Sir Roger Norrington, der von 2011 bis 2016 als Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters amtete, ist im Alter von 91 Jahren verstorben.
PM/SMZ/wb
- 19. Juli 2025
Sir Roger Norrington (Bild: ZKO/Youtube)
Norrington war ein herausragender Pionier des historisch informierten Musizierens. Er amtete 13 Jahre lang als Chefdirigent des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR. Von 1997 bis 2006 war er Chefdirigent der Camerata Salzburg. Von 2011 bis 2016 leitete er das Zürcher Kammerorchester. Er ist Ehrendirigent in Stuttgart, Salzburg, Zürich und beim Orchestra of the Age of Enlightenment.
Bloxham wird Principal Conductor der London Mozart Players
Jonathan Bloxham, der seit 2023 als Musikdirektor des Luzerner Theaters amtet, baut sein Engagement bei den London Mozart Players aus.
PM/SMZ/wb
- 18. Juli 2025
Jonathan Bloxham (Bild: Kaupo Kikkas)
Seit 2022 ist Bloxham Resident Conductor und künstlerischer Berater der London Mozart Players. In dieser Saison leitet er deren Konzertreihen in St Martin in the Fields und Fairfield Halls und dirigiert eine Schweiz-Tournee mit vier Konzerten. Das neue Amt übernimmt er auf die kommende Saison 2025/26.
Seine Karriere begann Jonathan Bloxham 2016 als Assistant Conductor beim City of Birmingham Symphony Orchestra unter Mirga Gražinytė-Tyla. Er studierte Cello an der Yehudi Menuhin School und am Royal College of Music und beendete sein Studium mit einem Master-Abschluss an der Guildhall School of Music and Drama. Später absolvierte er eine Dirigierausbildung bei Sian Edwards, Michael Seal, Nicolas Pasquet und Paavo Järvi.
Die 1949 als erstes Kammerorchester Grossbritanniens gegründeten London Mozart Players (LMP) sind ein Ensemble internationaler Musiker. Es ist in Fairfield Halls in Croydon, Surrey, beheimetet.
Nott übernimmt beim Gran Teatro del Liceo die Musikdirektion
Jonathan Nott, der Musikdirektor und künstlerische Leiter des Orchestre de la Suisse Romande, ist in Barcelona zum Musikdirektor des Gran Teatre del Liceu berufen worden.
PM/SMZ/wb
- 17. Juli 2025
Jonathan Nott (Bild: OSR)
Der britische Dirigent tritt damit die Nachfolge von Josep Pons an, der nach vierzehn Jahren in dieser Position zum Ehrendirigenten ernannt wird. Das 1847 eröffnete Gran Teatre del Liceu ist das grösste Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und steht an den Rambles im Zentrum der Stadt. Es ist direkt hinter den Bayreuther Festspielen auch der zweitgrösste Veranstalter von Wagner-Festspielen.
Der 1962 geborene Brite Jonathan Nott ist seit 2014 Erster Dirigent der Jungen Deutschen Philharmonie und Musikdirektor des Tokyo Symphony Orchestra. Seit 2017 ist er Musikdirektor und künstlerischer Leiter des Orchestre de la Suisse Romande, mit einem Vertrag, der bis 2026 verlängert wurde. Das Amt in Barcelona übernimmt er mit der Saison 2026/27 für vorerst fünf Jahre.
Tod der lettischen Cellistin Marta Sudraba
Die lettische Cellistin Marta Sudraba, die ihr Masterstudium im Jahr 2000 in Basel bei Thomas Demenga abschloss, ist im Alter von 50 Jahren in Wien verstorben.
PM/SMZ/wb
- 16. Juli 2025
Marta Sudraba (Bild: facebook.com/GidonKremerMusic)
Sudraba wurde laut der Mitteilung des Onlinemagazins Slipped Disc 1975 in Riga, Lettland, geboren. Sie absolvierte ihr Musikstudium in Riga, an der Guildhall School of Music and Drama in London und an der Musikhochschule Basel bei Thomas Demenga sowie bei Heinrich Schiff an der Musikakademie Wien.
1997 trat sie Gidon Kremers Kremerata Baltica bei, wo sie die Cello-Sektion leitete und an den Tourneen und Aufnahmen des Ensembles mitwirkte. Im folgenden Jahr wurde sie Mitglied von Kremers Trio. Sudraba spielte ausserdem unter anderem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Orchestra de La Scala in Mailand.
Als Kammermusikerin arbeitete sie mit Kremer sowie mit Jean-Yves Thibaudet, Thomas Quasthoff, Nikolaj Szeps-Znaider, Ilya Gringolts, Per Arne Glorvigen, Joshua Bell und Vadim Sakharov. Sie war auch Gast beim Festival in Verbier.
St. Gallische Kulturstiftung zeichnet Roman Riklin aus
Die St. Gallische Kulturstiftung zeichnet den Musiker und Songwriter Roman Riklin mit dem Kunstpreis 2025 aus. Gleichzeitig erhält der Verein Kulturkosmonauten aus St.Gallen einen Anerkennungspreis für seine Vermittlungs- und Integrationsarbeit.
Der 1971 geborene, aus St.Gallen stammende Riklin ist Komponist, Musiker und Autor. Gemeinsam mit dem Kreativpartner Dominik Flaschka realisierte er die Musicals Ewigi Liebi, Ost Side Story und Mein Name ist Eugen. Ein weiteres seiner Formate ist Riklin & Schaub, entstanden aus dem multiinstrumentalen Kleinkunsttrio Heinz de Specht. Roman Riklin war auch Mitglied der Ostschweizer Mundartrockband Mumpitz und der Kinderliederband Marius & die Jagdkapelle. Dazu begründete er das Ostschweizer Kulturmagazin Saiten mit.
2022 erhielt Roman Riklin den Swiss Comedy Award für Freddie – Die Mundartshow (Secondhand Orchestra) und 2008 den Prix Walo für die beste Theaterproduktion (Ewigi Liebi – das Musical). Mit mehr als 700’000 Besucherinnen und Besuchern ist Ewigi Liebi das bis dato erfolgreichste Schweizer Musical.
Mit dem mit 25’000 Franken dotierten Kunstpreis würdigt die St. Gallische Kulturstiftung «bedeutsame, nachhaltige und über die Kantonsgrenzen hinauswirkende Leistungen». Die öffentliche Preisverleihung findet am 30. Oktober in St.Gallen statt.
Luzern will Musikschul-Angebote weiterentwickeln
Der Luzerner Stadtrat will die musikalische Bildung stärken und die Musikschule weiterentwickeln. Dazu beantragt er einen Kredit von 16 Millionen Franken.
PM/SMZ/wb
- 14. Juli 2025
Luzern (Bild: Andyindia)
Der gesellschaftliche Wandel wirke sich, so die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung, auf das Bildungswesen aus und verändere auch die musikalische Bildung. Tagesschulen und der verfassungsrechtlich festgeschriebene hohe Stellenwert eines chancengerechten Zugangs zur musikalischen Bildung stellten fachliche und organisatorische Anforderungen an Musikschulen und Volksschulen.
Darauf nimmt die überparteilich eingereichte Motion 188 vom 8. Juli 2022, «Musikalische Bildung in der Musikstadt Luzern deutlich stärken», Bezug. Sie formuliert Rahmenbedingungen, damit eine hochwertige musikalische Bildung für alle Lernenden in der Stadt Luzern sichergestellt werden kann. Die Motion wurde am 4. Mai 2023 vom Grossen Stadtrat überwiesen. Der nun beantragte Kredit enthält wiederkehrende Personalkosten für zehn Jahre sowie Kosten für einen geringfügigen Ausbau der Infrastruktur.
Die Umsetzung sieht Massnahmen in Form von sieben ineinandergreifenden Modulen vor, mit denen über alle drei Schulzyklen die Qualität des musikalischen Regelunterrichts verbessert sowie bestehende und neue musikalische Angebote in allen Schulhäusern der Stadt verankert werden. Weiter wird beabsichtigt, einen organisatorischen Rahmen für die Zusammenarbeit von Musikschule und Volksschule zu schaffen und damit für alle Lernenden einen chancengerechten Zugang zur Musik zu fördern.
Die Berner Dampfzentrale ist eine Plattform für das zeitgenössische Kulturschaffen. Die Stadt schreibt nun den Leistungsvertrag für die Nutzung öffentlich aus..
PM/SMZ/wb
- 11. Juli 2025
Dampfzentrale Bern (Foto: Raphael Frey)
Die Trägerschaft wird die kulturelle Nutzung der Dampfzentrale inhaltlich, organisatorisch und finanziell verantworten. Sie soll «ein dichtes und vielfältiges Angebot für die Bevölkerung veranstalten» und Kooperationen pflegen – insbesondere mit den Berner Tanzschaffenden. Die Stadt Bern schliesst mit der ausgewählten Trägerschaft einen mehrjährigen Leistungsvertrag ab.
Die Ausschreibung erfolgt ab sofort öffentlich auf Simap.ch, Eingabefrist ist der 30. September 2025. Mit einem zweistufigen, selektiven Verfahren werden alle Interessierten eingeladen, sich zu bewerben. In einer Präqualifikation wählt das Beurteilungsgremium drei Bewerbungen aus, welche die Eignungskriterien am besten erfüllen. Diese könnne daraufhin ein Konzept einreichen. Das Angebot der Trägerschaft, die in der zweiten Stufe des Verfahrens den Zuschlag erhält, dient als Grundlage für die Verhandlung eines Leistungsvertrages ab 2028.
Churer Online-Umfrage zur Kulturstrategie
Zur Erarbeitung der Kulturstrategie 2030 realisiert die Stadt Chur eine Online-Umfrage. Damit soll die Bevölkerung in den Prozess eingebunden werden.
PM/SMZ/wb
- 09. Juli 2025
Rathaus Chur (Bild: Wikimedia Commons/Whgler)
Nach der Evaluation der Kulturstrategie 2025 entwickelt der Churer Stadtrat im Rahmen eines partizipativen Prozesses eine neue Strategie. Ende März fand ein erster Workshop mit den wichtigsten Churer Kulturinstitutionen statt, bei dem zentrale Themen und Herausforderungen diskutiert wurden. Nun erweitert die Kulturfachstelle die Beteiligung mit einer breit angelegten Online-Umfrage, die bis Ende August offen ist. Alle Churerinnen und Churer sind eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen und die zukünftige Kulturstrategie aktiv mitzugestalten.
Die Stadt Chur möchte erfahren, wie die Bevölkerung das kulturelle Leben wahrnimmt: Was ist wichtig? Was fehlt? Wohin soll sich die Kultur entwickeln? Die Rückmeldungen sollen die Grundlage für eine breit abgestützte Kulturstrategie bilden, die sich eng an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert.
Amarante wird Generaldirektor von Lugano Arte e Cultura
Andrea Amarante, derzeit künstlerischer Leiter des Musikbereichs, ist zum Generaldirektor von Lugano Arte e Cultura (LAC) ernannt worden. Er wird das Amt ab September 2025 für die Dauer von vier Jahren übernehmen.
PM/SMZ/wb
- 03. Juli 2025
LAC (Foto Studio Pagi)
Andrea Amarante, 1974 in Triest geboren, kam zum LAC, nachdem er acht Jahre in Luzern tätig war, wo er eine führende Rolle beim Luzerner Sinfonieorchester innehatte. Dort war er für die künstlerische Planung und internationale Tourneen verantwortlich und trug zur strategischen Entwicklung des Orchesters bei. Zuvor sammelte er Erfahrungen am Teatro alla Scala in Mailand und am Teatro di San Carlo in Neapel. Seit seiner Ankunft in Lugano im Jahr 2024 als Leiter des Musikbereichs des LAC leitete Amarante die Integration der Stiftung LuganoMusica in die Struktur des Hauses.
LAC Lugano Arte e Cultura, das multidisziplinäre Kulturzentrum der Stadt Lugano, wurde 2015 als Ort der Begegnung und Begegnung zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen gegründet. Seit 2024 ist es auch für das klassische Musikangebot der Stadt zuständig. Das künstlerische Angebot wird durch die Residenzen des Orchestra della Svizzera italiana und der Compagnia Finzi Pasca gewährleistet.
Blunier Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker
Der Schweizer Dirigent Stefan Blunier wird ab der Spielzeit 2026/2027 für drei Jahre Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker. Er folgt in dem Amt auf Axel Kober.
PM/SMZ/wb
- 02. Juli 2025
Stefan Blunier (Bild: Paul Epp)
Stefan Blunier studierte in Bern und an der Folkwang Hochschule Essen Klavier, Horn, Komposition und Dirigieren. Er war als Kapellmeister in Mainz, Augsburg und Mannheim tätig, bevor er auf Chef- und GMD-Stellen in Darmstadt, Bonn, Brüssel und zuletzt seit 2021 in Porto wirkte. Seit 2017 bekleidet er eine Professur für Sinfonik an der Musikhochschule Mannheim.
Das 1877 gegründete Orchester gab als Duisburger Sinfoniker regelmässig Konzerte in der Duisburger Mercatorhalle, bis diese 2003 abgerissen wurde. Anschliessend spielte es im Duisburger Theater am Marientor. Im April 2007 wurde die neue Mercatorhalle im Stadtpalais fertiggestellt, in der das Orchester unter neuem Namen seitdem seinen Sitz hat.
Colin Pütz mit Prix Serdang ausgezeichnet
Der Pianist Colin Pütz ist in Solothurn mit dem mit 50 000 Franken dotierten Prix Serdang ausgezeichnet worden.
PM/SMZ/wb
- 30. Juni 2025
v.l.n.r.: Flury, Pütz, Buchbinder (Bild: Thomas Entzeroth)
Der 2007 geborene Colin Pütz studiert bei Florence Millet an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein. Er debütierte früh bei Festivals wie dem Beethovenfest Bonn und dem Klavier-Festival Ruhr. 2024 gab er Solorezitale im Bonner Beethoven-Haus und in der Oper Monte Carlo. Als kurzfristiger Einspringer für Daniel Barenboim sorgte er beim Musikfestival Rolandseck für Aufsehen.
Der Prix Serdang wurde 2022 ins Leben gerufen und an Martin James Bartlett vergeben. 2023 erhielt Ariel Lanyi den Prix Serdang, 2024 die Pianistin Alexandra Dovgan. Die Selektion der Kandidaten erfolgt durch den Pianisten Rudolf Buchbinder als Kurator. Die Wahl wird gemeinsam von Rudolf Buchbinder, Adrian Flury (Initiant) und Thomas Pfiffner (Projektentwickler) vorgenommen. Die Preisverleihung soll weitere Fördermassnahmen nach sich ziehen: So traten bislang alle Ausgezeichneten beim Grafenegg Festival auf. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der Schweizer Orpheum Stiftung und dem Label Warner Classics.
Winterthur zeichnet Anisa Djojoatmodjo aus
Die Stadt Winterthur verleiht den Kulturpreis 2025 an die Musikerin Anisa Djojoatmodjo.
PM/SMZ/wb
- 27. Juni 2025
Anisa Djojoatmodjo (Bild: zVg)
Anisa Djojoatmodjo ist Gitarristin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin. Die Künstlerin hat ihren Lebensmittelpunkt seit gut zehn Jahren in Winterthur. Gemeinsam mit der Zürcher Schlagzeugerin Hannah Bissegger gründete sie 2016 das Duo Ikan Hyu. Daneben war Anisa Djojoatmodjo auch als «Sidewoman» in Projekten mit Evelinn Trouble und Ella Ronen aktiv, ist bei Produktionen im Theater Rigiblick zu hören, konzentriert sich aber nun vermehrt auf ihre eigenen Projekte.
Sie leitete Workshops, unter anderem an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Rahmen des CAS «Pop» und seit nunmehr drei Jahren einen Bandworkshop für junge Finta-Personen bei Helvetiarockt. 2023 war sie Jurorin für das Aargauer Kuratorium im Bereich Musik, seit 2024 in der Musikkommission des Popkredits der Stadt Zürich. Besonders wichtig sei ihr die Förderung von Frauen, inter-, non-binären, trans- und agender Personen in der Musikszene, schreibt die Stadt Winterthur.
Der Kulturpreis der Stadt Winterthur wird jährlich vom Stadtrat in Eigenkompetenz an Personen oder Institutionen verliehen, die sich im Kulturleben der Stadt Winterthur besonders verdient gemacht haben. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Es können sowohl Institutionen als auch Einzelpersonen und Gruppen geehrt werden. Der Preis ist mit 10ʼ000 Franken dotiert.
Lonca wird in Bern Erster Kapellmeister
Zu Beginn der Spielzeit 2025/26 tritt der französische Dirigent Clément Lonca seine Position als Erster Kapellmeister und Assistent der Chefdirigentin der Oper Bern an.
PM/SMZ/wb
- 25. Juni 2025
Clément Lonca. Foto: Karol Miczka
Lonca folgt in dem Amt auf Artem Lonhinov, der in der kommenden Saison an das Theater Freiburg wechselt. Sein Studium schloss er mit einem Master in Orchesterdirigieren an der Haute école de musique de Genève ab, wo er auch als Assistenzprofessor wirkte und die Schweizer Erstaufführung von Ármin Cservenáks Spring am 76e Concours de Genève dirigierte.
An der Opéra national de Lyon und beim Ensemble Hector Berlioz war Clément Lonca regelmässig Gast. Darüber hinaus war er als musikalischer Assistent an Festivals und grossen Häusern engagiert, so zum Beispiel bei den Salzburger Festspielen, an der Wiener Staatsoper, am Theater an der Wien oder am Théâtre des Champs-Elysées. In der Saison 2025/26 übernimmt er in Bern die musikalische Leitung von Le nozze di Figaro, der Ballettproduktion Carmen sowie der Uraufführung von Salvatore Sciarrinos Oper L’Agamennone.
Beatrice Berrut mit Rünzi-Preis 2025 ausgezeichnet
Der Kanton Wallis zeichnet die Pianistin Beatrice Berrut mit dem mit 20’000 Franken dotierten Rünzi-Preis 2025 aus.
Die aus Monthey stammende Beatrice Berrut ist 1985 geboren und studierte Musik in Sitten, Lausanne, Berlin und Dublin. Im Laufe ihrer vielseitigen Karriere arbeitete sie laut der Medienmitteilung des Kantons «mit angesehenen Orchestern zusammen und initiierte gewagte Projekte, in denen sie Musik, Tanz, Astrophysik und sogar Eiskunstlauf miteinander verband». Sie wird in der Saison 25/26 als Komponistin an der Opéra de Tours tätig sein.
Neben ihrer Tätigkeit als Konzertpianistin ist Beatrice Berrut auch als Komponistin, Arrangeurin und künstlerische Leiterin aktiv. Im Jahr 2022 gründete sie in ihrer Heimatstadt das Festival «Les Ondes» – ein Format, «das klassische Musik einem breiteren Publikum zugänglicher machen und Brücken zwischen Tradition und zeitgenössischen Empfindlichkeiten schlagen möchte».
Estelle Revaz ist neue Präsidentin von Suisseculture
Die Cellistin und Nationalrätin Estelle Revaz ist von der Mitgliederversammlung zur neuen Präsidentin von Suisseculture gewählt worden. Sie folgt in dem Amt auf Omri Ziegele.
PM/SMZ/wb
- 20. Juni 2025
Estelle Revaz (Bild: Nadège Gaillard)
Estelle Revaz wurde 1989 im Wallis geboren. Sie ist laut der Mitteilung von Suisseculture eine Cellistin mit internationaler Karriere und hat ihre Ausbildung in Paris, Köln und Lausanne absolviert. Sie spielt regelmässig in vielen Ländern Europas, Asiens und Amerikas. Als Künstlerin begann sie sich während der Covid-Zeit politisch zu engagieren, schrieb das Buch «La Saltimbanque» und sitzt seit 2023 im Nationalrat, insbesondere um die Interessen der Kulturschaffenden zu vertreten.
Seit ihrer Wahl als Nationalrätin sei es ihr gelungen, so Suisseculture, die Thematik der sozialen Sicherheit der Kulturschaffenden als eine der Prioritäten der Legislaturperiode durchzusetzen. Ausserdem habe sie es ermöglicht, die Revision des Gesetzes über die Nationalbibliothek zugunsten der Kulturschaffenden und der Medien abzuändern, und sie habe ihre erste persönliche Motion für eine nationale Strategie zur Bekämpfung der Armut gewonnen.
Revaz übernimmt das Präsidialamt als erste Präsidentin von Suisseculture aus der Westschweiz.zum 1. Oktober 2025. Bei ihrer zukünftigen Tätigkeit wird sie von einem elfköpfigen Vorstand unterstützt. Suisseculture ist der Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden der Schweiz und der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaften.