Christoph Müller leitet ab 2026 Settimane Musicali Ascona

Der Basler Kulturmanager Christoph Müller, der bis Herbst 2025 die künstlerische Leitung des Gstaad Menuhin Festival inne hat, übernimmt ab 2026 dasselbe Amt bei den Settimane Musicali Ascona.

Christoph Müller (Bild: Menhuin Festival/Adrian Moser)

Verbunden mit dem Auftrag der künstlerischen Leitung ist laut der Medienmitteilung auch eine Beratungsfunktion für die Weiterentwicklung und Neupositionierung des traditionsreichen Festivals. Christoph Müller wird seine Arbeit im Herbst 2025 aufnehmen und anfangs Jahr 2026 sein erstes Programm präsentieren.

Der 1970 geborene Christoph Müller ist ausgebildeter Cellist und seit 1996 in verschiedenen Funktionen für das Kammerorchester Basel tätig, unter anderem als Cellist und Geschäftsführer. Seit 2011 ist er der künstlerische Delegierte und Konzertmanager des Orchesters. Nach der Festivalausgabe 2025 wird er nach 24 Ausgaben die künstlerische Leitung von Gstaad Menuhin Festival & Academy abgeben.

Die Settimane Musicali sind seit ihrer Gründung im Jahr 1946 Bestandteil des musikalischen Panoramas der Region Lago Maggiore und des Tessins. Sie sind ist ein Sprungbrett für junge Musiker und fördern Schweizer Orchester, wie etwa das Orchestra della Svizzera italiana, dem mit jährlich zwei Konzerten im Rahmen des Festivals ein besonderes Podium geboten wird.

Stadt Basel erarbeitet neues Kulturleitbild

Der Regierungsrat Basel-Stadt erteilt dem Präsidialdepartement den Auftrag, für die Periode von 2026 bis 2031 ein neues Kulturleitbild zu erarbeiten.

Basler Rathaus (Bild: Pixaby/Hans)

Grundlage  bilden erstmals eine Bevölkerungsbefragung zum Kulturangebot sowie ein Wirkungsbericht zur vorangehenden Periode. Das neue Kulturleitbild kommt laut der Medienmitteilung des Kantons voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2025 in die öffentliche Vernehmlassung.

Der Kulturbereich stehe vor grossen Herausforderungen: Die Kulturbetriebe müssten sich nachhaltiger ausrichten, die Teuerung sei deutlich spürbar, und der technologische Wandel sorge für Verunsicherung, schreibt der Kanton. Hinzu kommen globale Krisen und Konflikte, welche die internationale Zusammenarbeit erschweren. Diese aktuellen Fragen führten dazu, dass in der Kulturpolitik neue strategische Leitplanken gesetzt werden müssten.

Der Regierungsrat von Basel-Stadt hat nun der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement den Auftrag gegeben, ein neues Kulturleitbild für die Jahre 2026 bis 2031 zu erarbeiten. Dieses soll eine kulturpolitische Strategie festlegen, also überprüfbare mittel- bis langfristige Wirkungsziele formulieren und Aufschluss darüber geben, wie die Mittel verwendet werden. Das neue Kulturleitbild soll die Überprüfung und Fortsetzung der Museumsstrategie integrieren ebenso wie die Umsetzung der «Trinkgeld-Initiative», also die verstärkte Förderung der Jugend- und Alternativkultur. Das aktuell gültige Kulturleitbild läuft Ende 2025 aus.

Kanton Basel-Landschaft fördert junge Musiktalente

Der Kanton Basel-Landschaft erweitert die Talentförderung und nimmt am nationalen Förderprogramm «Junge Talente Musik» teil. Begabte können so neu vom Bund finanzierte Förderbeiträge beantragen.

(Bild: CC)

Der Bund hat am 1. August 2022 das Förderprogramm «Junge Talente Musik» lanciert. Damit sollen Kinder und Jugendliche mit einem überdurchschnittlichen musikalischen Potenzial gefördert und schweizweit einheitliche Standards für die Talentförderung im Musikbereich geschaffen werden. Die Teilnahme am Programm ist für die Kantone freiwillig und bedingt vorgegebene inhaltliche und strukturelle Mindestvoraussetzungen.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat das Gesuch des Kantons Basel-Landschaft um Teilnahme bewilligt. Per 1. Januar 2025 können alle interessierten Baselbieter Kinder und Jugendlichen einen Antrag auf Aufnahme ins Förderprogramm stellen. Kinder und Jugendliche, die bereits Teil der Talentförderung Musikschulen Baselland (TFBL) sind, haben die Möglichkeit, sich bis am 31. August 2024 um Direktzahlungen des Bundes zu bewerben. Das Antragstool wird während den Schulsommerferien von der kantonalen Koordinationsstelle freigeschaltet.

Hope folgt in Gstaad auf Müller

Daniel Hope wird ab November 2025 als Intendant die künstlerische Leitung von Gstaad Menuhin Festival & Academy übernehmen. Er tritt die Nachfolge von Christoph Müller an.

Daniel Hope (Bild: Hope Music AG)

Daniel Hope beginnt seine Intendanz im Rahmen des Gstaad Menuhin Festivals 2026, der 70. Ausgabe des nach seinem Gründer Yehudi Menuhin benannten Festivals. Er wurde nach einem umfangreichen, mehrstufigen Auswahlverfahren auf Empfehlung der Berufungskommission einstimmig zum neuen Intendanten gewählt. Hope ist langjähriger Kenner Gstaads und dem Festivalgründer Yehudi Menuhin seit seiner Kindheit persönlich und musikalisch eng verbunden. seine Mutter Eleanor Hope war die persönliche Assistentin von Yehudi Menuhin.

Hope ist seit 2016 Music Director des Zürcher Kammerorchesters, das dem Festival historisch ebenfalls eng verbunden ist. Er hat zudem Leitungsaufgaben beim Savannah Music Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival und in der Philharmonie Essen. Derzeit ist er künstlerischer Leiter der Frauenkirche Dresden und Präsident des Bonner Beethovenhauses.

Grace Newcombe folgt in Basel auf Kathleen Dineen

Grace Newcombe wird nach der Pensionierung von Kathleen Dineen ab dem Herbstsemester 2024/25 an der Schola Cantorum Basiliensis neu Pflichtfach Gesang und Ensemblearbeit mit Schwerpunkt Mittelalter-Renaissance unterrichten.

Grace Newcombe (Foto: Laelia Milleri)

Grace Newcombe ist auf die Musik des Mittelalters und der Renaissance spezialisiert. Sie tritt in ganz Europa auf und macht Aufnahmen mit renommierten Mittelalter-Renaissance-Ensembles wie Ensemble Leones, Peregrina, Le Miroir de Musique, Ensemble Gilles Binchois, SchoEnsemble Dragma und Musicke & Mirth. Sie ist die Gründerin und Leiterin des Mittelalter-Ensembles Rumorum. Als Instrumentalistin ist sie mit mittelalterliche Harfen und Clavicymbalum zu hören.

Grace studierte an der Schola Cantorum Basiliensis und erwarb dort einen Master mit Auszeichnung zur Gesangspädagogik in der Alten Musik. Seitdem unterrichtet sie dort regelmässig als Gast- oder Vertretungslehrerin für Gesang, Tudor- und elisabethanische Vokalpolyphonie, mittelalterliche Vokalpolyphonie und Gregorianischen Gesang.

Als Künstlerin und Lehrerin hat sich Grace auf nicht-klassische Gesangstechniken spezialisiert und unterrichtet derzeit auch Stimmbildung am Institut Jazz in Basel. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über Aufführungspraktiken für volkssprachliche Lieder im Grossbritannien des dreizehnten Jahrhunderts. Sie förderte dabei bisher unbekannte melodische und textliche Besonderheiten der mittelenglischen Verse zutage.

 

Prix Serdang 2024 geht an Alexandra Dovgan

In Solothurn ist der von Rudolf Buchbinder kuratierte und mit 50’000 Franken dotierte Prix Serdang an die Pianistin Alexandra Dovgan verliehen worden.

Alexandra Dovgan (Bild: Thomas Entzeroth)

Alexandra Dovgan, laut der Medienmitteilung 2007  in eine Musikerfamilie geboren, begann mit viereinhalb Jahren ihr Klavierstudium und bestand bereits mit fünf Jahren die Aufnahmeprüfung der Zentralen Akademischen Musikschule in Moskau. Sie hat zahlreiche internationale Wettbewerbe gewonnen, darunter die Vladimir Krainev Moscow International Piano Competition. Mit zehn Jahren wurde sie mit dem Grand Prix bei der II. International Grand Piano Competition in Moskau ausgezeichnet. Alexandra hat bereits in  der Berliner Philharmonie, dem Théâtre des Champs-Elysées in Paris und dem Concertgebouw in Amsterdam und unter Dirigenten wie Gustavo Dudamel und Paavo Järvi konzertiert.

Der Prix Serdang wurde 2022 ins Leben gerufen und an Martin James Bartlett vergeben. 2023 erhielt Ariel Lanyi den Preis. Er ist mit 50’000 Franken dotiert, kein Wettbewerb und an keinerlei Bedingungen gebunden. Vielmehr ist er Auszeichnung, Ansporn und Unterstützung einer jungen Karriere und eine Investition in künstlerisches Schaffen. Die Wahl trifft der Pianist Rudolf Buchbinder als Kurator.

Werkverzeichnis von Caroline Charrière online verfügbar

Auf der Plattform Fri-Memoria ist ab sofort ein Werkverzeichnis von Caroline Charrière abrufbar. Es bietet einen Gesamtüberblick über das musikalische Vermächtnis der Freiburger Komponistin.

 

Caroline Charrière dirigiert den Choeur de Jade (Bild: FB CdJ)

Die Idee, ein Werkverzeichnis von Caroline Charrière herauszubringen, ist während den Erschliessungsarbeiten am Nachlass der Komponistin zwischen 2022 und 2023 im Austausch mit der Association Caroline Charrière entstanden. Ausschlaggebend für die Entstehung des Projektes war schliesslich der Umstand, dass bei der Inventarisierung des Nachlasses in der Kantons- und Universitätsbibliothek über 50 zusätzliche Werke gefunden wurden, die in der von Caroline Charrière selbst geführten, chronologischen Werkliste (2018) nicht verzeichnet sind.

Als Grundlage dienten dem Werkverzeichnis auch der von der Musikologin Irène Minder-Jeanneret erstellte Katalog nach Musikgattungen (2021), der Katalog des Musikverlags Bim und die Auflistung der Werke im Inventarverzeichnis des Nachlasses Caroline Charrière (2023). Das Werkverzeichnis enthält insgesamt 199 Werke, 40 Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten, 6 Miniaturen, die für besondere Anlässe (Geburtstage und Taufen) komponiert wurden, sowie 40 Skizzen. Charrière schrieb zudem weitere Stücke für den privaten Gebrauch, die allerdings nicht in den Katalog aufgenommen wurden, da sie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Caroline Charrière ( 1960 – 2018) war eine Schweizer Komponistin und Dirigentin. Sie studierte in Lausanne, Biel und Manchester Flöte und Komposition und leitete neben einer freien Tätigkeit als Komponistin den Freiburger Frauenchor Chœur de Jade.

Mehr Infos:
https://www.fr.ch/de/kub/news/caroline-charriere-publikation-des-werkkatalogs

Bach wird Leiter des Freiburger Kammerorchesters

Der Schweizer Dirigent Philippe Bach übernimmt die Leitung des Freiburger Kammerorchesters. Er folgt in dem Amt auf den Ensemblegründer Laurent Gendre.

Philippe Bach (Bild: Michael Reichel)

Der 1974 geborene Philippe Bach studierte an der Musikhochschule Bern und am Conservatoire de Genève Horn und in Zürich bei Johannes Schlaefli und am Royal Northern College of Music in Manchester bei Sir Mark Elder dirigieren. 2006 bis 2008 war er Assistant Conductor am Teatro Real in Madrid und Assistent von Jesús López Cobos. Von 2008 bis 2010 war er Erster Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Theater Lübeck und von 2010 bis 2022 Generalmusikdirektor der Meininger Hofkapelle. Seit 2012 ist er Chefdirigent des Berner Kammerorchesters und seit 2016 Chefdirigent der Kammerphilharmonie Graubünden.

Das 2009 gegründete 36-köpfige Freiburger Kammerorchester (FKO) konzertiert im Equilibre Freiburg, im Podium Düdingen und in einem der Säle des CO der Region Bulle. Es ist zudem in der Musiktheater-Saison der NOF – Neue Oper Freiburg zu hören und begleitet regelmässig die Projekte zahlreicher Vokalensembles in der Region.

Kiser präsidiert Obwaldner Kulturkommission

Der Regierungsrat des Kantons Obwalden hat Carmen Kiser zur neuen Präsidentin der kantonalen Kulturkommission gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Heinz Anderhalden an.

Carmen Kiser (Bild: zVg)

Die 46-jährige Carmen Kiser ist in Sarnen aufgewachsen, absolvierte die Matura an der Kantonsschule Obwalden und studierte an der Universität Zürich Ethnologie, Umweltwissenschaften und Englische Literatur. An der Universität Sydney schloss sie ausserdem mit einem Master in Museologie ab. Danach entwickelte und führte sie während neun Jahren Projekte der Geschichtsvermittlung im Museum Aargau.

Von 2018 bis 2023 leitete sie das Museum Bruder Klaus in Sachseln und realisierte zahlreiche Sonderausstellungen zur regionalen Kulturgeschichte und zeitgenössischen Kunst. In jüngerer Zeit absolvierte sie verschiedene Fortbildungen in den Bereichen Kulturmanagement und Kulturpolitik. Seit März 2024 arbeitet sie als Projektkoordinatorin im Mandat für die Dienststelle Kultur des Kantons Luzern. Carmen Kiser lebt mit ihrer Familie in Sarnen.

Leipziger Bach-Medaille für Andreas Staier

Der Cembalist und Pianist Andreas Staier, der von 1987 bis 1995 als Professor für Cembalo und Hammerklavier an der Schola Cantorum Basiliensis amtete, ist mit der Bach-Medaille der Stadt Leipzig ausgezeichnet worden.

 

Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew, Andreas Staier, Direktor des Bach-Archivs Peter Wollny (Bild: Bachfest Leipzig/Gert Mothes)

Andreas Staier wurde 1955 in Göttingen geboren. Er studierte Klavier und Cembalo in Hannover und Amsterdam und wurde Cembalist des Ensembles Musica Antiqua Köln. Seit 1986 ist er als freier Solist und als Cembalo- und Hammerklavier-Solist tätig. Seit September 2011 ist er Associate Artist der Oper Dijon.

In Anerkennung besonderer Verdienste um das Werk Johann Sebastian Bachs vergibt der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig jährlich im Rahmen des Bachfestes die Bach-Medaille. Die Jury zur Verleihung der Bach-Medaille der Stadt Leipzig setzt sich zusammen aus dem Gewandhauskapellmeister, dem Rektor der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, dem Thomaskantor, dem Präsidenten und dem Direktor des Bach-Archivs. Die ersten Träger waren ab 2003 Gustav Leonhardt, Helmuth Rilling, Sir John Eliot Gardiner, Ton Koopman und Nikolaus Harnoncourt.

 

Jungrae Noah Kim gewinnt Belvedere Singing Competition

Jungrae Noah Kim hat an der internationalen Belvedere Singing Competition 2024 den 1. Preis gewonnen. Er studiert an der ZHdK Gesang im Master Music Performance bei Markus Eiche.

, (Bild: Dzintari Concert Hall – Pauls Zvirbulis)

Noah Kim hat an der Nationalen Universität in Seoul studiert und im Rahmen des Nachwuchsprogramms des Opernhauses Zürich in Produktionen wie Die Gezeichneten von Franz Schreker, Madama Butterfly, Rigoletto und Il Barbiere di Siviglia Partien übernommen. Zuvor gab er sein Debüt als Belcore in L’Elisir d’amore an der Oper von Seoul und als Masetto in Don Giovanni bei den Bregenzer Festspielen.

Der Internationale Hans-Gabor-Belvedere-Gesangswettbewerb wurde von 1982 bis 2012 an der Wiener Kammeroper abgehalten. Seit 2013 organsiert er als eigenständiger Verein weltweit Qualifikations- und Finalrunden. Der jährlich stattfindende Wettbewerb besitzt die Sparten Oper (und Operette), dabei werden Sängerinnen und Sänger gemeinsam gewertet. Der diesjährige Wettbewerb fand in Lettland statt.

 

Wiener Musikuniversität zeichnet HKB-Dozentin aus

Die Dissertation «Das Konzert als Resonanzraum» von HKB-Dozentin Irena Müller-Brozović ist von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ausgezeichnet worden.

Irena Müller-Brozović (Bild: zVg)

Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) verleiht am 19. Juni zum dritten Mal den Herta & Kurt Blaukopf-Award für herausragende Dissertationen an der Universität. Irena Müller-Brozović wird für ihre Dissertation «Das Konzert als Resonanzraum» ausgezeichnet. Die Ausgezeichnete leitet an der Hochschule der Künste in Bern (HKB) den Minor Musikvermittlung MA Music Pedagogy.

Die Dissertation «Das Konzert als Resonanzraum» fokussiert die resonanzaffine Musikvermittlung durch intensives Erleben und Involviertsein. Dabei untersuchte Irena Müller-Brozović, wie Musikvermittelnde das musikalische Involviertsein bei Konzertsituationen mit starken Musikerlebnissen begünstigen können und setzt dies in eine theoretische Rahmung. Die Publikation wurde von der HKB mitfinanziert und ist im transcript Verlag erschienen.

Der Herta & Kurt Blaukopf-Award wird für besondere Leistungen im Rahmen des wissenschaftlichen Doktoratsstudiums verliehen und dient der Sichtbarmachung besonderer Leistungen.

Collegium Novum Zürich erweitert künstlerische Leitung

Andri Hardmeier wird ab August 2024 für die kommenden zwei Spielzeiten die künstlerische Leitung des Collegium Novum Zürich (CNZ) ergänzen.

Collegium Novum Zürich (Bild: Youtube-Still)

Hardmeier wird diese Funktion zusammen mit Matthias Arter, dem Oboisten des Ensembles, ausfüllen. Matthias Arter zeichnet seit Ende 2020 für die künstlerische Leitung verantwortlich, bis im Sommer 2022 gemeinsam mit Susanne Peters.

Andri Hardmeier leitete in den Jahren 2011 bis 2022 die Abteilung Musik der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Seit 2004 betätigt er sich als Konzert- und Operndramaturg an diversen führenden Häusern und Festspielen, unter anderem am Theater Freiburg, der Staatsoper Hannover, der Ruhrtriennale sowie den Salzburger und den Bayreuther Festspielen.

Er besitzt einen Master-Abschluss in Theoretischer Physik und hat einen Master of Advanced Studies in Kulturmanagement erworben. Im vergangenen Jahr hat er in beratender Funktion eine Analyse des CNZ durch das Beratungsunternehmen Metrum GmbH begleitet und so das CNZ näher kennengelernt.

Schultsz wird Chefdirigent des Collegium Musicum Basel

Jan Schultsz, der auch an der Musikakademie Basel unterrichtet, wird ab der Saison 2024/25 Chefdirigent des Collegium Musicum Basel (CMB). Er folgt in dem Amt auf Johannes Schlaefli. Benjamin Reiners wird Gastdirigent.

Jan Schultsz (Bild: Marco Borggreve)

Der 1965 geborene Jan Schultsz, studierte zunächst in seiner Heimatstadt Amsterdam sowie in Basel und Lausanne Horn und Klavier, spielte als Hornist in verschiedenen Orchestern. Anfang der 1990er-Jahre bildete er sich bei Manfred Honeck, Ralf Weikert und Ilya Musin in St. Petersburg zum Dirigenten aus. Er lebt in Basel, wo er eine Professur an der Hochschule für Musik wahrnimmt. Als Gastdirigent leitet er vor allem Orchester in der Schweiz, in Holland, Österreich, Tschechien, Ungarn sowie in China und Südamerika.

Er war Kapellmeister an der Norske Opera in Oslo, dirigierte die Ungarische Staatsoper Budapest und die Opéra Royal de Wallonie in Liège. Während 10 Jahren war er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Neuchâtel. Im Jahr 2000 gründete er die Opera St. Moritz und war bis 2012 deren Künstlerischer Leiter. Seit 2008 ist er Intendant des Engadin Festivals und seit 2022 Intendant der Schubertiade Riehen.

Gleichzeitig mit der Wahl des Chefdirigenten hat der Vorstand des CMB erstmals die Funktion eines Ersten Gastdirigenten, ebenfalls ab der Saison 24/25, besetzt. Übernehmen wird sie Benjamin Reiners, scheidender Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel und zukünftiger Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und GMD der Theater Chemnitz.

 

 

Weniger Neurosen in der Tanzszene als in der Musik

Wer tänzerisch aktiv ist, neigt laut einer Studie des Max Planck Instituts für Empirische Ästhetik (MPIEA) weniger zu Neurosen als wer musiziert.

(Bild: Wikimedia/Manfred Werner)

Sowohl Hobby-Tänzerinnen und -Tänzer als auch Profis sind verträglicher als  der Rest der Bevölkerung und zeichnen sich durch ein hohes Mass an Offenheit sowie Extravertiertheit aus. In früheren Studien wurde festgestellt, dass dies auch auf Musiker und Musikerinnen zutrifft. Allerdings fand das MPIEA-Team auch einen interessanten Unterschied zwischen beiden Gruppen heraus: Tanzende sind im Gegensatz zu Musizierenden nicht neurotischer, sondern – im Gegenteil – weniger neurotisch als Menschen, die nicht tanzen.

Das Team des MPIEA hat in Kooperation mit dem Leiter einer Freiburger Tanzschule und der Tanzdirektorin am Pfalztheater Kaiserslautern Daten von 5435 Personen aus Schweden und 574 Personen aus Deutschland ausgewertet. Untersucht wurden die Big Five-Persönlichkeitsprofile Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Die Studienergebnisse wurden jüngst im Fachjournal Personality and Individual Differences veröffentlicht.

Originalartikel:
Christensen, J. F., Wesseldijk, L., Mosing, M., Fayn, K., Schmidt, E., Blattmann, M., Sancho-Escanero, L., & Ullén, F. (2024). The Dancer Personality: Comparing Dancers and Non-Dancers in Germany and Sweden. Personality and Individual Differences, 112603. https://doi.org/10.1016/j.paid.2024.112603

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