Bündner Werkbeitrag für Anik Casutt

Der Kanton Graubünden fördert das Schaffen der Singer-/Songwriterin Anik Casutt mit einem Werkbeitrag von 20’000 Franken.

Anik Casutt (Bild: SRF)

Anik Casutt alias ANIKK ist eine Sängerin aus Sagogn, die modernen und elektronischen Pop macht. Sie trat unter anderem am Open Air Lumnezia oder auch am Moon and Stars in Locarno auf.

Der Kanton Graubünden schreibt jährlich zwei Wettbewerbe zur gezielten Unterstützung kultureller Leistungen aus. Zur Bewerbung eingeladen sind professionell arbeitende Kulturschaffende aller Kultursparten. Ziel des Wettbewerbs ist es, die inhaltliche Entwicklung und Realisierung, also den Prozess der Erarbeitung von kulturellen Projekten zu ermöglichen.

Der Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen (grosse Projekte) wird jeweils im Januar ausgeschrieben. Einsendeschluss ist jeweils Anfang März. Bei diesem Wettbewerb werden Werkbeiträge oder freie Stipendien von maximal 20’000 Franken vergeben. Aus den insgesamt 39 Gesuchen wurden dieses Jahr fünf Projekte mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet. Der Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen (kleine Projekte) wird jeweils im Juli ausgeschrieben. Einsendeschluss ist Ende August. Bei diesem Wettbewerb werden Werkbeiträge oder freie Stipendien von maximal 10’000 Franken vergeben.

Chur ehrt Happy for Real und Nora Bertogg

Die Stadt Chur zeichnet die Rockband Happy for Real und die Sängerin Nora Bertogg mit Förderpreisen aus.

Nora Bertogg (Bild: Akvilė Šileikaitė)

Die Schweizer Sopranistin Nora Bertogg absolvierte ihre Studien an der Zürcher Hochschule der Künste sowie an der Hochschule der Künste Bern im Schweizer Opernstudio. Im Sommer 2022 schloss sie ausserdem den Master of Arts Musicpedagogy bei Sarah Maria Sun sowie Sandra Trattnigg an der Hochschule für Musik Luzern mit Auszeichnung ab.

Happy for Real ist eine Indie-Pop-Band aus der Stadt Chur, bestehend aus Olivia Virgolin und Marcus Petendi. Im Juni erscheint ihr neues Albums «Solar Storm». Die Förderpreise sind mit je 4000 Franken dotiert. Schriftsteller Gion Mathias Cavelty, Produktionsleiterin Iris Peng und die bildende Künstlerin Miguela Tamò werden mit dem diesjährigen Anerkennungspreis  ausgezeichnet. Ein weiterer Förderpreis geht an die Schauspielerin Annina Hunziker.

Olivier Gremaud übernimmt Swissperform-Geschäftsführung

Der Vorstand von Swissperform hat Olivier Gremaud per 1. September 2025 zum neuen Geschäftsführer ernannt. Er löst in dem Amt Michael Egli ab.

Olivier Gremaud (Bild. LinkedIn)

Diese Entscheidung stehe vor dem Hintergrund der laufenden strategischen Weiterentwicklung und Digitalisierung, schreibt Swissperform. Olivier Gremaud ist Geschäftsleiter, Unternehmer, Motivator und ehemaliger Spitzensportler mit olympischem Diplom. Als Betriebsökonom und diplomierter Experte in Rechnungslegung und Controlling sei er auch fachlich bestens gerüstet, um die Organisation in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, so Swissperform weiter. Michael Egli wird weiterhin als stellvertretender CEO und Leiter Rechtsdienst amten.

Swissperform ist die unter staatlicher Aufsicht stehende Verwertungsgesellschaft für die Leistungsschutzrechte (verwandte Schutzrechte) in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Sie  vertritt die Inhaber von Leistungsschutzrechten (Berechtigte) gegenüber den Nutzern (bspw. Musiknutzung durch Sendeunternehmen), handelt mit den Nutzern und ihren Verbänden Tarife aus und sorgt dafür, dass die entsprechenden Gelder eingezogen und an die Berechtigten verteilt werden.

Duo Gloss Arte gewinnt den H.I.F.-Biber-Preis 2025

Das Duo Gloss Arte, bestehend aus der Schweizer Cembalistin und Organistin Lea Suter und dem spanischen Posaunisten Juan Martínez González, hat den H.I.F.-Biber-Preis 2025 gewonnen.

Duo GlossArte (Bild: Jannis Dirksen)

Die Auszeichnung für herausragende Interpretation Alter Musik ist mit 1500 Euro dotiert und wurde im Stift St. Florian (bei Linz, Österreich) im Rahmen des 9. Internationalen H.I.F.-Biber-Wettbewerbs verliehen. Der Preis wird alle zwei Jahre an herausragenden Musiknachwuchs vergeben, der sich mit besonderem Engagement der historisch informierten Aufführungspraxis widmet.

Lea Suter studierte historische Tasteninstrumente in Deutschland und den Niederlanden und ist als Solistin sowie in verschiedenen Ensembles international tätig. Juan Martínez González studierte in Spanien, Bremen und Den Haag. Er zählt zu den vielseitigsten jungen Posaunisten der historischen Aufführungspraxis in Europa und spielt mit renommierten Alte-Musik-Ensembles.

Kunstpreis 2025 der Stadt Zürich geht an Simone Keller

Die Pianistin Simone Keller erhält den Kunstpreis der Stadt Zürich. Die Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste geht an das Institut für Incohärente Cinematographie.

Simone Keller (Bild: Palma Fiacco)

Der Preis ist mit 50’000 Franken dotiert. Simone Keller ist eine multidimensionale Pianistin und Vermittlerin, die mehrheitlich in der zeitgenössischen und klassischen Musik zuhause ist. Sie überschreite aber auch die Grenzen zu anderen Musikstilen und suche das Verbindende, schreibt die Stadt Zürich. Durch «ihre intensive nationale und internationale Konzerttätigkeit und die unermüdliche Initiierung musikalischer und kulturvermittelnder Projekte» schaffe sie es, Musik an die entlegensten und ungewöhnlichsten Orte zu bringen.

Die Schweizer Pianistin Simone Keller absolvierte ihre Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub an der Zürcher Hochschule der Künste und wurde unter anderem mit dem 1. Preis beim Landolt-Wettbewerb, dem 2. Preis beim Hans-Ninck-Wettbewerb und dem EMCY-Kammermusik­preis beim Europäischen Klassik-Festival Ruhr ausgezeichnet. Sie pflegt als Solistin und Kammer­musikerin ein sehr breites Repertoire in der klassischen und modernen Musik bis hin zu experi­mentellen und inter­disziplinären Formaten, eigenen Konzepten und Vermittlungs­projekten und übt eine intensive Konzert­tätigkeit in der Schweiz und in vielen anderen Ländern in Europa, den USA und Asien aus.

 

Änderung des Reglements für die Musikschule der Stadt Luzern

Das Reglement für die Musikschule der Stadt Luzern bedarf aufgrund der Übernahme des Unterrichts für Lernende der Gymnasien und der Fachhochschulen eine Anpassung.

Luzern (Bild: Andyindia)

Mit der Aufgaben- und Finanzreform 18 des Kantons Luzern (AFR18) wurde laut der Medienmitteilung der Stadt Luzern den kommunalen Musikschulen die Aufgabe für den obligatorischen Instrumental- und Gesangsunterricht von Lernenden der Gymnasien und Fachmittelschulen übertragen. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Anpassung der kantonalen Rechtsgrundlagen in Bezug auf die Personalgesetzgebung. Seither gelten für die Lehrpersonen der Musikschule ausschliesslich die kantonalen Anstellungs- und Besoldungsbestimmungen. Mit der Teilrevision des städtischen Musikschulreglements erfolgt nun die Anpassung an die kantonalen Vorgaben.

Die Musikschule der Stadt Luzern hat die Erfüllung der Aufgabe betreffend Unterricht von Lernenden der Gymnasien und der Fachmittelschulen in der Praxis bereits umgesetzt und diesbezüglich mit dem Kanton Luzern eine Leistungsvereinbarung geschlossen. Diese beinhaltet auch die Kantonsbeiträge zugunsten der Stadt Luzern, womit die zusätzlichen Aufgaben abgegolten werden. Der Stadtrat beantragt dem Grossen Stadtrat der Änderung des Reglements für die Musikschule der Stadt Luzern vom 25. Juni 2009 per 1. Oktober 2025 zuzustimmen. Der Grosse Stadtrat berät diesen Bericht und Antrag voraussichtlich am 26. Juni 2025. Für das darin beschriebene Vorhaben wird kein Sonderkredit benötigt.

Fritz-Gerber-Award 2025 für Airault, Gaggiano und Yang

Die Fritz-Gerber-Stiftung und Lucerne Festival zeichnen auch in diesem drei junge Talente mit dem Fritz-Gerber-Award aus.

Hortense Airault, Hedi Yang und Antonio Gaggiano (Bilder: Edith Sharpin, Andreas Zihler und Benina Hu)

Die französische Cellistin und Komponistin Hortense Airault, der italienische Perkussionist Antonio Gaggiano und die chinesische Perkussionistin Hedi Yang erhalten jeweils ein Preisgeld von 10’000 Franken. Darüber hinaus ermöglicht die Stiftung den drei die Teilnahme an der Lucerne Festival Academy 2025 im Wert von ebenfalls je 10’000 Franken.

Hortense Airault, 1999 in Paris geboren, absolvierte ihre musikalische Ausbildung in Paris und Genf und studiert derzeit unter anderem bei Job Ter Haar im Masterstudiengang Music Composition an der Hochschule der Künste Bern. Antonio Gaggiano, geboren 1999 in Italien, studierte Schlagzeug und Komposition in Foggia, Gent und an der Hochschule für Musik Basel, wo er einen Master in Musikalischer Performance bei Christian Dierstein absolvierte. Derzeit vertieft er seine Ausbildung im Masterstudiengang Musikpädagogik. Hedi Yang wurde 2003 in China geboren. Im Alter von 16 Jahren wurde sie als jüngste je zugelassene Bachelorstudentin im Hauptfach Schlagzeug an der Zürcher Hochschule der Künste aufgenommen, wo sie bei Klaus Schwärzler, Raphael Christen und Benjamin Forster studierte.  Zurzeit absolviert sie ihr Masterstudium in Zürich.

Der Fritz-Gerber-Award richtet sich an Talente bis zum Alter von 28 Jahren, die entweder die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen oder seit mindestens drei Jahren in der Schweiz wohnen. Über die Vergabe entschied eine Jury, bestehend aus Michael Haefliger, Intendant von Lucerne Festival, Mark Sattler, Dramaturg von Lucerne Festival, sowie dem Komponisten und Dirigenten Heinz Holliger.

Die Fritz-Gerber-Stiftung für begabte junge Menschen unterstützt seit 1999 Talente in den Bereichen Kultur, Handwerk und Sport. In den vergangenen 26 Jahren wurden rund 2830 junge Menschen mit mehr als  35 Millionen Franken gefördert. Der Award wird seit 2015 in Zusammenarbeit mit Lucerne Festival vergeben.

Schimpansen trommeln rhythmisch

Ergebnisse einer aktuellen Studie deuten darauf hin, dass Musizieren bereits älter als die Menschheit sein könnte.

(Bild: Universität Wien, Adrian Soldati)

Wir Menschen teilen einen entscheidenden Baustein der Musikalität mit Schimpansen: rhythmisches Trommeln. Ein Team der Universität Wien, der Universität St. Andrews und der Sapienza Universität Rom hat gezeigt, dass auch Schimpansen beim Trommeln einem Rhythmus folgen und einzelne Gruppen sogar unterschiedliche Rhythmen verwenden.

Das Team hat sich die Frage gestellt, ob Schimpansen in der Lage sind, wie Menschen rhythmisch zu trommeln. Um die Frage zu beantworten, sammelte es einen weltweit einzigartigen neuen Datensatz über das Trommeln von Schimpansen aus Regenwäldern und Savannenwäldern in ganz Afrika, mit Trommeln aus elf Gemeinschaften aus sechs verschiedenen Populationen im Osten und Westen des Kontinents.

Die Resultate verwischen die Grenzen immer mehr. Die Fähigkeit, sich zu synchronisieren und kollektiv eine Form von Musik zu machen, galt in der Musikanthropologie lange als Abgrenzungskriterium zwischen Mensch und Tier.

Originalpublikation:
Vesta Eleuteri, Catherine Hobaiter, Andrea Ravignani et al.: Chimpanzee drumming shows rhythmicity and subspecies variation. In Current Biology.DOI: 10.1016/j.cub.2025.04.019

Michaela Bosshard nach München berufen

Die ZHdK-Dozentin Michaela Bosshard wird Geschäftsführerin der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM).

Michaela Bosshard (Bild: ZHdK)

Ab dem 1. Juli 2025 besteht die Leitung der Ballett-Akademie der HMTM damit aus einer Doppelspitze: Der Künstlerische Leiter der Akademie, Jan Broeckx, und die neue Geschäftsführerin werden laut der Medienmitteilung der HMTM den gesamten Studien- und Geschäftsbetrieb der Ballett-Akademie in enger Zusammenarbeit mit dem Leitungsgremium gemeinsam verantworten. Aktuell ist Bosshard neben ihrem Lehrauftrag an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) Projektleiterin für Nachwuchsförderung beim Berufsverband Danse Suisse.

Michaela Bosshard trat in New York als Tänzerin unter anderem mit der Martha Graham Dance Company auf.  In der Schweiz war sie für den Schweizer Berufsverband für Tanz Danse Suisse tätig und betreute hier unter der Leitung von Gianni Malfer und Liliana Heldner Neil massgeblich die Talentförderprojekte. Ab 2016 übernahm Michaela Bosshard die Projektleitung für die gesamte Nachwuchsförderung des Berufsverbands, namentlich die Talentscouting Days und summerdance, ein Förderprojekt für Tanztalente in der vorprofessionellen Ausbildung. Ebenso zeichnet sie bei Danse Suisse für Weiterbildungsangebote verantwortlich.

Musikvermittlung wenig attraktiv als Berufsfeld

Ein Umfrage des Netzwerks Junge Ohren zeigt, dass 42 Prozent der Musikvermittelnden wegen schlechter Bezahlung und unsicheren Zukunftsaussichten einen Berufswechsel erwägen.

 

Screenshot aus https://www.jungeohren.de/umfrageergebnisse-arbeitsbedingungen-musikvermittlung-2025/

Nach der Belastung gefragt, monieren 51 Prozent der Befragten, dass unzureichend auf ihr psychisches Wohlbefinden und die Work-Life-Balance Rücksicht genommen wird. Das Netzwerk ruft deshalb dazu auf, Lösungen für diesen Fehlstand zu finden. Ansätze lägen «in der Anerkennung der individuellen Potenziale und Techniken der vermittelnden Praxis nicht nur im Publikumsbezug, sondern auch mit Blick auf institutionelle Transformationsprozesse».

Die Onlineumfrage haben insgesamt 422 Personen beantwortet, davon haben 271 den Fragenkatalog vollständig abgeschlossen. Aufgrund dieser hohen Resonanz könne man für Deutschland von validen Ergebnissen sprechen, auch die Anzahl der Befragungen in der Schweiz und Österreich liessen gute Einschätzungen für die Lage in diesen Ländern zu, schreibt das Netzwerk.

Die gesamten Ergebnisse finden sich hier:
https://www.jungeohren.de/umfrageergebnisse-arbeitsbedingungen-musikvermittlung-2025/

Taskforce warnt vor Kürzungen des Kulturbudgets

Die Taskforce Culture, ein sparten- und verbandsübergreifendes Netzwerk von Schweizer Kulturorganisationen, hat ihre Stellungnahme zum Entlastungspaket 27 veröffentlicht.

Bundeshaus in Bern. Foto: SMZ

Im März 2024 hat der Bundesrat eine Expertengruppe unter der Leitung von Serge Gaillard, dem ehemaligen Direktor der Finanzverwaltung beauftragt, eine Aufgaben- und Subventionsüberprüfung durchzuführen. Sie hatte den Auftrag, Massnahmen vorzuschlagen, mit denen der Bundeshaushalt ab 2027 um mindestens 3 Milliarden und ab 2030 um mindestens 4 Milliarden entlastet werden kann. Die Debatte über das Entlastungspaket 27 stelle eine Richtungsentscheidung dar, schreibt die Taskforce: Statt Kürzungen brauche es gezielte Investitionen in gesellschaftliche Resilienz, kulturelle Vielfalt und demokratische Innovationskraft.

Die Taskforce fordert Verzicht auf  Kürzungen bei kulturellen Institutionen und Programmen, Schutz der kulturellen Vielfalt als strategisches Standortmerkmal, Stärkung kultureller Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe, insbesondere für Kinder und Jugendliche, Bewahrung internationaler Kulturpartnerschaften als Beitrag zur hybriden Sicherheitspolitik und die Verankerung kultureller Resilienz als strategisches Ziel der Schweizer Politik.

Mehr Infos: 
https://www.suisseculture.ch/?article=kultur_ist_systemrelevant_taskforce_culture_warnt_vor_kurzsichtigkeit_beim_entlastungspaket_27

Tod des Oboisten Victor Aviat

Das Gustav Mahler Jugendorchester vermeldet, dass der Oboist Victor Aviat im Alter von 43 Jahren verstorben ist. Aviat studierte in Zürich und Genf und amtete als Solo-Oboist des Lucerne Festival Orchestra,

Victor Aviat (Bild: www.victoraviat.com)

Victor Aviat studierte Oboe und Klavier in Zürich bei Louise Pellerin und in Genf bei Maurice Bourgue. Als Oboist war er Mitglied der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, später wurde er Claudio Abbados Solo-Oboist bei dessen Auftritten mit dem Lucerne Festival Orchestra und dem Orchestra Mozart.

Victor Aviat lebte in Berlin und war Solo-Oboist des Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer. Ausserdem spielte er regelmässig in derselben Position mit Ensembles wie dem Chamber Orchestra of Europe oder dem Lucerne Festival Orchestra unter Riccardo Chailly.

Swiss Jazz Award 2025 geht an Elina Duni

Der im Rahmen von JazzAscona verliehene Swiss Jazz Award, geht dieses Jahr an die Sängerin und Komponistin Elina Duni.

Elina Duni (Bild: Pedro Velasco)

Elina Duni wurde 1981 in Tirana in eine Künstlerfamilie hineingeboren und begann im Alter von fünf Jahren für das albanische Radio und TV aufzutreten. Nach dem Fall des kommunistischen Regimes zog sie mit ihrer Mutter nach Genf, wo sie klassisches Klavier studierte, bevor sie sich dem Jazz zuwandte. An der Hochschule der Künste in Bern perfektionierte sie ihre Ausbildung, wobei sie sich auf Komposition und Improvisation konzentrierte.

In diesen Jahren gründete sie zusammen mit Colin Vallon (Klavier), Patrice Moret (Kontrabass) und Norbert Pfammatter (Schlagzeug) das Elina Duni Quartet, ein Projekt, das Jazz mit den Klängen der Balkan-Folklore verschmelzen lässt. 2012 nahm Elina Duni eine Zusammenarbeit mit ECM Records auf.

Der 2007 ins Leben gerufene Swiss Jazz Award wird jährlich im Rahmen von JazzAscona (25. Juni – 5. Juli 2025) verliehen. Zu den jüngsten Preisträgern gehören Bruno Spoerri (2017), Franco Ambrosetti (2018), Othella Dallas (2019), Nolan Quinn (2022), Christoph Grab (2023) und das Swiss Jazz Orchestra (2024).

Hope wird in Washington künstlerischer Berater

Die Wolf Trap Foundation for the Performing Arts, ein Veranstalter für genreübergreifende Musik ausserhalb von Washington, D. C., hat Daniel Hope zum künstlerischen Berater für Kammermusik mit Beginn der Saison 2025/26 ernannt.

Daniel Hope (Bild: Hope Music AG)

Hope ist Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters und des New Century Chamber Orchestra in San Francisco. Zudem ist er Präsident des Beethoven-Hauses Bonn und ab November 2025 Intendant und künstlerischer Leiter des Gstaad Menuhin Festivals.

Wolf Trap ist ein Veranstalter für genreübergreifende Musik ausserhalb von Washington, D.C., und bietet das ganze Jahr über ein Programm an drei Veranstaltungsorten: dem Filene Center, The Barns at Wolf Trap und dem Children’s Theatre-in-the-Woods. Die Aufführungen reichen von grossen Sommeropern und Konzertproduktionen im Filene Center bis hin zu Kammermusikkonzerten, Opern und Recitals in The Barns, das für seine intime Atmosphäre bekannt ist.

Lionel Bringuier wird Musikdirektor in Liège

Lionel Bringuier, der frühere Chefdirigent des Zürcher Tonhalle-Orchesters, wird Musikdirektor des Orchestre Philharmonique Royal de Liège. Er folgt in dem Amt auf Gergely Madaras.

Lionel Bringuier (Bild: Simon Pauly)

Bringuier amtete von 2014 bis 2018 als Musikdirektor des Tonhalle-Orchesters Zürich. Leitungsfunktionen hatte er überdies beim Orquesta Sinfónica de Castilla y León in Valladolid, beim Orchestre de Bretagne und beim Ensemble Orchestral de Paris. Bringuier studierte in Paris Cello und bei Zsolt Nagy Dirigieren. 2005 gewann er den Wettbewerb für junge Dirigenten in Besançon.

Das 1960 gegründete Orchestre Philharmonique Royal de Liège (OPRL) ist das einzige professionelle Symphonieorchester im französischsprachigen Teil Belgiens. Seit seiner Gründung hat es zahlreiche Aufträge an belgische und internationale Komponisten vergeben und wurde mit der Uraufführung verschiedener Werke beauftragt. Es kann auf mehr als 130 Uraufführungen zurückblicken.

get_footer();