Glättli wird Präsident von Swiss Music Export

Der grüne Nationalrat wird Präsident der Organisation Swiss Music Export (SME), die Schweizer Rock- und Popacts im Ausland promotet. Er übernimmt das Amt von der SP-Nationalrätin Evi Allemann, die SME während fünf Jahren vorstand.

Foto: Juliette Chretien, wikimedia commons

Die 2003 gegründete Organisation Swiss Music Export unterstützt Schweizer Musiker in der Distribution im Ausland mit Networking und finanziellen Zuschüssen. Getragen wird sie von Pro Helvetia, der Stiftung Phonoproduzierende, der SUISA Foundation, der Fondation CMA, dem Migros-Kulturprozent und der Schweizer Interpretenstiftung.

Der 1972 geborene Balthasar Glättli studierte Philosophie und Germanistik und war von 1998 bis 2011 Mitglied der Stadtzürcher Legislative. Von 2004 bis 2008 war er Kopräsident der Zürcher Grünen. Während sieben Jahren führte er überdies die Organisation Solidarité sans Frontières, die sich der Migrationspolitik annimmt. Seit November vergangenen Jahres ist er Präsident der Fraktion der Grünen im Bundeshaus.
 

Umsetzung des Lehrplans Musik im Kanton Schwyz

Die Schwyzer Kantonsräte Mathias Bachmann, Adrian Oberlin, Heinz Theiler und Andreas Marty haben vom Regierungsrat wissen wollen, wie er den auch vom Schwyzer Stimmvolk angenommenen Bundesverfassungsartikel zur musikalischen Bildung umzusetzen gedenkt. Nun hat die Exekutive geantwortet.

Turm des Schwyzer Rathauses. Foto: Roland Zumbühl, picswiss

Gemäss heutiger Lektionentafel sei in jedem Schuljahr mindestens eine Musik-Lektion einzusetzen, schreibt der Rgierungsrat. Auf die Möglichkeit, wöchentlich eine zweite Lektion Musik auf der Primarstufe einzuplanen, werde insbesondere in den oberen Klassen zu Gunsten von Mathematik und Deutsch verzichtet.

Im Sommer 2013 sei das Ausbildungsprofil an der Pädagogischen Hochschule mit zehn Fächern wieder breiter ausgerichtet worden. Alle angehenden Primarlehrpersonen würden somit wieder im Fach Musik (Musik, Rhythmik Instrumentalunterricht und Sologesang) ausgebildet. Die breitere Ausbildung erleichtere einen fächerübergreifenden Unterricht. Dies unterstütze die kantonale Absicht, auf der Primarstufe das Fach Musik weiterhin durch die Primarlehrperson unterrichten zu lassen.

Die künftige Ausrichtung des Fachs Musik werde im deutschschweizerischen Erarbeitungsprojekt Lehrplan 21 zurzeit festgelegt, so der Regierungsrat weiter. Der mögliche Erziehungsratsbeschluss zur kantonalen Einführung und Umsetzung des neuen Lehrplans sei im Sommer 2015 geplant.

Die gesamte Antwort des Regierungsrates:
www.sz.ch/documents/P_Lehrplan_Musik_Volksschule.pdf

Camenisch in Bern BA-Studiengangsleiter Klassik

Der Schweizer Saxophonist Raphael Camenisch wird an der Hochschule der Künste Bern (HKB) neuer Bachelorleiter Klassik im Fachbereich Musik.

Foto: pam! Platz für andere Musik

Andreas Stahl will sich laut der Mitteilung der HKB wieder vermehrt dem Kompositionsunterricht und der Leitung der Theorie-Fachgruppe und als Musiker wieder intensiver dem Komponieren widmen, Camenisch übernimmt die Aufgabe ab dem Herbstsemester 2014.

Der 1975 geborene Raphael Camenisch hat nach seinen Saxophonstudien in den Klassen von Marcus Weiss und Georges Koerper wichtige Anregungen von Ivan Roth (Basel), Jean-Michel Goury (Paris) und Kyle Horch (London) erhalten.

2006/07 hat er seine Studien im Fach Kulturwissenschaft an der Universität Luzern ergänzt. An verschiedenen Schweizer Hochschulen dozierte Camenisch bisher die Fächer Saxophon, Kammermusik, Blattspiel und Transposition, ausserdem leitete er Meisterkurse in Buenos Aires, Tatui (Brasilien), Boston (USA) und Katowice (Polen).
 

Kai Wessel wird Gesangsdozent an der HKB

Der deutsche Countertenor Kai Wessel wird Gesangsdozent an der HKB (Hochschule der Künste Bern). Er wird laut der offiziellen Mitteilung der Musikhochschule insbesondere Interpretation zeitgenössischen Gesangs- und Musiktheaterrepertoires unterrichten und sich im Bereich von Projekten des Clusters «création musicale» einbringen.

Kai Wessel in der Händel-Trilogie des SchlossAkkord Musikfestivals 2012. Foto: Thilo Nass

Kai Wessel doziert bereits Gesang und Historische Aufführungspraxis für Sänger an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und lehrte in den vergangenen Jahren an der Wiener Privatuniversität.

Der gebürtige Hamburger studierte Musiktheorie, Komposition und Gesang an der Musikhochschule Lübeck. Parallel dazu kam ein externes Studium barocker Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis bei René Jacobs, dessen Assistent er bei Bearbeitungen mehrerer Opern war.

Die HKB setzt in der Musik mit strategischen Clustern drei Schwerpunkte: «Forschung 19. Jahrhundert», «Künstlerische Musikvermittlung» sowie «création musicale». Die Tradition der Ausbildung der instrumentalen und vokalen Virtuosität werde dabei ebenso
respektiert wie die ständig wechselnden Anforderungen der kulturgesellschaftlichen
Realität, heisst es in der Selbstcharakterisierung der Schule.

Schweizer im BMW Welt Jazz Award Finale

Die zuständige Jury hat das Schweizer Sextett Hildegard Lernt Fliegen und das niederländische Trio Tin Men and the Telephone als Finalisten des sechsten BMW Welt Jazz Award bestimmt. Sie treten am 3. Mai gegeneinander an.

Hildegard Lernt Fliegen. Foto: Reto Andreoli

Das Siegerensemble erhält neben der Auszeichnung ein Preisgeld in Höhe von 10’000 Euro; der zweite Platz ist mit 5’000 Euro dotiert. Zudem wird der Publikumspreis vergeben. Insgesamt sechs internationale Jazz-Formationen haben sich seit Januar 2014 in den kostenfreien Sonntagsmatineen präsentiert.

Das Schweizer Ensemble Hildegard Lernt Fliegen – Vokalist Andreas Schaerer, die Bläser Andreas Tschopp, Benedikt Reising und Matthias Wenger, der Bassist Marco Müller und Schlagzeuger Christoph Steiner – überzeugten nicht nur durch besonderen Schweizer Humor. Die Musiker vereinten komplexe Improvisationen und musikalische Fragmente zu harmonischen Kompositionen, heisst es in der Begründung.

Das niederländische Trio. Pianist Tony Roe, Bassist Lucas Dols und Schlagzeuger Bobby Petrov, spielen von Klassik und Jazz über Hip-Hop und Balkanbeats bis hin zu Alltagsgeräuschen und Tierstimmen alles – die Kompositionen der Musiker überschreiten die Grenzen des Jazz.

Die Jury des Award setzt sich zusammen aus Oliver Hochkeppel (Musik- und Kulturjournalist der Süddeutschen Zeitung), Roland Spiegel (Musikredakteur mit Schwerpunkt Jazz beim Bayerischen Rundfunk, BR-KLASSIK), Andreas Kolb (Chefredakteur JazzZeitung und neue musikzeitung), Heike Lies (Musikwissenschaftlerin, Bereich Musik und Musiktheater, im Kulturreferat der Landeshauptstadt München) und Christiane Böhnke-Geisse (Künstlerische Leitung Jazzclub Unterfahrt, München).

Ob- und Nidwalden vergeben Werkbeiträge

Die Kantone Obwalden und Nidwalden haben für das Jahr 2014 erstmals Werkbeiträge für Kunst- und Kulturschaffende ausgeschrieben: Der Start erfolgt mit zwei Beiträgen innerhalb der Sparte Musik. Die Gewinner sind nun bekannt.

Sarah Bowman und Rene Coal Burrell. Foto: Jesco Tscholitsch

Aus den zwölf eingegangenen Anträge sind durch die Fachjury – bestehend aus Pirmin Bossart (Musikjournalist Luzern), Hanspeter Pfammatter (Musiker Luzern), Moana Labbate (Chorleiterin Hildisrieden), Joseph Gnos (Delegierter Kulturförderungskommission Obwalden) und Emil Wallimann (Kulturkommission Nidwalden) – 20‘000 Franken an Jul Dillier und 10‘000 Franken an Famous October (Rene Coal Burrell und Sarah Bowmann) vergeben worden. Die Preisübergabe findet im Herbst statt.

Der 1990 geborene Jul Dillier studiert Jazz-Piano mit Nebenfach Perkussion an der Musikakademie Basel. Den Werkbeitrag erhält er für das zusammen mit dem Bassisten Pascal Eugster entwickelte Projekt «Frères de son» – Treffpunkt Obwalden – Bobo Dionlasso,: eine Band aus burkinischen und Schweizer Musikern, die im Frühjahr 2015 auf Tournee geht.

Rene Coal Burrell und Sarah Bowman gründeten 2012 das akustische Duo Famous October. Ein Atelieraufenthalt in New York führte Burrell und die gebürtige US-Amerikanerin zusammen. Mit dem Werkbeitrag sollen die Weichen gestellt werden, um das Singer-Songwriter-Duo zu etablieren und einem breiten Publikum vorzustellen.

 

 

 

Schorn wird musikalischer Leiter des ZJO

Steffen Schorn wird neuer musikalischer Leiter des Zurich Jazz Orchestra (ZJO), Daniel Schenker, der bisherige Interims-Leiter, bleibt dem ZJO als Co-Leiter erhalten.

Steffen Schorn. Foto: Jürgen Baeke

Der 46-jährige Deutsche Schorn lebt in Köln. Er ist Spezialist für tiefe Holzblasinstrumente und war Mitglied der NDR Big Band, bevor er sein eigenes Septett gründete, mit dem er weltweit auftrat.

Schorn ist mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet worden und war als Instrumentalist, Komponist und Arrangeur mit namhaften Ensembles auf der ganzen Welt unterwegs. Seit 2001 ist er ausserdem Professor für Komposition und Leiter der Jazzabteilung der Hochschule für Musik Nürnberg.

Die Musiker der Band haben sich laut der offiziellen Mitteilung des ZJO für Steffen Schorn entschieden, weil «die Chemie, die Energie und vor allem die Musik auf Anhieb gepasst» hätten.

Metrailler Präsidentin der Plattform Kultur Wallis

Die Plattform Kultur Wallis hat in der Person von Gaëlle Metrailler eine neue Präsidentin. Sie folgt auf Jacques Cordonier, Chef der Dienststelle für Kultur Wallis, der dieses Amt seit der Gründung der Plattform innehatte.

Flyer Plattform Kultur Wallis

Cordonier übernimmt neu die Funktion des Geschäftsführers der Plattform Kultur Wallis. Die neugewählte Präsidentin des Vereins Plattform Kultur Wallis ist als Kulturdelegierte der Stadt Sitten tätig.

Die Plattform Kultur Wallis ist aus einer Initiative des Kantons Wallis und der Vereinigung der Walliser Städte geschaffen worden. Sie entwickelt Strukturen zur Information von Kulturschaffenden und zur Förderung von künstlerischen und kulturellen Produktionen, koordiniert das kulturelle Angebot im Wallis, berät Kunst- und Kulturschaffende betreffend Logistik und Projektentwicklung und promotet das Walliser Kulturschaffen innerhalb und ausserhalb des Kantons.

Die Plattform Kultur Wallis bietet für Musiker der aktuellen Musik unter dem Titel InfoPoint aktuelle Musik gratis persönliche Sprechstunden an. Der nächste findet am 17. April 2014 im Konferenzzimmer der Mediathek in Brig statt.

Schweizer Jazz-Archiv geht nach Deutschland

Die bedeutende Jazz-Sammlung des St. Gallers Kurt Müller geht nach Deutschland: Das Archiv der Eisenacher Lippmann + Rau-Stiftung übernimmt seine einzigartige Kollektion, in der sich auch Dokumente Benny Goodmans, unter anderem seine Klarinette, finden.

Benny Goodman ca. 1946. Foto: Gottlieb Jazz Photos, Library of Congress (20.789), flickr commons

Müller gehörte zu den Swing- und Jazzfreunden aus der Schweizer Szene der 40er und 50er Jahre. Er war lange Zeit eng mit dem amerikanischen Jazzmusiker Benny Goodman befreundet. Nach dessen Tod erhielt Müller zahlreiche persönliche Unterlagen und Gegenstände des Musikers.

Kurt Müller, der vor wenigen Wochen im Alter von 92 verstarb, hatte verfügt, dass seine Sammlung einen Platz im Archiv der Lippmann + Rau-Stiftung und damit in der Nähe des Bachhauses erhalten soll. Der Grund: Eine der populärsten Goodman-Aufnahmen heisst «Bach goes to town!».

Die symbolische Übergabe am 21. März übernimmt – stellvertretend für die Familienstiftung Müller – Kurt Müller jr.. Teilnehmen wird ausserdem der Bandleader Pepe Lienhard, der zu den Vorstandsmitgliedern der Familienstiftung gehört. Der Schweizer Honorarkonsul Guy Montavon sowie Eva Demski und Siegfried Schmidt-Joos (sowie die Kuratoriumsmitglieder der Lippmann + Rau + Stiftung) werden ebenfalls im Bachhaus dabei sein.
 

Erste Summer School der Musikwissenschaft

Die Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, laden Studierende im August zur Summer School ein. Zum Thema gemacht werden musikalische Gesamtausgaben.

Hauptportal der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Foto: Thomas Hartmann,SMPV

Mitarbeiter der Gluck- und Hindemith-Gesamtausgaben sowie von Opera – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen werden jeweils einen grösseren Block der Lehrveranstaltungen leiten. In der praktischen Arbeit wird die Anwendung philologischer Kenntnisse und Techniken vermittelt.

Ein weiterer Block, der vom Mainzer Forschungsschwerpunkt zur Schauspielmusik getragen wird, geht der Frage nach, inwieweit sich Philologie auch mit Phänomenen der Performanz und der konkreten Aufführungssituation zu befassen hat.

Die einwöchige Veranstaltung findet vom 11. bis 16. August auf dem Mainzer Campus und in den Räumen der Mainzer Akademie statt und wird nach dem European Credit Transfer System (ECTS) bestätigt und bewertet. Sie richtet sich an Studierende der Musikwissenschaft im In- und Ausland.
 

Zweite Heidelberg Music Conference

An der zweiten Heidelberg Music Conference, die sich unter dem Titel «Neues schaffen statt Copy & Paste» mit «Innovation als Teil einer ganzheitlichen Strategie kultureller Einrichtungen» beschäftigt, ist die Schweiz prominent vertreten.

Foto: heidelberg music conference 2013

Zu den Teilnehmern gehören die Intendanten grosser Festivals und Konzerthäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz — mit von der Partie sind Martin Engström (Verbier Festival), Michael Häfliger (Lucerne Festival) und Ilona Schmiel (Tonhalle Zürich) —  sowie weitere Experten. Jedes Panel wird eingeleitet durch eine Keynote von Musikjournalisten überregionaler deutscher Tageszeitungen, unter anderem vom NZZ-Kritiker Peter Hagmann.

Begleitend führt die Markforschungsgesellschaft GIM eine explorative Trendstudie zum Thema «Innovation im Kulturbereich» durch, deren erste Auswertungen schon während der Tagung vorgestellt werden.

Die Bloggerin Ulrike Schmid begleitet während der gesamten Tagung das Geschehen live per Twitter (#hdmc), darüber hinaus werden alle Panels per Video dokumentiert und einige Tage später online unter www.heidelberger-fruehling.de zu sehen sein.

Kanton und Stadt Luzern mit gemeinsamer Kulturstrategie

Kanton und Stadt Luzern koordinieren ihre Kulturstrategien. Die grossen Kulturbetriebe sollen gemeinsam finanziert werden. Auch Perspektiven für das professionelle und freie Theater, die Festivalförderung sowie die ausserinstitutionelle Kulturförderung sind im Fokus.

Blick vom KKL auf die Stadt Luzern. Foto: Paolo, wikimedia commons

Kanton und Stadt Luzern entwickeln laut der offiziellen Mitteilung zu der heutigen Medienorientierung den Zweckverband Grosse Kulturbetriebe weiter. Neben dem Luzerner Theater, dem Kunstmuseum und dem Luzern Sinfonieorchester (LSO) werden neu das Verkehrshaus der Schweiz, das Lucerne Festival und das Museum Rosengart über den Zweckverband finanziert.

Aufgrund des innerhalb des Zweckverbandes geltenden Finanzierungsschlüssels von 70% Kanton und 30% Stadt stehen der Stadt rund eine Million Franken pro Jahr für die Umsetzung anderer Massnahmen im Rahmen der Kultur Agenda 2020 zur Verfügung.
Zudem leisten Kanton und Stadt Beiträge zur Substanzerhaltung des KKL Luzern für die
nächsten 15 Jahre. Jährlich bezahlt der Kanton 0.5 Millionen Franken an den Unterhalt, die Stadt wie bisher 4,1 Millionen Franken, die ab 2019 an die Teuerung angepasst werden.

Als einmalige Zahlung für die langfristige Werterhaltung leisten Kanton wie Stadt je 2,5 Millionen Franken. Zudem erhält das KKL finanzielle Unterstützung für die Dachsanierung in Form von Bürgschaften von Stadt (4.5 Millionen Franken) und Kanton (9 Millionen Franken).

Der Kanton Luzern will verbesserte Produktionsbedingungen für Kulturschaffende und -veranstalter schaffen sowie ein punktuell international wettbewerbsfähiges Angebot sichern. Er fördert die freie Szene stärker und garantiert die Weiterentwicklung der grossen Kulturbetriebe.

Die Stadt wiederum sorgt für eine breite, vielfältige kulturelle Produktion, die Laien und
Professionelle gleichermassen berücksichtigt. Zuständig für die Einzelförderung ist in erster Linie der FUKA-Fonds, der von der Billettsteuer gespiesen wird.

Musikrat verleiht Musik-Gordi an Kretschmann

Der Deutsche Musikrat verleiht heute im Rahmen der Frankfurter Musikmesse einen «Musik-Gordi» an den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, weil dieser sich gegenüber Protesten zur geplanten Fusion der SWR-Klangkörper immun zeige.

Foto: © Deutscher Musikrat e.V.

Nationale und internationale Proteste würden in den Gängen des Staatsministeriums verhallen, erklärt dazu Martin Maria Krüger, der Präsident des Deutschen Musikrates. Die Art und Weise der Kommunikation sei dabei «schlicht schlechter Stil» und setze sich «über die breite Front des Engagements von Künstlern und Kultureinrichtungen sowie die Vielfalt der Argumente ohne eine inhaltliche Auseinandersetzung von Seiten des Ministerpräsidenten hinweg».

Der «Musik-Gordi» wurde von dem Magazin Musikforum gemeinsam mit der neuen musikzeitung ins Leben gerufen. Die Verleihung findet am Donnerstag, 13. März 2014 um 14.30 Uhr in Halle 3.1, Stand D41 der Musikmesse Frankfurt statt. Der Preis selbst hat die Form einer verknoteten Blockflöte und wurde im vergangenen Jahr erstmals an Harald Augter, Rundfunkratsvorsitzender des SWR, vergeben.
 

Schwierige Zeiten für Instrumentenhändler

Die deutsche Musikinstrumenten- und -equipmentbranche hat im 2013 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Der Konjunkturbericht der SOMM (Society Of Music Merchants e. V.) hat im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus von 1,9 Prozent ermittelt.

Foto: Tobias Zeller/pixelio.de

Die Branchenstatistik fiel in der Jahresauswertung im Vergleich zum Vorjahr um 18 Millionen Euro auf 897 Millionen Euro Umsatz zu Endverbraucherpreisen. Zugewinne in Bereichen wie Recording Hardware, Beschallung und Computer-Software haben den Umsatzrückgang nicht kompensieren können.

Stark an Kraft verloren haben die Bereiche Schlagzeug & Percussion, Blasinstrumente, Saiteninstrumente und Tasteninstrumente sowie Mikrofone und Kopfhörer als auch DJ-Equipment.

Verantwortlich für den Einbruch ist mutmasslich die schwache Konjunkturentwicklung innerhalb des deutschen und des gesamteuropäischen Marktes. Zudem drängten immer mehr fachfremde Onlinehändler auf das Parkett, die Musikinstrumente und deren
Zubehör als profitablen Markt für sich entdeckt hätten, schreibt die SOMM.

Famm im A-cappella-Wettbewerb Leipzig

Das reine Frauen-Vokalensemble Famm ist als einzige Schweizer Gruppe an den 8. Internationalen A-cappella-Wettbewerb in Leipzig eingeladen worden. Es tritt gegen Gruppen aus sechs Ländern an.

Foto: famm

Aus zahlreichen Bewerbungen, schreibt der Wettbewerb, hätten die Juroren elf Ensembles ausgewählt, die am 15. und 16. Mai um den Leipzig A cappella Award, den amarcord Sonderpreis und einen Publikumspreis singen und am A cappella Workshop mit Matthias Becker teilnehmen können. Die Gewinnergruppe wird ausserdem eingeladen, 2015 ein Konzert beim Festival für Vokalmusik a cappella zu gestalten.

Die Mitglieder von Famm haben sich im Schweizer Jugendchor kennengelernt, fanden als Quartett erstmals im Herbst 2006 zusammen und bestehen in der jetzigen Formation seit dem Sommer 2010. Was ursprünglich als einmaliges Projekt gedacht war, sei auf so viel positive Resonanz gestossen, dass sich das Ensemble entschlossen habe, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, schreibt das Ensemble in seiner Selbstcharakterisierung.

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