Stiftung wirft seit fünf Jahren jährlich 100’000 Franken auf, die es der Kulturabteilung der Stadt, dem Département de l’instruction publique, de la culture et du sport (DIP). ermöglicht, für die Schülerinnen und Schüler des Stadtkantons Eintritte zu Kulturveranstaltungen zu erwerben oder Teilnahmen an Workshops zu ermöglichen.

Mittlerweile seien rund 400’000 Franken in das Projekt investiert worden, schreibt der Kanton. Die Kulturangebote für den Nachwuchs würden so um rund einen Viertel vergrössert. 2012 hat die Stiftung den Betrag wegen des Erfolgs um zusätzliche 56’000 Franken aufgestockt.

2013 wird unter anderem das Projekt «Stravinsky s’invite à Geisendorf» mit 25’000 Franken unterstützt, in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler sich unter Anleitung des Atelier danse Manon Hotte mit Strawinskys Klangwelten tänzerisch auseinandersetzen können.

 

Mundry mit Happy New Ears Preis ausgezeichnet

Die mit je 10’000 Euro dotierten Happy-New-Ears-Preise 2013 der Hans und Gertrud Zender Stiftung sind in München an die Komponistin Isabel Mundry und den Musikpublizisten Martin Zenck vergeben worden.

Laut einer Mitteilung des Bayerischen Rundfunks hat eine Tonschöpferin den Preis erhalten, die das kritische Hinterfragen als Markenzeichen trägt. Jedes Musikstück müsse dieser Haltung folgend sein Material, seine Anordnung im Kleinen wie im Grossen sinnfällig machen und durch Gehalt und angestrebte Aussage legitimieren. Das sei ein sehr hoher Anspruch, den Mundry selbstverständlich auch für ihre eigenen Arbeiten einfordere.

Zusammen mit dem Preis hat Isabel Mundry, die auch an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) unterrichtet, einen Kompositionsauftrag für ein Orchesterwerk erhalten, das im Rahmen der Preisverleihung uraufgeführt worden ist. Sie hat dazu das Klavierkonzert «Ich und Du» aus dem Jahr 2008 einer Umarbeitung unterzogen. Das Ergebnis hat der Pianist Nicolas Hodges zusammen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Emilio Pomarico präsentiert.

24. Schaffhauser Jazzfestival

Der Schweizer Jazz werde internationaler, schreiben die Veranstalter des 24. Schaffhauser Jazzfestivals. Die Szenen würden immer mehr zusammen wachsen, ohne dass die Interpreten dabei ihre jeweiligen Wurzeln verleugneten.

Zu hören sein werden in Schaffhausen unter anderem Lucas Niggli, der im Moment wohl aktivste Drummer der Schweiz, sowie Michel Godard und der italienische Akkordeonist Luciano Biondini. Michael Moore, der holländische Supersaxer und der New Yorker E-Gitarrist McManus spielen mit dem Genfer Michel Wintsch.

Der in Berlin wohnhafte Posaunist und Romand Samuel Blaser kommt mit zwei Franzosen im neuen Trio. Die Lausanner Pianistin Sylvie Courvoisier spielt in Schaffhausen zum ersten Mal solo. Sie reist dafür von New York an. Als Newcomer begrüsst werden Yves Theiler, Pianist aus Zürich und das Bieler Quartett «Breakfast on a Battlefield».

Der Westdeutsche Rundfunk WDR 3 nimmt bereits zum dritten Mal gemeinsam mit SRF einen Live-Abend auf. Das Festival strahlt damit bis nach Nordrhein-Westfalen aus. Das Schweizer Fernsehen SRF zeigt überdies drei Dok-Filme über den Schweizer Jazz von seinen Anfängen bis zur aktuellen Gegenwart als Vorpremieren. Die Vorführungen werden begleitet von Interviews und Podiumsdiskussionen.

Das ganze Programm: www.jazzfestival.ch

Bild: Francesca Pfeffer

Die Interessensgemeinschaft für Volkskultur (IGV) mit Sitz in Altdorf erhält von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia einen Leistungsauftrag, der insbesondere dem Nachwuchs zugutekommen soll.

Die Stiftung leistet einen jährlichen Beitrag von 100’000 Franken in einen Fonds, den die IGV verwaltet. Der Fonds ist als Pilotversuch angelegt und vorerst auf drei Jahre limitiert. In der IG sind über 300‘000 Aktive in zehn nationalen Verbänden organisiert.

Mit der Leistungsvereinbarung überträgt Pro Helvetia in einem dreijährigen Pilotversuch die Unterstützung von gesamtschweizerischen Projekten einzelner Volkskulturverbände an die IG Volkskultur.

Zur Beurteilung von Gesuchen hat die IG Volkskultur eine unabhängige Fachjury eingesetzt. Darin vertreten sind Isabelle Raboud-Schüle (Bulle), André Ducret (Pont-la-Ville), Josef Schuler (Altdorf) und Hansruedi Spichiger (Bern) als Präsident. Pro Helvetia nimmt einen stimmrechtslosen Einsitz. Das Sekretariat des Fonds führt das Haus der Volkskultur in Altdorf.

Einzelpersonen, Gruppen oder Festivals reichen ihre Gesuche für Volkskulturprojekte weiterhin direkt bei der Stiftung per Internet via www.myprohelvetia.ch ein.

Mehr Infos: www.volkskultur.ch

Schalkhaftes Opus 111

Jugendliche Klaviervariationen aus der Feder des bald 96-jährigen Julien-François Zbinden.

Julien François Zbinden 2015. Foto: Laurent Dubois, Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne

Opus 111! Hat sich da der Komponist einen kleinen Gag erlaubt? Denn wer denkt bei dieser Zahl nicht an Beethovens letzte Klaviersonate, wahrlich einem «Spätwerk»! Die Blüthner-Variationen op. 111 von Julien-François Zbinden muss man wohl auch dazu zählen. Immerhin schrieb er das Stück mit sagenhaften 95 Jahren … und es soll offenbar sein letztes Klavierwerk bleiben.
Nun sind seine Variationen aber nicht von beethovenscher Transzendenz, sondern strotzen geradezu vor jugendlichem Schalk und Frische. Ein leicht jazzig angehauchtes, einfaches Thema, ein «Blues in three», bildet die Grundlage für acht Variationen, die sich im Charakter und in den pianistischen Ansprüchen beträchtlich unterscheiden, wobei auch die virtuoseren Partien – wie immer bei Zbinden – angenehm und dankbar zu spielen sind.

Dieser Komponist besitzt ohnehin die seltene Gabe, ein Klavier, auch mit einfachen Mitteln, wunderbar zum Klingen zu bringen.
Gewidmet ist dieses Opus 111 «jemandem, der mich seit über 65 Jahren treu begleitet hat …

Dieser Jemand ist mein über 100 Jahre alter Blüthner-Flügel». Man möchte sich wünschen, dass auch der Komponist dieses charmanten Klavierstücks dieses Alter erreichen wird.

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Julien-François Zbinden, Blüthner-Variationen op. 111, für Klavier, PNO67, Fr. 20.00, Edition Bim, Vuarmarens 2012

Die Musikalisierung des Raums

Vokales und Instrumentales von Gabrieli und Schütz erfüllt die Klosterkirche Muri.

Ausschnitt aus dem CD-Cover

Zwei Meister der Vokalkomposition im Mittelpunkt: Heinrich Schütz, der einflussreiche deutsche Barockkomponist, begegnet seinem einstigen Lehrer, dem experimentierfreudigen Italiener Giovanni Gabrieli. Wunderbar getragen klingen Gabrielis wortlose Canzoni, während die instrumental begleiteten vokalen Stücke aus der Feder von Schütz einen feierlicheren Ton mit sich bringen: Höchste polyfone Kunst in wohltuender Abwechslung. Die Vorzüge dieser interpretatorisch hervorragenden CD sind damit aber noch nicht erschöpft.

Höchst ungewöhnliche Aufnahmetechnik sorgt für zusätzliche Hörfreude. Mag schon sein, dass die klangliche Direktabnahme vor den Emporen ein fein abgestimmtes, analytisches Hören erschwert; vielleicht stört den ein oder anderen Hörer auch die fehlende Balance zwischen vokalen und instrumentalen Partien bei Schütz oder der Hall der Klosterkirche in Muri. Den Tonmeistern Ludger Böckenhoff und Bernhard Hanke, dem Dirigenten Johannes Strobl, der Cappella Murensis und Les Cornets Noirs ist aber etwas gelungen, das man in unzähligen trocken-sterilen Studioproduktionen schmerzlich vermisst: Eine grandiose, vital-füllige Rückschau auf Zeiten, die die Musikalisierung des Raum schon weit vor der Avantgarde des 20. Jahrhunderts zum bestimmenden Thema machten.

Die Aufnahme wurde mit dem International Classical Music Award 2013 in der Kategorie Barock vokal ausgezeichnet.

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Polychoral Splendour. Cappella Murensis, Les Cornets Noirs, Leitung: Johannes Strobl. SACD Audite 92.652

Junge Aargauer Nachwuchsbands zeigen ihr Können: Im März 2013 findet auf den wichtigsten Bühnen im Kanton bereits zum 7. Mal das Nachwuchsband-Festival bandXaargau statt.

Das Festival bandXaargau bietet professionelle Auftrittsmöglichkeiten für Nachwuchstalente. Die teilnehmenden Bands erhalten die Möglichkeit, ihr musikalisches Können live einem Publikum zu präsentieren.

An den Vorausscheidungskonzerten in Aarau, Baden, Brugg und neu auch in Aarburg messen sich dieses Jahr 23 Bands mit Mitgliedern im Alter zwischen 12 und 23 Jahren. Neben den Bands stehen auch junge Moderationstalente im Scheinwerferlicht, die das Publikum durch den Abend führen werden.

Die Vorausscheidungen finden in Aarburg, Brugg, Baden und Aarau statt. Pro Abend präsentieren fünf bis sechs Bands während jeweils zwanzig Minuten eigene Lieder oder Coversongs. Die musikalische Bandbreite der Darbietungen reicht von Rock über Metal bis Hiphop.

In der Jury sitzen erfahrene Musikerinnen und Musiker sowie Medienleute. Sie geben jeder Band nach dem Auftritt ein Feedback. Am Schluss schaffen die besten sechs Bands den Sprung ins Finale vom 25. Mai 2013 im KiFF Aarau.

Mehr Infos: www.bandxaargau.ch
 

Der Kanton Luzern stärkt Kulturveranstalter

Um die Tätigkeiten der Kulturveranstalter nachhaltig zu stärken hat der Kanton Luzern 2012 einen Kulturfonds geschaffen, der mit Swisslos-Geldern geäufnet wird. Nun können sich Luzerner Kulturveranstalter zum zweiten Mal um Beiträge daraus bewerben.

Rainer Sturm / Pixelio

Der Kanton Luzern hat Anfang 2012 mit Swisslos-Geldern einen Fonds eröffnet, der Kulturveranstaltern im Kanton Luzern bei Anschaffungen grundlegender Veranstaltungstechnik unter die Arme greifen soll. Neu zahlt nun dieses Jahr auch die Albert Koechlin Stiftung einen Beitrag in den Fonds. Theater-, Kleinkunst- und Musikveranstalter auf der Luzerner Landschaft wie auch aus Stadt und Agglomeration Luzern können sich für einen Beitrag bewerben.

Der Kanton Luzern erhofft sich damit eine nachhaltige Entlastung der Budgets durch eingesparte Mietkosten, eine steigende Attraktivität der Veranstaltungsorte für Künstler und Publikum sowie eine grundsätzliche Stärkung der Tätigkeit der Kulturveranstalter insbesondere auf der Luzerner Landschaft.

2012 wurden insgesamt 14 Beiträge an Kulturveranstalter genehmigt und 106 000 Franken ausgeschüttet. Davon flossen drei Viertel auf die Luzerner Landschaft, wo der Investitionsbedarf besonders gross ist.

Die Bewerbungsfrist dauert bis zum 26. April 2013. Weitere Termine, Teilnahmebedingungen, Kriterien und Anforderungen an das Gesuch finden sich unter
www.kultur.lu.ch
 

Der Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2013 geht an das Duo Knuth und Tucek. Damit werden anlässlich der 26. Oltner Kabarett-Tage 2013 (22. Mai bis 1. Juni) zwei Überfliegerinnen der Schweizer Kabarett-Szene geehrt.

Das «Cornichon», der Preis der Oltner Kabaretttage, wird seit 1988 verliehen. Frühere Preisträger sind unter anderem Franz Hohler (1990), Gerhard Polt, Dieter Hildebrand und Simon Enzler.

Nicole Knuth und Olga Tucek sind beide im Milieu von Kultur- und Kunstschaffen aufgewachsen: Nicole Knuth, als Enkelin von Gustav Knuth, Tochter von Klaus Knuth und Hannelore Fischer sowie Grossnichte von O.W. Fischer, pendelte zwischen Zürcher Goldküste und Wien. Sie bildete sich zunächst zur Schauspielerin aus. Olga Tucek, geboren und aufgewachsen in Zürich, Leimbach, umzingelt von tschechischer Verwandtschaft und dem Lifestyle der Donaumonarchie, trat das Erbe der Mutter an und wurde Sängerin.

Eine Motion aus dem Kantonsrat, die verlangt, dass der Kanton Schwyz die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kulturreinrichtungen kündigen soll, hat der Regierungsrat zwar für erheblich erklärt. Er spricht sich jedoch nach wie vor für einen Verbleib im Kulturlastenausgleich aus.

Im Dezember 2010 haben die Kantonsräte Christoph Pfister und Rolf Bolfing vom Regierungsrat verlangt, die Vereinbarung zu kündigen, unter anderem weil der Kanton Luzern in der Folge der Aufkündigung des PHZ-Konkordats kein verlässlicher und berechenbarer Partner mehr sei.

Der Regierungsrat hat, einem daraus entstandenen Auftrag des Kantonsrats nachkommend, eine Vorlage ausgearbeitet, die den Austritt aus der Vereinbarung auf den nächstmöglichen Kündigungstermin, den 31. Dezember 2015, vorsieht.

Er beantragt aber zugleich, die Ablehnung der Kündigungsvorlage. Mit einem Ausstieg werde das gesamte unter den Kantonen ausgehandelte Konstrukt zu Fall gebracht und das Image des Kantons beschädigt, so die offizielle Mitteilung des Regierungsrates.
 

Die Stadt Bern ermöglicht es zwei Kulturschaffenden aller Sparten, im Jahr 2014 sechs Monate in New York zu verbringen. Interessierte können sich bis zum 31. Mai 2013 bewerben.

Das Stipendium wird ab 2014 ausgeschrieben. Es ermöglicht den ausgewählten Personen, vom 1. Februar bis zum 30. Juli 2014 kostenlos einen grossen Parterre-Raum (Basement) mit einem Zimmer oder eine Wohnung im gleichen Haus im East Village zu bewohnen. Das Stipendium ist dotiert mit 18’000 Franken an die Reise- und Aufenthaltskosten.

Bewerben können sich Kulturschaffende aller Sparten aus Bern oder mit einem ausreichenden Bezug zur Stadt Bern. Die Bewerbungen (Umfang: 2 bis 6 Seiten A4) müssen bis zum 31. Mai 2013 bei der Abteilung Kulturelles, Gerechtigkeitsgasse 79, 3011 Bern, vorliegen (Vermerk: «Atelier New York»). Die Eingaben werden durch eine Jury, in der die Abteilung Kulturelles und die städtischen Kulturförderungskommissionen vertreten sind, im Juni 2013 geprüft.
 

Der Deutsche Kulturrat hat ein Internetportal aufgeschaltet, das Informationen zur Kulturellen Bildung aus den Verbänden, der Politik und der Forschung auf Bundes- und Länderebene bündelt und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Das Herzstück des Internetportals ist laut einer Mitteilung des Deutschen Kulturinformationszentrums eine umfangreiche Datenbank. Sie beinhaltet bislang über 1100 relevante Akteure, Förderer, Projekte und Wettbewerbe aus dem Bereich der Kulturellen Bildung. Nutzer können das aktuelle Geschehen im Bereich der Kulturellen Bildung über die mehrmals täglich aktualisierten News auf der Website verfolgen.

Als weiteres Serviceangebot erhält der Nutzer über den Terminkalender Einblick in die bevorstehenden Veranstaltungen, Kongresse, Bewerbungsfristen oder öffentliche Sitzungen. Die Stellenbörse bietet eine Auswahl von Stellenangeboten im Bereich der kulturellen Bildung. Ausserdem werden die relevante Literatur und die gesetzlichen Bestimmungen zur Kulturellen Bildung vorgestellt.

Die Webseite ist ein Modul der Dialogplattform Kulturelle Bildung des Deutschen Kulturrates. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Mehr Infos: www.kultur-bildet.de
 

Mit der Zuger Sinfonietta beschreitet ein Schweizer Orchester als Pionier einen neuen Finanzierungsweg: Sie hat ein Projekt auf der Crowdfunding-Plattform Wemakeit ausgeschrieben.

Innerhalb von knapp fünf Wochen muss die Sinfonietta es schaffen, den Betrag von 6666 Franken einzuwerben. Als Gegenleistung gibt’s für die Spender Freikarten, CDs eines Radio-Livemitschnittes, Lektionen bei den Solisten (Euphonium, Marimba), Dirigierstunden, Autographe vom Komponisten Oliver Waespi und anderes.

Ermöglichen will das Ensemble so ein ungewöhnliches Konzertprojekt mit Marimba und Euphonium als Soloinstrumente und der Uraufführung eines Euphonium-Konzertes Waespis.

Gelingt es nicht, den festgesetzten Betrag in der festgelegten Zeit zu erreichen, gehen alle Spenden zurück an die Donatoren.

Mehr Infos:
wemakeit.ch/projects/unerhoert-die-zuger-sinfonietta-auf-neuen-pfaden

SJMW-Entradawettbewerbe vom 15. bis 17. März

Für die Vorausscheidungen an sieben Orten haben sich über 1000 Kinder und Jugendliche angemeldet.

© SJMW

Der Schweizerische Jugendmusikwettbewerb (SJMW) heisst 2013 über 1000 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker willkommen, die sich während vieler Wochen intensiv auf dieses nationale Ereignis vorbereitet haben. Vom 15. bis 17. März finden die Entradawettbewerbe in Arbon, Basel, Genf, Lugano, Neuenburg, Unterägeri und Winterthur statt.

Neben den kammermusikalischen Disziplinen stehen das Klavier und die Blechblasinstrumente im Vordergrund. Zu hören sind Vorträge in den folgenden Disziplinen:
Solo: Klavier, Orgel, Cembalo, Trompete und Kornett, Posaune, Euphonium, Tuba, Horn und Es-Horn, Gitarre und Mandoline, Klassischer Gesang.
Duo: Kammermusik freies Repertoire, Alte Musik (vor 1750) und Neue Musik (nach 1950).
Ensemble: Kammermusik freies Repertoire, Alte Musik (vor 1750), Neue Musik (nach 1950), Blockflötenensembles, Schlagzeugensembles.

Wie üblich qualifizieren sich alle Erstpreisträgerinnen und -träger für das Finale. Dieses wird vom 3. bis 5. Mai an der Musikschule Konservatorium Bern ausgetragen.

Die Vorträge der Teilnehmenden und die Preisträgerkonzerte stehen allen Besuchern des Wettbewerbs offen.
Informationen: www.sjmw.ch
 

Ein Festival zu Film und Musik in Luzern

Das Studio für zeitgenössische Musik der Hochschule Luzern lädt vom 21. bis 23. März 2013 zum Festival «Film & Musik». Gezeigt werden unter anderem experimentelle Stummfilme der 1920er Jahre und Stockhausens «Indianerlieder».

Ein Schwerpunkt des Festivals sind experimentelle Stummfilme der 1920er Jahre: Kurz nach dem Ersten Weltkrieg entstehen erste Versuche, die Malerei durch das Medium Film weiter zu entwickeln. Sie gehen Hand in Hand mit Bestrebungen in der Musik, die Töne von ihren harmonischen «Fesseln» zu befreien. In den letzten Jahren sind zahlreiche Neuvertonungen der Filme entstanden, die teilweise zusammen mit ihren historischen Vorgängern erklingen werden.

Studierende der Hochschule Luzern – Design und Kunst nutzen die reiche Bildsprache von Stockhausens «Indianerlieder» als Ausgangspunkt für eine innovative Umsetzung des Werks in Film und Live-Video.

Im weiteren setzt der dänische Komponist Simon Steen-Andersen (*1976) seine Videoarbeiten als Ergänzung und Verdeutlichung seiner Musiksprache ein und stellt damit die herkömmliche Beziehung von Musik und Bild auf den Kopf.

Das Festival präsentiert aber auch Arbeiten aus den Studienbereichen Contemporary Music Studies und Jazz: Die Studiengänge Music and Art Performance, Interpretation in Contemporary Music und Jazz haben sich intensiv mit dem Dialog zwischen den Medien Bild und Ton auseinandergesetzt, teils anhand des historischen Stummfilms, teils in Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Videokünstlern.

Der Eintritt zum Festival «Film & Musik» ist frei (Kollekte). Das vollständige Programm gibt es unter: www.hslu.ch/film-und-musik

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