Auf dem Weg ans Finale in Zürich

Am vergangenen Wochenende haben in Arbon, Genf, Liestal, Lugano, Neuchâtel, Winterthur und Zug die 47. Entrada des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs (SJMW) stattgefunden.

Foto: Olga Meier-Sander/pixelio.de (s. unten)

Vom 4. bis 6. März 2022 nahmen Heranwachsende aus der ganzen Schweiz an den Entradawettbewerben des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs (SJMW) teil. Über 1000 musikbegeisterte Jugendliche haben sich alleine, im Duo, in Kammermusikensembles und/oder komponierend einer Fachjury gestellt. Über 150 Jurymitglieder wurden aufgeboten, um die Beiträge zu bewerten.

Insgesamt wurden 774 Preise verliehen, davon 90 1. Preise mit Auszeichnung und 224 1. Preise. Damit werden 219 einzelne und 37 Kammermusikformationen am Finale vom 29. April bis 1. Mai 2022 in der Musikschule Konservatorium Zürich zu hören sein.

Die detaillierten Ranglisten mit den Resultaten der Teilnehmenden finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: sjmw.ch/classica/downloads
 

Solidaritäts- und Benefizkonzerte

Veranstalter aus allen Musiksparten stellen kurzfristig Anlässe auf die Beine, um ihre Verbundenheit mit der Ukraine auszudrücken und Geld zusammenzutragen. Hier der Anfang einer Zusammenstellung. Weitere Veranstaltungen nehmen wir gerne auf.

Bild: ufuksezgen/depositphotos.com,SMPV

Freitag, 26. August, 17 Uhr, Reformierte Kirche Baden
Ukrainisches Benefiz-Konzert «Leben wird in Musik» 

Tyhran Nakhalov, Cello; Borys Gusev, Cello; Elena Dovhan, Klavier; Irina Daschkeeva, Harfe

 

Weitere Anlässe nehmen wir gerne auf: rezensionen@musikzeitung.ch

Letztmals aktualisiert am 22. August 2022

Reformen bei Konzert und Theater St. Gallen

Mit dem Direktionswechsel im Sommer 2023 strukturiert Konzert und Theater St.Gallen seine Organisation neu. Unter anderem laufen die Verträge von Konzertdirektor Florian Scheiber und Kinsun Chan, dem Leiter der Tanzkompanie, zum Ende der Spielzeit 2022/2023 aus.

Tonhalle St. Gallen. Foto: Tine Edel

Gestärkt wird die Dramaturgie, die als «Think Tank» die künstlerische Handschrift prägt. Sie leiste damit, heisst es in der Medienmitteilung, «einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Kulturinstitution nach aussen als mehr als nur die Summe ihrer vier Sparten wahrgenommen wird». Personell wird der Vertrag von Chefdirigent Modestas Pitrenas um weitere vier Spielzeiten bis 2026/2027 verlängert.

Die Verträge von Konzertdirektor Florian Scheiber und des Leiters der Tanzkompanie Kinsun Chan laufen zum Ende der Spielzeit 2022/2023 aus. Bereits früher wurde entschieden, dass auch der Vertrag von Schauspieldirektor Jonas Knecht zu diesem Zeitpunkt enden wird.

Eine achtköpfige, breit abgestützte Geschäftsleitung führt das Haus kollaborativ und transparent. Zu dieser gehören neben dem gesamtverantwortlichen Direktor die Leitungen der vier Sparten (Konzert, Musiktheater, Schauspiel, Tanz), die Leitungen Dramaturgie, Disposition und Technik wie auch die Finanzverantwortung (CFO).

Die Leitung der Tanzsparte und der Schauspielsparte soll bis Sommer 2022 besetzt werden. Für die Leitung des Orchesterbüros und die Position CFO startet die Suche in der folgenden Saison. Der Verwaltungsrat dankt bereits heute den ausscheidenden Kollegen für ihr grosses Engagement.

Konzerterleben empirisch untersucht

Ein Forschungsprojekt unter Gesamtleitung der Zeppelin-Universität Friedrichshafen geht dem Konzerterleben auf den Grund. In einer Konzertreihe im Radialsystem in Berlin wird dieses erstmalig empirisch untersucht.

Foto: frimufilms/depositphotos.com,SMPV

Seit vier Jahren arbeitet eine europäische Forschergruppe an der Entwicklung experimenteller psychologischer und soziologischer Messinstrumente, die nun umfänglich zur Anwendung kommen. Nach einer «Sneak Preview» im September 2020 und Auftaktkonzerten im Pierre-Boulez-Saal Mitte April 2022 findet im Radialsystem vom 28. April bis 6. Mail eine neuntägige Konzertreihe statt, die von der Aventis Foundation gefördert wird.

Die Konzertbesucherinnen und -besucher bekommen einen Einblick in das aussergewöhnliche Forschungsprojekt und können sich als Testpersonen mit ihrem Erleben im Konzert auseinandersetzen. Unter Anwendung einer speziell konzipierten Methodenkombination werden sie verkabelt und befragt – und so aktiv und passiv in die Untersuchung mit einbezogen.

Mehr Infos:
https://experimental-concert-research.org/?lang=de

Elektronische Musik in Leuk

Das Forum Wallis findet 2022 im November auf Schloss Leuk statt. Im Rahmen des «Call for Acousmatic Works» können ab sofort bis am 1. Juli Werke eingereicht werden.

Bild: Forum Wallis / Javier Hagen

Wie das Forum Wallis mitteilt, findet das internationale Festival für Neue Musik Forum Wallis 2022 zum dritten Mal in Folge nicht wie gewohnt über Pfingsten, sondern im November auf Schloss Leuk statt. Begründet wird der Entscheid mit den Langzeitfolgen der Coronapandemie: Mehrere Grossveranstaltungen, die pandemiebedingt über zwei Jahre verschoben werden mussten, beanspruchen nun die Daten der ersten Jahreshälfte. Das genaue Festivalprogramm wird im Spätfrühling bekanntgegeben.

Wettbewerb Ars Electronica Forum Wallis eröffnet

Bis am 1. Juli können nun im Rahmen des 8. Wettbewerbs für akusmatische Musik Ars Electronica Forum Wallis elektroakustische Kompositionen eingereicht werden. Erwartet werden wieder hunderte Werke. Die internationale Jury setzt sich zusammen aus Kotoka Suzuki (Toronto), Reuben de Lautour (Auckland), Jaime Oliver (Lima) und Javier Hagen (Forum Wallis/ISCM Switzerland). Die ausgezeichneten Werke werden im November in Leuk von Simone Conforti (IRCAM Paris) aufgeführt.

Weitere Informationen

Abschied von Brigitt Leibundgut

Neben ihrem künstlerischen und pädagogischen Wirken hat sich Brigitt Leibundgut viele Jahre lang im ehemaligen Verein Schweizer Musikzeitung engagiert.

Brigitt Leibundgut an einem SMZ-Anlass im Januar 2013 in der Druckerei St. Gallen Winkeln. Foto: SMZ

Brigitt Leibundgut wurde an der Delegiertenversammlung vom 22. September 2000 als Vertreterin des Schweizerischen Musikpädagogischen Verbandes (SMPV) in den Vorstand des Vereins Schweizer Musikzeitung gewählt. Während 13 Jahren protokollierte sie als Aktuarin die zahlreichen Vorstandssitzungen und Delegiertenversammlungen des Vereins minutiös. Die Schweizer Musikzeitung verdankt ihrem jahrelangen Wirken im Vereinsvorstand sehr viel.

Wie die Familie in der Todesanzeige mitteilt, ist Brigitt Leibundgut «nach einem reich erfüllten Leben voller Tatkraft und Leidenschaft für die Musik» am 23. Februar 2022 gestorben, kurz vor ihrem 86. Geburtstag.

Ein Nachruf wird in der nächsten Ausgabe auf den SMPV-Seiten der Schweizer Musikzeitung publiziert.
 

Deutsche Hygiene-Empfehlungen vereinheitlicht

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie liegt in Deutschland mit Empfehlungen des Staatsministeriums für Kultur und Medien ein bundesweit einheitlicher Standard vor, um die Lufthygiene von Kulturveranstaltungsorten zu bewerten.

Foto: aerogondo2/depositphotos.com

Erarbeitet hat ihn ein interdisziplinäres Gremium von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Mitwirkung von Kulturveranstalterinnen und -veranstaltern und des Umweltbundesamtes. Initiiert hatte dies die Staatsministerin für Kultur und Medien.

Durch die Empfehlungen erhalten Betreiberinnen und Betreiber von Kulturveranstaltungsräumen eine einheitliche Orientierung für Hygienemassnahmen vor Ort. Dies gilt sowohl für kurzfristige Präventionsmassnahmen während der aktuellen Pandemie, als auch mittel- und langfristig für die Zeit danach. Die Empfehlungen ermöglichen flexible Anpassungen an das Infektionsgeschehen und können die Grundlage für eine bundesweit einheitliche Zertifizierung bilden.

Mehr Infos:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/fuer-einheitlichere-corona-regeln-in-der-kultur-2010308

Caroline Melzer ab Herbst in Zürich

Caroline Melzer wird ab Herbstsemester 2022 an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) Gesang im Hauptfach unterrichten.

Sopranistin Caroline Melzer. Foto: Bjørn Woll

Wie die ZHdK mitteilt, tritt die Sopranistin dem Gesangskollegium mit Lina Maria Åkerlund, Markus Eiche, Sebastian Geyer, Werner Güra, Martina Janková, Yvonne Naef (Klassik), Rahel Hadron und Yumi Ito (Jazz, Pop) bei.

Caroline Melzer studierte Gesang bei Rudolf Piernay und Vera U. G. Scherr sowie Liedgestaltung bei Ulrich Eisenlohr und Irwin Gage. Die europaweit aktive Sopranistin bewege sich erfolgreich in einer aussergewöhnlichen Bandbreite an Repertoire, im lyrischen wie jugendlich-dramatischen Fach, in Operetten und zeitgenössischen, teils eigens für sie komponierten Werken.
 

Pandemie sorgt für Streaming-Booster

Die Umsätze der Musikindustrie in Deutschland sind laut dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) 2021 weiter gewachsen. Ton­trägerverkäufe und Erlöse aus dem Streaminggeschäft generierten in Summe demnach 1,96 Milliarden Euro, gegenüber 2020 ist das ein Plus von 10 Prozent.

Foto: Dr.Carrrven/depositphotos.com

Dabei wurde laut der Medienmitteilung des BVMI der bei weitem grösste Teil digital erwirtschaftet, 76,4 Prozent der Einnahmen stammen aus der Online-Musiknutzung. Damit steuert die Branche nun auch in Deutschland auf einen Digitalanteil von bald vier Fünftel zu, insbesondere in den skandinavischen Ländern ist dies schon längst Realität.

Das seit Jahren dynamisch wachsende Audio-Streaming legte mit einem Plus von 18,6 Prozent erneut deutlich zu. Die Wachstumskurve ist gegenüber dem Vorjahr zwar etwas flacher ausgefallen (2020: +24,6 Prozent), doch konnte diese Form der Musiknutzung aus der Cloud ihren Anteil am Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr auf 68,3 Prozent ausbauen (2020: 63,4 Prozent).

Die CD bleibt auf Platz zwei mit einem Umsatzanteil von 16,3 Prozent, gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 16,7 Prozent. Auf Platz 3 im Format-Ranking befindet sich erneut Vinyl. Dank eines Umsatzzuwachses von 20,1 Prozent kommt die Schallplatte im Zeitalter des Audio-Streaming auf einen Gesamtmarkt-Anteil von respektablen 6 Prozent. Nicht zuletzt dadurch bleibt der Beitrag des physischen Marktes zum Umsatz trotz eines Minus‘ von 9,1 Prozent mit 23,6 Prozent nach wie vor recht stabil. Downloads stehen noch für 3 Prozent der Einnahmen.

Professur für Musik in der sozialen Arbeit

Mit Beginn des Sommersemesters 2022 übernimmt Alicia de Bánffy-Hall eine Professur für Musik in der sozialen Arbeit / Community Music am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf.

Alicia de Bánffy-Hall. Foto: zVg,SMPV

Bánffy-Hall studierte zunächst von September 2000 bis Juli 2004 Performing Arts / Community Music am Liverpool Institute for Performing Arts, danach folgte ein Master-Studium im Studiengang Arts and Cultural Management an der Manchester Metropolitan University.

Im Folgenden war sie Direktorin der Community Arts Company Amabadelo und leitete zahlreiche Projekte in Kultur- und Bildungseinrichtungen im Bereich Musik, Bewegung und Theater. Dazu war sie als Creative Agent für die Creative Partnerships Merseyside in England tätig. Ebenfalls hatte sie während dieser Zeit die konzeptionelle Leitung der ersten vier Community-Music-Projekte bei den Münchner Philharmonikern inne.

Parallel dazu promovierte sie an der Hochschule für Musik und Theater in München, wo sie im März 2019 abschloss und für ihre Dissertation den Kulturpreis Bayern erhielt. Bereits zu dieser Zeit sammelte sie umfangreiche Lehrerfahrungen durch Lehraufträge, etwa an der Hochschule für Musik und Theater München, der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, der Universität Hildesheim, der Züricher Hochschule der Künste oder der Manchester Metropolitan University.

Ab Dezember 2016 war sie Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, baute dort den ersten Masterstudiengang inklusive Musikpädagogik / Community Music mit auf, und bekleidete seit September 2021 eine Professur an der Hochschule Landshut. Seit 2018 berät sie das Konzerthaus Dortmund zur Entwicklung von Community Music in Dortmund. Ihr Lehr- und Forschungsschwerpunkt wird im Bereich Community Music, Community Arts und Musik in der Sozialen Arbeit liegen.

Aus für Musikmesse Frankfurt

In Frankfurt finden Musikmesse, Musikmesse Plaza und Musikmesse Festival im April 2022 nicht statt. Die Messe Frankfurt wird den Business-to-Business-Teil der Musikmesse generell nicht mehr fortführen.

Musikmesse 2019. Foto: Pietro Sutera / Musikmesse Frankfurt

Die dramatische Transformation am Instrumentenmarkt, auf dem sich über 70 Prozent des Umsatzes auf wenige Online-Händler verteilen, hat die Fachausstellung der Musikmesse bereits in den vergangenen Jahren stark negativ beeinflusst und die Transformation von einer Branchen- zu einer Consumer-Veranstaltung verstärkt. Aufgrund dessen wird die Messe Frankfurt den B2B-Teil der Musikmesse nicht fortführen. Die Umsetzung des Themas Musik werde künftig im Rahmen einer Neuaufstellung der B2C-Formate zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, schreibt die Messe.

Die Endverbraucherformate Musikmesse Plaza und das Musikmesse Festival seien vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und kurzen Vorlaufzeit für April 2022 nicht umzusetzen, so die Messe Frankfurt weiter. Insbesondere besucherstarke Konzerte internationaler Künstler, Konzerte in Clubs und aussergewöhnlichen Locations sowie Angebote im Bereich Musikpädagogik hätten unter den geltenden Hygienebestimmungen nicht seriös geplant werden.

Erneute Vergabe von Covid-Arbeitsstipendien

Die Stadt Zürich wiederholt das befristete Förderinstrument «Covid-Arbeitsstipendium» im Jahr 2022. Damit gibt sie freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, an künstlerischen Vorhaben weiterzuarbeiten.

Foto: Andrey Novik/unsplash.com (s. unten)

Antragsberechtigt sind professionelle, freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz in der Stadt Zürich, die in einem künstlerischen Bereich tätig sind, der von der Stadt Zürich Kultur gefördert wird (Bildende Kunst, E-Musik, Jazz Rock Pop, Literatur, Tanz, Theater). Die Arbeitsstipendien leisten einen Beitrag an die Lebenshaltungskosten der Künstlerinnen und Künstler während ihrer Arbeit an einem oder mehreren künstlerischen Vorhaben.

Es können laut der Mitteilung der Stadt rund 300 Arbeitsstipendien mit einem festgelegten Pauschalbetrag von 15’000 Franken vergeben werden. Es können künstlerische Vorhaben eingereicht werden, die mindestens drei Monate dauern.

Mehr Infos:
https://www.stadt-zuerich.ch/kultur/de/index/foerderung/arbeitsstipendium.html

Einstehen für den Frieden

Am 3. März sollen Kulturstätten in der DACH-Region für zwei Stunden in den Regenbogenfarben des Friedens beleuchtet und die Fotos unter dem Hashtag #lightforpeace2022 hochgeladen werden.

Foto (Symbolbild): Paul Moody / unsplash.com

#lightforpeace ist ein Projekt von Verbänden der Veranstaltungswirtschaft aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Aus der Schweiz sind zum Beispiel die Association professionnelle de la scène culturell romande (Artos), der Verband Schweizerischer Berufsorchester (orchester.ch), der Schweizerische Bühnenverband (SBV) oder die Swiss Music Promoters Association (SMPA) dabei.

Das Netzwerk organisiert auf den 3. März die Aktion Light for Peace. Ab 20 Uhr werden an diesem Tag, wie das Netzwerk am 28. Februar schreibt, Veranstaltungshäuser, Eventlocations, Theater und Bühnen, Unternehmenssitze der Dienstleistenden und ausgewählte Orte für zwei Stunden in den Regenbogenfarben des Friedens leuchten. Unter dem Hashtag #lightforpeace2022 sollen die Teilnehmenden auf ihren Social-Media-Kanälen Fotos und Videos ihrer Installationen zu teilen.

Begründet wird diese Aktion wie folgt: Es sei ein Privileg, Haltung zeigen zu können. Dieses Privileg soll dazu genutzt werden, Solidarität auszudrücken mit den Menschen, die weltweit Opfer von politischer, physischer und psychischer Gewalt sind und mit all jenen, die mit Mut gegen Aggressoren auf die Strasse gehen. #lightforpeace2022 glaube an international gültige Werte und arbeite mit allem, was es habe und in dem ihm möglichen Rahmen für Demokratie und Menschenrechte. Es sei eine Pflicht, nein zu sagen zu Aggressionen und zu Krieg.
 

Solidarität mit der Ukraine

Auch in der Schweiz reagieren Musikveranstalter auf das brutale Vorgehen der russischen Regierung gegen die Ukraine. Drei Reaktionen von heute Montag, 28. Februar.

Foto: Elena Mozhvilo / unsplash.com

DieTonhalle-Gesellschaft Zürich veranstaltet ein Benefizkonzert für die kriegsversehrte ukrainische Bevölkerung. Alle Künstlerinnen und Künstler verzichten auf ihre Gagen. Die Billett-Einnahmen gehen an die Glückskette. Dirigiert wird das Konzert am 23. März mit Werken von John Adams und dem Mendelssohn-Violinkonzert e-Moll (Solist: Leonidas Kavakos) von Music Director Paavo Järvi. In seiner Mitteilung schreibt das Tonhalle-Orchester: «Wir verurteilen kategorisch das barbarische Vorgehen der russischen Regierung gegen die unabhängige Ukraine.» Alle müssten wir uns gegenseitig unterstützen. «Wir sind solidarisch mit der Ukraine.»

Das Verbier-Festival kündigt am 28. Februar «erste Änderungen an, um seine Bestürzung und Verurteilung des russischen Einmarschs in die Ukraine zu äussern.» Der Rücktritt von Valery Gergiev als Musikdirektor wurde «gefordert und umgesetzt». Spenden von sanktionierten Personen werden zurückbezahlt und öffentlich mit der russischen Regierung solidarische Künstlerinnen und Künstler nicht auftreten.

Das Lucerne Festival hat die Konzerte am 21. und 22. August mit dem Mariinsky Orchestra und Valery Gergiev abgesagt. Intendant Michael Haefliger kommentiert am 28. Februar: «Angesichts der völkerrechtswidrigen Kriegshandlungen Russlands setzen wir ein klares Zeichen der Solidarität für die Menschen in der Ukraine. Wir sind zutiefst betroffen und verurteilen den Angriff auf die Ukraine und auf Unschuldige aufs Schärfste»

Sommets Musicaux zeichnen Geigerinnen aus

Die Sommets Musicaux de Gstaad haben den Prix Thierry Scherz der 25-jährigen dänischen Geigerin Anna Egholm zugesprochen. Der Preis wird von der Fondation Pro Scientia et Arte und den Amis des Sommets Musicaux de Gstaad ausgelobt. Der Prix André Hoffmann ging an die 25-jährige irische Geigerin Mairéad Hickey.

Anna Egholm. Foto: Anastasia Kobekina,Foto: Santiago Canon Valencia

Der Prix Thierry Scherz wurde ausgelobt für die beste Interpretation in der Reihe der jungen Talente. In diesem Jahr entschied sich die Jury für die Vergabe an die junge Geigerin und Absolventin Anna Egholm der Musikhochschule Lausanne. Die junge Musikerin hatte mit ihrer Interpretation von Werken von Beethoven, Brahms und Ravel überzeugen können.

Der Prix André Hoffmann will die zeitgenössische Musik näherbringen. Jedes Jahr schreibt ein Komponist ein spezielles Werk für die Festspiele und es wird in der Folge von den jungen Musikern des Festivals aufgeführt. Die Fondation André Hoffmann finanziert eine Komposition. Dieses Jahr hat der Composer-in-Residence Wolfgang Rihm das Werk Episode geschaffen. Mairéad Hickey erhielt den mit 5000 Franken dotierten Preis für die beste Interpretation dieses zeitgenössischen Werks.

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Mairéad Hickey
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