Ritzmann leitet an der ZHdK die Schulmusik

Bastian Ritzmann übernimmt an der ZHdK die Majorleitung Schulmusik. Der Dozent für Fachdidaktik Schulmusik und Gymnasiallehrer an der KZO in Wetzikon wurde einstimmig gewählt.

Bastian Ritzmann (Bild: zVg)

Ritzmann überzeugte die Kommission laut der Mitteilung der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) «mit Weitblick und Offenheit, mit der er die künstlerische und pädagogische Entwicklung der Studiengänge Bachelor und Master Schulmusik I und II angehen möchte». Er tritt die neue Stelle zum 1. August 2026 an.

In der Schulmusik-Ausbildung der ZHdK werden instrumentale und vokale Grundlagen in Praxis und Theorie erarbeitet. Der Unterricht im Hauptinstrument beziehungsweise im Gesang kann wahlweise im Performance-Modulbereich Jazz, Pop oder Klassik belegt werden. Das künstlerische Hauptfach erfährt mit den Modulbereichen Vermittlung sowie Fachpraxis/Fachwissenschaft/Forschung eine ästhetische Erweiterung und didaktische Kontextualisierung. Module zu Musik und Bewegung, zu Perkussion, Bandpraxis sowie neuen Medien eröffnen neue Perspektiven.

Konzertsaal-Farben verändern die Klangwahrnehmung

Die Farbgestaltung eines Konzertsaals beeinflusst stärker als bislang angenommen, wie Menschen Musik wahrnehmen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Technischen Universität Berlin.

Farbvariante im VR-Setting (Bild: Youtube/TU-Berlin)

Die im «Journal of the Acoustical Society of America» veröffentlichte Studie eines Teams um Stefan Weinzierl vom Fachgebiet Audiokommunikation der TU Berlin konnte zeigen, dass die Farbgestaltung eines Auditoriums den raumakustischen Eindruck messbar verändert – insbesondere die Wahrnehmung der Klangfarbe.

Untersucht wurde, ob visuelle Reize das Konzerterlebnis nicht nur begleiten, sondern auch den Höreindruck selbst beeinflussen. Dafür versetzten die Forscher Versuchspersonen mithilfe von VR-Brillen in virtuelle Varianten des Kammermusiksaals im Berliner Konzerthaus, die sich in Farbton, Helligkeit und Sättigung unterschieden. Insgesamt wurden zwölf unterschiedlich gestaltete Farbumgebungen in Rot-, Grün- und Blautönen getestet, unter anderem durch unterschiedliche Farbgestaltungen von Sitzbezügen und Bühnenhintergrund.

Besonders deutlich wirkte sich die visuelle Gestaltung auf die wahrgenommene Klangfarbe aus. Kühler wirkende, stärker gesättigte Blau- und Grüntöne gingen eher mit einem als «kälter» empfundenen Klangeindruck einher. Dunklere Säle mit weniger gesättigten Farben erzielten tendenziell höhere Gefallensbewertungen. Keinen Einfluss zeigte die visuelle Gestaltung hingegen auf die wahrgenommene Lautstärke.

Mehr Infos:
https://publishing.aip.org/publications/latest-content/how-the-color-of-a-theater-affects-sound-perception/

Obwalden steht zu seinem Volkskulturfest

Der Kanton Obwalden unterstützt das Volkskulturfest Obwald weiterhin finanziell, mit Mitteln aus dem Swisslos-Fonds.

Obwald 2025 mit Gastland Kuba (Bild: Verein Volkskulturfest Obwald)

Der Trägerverein erhält für die nächsten drei Festivals der Jahre 2026 bis 2028 einen Gesamtbeitrag von 210 000 Franken. Somit setzt der Kanton Obwalden seine Unterstützung des Musikfestivals auf dem Niveau der vergangenen Jahre fort. Das Volkskulturfest Obwald benötigt die Beiträge, um das Festival planen und durchführen zu können.

Ein personell neu besetzter Vorstand unter der Leitung von Präsident Tobias Lengen übernahm mit Beginn der letzten Beitragsperiode (2023 bis 2025) die Organisation des Festes. Seither konnten sowohl beim musikalischen Programm als auch bei der Besucherinfrastruktur neue Akzente gesetzt werden, schreibt der Kanton. Während die Festivals 2023 und 2024 mit den Gastländern Bulgarien und Finnland die gleich hohen Besucherfrequenzen der vorherigen Jahrgänge aufwiesen, erreichte das Festival 2025 mit dem Gastland Kuba einen neuen Rekord: Erstmals in der Geschichte des Volkskulturfests Obwald waren sämtliche Aufführungen ausverkauft.

Mehr Infos:
https://www.ow.ch/aktuellesinformationen/133678

Hecht räumen bei Swiss Music Awards 2026 ab

Bei den Swiss Music Awards 2026 haben die Mundart-Musiker Hecht vier der begehrten Musiktrophäen erhalten. Gewonnen haben unter anderen auch Trauffer, Zoë Më, Jule X und Baby Volcano.

Hecht (Bild: SMA)

Als Best Solo Act wurde dieses Jahr Trauffer ausgezeichnet, der Mundart-Volkssänger war schon 12 Mal nominiert und hat bereits zwei Mal bei den Swiss Music Awards gewonnen. Hecht waren vier Mal nominiert und gewannen in allen vier Kategorien: Als Best Group, als Best Live Act, als Best Streaming Artist und in der Kategorie Best Hit für «Mon Amour».

Zum Best Breaking Act wurde die poetische Popkünstlerin Zoë Më, ernannt. Und als Most Rising Artist Social Media hat sich der angesagte Berner Rapper Jule X den Award verdient. Die Zürcher Musikerin Nina Valotti durfte sich über einen Award in der Sparte SRF 3 Best Talent freuen, als Siegerin in der Kategorie Best Act Romandie ging die Rapperin Baby Volcano hervor und den Artist Award, mit dem Schweizer Artists und Musikschaffende direkt bestimmen, wer aus ihren Reihen eine Auszeichnung für künstlerisch herausragendes Musikschaffen erhält, holte sich die Neo Soul-Künstlerin MISS C-LINE.

Die Swiss Music Awards sind die grösste Pop-Rock-Musikpreisverleihung der Schweiz. Bei der Förderplattform für das schweizerische Musikschaffen werden in 14 Kategorien neue Talente und erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet. CH-Media Entertainment veranstaltet die SMA in Lizenz des Branchenverbands IFPI Schweiz.

Globale Musikindustrie wächst um 6,4 Prozent

Die weltweiten Einnahmen aus Musikverkäufen sind 2025 um 6,4 Prozent auf 31,7 Milliarden US-Dollar und damit zum elften Mal in Folge gestiegen.

Streamingdienste (Bild: flickr)

Die Einnahmen durch bezahltes Streaming wuchsen um 8,8 Prozent und trugen 52,4 Prozent zum globalen Marktumsatz bei, schreibt der deutsche Bundesverband Musikindustrie. Mittlerweile nutzen weltweit 837 Millionen Menschen kostenpflichtige Streaming-Abonnements. Durch die anhaltende Vinyl-Nachfrage (plus 13,7 Prozent) konnte auch das physische Geschäft insgesamt deutlich zulegen (plus 8,0 Prozent). Die Zahlen entstammen dem IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) Global Music Report 2026.

Allerdings nehme weltweit die Bedrohung der Branche durch Streaming-Manipulation zu, schreibt der Verband weiter. Künstlich erzeugte Abrufzahlen für manipulierte oder gefälschte Inhalte entzögen Kreativen und allen anderen, die in die Musikwirtschaft investierten, wichtige Einnahmen. Die Musikindustrie erwarte von allen Akteuren an jeder Stelle der Streaming-Wertschöpfungskette, proaktiv Massnahmen zu ergreifen, um Betrug aufzudecken und zu verhindern.

 

Orchestre de la Suisse Romande ernennt Conductors in Residence

Nachdem das Orchestre de la Suisse Romande keinen Nachfolger für den bisherigen Chefdirigenten Jonathan Nott finden konnte, präsentiert es nun zwei Conductors in Residence.

Das OSR mit Simone Young (Bild: Anne du Chastel)

Der italienische Dirigent Daniele Gatti wird die Aufgabe ab der Saison 2026/27  für drei Jahre wahrnehmen, die australische Dirigentin  Simone Young parallel dazu ab der Saison 2027/28. Mit dem Titel sind jeweils vier Wochen Präsenz pro Saison verbunden.

Das Orchestre de la Suisse Romande (OSR) wurde 1918 von Ernest Ansermet gegründet. Es wird als Stiftung verwaltet und überwiegend durch den Kanton und die Stadt Genf getragen, ist mit der Radio Télévision Suisse assoziiert und fungiert als Opernorchester am Grand Théâtre de Genève.

Datengesteuerte Methoden für die Musikwissenschaft

Ein Modell zur historischen Ausbreitung bestimmter Choral-Elemente zeigt, wie leistungsfähig datengesteuerte Methoden für die historische Musikwissenschaft sein können.

Choralbuch auf der Empore des Naumburger Domes. (Bild: Public Domain)

Tim Eipert, der  bei Fabian Moss, Juniorprofessor für Digitale Musikphilologie und Musiktheorie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) promoviert, hat über 4000 Tropen-Elemente – eingeschobener Texte und Melodien, die in gregorianischen Chorälen vorkommen – aus 163 Manuskripten mit einem neuen digitalen Modell analysiert. Es teilte die Tropen in mehrere Ebenen und vier Hauptcluster ein und benutzte die einzelnen Einschübe innerhalb der Choräle, um Cluster zu bilden, die sich dann auf einer Landkarte darstellen lassen. Die Manuskripte stammen aus Gebieten, die vor allem die heutigen Staaten Frankreich, Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien und den Süden Grossbritanniens umfassen.

Es zeigte sich, dass die Verbreitung der Cluster von den damaligen politischen Grenzen nach dem Vertrag von Verdun stark eingeschränkt wurde. Ein kultureller Austausch zu den Chorälen fand damals scheinbar über Reichsgrenzen hinaus wenig statt, erklärt Eipert. Die musikalische Überlieferung spiegele so die politische Fragmentierung Europas wider.

Eipert hat das Modell auch schon in einen universitären Kurs integriert: Der JMU-Student Jason Ackermann nutzte es zum Beispiel, um die Kommentarspalten unter Videos von Taylor Swift und Radiohead auf YouTube zu analysieren und Superfans zu identifizieren.

Originalpublikation:
Eipert, T. and Moss, F.C. (2026) ‘Inferring Communities of Medieval Music Manuscripts Using Stochastic Block Models’, Transactions of the International Society for Music Information Retrieval, 9(1), 26. Februar 2026, https://doi.org/10.5334/tismir.298

Toth vertritt Schweiz bei Eurovision Young Musicians

Manoush Toth, Studentin der Hochschule für Musik Basel, wird die Schweiz am 6. Juni 2026 in Yerewan beim Wettbewerb Eurovision Young Musicians vertreten.

Manoush Toth (Bild: FHNW)

Manoush Toth hat ihren Bachelor im Hauptfach Klavier in den Klassen von Zoltán Fejérvári und Claudio Martínez Mehner an der Hochschule für Musik Basel FHNW absolviert und führt ihr Studium aktuell im Master Performance in der Klasse von Claudio Martínez Mehner weiter. Für ihren Bachelor-Abschluss hat sie 2025 einen Preis für das beste BA-Rezital erhalten.

Der 1982 gegründete Wettbewerb Eurovision Young Musicians (EYM) wird von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) für europäische Jugendliche im Alter zwischen 12 und 21 Jahren ausgerichtet. Er wird alle zwei Jahre veranstaltet und im Fernsehen übertragen. Im Gegensatz zum Eurovision Song Contest und Junior Eurovision Song Contest entscheidet beim Eurovision Young Musicians eine international besetzte Fachjury.

Nachtrag am 21. April 2026: Link zur SRF-Mitteilung vom 13. April

Jinhee Kim übernimmt an der ZHdK eine Gitarrenklasse

Ab dem kommenden Herbst-Semester 2026 wird die Koreanerin Jinhee Kim an der Zürcher Hochschule der Künste Gitarre im Hauptfach unterrichten.

Jinhee Kim (Bild: ZHdK)

Jinhee Kim wurde in Seoul geboren und studierte an der Musikhochschule Freiburg und der Musikhochschule Basel. Neben ihrem Konzertexamen absolvierte sie zwei Masterstudiengänge mit Bestnoten (Master Performance, Master Musikpädagogik).

Ihre pädagogische Tätigkeit führte sie ausserdem zum Weiterbildungsstudium der Musikphysiologie an die Zürcher Hochschule der Künste. Dort eignete sie sich mit dem Diplom of Advanced Studies in Musikphysiologie umfangreiches Wissen über funktionelle Anatomie und Hirnphysiologie im Zusammenhang mit dem Musizieren an. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und seit April 2021 auch Professorin für Gitarre an der Hochschule für Musik Trossingen.

 

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Finnische Studie zum alltäglichen Musikhören

Mit Hilfe einer Forschungs-App will ein finnisches Team untersuchen, wie Jugendliche und junge Erwachsene europaweit Musik hören, um ihre Emotionen zu regulieren.

Forschungs-App «MuPsych». Für die Studie werden noch Teilnehmende gesucht. (Bild: Hochschule für Musik und Theater München)

Das Projekt «Music & Emotions» ist Teil der Studie Musiconnect: Musik- und Emotionsregulation der Universität Jyväskylä in Finnland und untersucht das Musikhören im Alltag und dessen Zusammenhang mit Emotionen und Wohlbefinden. Mithilfe der Handy-App MuPsych werden musikalische, individuelle und situative Faktoren identifiziert, die dieses Phänomen beeinflussen. Die Datenerhebung erfolgt europaweit. Partner in Deutschland ist die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM)

Die Studie läuft noch bis Ende 2026. Mit den anonymisierten Daten werden eine grosse international vergleichende Studie sowie detaillierte länderspezifische Teilstudien veröffentlicht. Erste Ergebnisse werden bereits in diesem Jahr sichtbar, unter anderem in einem führenden Peer-Review-Journal, flankiert von nationalen Teilstudien in einschlägigen Fachzeitschriften und auf der Musiconnex Conference in Finnland. Das Forschungsprojekt wird vom European Research Council ERC und dem Research Council of Finland unterstützt.

Es werden noch Teilnehmende gesucht. Unter ihnen werden Spotify-Mitgliedschaften verlost, und es gibt für alle ein persönliches Musikhörtagebuch mit kuratierten Musikempfehlungen.

Zugang zur App: https://musicstudy.eu/de/

 

 

Österreich bekommt seine erste Musikstrategie

Nachdem der österreichische Nationalrat der Entwicklung einer nationalen Musikstrategie zugestimmt hat, sind erste Schritte dazu eingeleitet worden.

(v.l.n.r.): Eva-Maria Bauer, Günther Wildner, Tyma Kraitt, Tatjana Domany, Stefan Hahn, Harald Huber (Bild: Sabine Walter)

Der Österreichische Musikrat (ÖMR) hat im Rahmen seiner Generalversammlung am 26. Februar 2026 zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur «Musikstrategie für Österreich» eingeladen. Der Versammlung ging ein Arbeitstreffen mit den heimischen Musikuniversitäten voraus, wo unter anderem die brennenden Themen Lehrermangel, Pädagogikausbildung, Lehrpläne, Lehramtsstudien und Pläne zu Reformen des schulischen Unterrichts erörtert wurden.

Der aktuelle Prozess für eine Österreichische Musikstrategie wird vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) koordiniert. Basis ist ein einstimmiger Beschlusses aller Parteien im Nationalrat vom Juli 2025. Der Prozess startete im Herbst 2025 mit einer breit angelegten Online-Umfrage, an der 6000 Musikschaffende teilnahmen. Zudem fanden seit Jahresbeginn 2026 fünf Stakeholder-Workshops zur Vertiefung und Validierung der Umfrageergebnisse statt.

Die Themen der Workshops waren Ausbildung, Professionalisierung und Talentförderung, Live-Veranstaltungen, Kreation & Produktion, Medien und Sichtbarkeit National sowie Verbreitung & Vermarktung. Ein weiterer Workshop zum Thema KI & Streaming ist in Planung. Ebenso sollen Querschnittsthemen wie zum Beispiel Inklusion im Musikbereich näher besprochen werden. Die finale Musikstrategie soll im Herbst 2026 präsentiert werden.

Paavo Järvi übernimmt das London Philharmonic Orchestra

Paavo Järvi ist auf die Saison 2028/29 zum Chefdirigenten und künstlerischen Berater des London Philharmonic Orchestra ernannt worden. Er folgt in dem Amt auf Edward Gardner.

Paavo Järvi (Bild: Kaupo Kikkas)

Mit einem zunächst auf fünf Jahre befristeten Vertrag markiere Järvis Ernennung einen wichtigen neuen Abschnitt für das Orchester, das 2032 sein hundertjähriges Bestehen feiert, heisst es in der Medienmitteilung. ­

Paavo Järvi ist seit der Saison 2019/2020 und bis 2029 Music Director des Zürcher Tonhalle Orchesters. Er studierte in seiner Heimatstadt Tallinn Perkussion und Dirigieren. 1980 reiste die ganze Familie in die USA aus. In Los Angeles setzte er sein Studium bei Leonard Bernstein fort. 2001 wurde er Chefdirigent in Cincinnati, wohin er noch heute als Music Director Laureate Verbindungen pflegt.

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Mojca Lavrenčič gewinnt La Maestra 2026

Die slowenische Dirigentin Mojca Lavrenčič, die zur Zeit bei Andrea Marcon an der Schola Cantorum Basiliensis studiert, hat in Paris den Wettbewerb La Maestra gewonnen.

Mojca Lavrenčič (Bild: Darja Stravs Tisu)

Mojca Lavrenčič wurde 1993 in Wien geboren und wuchs in Slowenien auf. Sie studierte Dirigieren an der Universität Ljubljana bei Marko Letonja und sammelte erste Berufserfahrungen an der SNG Opera and Ballet Ljubljana, wo sie Gastdirigenten assistierte und Opern- und Ballettproduktionen dirigierte. Um ihren künstlerischen Ansatz zu vertiefen, setzt sie ihre Ausbildung in der Schweiz bei Andrea Marcon an der Schola Cantorum Basiliensis fort, wo sie ihre interpretatorische Stimme in einem anregenden internationalen Umfeld verfeinert.

Der internationale Dirigierwettbewerb La Maestra wurde 2019 von der Philharmonie de Paris und dem Paris Mozart Orchestra ins Leben gerufen. Eine Akademie, die die Preisträgerinnen zwei Jahre lang professionell begleitet, ergänzt den Wettbewerb. Er steht unter der gemeinsamen Leitung von Claire Gibault (künstlerische und musikalische Leiterin des Paris Mozart Orchestra) und Olivier Mantei (Generaldirektor der Philharmonie de Paris).

Trotz Fortschritten, schreibt der Wettbewerb, ist der Anteil von Frauen an der Spitze von festen Orchestern nach wie vor sehr gering. Während 2018 weltweit nur 4,3 Prozent der Orchester von Frauen geleitet wurden, sind es heute nur 8 Prozent. In Frankreich stieg die Zahl der Frauen an der Spitze von festen Orchestern von 2,7 Prozent im Jahr 2019 auf 12,5 Prozent im Jahr 2023: ein zwar spektakulärer Sprung, aber wir sind noch weit von der Gleichstellung entfernt.

Bach-Stiftung St. Gallen mit Leipziger Bach-Medaille geehrt

Die Stadt Leipzig vergibt ihre Bach-Medaille 2026 an die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Johann-Sebastian-Bach-Denkmal in Leipzig. Foto: SMZ/ks

Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Leipzig laut ihrer Mitteilung «ein in der internationalen Bach-Pflege einzigartiges Langzeitprojekt»: Seit 2006 verfolgt die Stiftung das Ziel, in monatlich stattfindenden Konzerten das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs aufzuführen. Die Verleihung erfolgt im Rahmen des Bachfestes Leipzig 2026.

Seit zwanzig Jahren setzten Chor und Orchester der Stiftung unter der Leitung von Rudolf Lutz künstlerisch höchste Massstäbe, schreibt die Stadt Leipzig weiter. Mit dem konsequent auf Langfristigkeit angelegten Projekt habe die Stiftung Massstäbe in der Vermittlung und Aufführung der Vokalmusik Bachs gesetzt. Die Kombination aus historisch informierter Aufführungspraxis, wissenschaftlich fundierter Werkeinführung und moderner medialer Verbreitung machten das St. Galler Unternehmen zu einem Modellfall nachhaltiger Musikvermittlung im 21. Jahrhundert.

Wegen besonderer Verdienste um die Pflege des bachschen Werks wurde die Bach-Medaille der Stadt Leipzig bereits unter anderem an Marcel Ponseele (2025), Andreas Staier (2024), den Thomanerchor Leipzig (2023), Sir András Schiff (2022), Hans-Joachim Schulze und Christoph Wolff (2021), Angela Hewitt (2020), Robert Levin (2018), Masaaki Suzuki (2012), Herbert Blomstedt (2011), Philippe Herreweghe (2010), Nikolaus Harnoncourt † (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005) und Helmuth Rilling (2004) verliehen.

Musikverkäufe in Deutschland sind 2025 leicht gestiegen

In Deutschland ist 2025 Musik im Umfang von 2,42 Milliarden Euro verkauft worden, 2,3 Prozent mehr als 2024.

(Bild: Petr Kratochvil/publicdomainpictures.net)

Laut der Mitteilung der Bundesverbandes Musikindustrie betreffen die Zahlen die Handelsumsätze mit dem Verkauf von Musik auf CDs, Vinyl-LPs und Downloads sowie im Streamingbereich. Wie in den vergangenen Jahren war auch 2025 das Musik-Streaming Treiber der Entwicklung, der Handelsumsatz wuchs hier um 4,1 Prozent auf 84,4 Prozent der Brancheneinnahmen. Damit erzielte Streaming allein mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz. Die Aufteilung zwischen physischem (CDs und Vinyl) und digitalem (Streaming und Downloads) Geschäft liegt in Deutschland nun bei 14,2 Prozent zu 85,8 Prozent.

Das physische Marktsegment gab insgesamt um 5,9 Prozent nach und erbrachte 345 Millionen Euro. Innerhalb des Segments wiederum konnte Vinyl auch im vergangenen Jahr wachsen (plus 2,8 Prozent); mit einem Anteil von 44,2 Prozent am physischen Markt hat die Schallplatte die CD aber trotz eines Rückgangs um 11,3 Prozent noch nicht eingeholt. Die CD war also auch 2025 das zweitstärkste Umsatzsegment.

Originalartikel:
https://www.musikindustrie.de/presse/presseinformationen/musikindustrie-in-deutschland-2025

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